Gebotsschild mit Geschwindigkeitsbeschränkung 70 km/h auf einer Landstraße.
Auf der A36 ist wegen eines Hohlraumes unter der Autobahn eine Fahrspur Richtung Braunschweig gesperrt. Es gilt ein Tempolimit Bildrechte: IMAGO

Nordharzautobahn A36 bei Nachterstedt hat sich abgesenkt

Auf der A36 bei Nachterstedt hat sich die Fahrbahn abgesenkt. Zwischen Hoym-Nachterstedt und Quedlinburg-Ost hat sich ein Hohlraum gebildet. Eine Fahrspur ist aus diesem Grund Richtung Braunschweig gesperrt.

Gebotsschild mit Geschwindigkeitsbeschränkung 70 km/h auf einer Landstraße.
Auf der A36 ist wegen eines Hohlraumes unter der Autobahn eine Fahrspur Richtung Braunschweig gesperrt. Es gilt ein Tempolimit Bildrechte: IMAGO

Auf der Nordharzautobahn A36, der früheren Bundesstraße 6, hat sich die Fahrbahn abgesenkt. Ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte MDR SACHSEN-ANHALT am Sonntagabend, zwischen Hoym-Nachterstedt und der Anschlusstelle Quedlinburg-Ost sei ein Hohlraum festgestellt worden. Eine der beiden Spuren in Richtung Braunschweig sei daher gesperrt worden. Außerdem gelte ein Tempolimit.

In den nächsten Tagen soll der Hohlraum weiter untersucht werden. Über die Ursachen ist noch nichts bekannt.

Erdrutsch am Concordiasee

Im Jahr 2009 war es in Nachterstedt im Salzlandkreis zu einem Erdrutsch am Concordiasee gekommen. Drei Menschen wurden dabei in die Tiefe gerissen und starben. Mehrere Häuser stürzten in die Tiefe. Seitdem laufen rund um den See Sicherungsarbeiten. Auch 2016 hatte es erneut einen Erdrutsch gegeben.

Der rund 350 Hektar große See ist nach Angaben der Stadt Seenland zurzeit für jegliche touristische Nutzung gesperrt. Noch im Juni diesen Jahres soll laut Wirtschaftsministeriums in Magdeburg darüber entschieden werden, ob der gesperrte Concordiasee teilweise wieder freigegeben werden kann.

Braunkohletagebau nach 1990

Der See war nach 1990 aus einem früheren Braunkohletagebau entstanden, indem das riesige Loch geflutet wurde. Nach Angaben des Bergbausanierers LMBV ist die Sanierung am Concordia See weiter fortgeschritten. Nach dem Erdrutsch 2009 waren dort 2016 weitere Erdmassen ins Rutschen gekommen. Der Fahrer eines Baufahrzeugs konnte sich retten.

Quelle: MDR,dpa/mp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 09. Juni 2019 | 21:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Juni 2019, 21:23 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

7 Kommentare

11.06.2019 21:23 Dorfbewohner 7

"Mediator 5

...Vermutlich würden all die Besserwisser hier für jeden halben Streckenmeter ein gesondertes geologisches Gutachten erstellen lassen.

Der Mensch hat offensichtlich in dieser Gegend durch den Braunkohleabbau massiv die Bodenverhältnisse eingegriffen…"

Wie jetzt auch noch Geotechniker mit dem Fachgebiet Autobahnbau auf ehemaligen “Braunkohleabbau"-gebieten. Aber gehen Sie mal ruhig davon aus, dass Ideologie keinen nichttragenden Baugrund ins Gegenteil verkehrt und Mediator, wenn nötig, müssen eben alle 25m Probebohrungen gesetzt werden...werter da Vinci der Gegenwart.

11.06.2019 19:00 elbe-blauweiss 6

Die Planer der Aitobahnen sollten mal in ändere Länder in die Lehre gehen.Wie kann es sein,das zB in den VAE die Autobahnen wie Teppiche sind und das bei Temperaturen jenseits der 50 Grad im Schatten?Oder gegenteilig in Skandinavien wo im im Winter viel tiefere Temperaturen herrschen.Da sind die Straßen auch eben ohne Makel.
Wenn man mich fragt ist das irgendwie gewollt. Soviel Dämlich chkeit kann es in Deutschland gar nicht geben.

10.06.2019 22:28 Mediator 5

Da sind sie wieder die Besserwisser, die unserem Land natürlich sofort Unfähigkeit attestieren, nur weil ein kleines Stück Autobahn von tausenden Kilometern einen Baumangel aufweist. Vermutlich würden all die Besserwisser hier für jeden halben Streckenmeter ein gesondertes geologisches Gutachten erstellen lassen.

Der Mensch hat offensichtlich in dieser Gegend durch den Braunkohleabbau massiv die Bodenverhältnisse eingegriffen. Alleine die Absenkung und Anhebung des Grundwasserspiegels verändert die Bodenbeschaffenheit massiv. Noch eine tolle Nebenwirkung des Braunkohleabbaus.