Eine orange Drohne im Einsatz
Die Drohne kann die Feuerwehr und Rettungskräfte im Einsatz unterstützen. Bildrechte: MDR/Tom Gräbe

Hilfe aus der Luft Drohnenhelfer für die Feuerwehr

Wenn die Einsatzleitstelle Alexander Krauß anfordert, dann brauchen Feuerwehr oder Rettungsdienst fliegende Hilfe. Der junge Mann ist seit einem halben Jahr für den Arbeiter-Samariter-Bund mit einer Drohne unterwegs. Mit dem Blick aus der Luft hilft er, Großveranstaltungen abzusichern oder Brandherde zu finden.

Eine orange Drohne im Einsatz
Die Drohne kann die Feuerwehr und Rettungskräfte im Einsatz unterstützen. Bildrechte: MDR/Tom Gräbe

Zwei Kilogramm leicht, knallorange, sechs Propeller und ein Kamera-Auge: Das ist die Drohne, die für den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Salzlandkreis im Einsatz ist.

Gesteuert wird sie durch Alexander Krauß. Er sitzt vor zwei Joysticks, ein paar Knöpfen und in der Mitte steht ein Monitor – so behält der 18-Jährige die Kontrolle über das Flugobjekt. Der junge Mann und die Drohne sind Teil des Katastrophenschutzes im Salzlandkreis.

Hilfe für Feuerwehr und Rettungsdienste

Der mobile Landeplatz einer Drohne
Der mobile Landeplatz der Drohne. Bildrechte: MDR/Tom Gräbe

Wenn es brennt oder gefährlich wird, dann kann die Feuerwehr den ABS Salzlandkreis kontaktieren und die Drohne anfordern. "Wir haben einen Pieper dabei – so wie jeder Feuerwehrmann – über den wir dann alarmiert werden", so Krauß.

Erst kürzlich brannte es in einer Autowerkstatt in Aschersleben, wo die Feuerwehr auf Krauß' Hilfe zurückgegriffen hat – zum Glück. Denn sie hatte vor Ort den Brand in einem Öllager nicht gesehen. "Auf der Wärmebildkamera der Drohne hat man aber gesehen, dass die Wand noch sehr viel Hitze hatte. Und demzufolge ist die Feuerwehr dann da noch einmal reingegangen und hat nachgelöscht."

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Die Einsatzmöglichkeiten der Drohne sind aber vielseitiger. So war Alexander Krauß auch beim Harzer Landwirtschaftsfest tätig und sorgte dort für den Überblick. Das fliegende Auge kann außerdem zum Einsatz kommen, wenn Einsatzorte schwer zugänglich oder unübersichtlich sind. Die Drohne spart mitunter den Hubschrauber.

Alexander Krauß
Alexander Krauß Bildrechte: MDR/Tom Gräbe

So eine Drohne ist einfach eine kostengünstige Variante, um hochauflösende Bilder von oben machen zu können.

Alexander Krauß, Drohnenpilot beim ABS-Salzlandkreis

Die Ausrüstung passt in zwei große Kisten. Eine für die Drohne selbst und eine für Computer und Monitor, auf den sich die Bilder der Drohne direkt übertragen lassen. "Mit diesem Koffer könnte man quasi los und sofort starten", erklärt Krauß.

Drohnenpilot aus Leidenschaft

Der junge Mann muss sich nicht nur technisch mit dem Fluggerät auskennen. Er betont auch den taktischen Aspekt: "Also wie geht man bei so einem Einsatz überhaupt vor." Und auch in rechtlichen Fragen, die beim Thema Drohnenflug aufkommen, wurde er ausgebildet.

Drohnenfliegen – das ist für Alexander Krauß aber weit mehr als nur ein Ehrenamt – es ist seine Leidenschaft. "Diese Perspektive von oben ist ja schon etwas relativ Spezielles und da hat man jetzt auch nicht so oft die Möglichkeit dazu."

Die Fernbedienung der Drohne
Mit dieser Fernbedienung wird die Drohne gesteuert. Bildrechte: MDR/Tom Gräbe

Quelle: MDR/fl

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 18. August 2019 | 13:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. August 2019, 17:07 Uhr

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