Ein Mädchen hält eine Urkunde in die Kamera, neben ihr der Bundespräsident und der Schulleiter
Sie kennen sich schon von der Preisverleihung des Wettbewerbs "Starke Schule": Bundespräsident Steinmeier (l.) und Schulleiter Helmut Thiel (M.). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Steinmeier zu Besuch Was den Bundespräsidenten in Wolmirstedt erwartet

Überregionale Aufmerksamkeit sind die Schüler der Johannes-Gutenberg-Ganztagsschule in Wolmirstedt gewohnt – 2017 gewannen sie den Bundeswettbewerb "Starke Schule". Am Mittwoch kommt nun Bundespräsident Steinmeier zu Besuch. Er soll einen Einblick in einen ganz normalen Schultag bekommen.

Ein Mädchen hält eine Urkunde in die Kamera, neben ihr der Bundespräsident und der Schulleiter
Sie kennen sich schon von der Preisverleihung des Wettbewerbs "Starke Schule": Bundespräsident Steinmeier (l.) und Schulleiter Helmut Thiel (M.). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Es ist nicht das erste Mal, dass Schulleiter Helmut Thiel den Bundespräsidenten trifft. Schon 2017 schüttelten sich die beiden Männer die Hände. Damals waren Thiel und seine Schüler bei Frank-Walter Steinmeier in Berlin zu Gast. Anlass war die Preisverleihung des Wettbewerbs "Starke Schule". Dass die Johannes-Gutenberg-Ganztagsschule aus Wolmirstedt am Ende sogar Bundessieger werden würden, das hätte der Schulleiter damals nicht gedacht. Doch genau das geschah.

Und nun kommt der Bundespräsident also nach Wolmirstedt. Der Antrittsbesuch in Sachsen-Anhalt bildet den Rahmen. Die "Starke Schule" steht auch auf seiner Liste: Mittagessen mit Schülern, Eltern und Lehrern in der Mensa, ein Blick in den digitalen Unterricht, Rundgang durch die Werkstätten. "Steinmeier hatte damals schon angekündigt, unsere Schule zu besuchen", erzählt Thiel. Man ist also lange vorbereitet. Alle seien relativ ruhig und freuten sich.

Schüler im Unterricht an der Gutenbergschule
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Werkstätten und freies Lernen

Ganztagsschule Johannes Gutenberg in Wolmirstedt
Für die Ganztagsschule in Wolmirstedt steht hoher Besuch an. Bildrechte: dpa

Man werde nichts zeigen, was es nicht sonst auch an der Schule zu sehen gebe, so Thiel. Der ganz normale Schulalltag, also. Und der ist bestimmt von einem besonderen Lernkonzept: Die 436 Schüler arbeiten von Anfang an in Werkstätten. Dort können sie sich in acht Grundkursen ausprobieren, darunter Bionik, Robotik und zum Beispiel gesunde Ernährung. Dafür gibt es zum Beispiel ein eigenes Gewächshaus. Und es werden schon früh berufliche Interessen bei den Schülern geweckt.

Ein weiteres Modell an der Gutenbergschule ist das praxisorientiere Lernen. Dabei müssen sich die Schüler selbst organisieren. Sie lernen frei und gemeinsam. Der Stärkere soll den Schwächeren unterstützen. Beim freien Lernen müssen die Schüler vier Fächer parallel bewältigen. Ob sie dabei im Klassenraum, auf dem Flur, oder im Freien arbeiten, bleibt ihnen überlassen. Außerdem wird mit jedem Schüler ein individuelles Lernziel definiert. Und es gibt 58 Arbeitsgemeinschaften und 6 Schülerfirmen.

Für dieses Konzept hat die "Starke Schule" 2017 ganze 15.000 Euro gewonnen. Ein Gewinn wird nun sicher auch der Besuch von Frank-Walter Steinmeier. Da ist sich Schulleiter Thiel sicher.

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Ein Mädchen schaut auf einen Tablet-Computer.
Bildrechte: MDR/Uta Kroemer

Do 09.11.2017 15:13Uhr 01:17 min

https://www.mdr.de/fakt-ist/redaktionen/magdeburg/video-152124.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Quelle: MDR/as

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT heute | 14. Februar 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2018, 14:34 Uhr

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6 Kommentare

14.02.2018 14:24 Ellen 6

Was für ein Aufstand Familienausflug dagegen war die DDR sowas von bescheiden. Hier wird diese Politik und solche Leute auf Kosten der kleinen Bürger und deren Steuern gemacht. Sind wie ganz früher die Adligen Kaiser und Könige die haben auch in saus und braus von den Abgaben der armen geschlemmt

14.02.2018 09:39 Ureinwohner 5

Was den Bundespräsidenten in Wolmirstedt erwartet.
MDR sollte mal nachragen , was die Wolmirstedrer von dem Bundespräsidenten erwarten.

13.02.2018 21:22 Freiheit 4

Warum erinnert das nur so doll an die DDR.

13.02.2018 16:56 Leser 3

Ist ja alles erfreulich. Aber warum zeigt man Politikern immer Vorzeigeobjekte und nicht Problemschwerpunkte?

13.02.2018 16:06 Atheist aus Mangel an Beweisen 2

Früher wurden die besten sozialistischen Brigaden besucht.

13.02.2018 14:35 Chris. 1

das interessiert ja jetzt jeden dieser hoch bezahlte nichtsbringende Politiker, von unserem Steurgeld ,
andere Menschen müssen jeden Tag arbeiten gehen
schön das wir diese Familie bis zu ihrem Lebensende wieder wie alle anderen auch durchfüttern müssen, mit 1 8 . 0 0 0 .- Euro
im Monat , dazu noch seine gesamten nichtsbringenden Reisen bezahlen.