Straßenkreuzung mit einem weißen, spitzen Eckhaus
Verschiedene Festivals sollen für eine andere Stimmung am Hasselbachplatz sorgen. Bildrechte: MDR/Andreas Tempelhof

Magdeburger Kneipenviertel Zwei Musikfeste für den Hasselbachplatz

Nach vielen Negativschlagzeilen wollen Stadt und Wirte den Ruf des Hasselbachplatzes in Magdeburg wieder verbessern. Gelingen soll das mit Live-Musik.

von Mario Köhne, MDR SACHSEN-ANHALT

Straßenkreuzung mit einem weißen, spitzen Eckhaus
Verschiedene Festivals sollen für eine andere Stimmung am Hasselbachplatz sorgen. Bildrechte: MDR/Andreas Tempelhof

Nach vielen negativen Schlagzeilen wollen die Gastronomen am Hasselbachplatz in Magdeburg den Ruf des Ausgehviertels verbessern. Dazu soll das Festival "Hassel-Fever" ein zweites Mal stattfinden. Das hat eine Wirtin MDR SACHSEN-ANHALT verraten. 15 Bars und Kneipen seien mit von der Partie. Beim "Hassel-Fever" treten in den Gaststätten und Bars Livebands und -musiker auf. Es fand unter diesem Namen erstmals im April 2018 statt. Allerdings gab es früher schon ähnliche Veranstaltungen. Für die Gaststätten stets ein Erfolg.

Auch Stadt plant Festival am "Hassel"

Dass die Stadt ausgerechnet jetzt auch eine Idee für ein Musikfestival aus dem Hut zaubert, bezeichnet die Wirtin als Reaktion auf die jüngsten Berichte von MDR SACHSEN-ANHALT. Sie sagt aber auch, dass beide Festivals durchaus nebeneinander bestehen könnten. Es sei gut, dass überhaupt etwas passiere.

Die Stadt plant zweimal im Jahr ein Straßenmusik- und Kleinkunstfestival auf und rund um den Hasselbachplatz. Das hat der Kulturbeigeordnete Matthias Puhle MDR SACHSEN-ANHALT bestätigt. Das Festival sei nicht einfach zu organisieren, spreche aber sicher größere Kreise an als eine Veranstaltung mit klassischer Musik. Das sei zunächst ein Vorschlag der Stadtverwaltung, so Puhle: "Darüber kann der Stadtrat jetzt entscheiden."

Bestätigung des Ordnungsamtes fehlt noch

Während die Stadt noch in der Beratung rund um das Festival ist, haben die Wirte schon einen festen Termin für das nächste "Hassel-Fever" im Blick. Es soll der 23. November sein. Wie die Wirtin weiter sagte, soll bald Werbung dafür gemacht werden. Es fehle nur noch das Okay vom Ordnungsamt der Stadt. Dort sei ein Termin angefragt worden, um alle offenen Fragen zu der Veranstaltung zu klären.

Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 28. September 2018 | 17:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. September 2018, 19:57 Uhr

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7 Kommentare

30.09.2018 00:22 Erwin Werthmann 7

Live-Musik als Medizin gegen Ausschreitungen und Kriminalität... ?! Das ist wohl eher eine Bürger-Subvention für Wirte und Geschäftsinhaber. Die Anwohner bekommen nichts als weitere feuchtfröhliche Partys, mit dem einzigen Unterschied, daß dieses mal ein behördliches Siegel draufgeklebt wird. Wie wäre es denn mit rigoroser Verfolgung der Täter und der Durchsetzung des staatlichen Gewaltmonopols?

29.09.2018 15:35 Rosen 6

Ich wohne seit 2006 im Liebigstrasse.Dieser kostenspielege Vorschläge,hat keine Ahnung von der URSACHEN der Problemen.
Von solchen Strassenfeste werden nur die Spatshop sich freuen und volle Kassen an diesem Abend machen.
Viel effizienter ist die Öffnungszeit der Spatshop bis 20Uhr zu begrenzen, Alkoholverbot unter Frei Himmel zu verboten und die Sitzbanke abbauen.
Nur so ist es das kollektive strassen Besaufen auf den schönsten Platz von Magdeburg zu bekämpfen

29.09.2018 13:29 Eulenspiegel 5

„Nach vielen Negativschlagzeilen wollen Stadt und Wirte den Ruf des Hasselbachplatzes in Magdeburg wieder verbessern.“
Also hier wird versucht der negative Endwicklung am Hasselbachplatz entgegen zu wirken.
Und was machen die alt bekannten Meckerer? Natürlich sie meckern. Also ich denke eine positive Endwicklung kann man nicht ohne die Bürger erreichen. Und genau an der Stelle sind die ganzen Meckerer gefragt. Ein bisschen weniger Meckern und ein bischen mehr beitragen. Schließlich ist das eurer Platz. Also ich denke eure Einstellung hat mit Demokratie nichts zu tun.

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