Entwurf einer beleuchteten Brücke bei Nacht
Die geplante neue Strombrücke in Magdeburg soll etwa 107 Millionen Euro kosten. (Entwurf) Bildrechte: Bauwerksentwürfe Leonhardt, Andrä und Partner und VI-EX Visualisierung

Bauprojekt in Magdeburg Strombrückenzug soll 47 Millionen Euro mehr kosten

Nach dem Citytunnel steigen nun auch die Kosten für das nächste große Bauprojekt in Magdeburg erheblich. Der neue Strombrückenzug soll 47 Millionen Euro mehr kosten als geplant. Das steht schon vor dem Baustart im nächsten Frühjahr fest. Die Kosten steigen damit auf etwa 107 Millionen Euro.

Entwurf einer beleuchteten Brücke bei Nacht
Die geplante neue Strombrücke in Magdeburg soll etwa 107 Millionen Euro kosten. (Entwurf) Bildrechte: Bauwerksentwürfe Leonhardt, Andrä und Partner und VI-EX Visualisierung

Der neue Strombrückenzug über die Elbe in Magdeburg soll deutlich teurer werden als geplant. Knapp 107 Millionen Euro soll die Brücke kosten. Das geht aus einem Nachtrag für den Haushalt 2018 hervor, bestätigte eine Stadtsprecherin MDR Sachsen-Anhalt. Am Donnerstag hat Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) die Zahlen im Stadtrat öffentlich gemacht.

Grund für die Summe sind demnach extreme Kostensteigerungen bei den Baukonzernen, da diese momentan sehr gefragt seien. Etwa 85 Millionen Euro der Kosten für den neuen Strombrückenzug trage das Land. Die Vorbereitungen für den Neubau laufen bereits. Von Frühjahr 2018 bis Herbst 2021 soll gebaut werden.

Mehrkosten auch für Citytunnel

Erheblich teurer wird laut Stadt auch die laufende Sanierung der Anna-Ebert-Brücke. Hier steige die Summe von 4,5 auf 12 Millionen Euro. Der Stadtrat hat auch die Mehrkosten für den Citytunnel in Magdeburg bewilligt. Aktuell liegen die Kosten für das Bauvorhaben bei etwa 140 Millionen Euro.

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 08.12.2017 | 17:00 Uhr

Quelle: MDR/mh

Zuletzt aktualisiert: 08. Dezember 2017, 16:26 Uhr

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7 Kommentare

10.12.2017 13:29 kein Otto 7

Das ist einfach nur die Inflation, die es laut vielen Presseberichten doch gar nicht gibt.

@6: Einen Meter absenken reicht? Fehlt da nicht noch etwas, eine Entwässerung etwa?

Da ist es eben nicht mit einer Absenkung getan - die Stelle stand früher schon regelmäßig einen halben Meter unter Wasser - mit ihrer Absenkung wäre es eben noch mehr!

Und die Entwässerung mit Pumpen und Betriebsräumen kostet eben - ob mit- oder ohne Tunnel.

09.12.2017 17:29 erni01 6

Für den "City-Tunnel" währe eine Absenkung der gemeinsamen Fahrbahn um ca. 1 Meter angemessen gewesen. Er bringt nicht eine Fahrspur mehr., Bringt also nichts.
Die neue Elbquerung ist eine andere Geschichte. Es gibt keine deutsche Stadt, die sich allein auf eine Brücke verlässt.
7

09.12.2017 12:11 walter 5

@4 Was soll das gefassel mit Gier!

Der Preis ist in einem Angebot per Submission entstanden. Das ist halt der augenblickliche Marktpreis für diese Brücke.

Wie in meinen Kommentar 1 versucht zu erläutern, hat sich dieser halt gegenüber der Kostenschätzung erhöht. Das hat aber nichts mit Gier zu tun.

09.12.2017 08:14 Franz 4

Es lebe die unendliche Gier! Phantastisch, dass man den Steuerzahler so leicht ausnehmen kann - Verantwortung trägt offenbar niemand. Und der Michel pennt weiter. Wenn er dann mit seinen vergleichbar bescheidenen Wünschen mal wieder auf die Mütze kriegt, WENDET er sich halt lieber im Bett.

08.12.2017 18:50 jackblack 3

The same procedure as every year

08.12.2017 16:40 Golzower 2

Mal sehen, wo das Geld dafür woanders eingespaart wird. Wahrscheinlich wieder im Bereich Schule,Kita,Kultur etc....Ganz bestimmt nicht bei den Gehältern dieser hervorragenden Fachkräfte, die solche Bauten abgesegnet haben.

08.12.2017 16:39 walter 1

So ist es eben wenn die Politik jahrelang kein Geld für die Infrastruktur zur Verfügung stellt und dann auf einmal ein Milliardenprogramm auf den Markt wirft.

Dann ist es so, dass u.a. Brückenbauten kaum noch personell realsierbar sind. Es gibt miittlerweile Submissionen in Millionenhöhe mit einen Anbieter.
Hier waren es vielleicht 4. Vor 10 Jahren waren es zur Submission einer Großbrücken >10 Anbieter.

Aufträge sind kein Problem mehr, sondern das Personal. Dementsprechend entwickeln sich natürlich auch die Preise. Die Preisentwicklung muss natürlich in den Kostenschätzungen beachtet werden.

Und wenn in Berlin noch von einen Wohnungsbauprogramm geredet wird, stellt sich die Frage: Wer soll dies leisten? Die Bauindustrie einschließlich Zulieferer, bestes Beispiel Zement, kann es nicht mehr.