Drei Polizeiautos vor einem Gebäude
Bei dem Einsatz waren Polizisten aus Magdeburg und Schönebeck dabei. Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich

Rockerkriminalität Großeinsatz: Polizei sucht nach Waffen in Magdeburg und Schönebeck

Am Montag hat die Polizei in Sachsen-Anhalt mehrere Gebäude gestürmt. Auf der Suche nach illegalen Waffen waren die Einsatzkräfte in Magdeburg und Schönebeck im Salzlandkreis unterwegs. Fündig sind die Spezialisten nicht geworden. Ein Hund ist aber bei dem Einsatz erschossen worden.

Drei Polizeiautos vor einem Gebäude
Bei dem Einsatz waren Polizisten aus Magdeburg und Schönebeck dabei. Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich

In Sachsen-Anhalt haben Polizisten am Montagmorgen mehrere Gebäude durchsucht. Das hat die federführende Polizei in Braunschweig MDR SACHSEN-ANHALT bestätigt. Der Einsatz fand in Magdeburg und in Schönebeck im Salzlandkreis sowie in Niedersachsen statt. Bei der Razzia ging es um Straftaten im Rockermilieu. Die Polizei vermutete Pistolen eines mutmaßlichen Händlers aus dem Raum Helmstedt.

Polizei von Hund angegriffen

Fündig sind die Einatzkräfte bei den Durchsuchungen nicht geworden, es gab auch keine Festnahmen. Bei der Durchsuchung eines Hofes in Schönebeck seien die Beamten von einem Hund angegriffen worden, meldete die Polizei weiter. Das Tier sei von Einsatzkräften zu ihrem Schutz erschossen worden.

Suche nach Verdächtigen

SEK-Einsatz in Schönebeck
Bei der Razzia am Montagmorgen sind die Polizisten nicht fündig geworden. Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich

Hintergrund des Einsatzes seien zwei Festnahmen am Freitag gewesen, erklärte Hans Christian Wolters von der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Nach mehrmonatigen Ermittlungen war dabei ein 54-Jähriger aus dem Raum Helmstedt auf einer Bundesstraße nahe Schönebeck im Salzlandkreis festgenommen worden. In seinem Wagen seien fünf Pistolen tschechischer Herkunft sichergestellt worden, so Wolters.

Der Mann sei wegen Verstößen gegen das Waffengesetz vorbestraft und als ehemaliges Führungsmitglied der Rockergruppe "Red Devils" bekannt. Zu den Vorwürfen äußere er sich bisher nicht. Bei dem zweiten Festgenommenen handele es sich um einen Kunden. Er habe den Kauf gestanden und befinde sich daher nicht mehr in Haft, so Wolters.

Die Durchsuchungen in Sachsen-Anhalt fanden laut Wolters im Zuge der Ermittlung gegen weitere Verdächtige statt und richteten sich gegen potenzielle Waffenkäufer.

SEK-Einsatz in Schönebeck
Die Durchsuchungen in Sachsen-Anhalt zielten auf weitere Verdächtige. Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich

Quelle: MDR/ld,pat

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 11. Februar 2019 | 09:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Februar 2019, 20:55 Uhr

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18 Kommentare

12.02.2019 09:24 Mediator an Franz(15) 18

Kommen sie sich mit ihrem vor Ausländerhass treifendem Beitrag nicht deplaziert vor? Die Polizei ging gegen eine Organisation vor, bei der man scharfe illegale Schußwaffen festgestellt hat und die diese an Hinz und Kunz verkauft hat. Was stört sie also daran, dass die Polizei gegen solche Kriminellen tätig wird.

Auf ihre Erklärung wär ich jetzt doch sehr gespannt.

Welche illegalen Schwerverbrecher werden denn bitte mit Samthandschuhen angefasst? Ich bitte um Beispiele. Ein rechtsstaatlicher Prozess hat nichts mit Samthandschuhen zu tun.

PS: Immer süß wie Leute die Schwerkriminelle verteidigen einen auf Tierfreund machen. Um den Hund ist es schade, aber das Leben eines Menschen geht nun einmal vor!

11.02.2019 23:11 Holger 17

Bei einigen Kommentaren muss ich mich ehrlich gesagt fragen ob sie noch bei klarem Verstand sind!

Wenn die Polizei eine Razzia durchführt, dann hat sich sicherlich das Recht ein Grundstück ohne Erlaubnis des Besitzers zu betreten. Wenn dann die Beamten von einem Hund angegriffen werden, dann wird diese Bedrohung so ausgeschaltet, dass erstens der Einsatz nicht durch Zeitverzug gefährdet wird und zweitens Leib und Leben der Beamten geschützt wird.

Wollen wir jetzt darüber diskutieren ob das Leben eines Menschen oder das eines Hundes Vorrang hat? Nicht umsonst ist ein Hund juristisch gesehen eine Sache.

Wir reden hier auch nicht von Falschparkern sondern von einer Gruppe bei der man im Vorfeld scharfe Waffen sichergestellt hat.

11.02.2019 22:01 Joko 16

Einige sollten hier mal die Bälle flach halten. Wenn die Polizeibeamten geschossen haben, dann wird das schon seine Berechtigung gehabt haben. Wenn von dem Tier zu dem Zeitpunkt eine Gefahr ausging, dann ist das schon rechtens. So unschön das sicher für das Tier ist, so ist es doch rechtlich nicht mehr als eine Sachbeschädigung. Bei einem Graffiti regt sich doch auch niemand auf. Aber wahrscheinlich auch nur weil man was gegen unsere Polizei schreiben muss. Und ohne Frage, ich mag Tiere, insbesondere Hunde.

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Norma Düsekow
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