Pferd liegt auf der Weide im hohen Gras
Erstmalig ist das Virus bei einem Pferd in Sachsen-Anhalt festgestellt worden. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Frank Sorge

Virus aus Afrika Pferde im Salzlandkreis mit West-Nil-Virus infiziert

Das West-Nil-Virus ist erneut in Sachsen-Anhalt festgestellt worden. Das gefährliche Virus ist bei Vögeln und erstmalig auch bei Pferden im Salzlandkreis aufgetreten. Ein Tier musste bereits eingeschläfert werden.

Pferd liegt auf der Weide im hohen Gras
Erstmalig ist das Virus bei einem Pferd in Sachsen-Anhalt festgestellt worden. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Frank Sorge

Im Salzlandkreis ist erneut das für Vögel und Pferde gefährliche West-Nil-Virus festgestellt worden. Betroffen sind nach Angaben des Landrats Pferde in der Nähe von Könnern. Ein Tier wurde bereits eingeschläfert. Daneben gebe es zwei Verdachtsfälle.

Auf Schutz achten

Der Landkreis rät dazu, Tiere in den betroffenen Gebieten zu impfen. Im vergangenen Jahr waren im Salzlandkreis bereits mehrere Habichtvögel von der Tierseuche betroffen. Da es für Menschen noch keinen Impfschutz gibt, raten Experten der Barmer Ersatzkasse Sachsen ausreichend Mückenschutz aufzutragen, insbesondere bei der Gartenarbeit. Auch sollte der Insektenschutz in den Fenstern noch bleiben, denn in den kühler werdenden Nächten retten sich Mücken gern in die wohlig warmen Räume.

Übertragung durch Mücken

eine Mücke
Das Virus kann durch Mücken auch auf Menschen übertragen werden. Bildrechte: MDR

Das West-Nil-Virus stammt ursprünglich aus den Tropen und tritt besonders häufig in Afrika auf. Es wird durch blutsaugende Mücken übertragen. Es erkranken hauptsächlich Wildvögel, insbesondere Sperlings-, Raben- und Greifvögel. In selteneren Fällen können allerdings auch Pferde und Mensch erkranken. So wurde die Krankheit im September bei einem Mann in Sachsen festgestellt. Er hatte sich bei einem Mückenstich infiziert.

Bei Verdacht den Arzt konsultieren

Infizieren sich Menschen, können grippeähnliche Symptome auftreten. Dazu zählen unter anderem Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen oder auch Hautausschlag, wie der Fachdienst Gesundheit mitteilte. Normalerweise dauert die Erkrankung eine Woche. In seltenen Fällen können ähnlich wie bei einer normalen Grippe auch schwere Krankheitsverläufe auftreten. Insbesondere Menschen aus der betroffenen Region Könnern sollten bei Verdacht einen Arzt konsultieren.

Mehrzahl der Pferde ohne Symptome

Die Mehrzahl der infizierten Pferde zeigt keine klinischen Symptome. Es kann aber bei einigen Pferden zu deutlichen zentralnervösen Störungen. Hierzu zählen Stolpern, Nachhandlähmungen, Ataxien, allgemeine Schwäche, Muskelzittern und Lähmungen bis hin zum Festliegen der Tiere. Es werden auch Appetitlosigkeit, die Unfähigkeit zu schlucken, Schwierigkeiten beim Aufstehen und Krämpfe beschrieben, teilte der Fachdienst für Veterinärangelegenheiten und Gesundheitlicher Verbraucherschutz mit.

Quelle: MDR/

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 07. Oktober 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Oktober 2019, 16:59 Uhr

Mehr aus Salzlandkreis, Magdeburg, Börde und Harz

Mehr aus Sachsen-Anhalt