Programmmacherin bei MDR SACHSEN-ANHALT Online-Chefin für einen Tag: Von Wirrwarr, Panoramablick und lustigen Memes

Einen Tag lang Chefin in der Online-Redaktion des MDR SACHSEN-ANHALT sein – das wurde für Saskia Fischer aus Salzwedel möglich. Einen Tag lang war sie als Programmmacherin im Landesfunkhaus. Was sie erlebt und gemacht hat, fasst sie hier zusammen.

von Saskia Fischer, Programmmacherin

Programmmacherin Saskia Fischer im Newsroom.
Saskia Fischer war einen Tag lang Online-Chefin. Viele Aufgaben haben sich hier im Newsroom abgespielt. Neben dem Diskutieren über Themen und Entscheidungen treffen, hat sie am Ende einen eigenen Artikel verfasst. Bildrechte: MDR/Johanna Daher

Als Studentin habe ich selten das letzte Wort, aber an den Alltag als Programmmacherin könnte ich mich definitiv gewöhnen: In der Online-Redaktion wurde ich fröhlich empfangen und Janine Wohlfahrt, die eigentliche Chefin vom Dienst, bot mir mit den Worten "Dann kannst du ja jetzt meine Arbeit machen" ihren Stuhl an. Auf dem Bildschirm an meinem eintägigen Arbeitsplatz sah ich ein Wirrwarr aus Tabellen und Abkürzungen – für einen Moment war ich überfordert, doch nachdem mir ein paar Dinge erklärt wurden, bekam ich einen kleinen Überblick über die Themen.

In einem Gemeinschaftsraum mit Panoramaausblick zum Dom wurden gemeinsam mit den zugeschalteten Funkhäusern aus Halle und Stendal die Themen des Tages besprochen. Was davon ist interessant? Was kommt auf die Website, was ins Radio und was ins Fernsehen? Für die vielen Fragen wurden überraschenderweise sehr schnell Lösungen gefunden.

Chefin in der Online-Redaktion Einblick: So verlief der Tag von Programmacherin Saskia Fischer

Saskia Fischer aus Magdeburg war einen Tag lang Chefin in der Online-Redaktion von MDR SACHSEN-ANHALT. Das hat sie gemacht und erlebt.

Programmmacherin Saskia Fischer (rechts) im Newsroom mit Online-Redakteurin Janine Wohlfahrt.
Start in den Tag: Saskia Fischer (rechts) beginnt als Programmmacherin im Newsroom. Dort sitzt bereits Janine Wohlfahrt, die eigentliche Chefin vom Dienst. Sie erklärt Fischer die ersten, wichtigen Infos, damit diese dann in die Chef-Rolle schlüpfen kann. Bildrechte: MDR/Gaby Conrad
Programmmacherin Saskia Fischer (rechts) im Newsroom mit Online-Redakteurin Janine Wohlfahrt.
Start in den Tag: Saskia Fischer (rechts) beginnt als Programmmacherin im Newsroom. Dort sitzt bereits Janine Wohlfahrt, die eigentliche Chefin vom Dienst. Sie erklärt Fischer die ersten, wichtigen Infos, damit diese dann in die Chef-Rolle schlüpfen kann. Bildrechte: MDR/Gaby Conrad
Programmmacherin Saskia Fischer (rechts) mit Online-Redakteurin Johanna Daher.
Es folgen das Kennenlernen der gesamten Online-Redaktion und weitere Infos. Online-Redakteurin Johanna Daher (links) erklärt Saskia Fischer beispielsweise den aktuellen Dienstplan und die einzelnen Schichten. Bildrechte: MDR/Gaby Conrad
Programmmacherin Saskia Fischer im Newsroom.
Ab geht's zurück in den Newsroom. Dort unterstützt Saskia Fischer den Morgenticker und entscheidet, welche Themen dort als nächstes veröffentlicht werden sollen. Bildrechte: MDR/Johanna Daher
Programmmacherin Saskia Fischer (Mitte) während der Online-Redaktionskonferenz; mit den Online-Redakteurinnen Janine Wohlfahrt (links) und Johanna Daher.
Als neue Online-Chefin nimmt Saskia Fischer an vielen Konferenzen Teil, wie beispielsweise an der um 9:30 Uhr. Bildrechte: MDR/Gaby Conrad
Programmmacherin Saskia Fischer während der Online-Redaktionskonferenz.
In dieser Konferenz hat sie mit Hilfe des Computers vor sich, den Überblick, welche Themen an diesem Tag noch relevant werden. Was veröffentlicht werden soll, hat sie teilweise mitentschieden. Bildrechte: MDR/Gaby Conrad
Programmmacherin Saskia Fischer im Newsroom mit Radio-Kollege Julian Mengler.
An dem, was Fischer als Programmmacherin so erlebt, hat auch Radio-Journalist Julian Mengler Interesse. Für die Morningshow hat er sie gefragt, was sie so gemacht und wie es ihr gefallen hat. Bildrechte: MDR/Johanna Daher
Programmmacherin Saskia Fischer im Newsroom.
Menglers Fragen hat Saskia Fischer danach auch noch ausführlicher beantwortet. Denn ihre abschließende Aufgabe war: Einen Online-Artikel über ihr Erlebtes schreiben. Bildrechte: MDR/Johanna Daher
Programmmacherin Saskia Fischer im Newsroom.
Darin schreibt sie: "Ich kann es jedem nur empfehlen, mal einen Tag als Programmmacherin auszuprobieren – nicht nur, um mal das Sagen zu haben sondern um live zu erleben, wie Journalisten arbeiten und welche Arbeit dahinter steckt." Ein gelungener Tag, der viel zu schnell vorbei ging, wie sie findet. Bildrechte: MDR/Johanna Daher
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Arbeiten mit Memes und koffeinhaltigen Getränken

Zurück in der Redaktion, warteten die ersten Entscheidungen: Beim Morgenticker entschied ich das nächste Thema und die Umfrage. Außerdem überlegten wir, wann welcher Beitrag veröffentlicht werden sollte und ich half bei der Gestaltung von Facebook-Inhalten.

Nachdem ich diesen kleinen Einblick und eine intensive Führung durch das Funkhaus bekommen habe, bin ich fast traurig darüber, dass der Tag schon zu Ende ist. Ich kann es jedem nur empfehlen, mal einen Tag als Programmmacherin auszuprobieren – nicht nur, um mal das Sagen zu haben – sondern um live zu erleben, wie Journalisten arbeiten und welche Arbeit dahinter steckt. Es lohnt sich auch, die Mitarbeitenden persönlich kennenzulernen. Das Gemeinschaftsbüro, tapeziert mit ausgedruckten Memes und ausgestattet mit mindestens vier Kästen eines beliebten, koffeinhaltigen Energydrinks, bietet eine Wohlfühlgarantie.

Positiv überraschte mich vor allem, wie strukturiert die Arbeit hier stattfindet und wie die Mitarbeitenden untereinander kommunizieren. Jeder arbeitet sehr transparent, was in einem so großen Funkhaus vermutlich gar nicht anders geht. Kritik zu äußern, fällt mir zum aktuellen Zeitpunkt schwer, da ich nach nur einem Tag noch zu wenig in der Materie stecke, um das tatsächlich beurteilen zu können.

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Programmmacher Steffen Bodenburg
Bildrechte: MDR/Sören Buchwald

Quelle: MDR/jd

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 20. November 2019 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. November 2019, 18:28 Uhr

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