Sachsen-Anahlt, Aschersleben: «Fachhochschule Polizei» steht auf einem Schild an der Einfahrt der Akademie.
Die Polizeifachhochschule Aschersleben war in jüngster Zeit mehrfach negativ in die Schlagzeilen geraten. Bildrechte: dpa

Wegen Verdacht eines Sexualdelikts Polizeischule entlässt weiteren Polizeianwärter

Die Polizeifachhochschule in Aschersleben kommt nicht aus den Negativschlagzeilen. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT wird ein Polizeischüler wegen eines Sexualdelikts entlassen. Das Innenministerium bestätigte den Fall, nannte aber keine Einzelheiten.

Sachsen-Anahlt, Aschersleben: «Fachhochschule Polizei» steht auf einem Schild an der Einfahrt der Akademie.
Die Polizeifachhochschule Aschersleben war in jüngster Zeit mehrfach negativ in die Schlagzeilen geraten. Bildrechte: dpa

Die Polizeifachhochschule entlässt einen weiteren Polizeischüler. Das hat ein Sprecher des Innenministeriums MDR SACHSEN-ANHALT am Dienstag mitgeteilt. Demnach ermittelt die Staatsanwaltschaft in Berlin gegen einen Polizeianwärter, der seine Ausbildung im Jahr 2016 begonnen hatte. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT wird dem Mann vorgeworfen, ein Sexualdelikt begangen zu haben. Die Behörden haben dies bislang nicht bestätigt und auch keine weiteren Angaben zu den Vorwürfen gemacht.

Mehrfache Entlassungen

Die Fachhochschule Polizei in Aschersleben war zuletzt mehrfach in die Schlagzeilen geraten. Im April 2018 war ein Polizeischüler in ein Haus in Halle eingebrochen und auf der Flucht in den Tod gestürzt. Zuvor waren vier angehende Polizisten aus dem Dienst entlassen worden. Ihnen waren Drogenbesitz und -handel vorgeworden worden.

Als Reaktion auf die Vorfälle sollen Bewerber ab dem kommenden Jahr einen psychologischen Test absolvieren. Innenministerium und Fachhochschule erhoffen sich davon, mehr über die charakterliche Eignung von Bewerbern herauszufinden.

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Quelle: MDR/pat

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 07. August 2018 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. August 2018, 16:57 Uhr

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13 Kommentare

08.08.2018 17:13 Mediator an Werner (12) 13

Lieber Werner,

an die Unschuldsvermutung haben sich Gerichte und eventuell noch Medien zu halten. Sie und ich äußern jedoch einfach unsere Meinung. Mir wäre neu, dass man sich hier zu einer Sachlage erst nach einem rechtssicheren Urteil äußern darf. Bis dahin kann sich i.d.r. ja kaum noch einer an die Tat erinnern.

Ansonsten wird ein Polizeianwärter auch nicht einfach ohne stichhaltige Gründe rausgeschmissen. Sehen sie das anders?

Polizeibeamte sind übrigens in meinen Augen ganz normale Bürger, von denen ichjedoch erwarte, dass sie sich besonders vorbildlich an geltende Gesetze halten, weil sie diese genau kennen, für ihre Einhaltung zuständig sind und im Namen des Staates handeln.

PS: Ich müsste mich sehr wundern wenn sie meine Freunde kennen. Wer müssen denn in ihren Augen meine Freunde sein, wenn ich hier rechtspopulistischem und rechtsradikalem Unsinn argumentativ entgegentrete? Ich bin gespannt.

08.08.2018 15:01 Werner 12

07.08.2018 20:07 Mediator
Auch wenn es Ihnen nicht passt, noch wird er nur verdächtigt. Schuldig ist er, wenn der/die Richter/in ein Urteil gefällt hat.
Die Unschuldsvermutung scheint bei jedem Bürger zu greifen, nur bei Polizisten oder eben Anwärtern gibt es offensichtlich eine Vorverurteilung.
Sollte es den Tatsachen entsprechen, so ist es ein Einzelfall an dieser Schule, von Ihren Freunden hingegen liest man es jeden Tag.
Es war übrigens sehr schon ruhig als sie weg waren. Können Sie nicht wieder gehen?

08.08.2018 14:13 Keine Nebensache 11

Nummer 5 und 9:

Sprache ist dafür da, um sich ordentlich auszudrücken.
In Wort und Schrift.

Dafür gibt es Regeln und Strukturen,
derer man sich zu bedienen hat.

Auch die Sprachlogik gehört dazu.