Stadionumbau in Magdeburg MDCC-Arena wird für 2. Liga umgebaut

Die Stadt Magdeburg hat ihre Pläne zum Umbau der MDCC-Arena konkretisiert. Zum einen soll das Fußballstadion zweitliga-tauglich werden, zum anderen müssen die Tribünen stabiler werden. Ein Ingenieurbüro hatte statische Mängel festgestellt, woraufhin ein Hüpfverbot für die Fußballfans verhängt wurde. Spiele können in dem Stadion auch während des Umbaus stattfinden, allerdings darf auch weiterhin nicht gehüpft werden. Die Stadt will für den Umbau knapp 11 Millionen Euro ausgeben.

Die Pläne für den Umbau der MDCC-Arena werden konkret. Die Landeshauptstadt stellte dazu am Mittwoch ein Konzept vor. Demnach soll die Statik der Fantribüne und des Gästeblocks verstärkt werden. Außerdem werde das Stadion für die Zweite Fußball-Liga umgebaut. Damit komme man den Lizenzauflagen der Deutschen Fußball-Liga nach, hieß es. Die Arena soll dann Platz für knapp 30.000 Zuschauer haben, davon zur Hälfte Steh- und zur anderen Hälfte Sitzplätze.

Teurer als zuvor geplant

Für die Arbeiten plant die Stadt insgesamt 10,7 Millionen Euro ein. Bisher waren für den Umbau des Fußballstadions 5,9 Millionen Euro veranschlagt. Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die ursprünglichen rund sechs Millionen Euro seien für den Umbau der Sitzplatztribüne in eine Stehplatztribüne veranschlagt gewesen: "Das ist ein Wunsch der Fans. Das bauen wir jetzt um. Das ist der Hauptanlass."

Magdeburgs parteiloser Oberbürgermeister Lutz Trümper steht am 08.01.2016 nach seiner Jahresauftakt-Pressekonferenz vor dem Rathaus in Magdeburg (Sachsen-Anhalt).
Oberbürgermeister Trümper spricht von einem "Umbaupaket". Bildrechte: dpa

Ein zusätzlicher Kostenpunkt ist die Zweitliga-Tauglichkeit. Trümper sagte, dabei gehe es um Sicherheitsanforderungen, die Gästeplätze, den Medienbereich und die Zuwege und Parkplätze. Jetzt habe man ein viel größere Paket: "Wenn wir das anfassen, machen wir das alles generell mit. Und daher kommt die Differenz." Wenn der Stadtrat den Plänen zustimmt, könnte der Umbau vorraussichtlich Anfang 2019 beginnen und bis Jahresende abgeschlossen sein.

Hüpfverbot gilt weiterhin

Trümper betonte, der Umbau der MDCC-Arena gehöre zu den wichtigsten Baumaßnahmen der Stadt. Im Zeitraum der Bauphasen könne das Stadion zu jedem Zeitpunkt genutzt werden. Auch Spiele könnten weiterhin stattfinden. Allerdings gelte bis auf Weiteres ein Verbot von Choreografien mit rhythmischen Hüpfeinlagen.

Wir investieren nicht nur in ein Stadion, sondern in die Zukunft des 1. FC Magdeburg und damit in das Lebensgefühl Zehntausender Menschen.

Lutz Trümper, Oberbürgermeister von Magdeburg

Der Umbau der Arena war aufgrund statischer Mängel in den Tragkonstruktionen der Tribünen notwendig geworden. Ein Ingenieurbüro hatte im November 2016 bei einem Spiel des 1. FC Magdeburg gegen den F.C. Hansa Rostock festgestellt, dass durch das rhythmische Hüpfen große Schwingungen im Bereich der Tribünen entstehen. Diese könnten Schäden verursachen, aber auch eine Panik unter Zuschauern verursachen.

Geplante Baumaßnahmen im Detail 1. Umbau der Heimtribüne Nord mit Erweiterung der Sitz- und Stehplätze
2. Verstärkung der Tragkonstruktion von Block 1 bis 7 und von Block 13 bis 14
3. Neue Block- und Sektorenabtrennungen
4. Zusätzliche WC-Anlagen im Heim- und Gästeberich und weitere Kioske im Heimbereich
5. Neue Kommentatoren- und Pressetribüne im Block 21
6. Bau von Kamerastellplätzen und Kommentatorenplätzen auf der Dachfläche des Warmbereichs
7. Umbau der Presseplätze im Block 22
8. Unterbrechungsfreie Stromversorgung für TV-Übertragungswagen mit 300 kVA
9. Stationäre Einlassschleusen an allen Stadionzugängen, unter anderem mit überdachtem Kontrollbereich und Ablagebox
10. Zweiter Trennzaun zum Gästeparkplatz
11. Zweiter Außenzaun hinter der Nordtribüne
12. Seperate Zufahrt und eingezäunte Abstellmöglichkeit für den Gästebus
13. 411 zusätzliche Pkw-Parkplätze auf dem Grundstück am Gübser Weg

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Quelle: MDR/ahr

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 07. März 2018 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. März 2018, 21:20 Uhr

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25 Kommentare

09.03.2018 19:35 JUT 25

@23 auf de Boden lag eben kein Schnee, das Problem. In MD hatte es seit Längerem keinen Niederschlag gegeben. Dadurch war der Boden extrem trocken und knüppelhart, eine Gesundheitsgefährdung für die Spieler. (Das war zu recherchieren). Durch die Trockenheit ist die Wärme der Heizung nicht nach oben geleitet worden. Das ist Physik. Das kann man verstehen, muss es aber nicht!
BWG

09.03.2018 16:39 ReneMD 24

Zu 22) wir dürfen das , wir sind die GdW

09.03.2018 15:12 Wickenkamp 23

Wenn es in Magdeburg eine Rasenheizung gibt, warum wird sie dann nicht eingeschalten?
Zwigge durfte nicht kommen.
Am Mittwoch hatte es in Zwigge etwa 10 cm geschneit. Abends konnte das Spiel gegen Rostock stattfinden. Und in Zwigge ist es im Normalfall kälter als in Machdeburch.