Konsumforscher rät Stressfreier Einkaufen – drei Tipps

Das Weihnachtsfest ist ja bekanntlich auch das Fest der Geschenke. Wer noch auf den letzten Drücker in die Stadt fährt, um die letzten Einkäufe zu besorgen, stresst sich unnötig. Wie man es besser machen kann, erklärte Konsumverhaltensforscher Marko Sarstedt MDR SACHSEN-ANHALT.

Kunden sind im weihnachtlich geschmückten Einkaufszentrum ''Kröpeliner Tor Center'' (KTC) in Rostock unterwegs.
Besonders kurz vor Weihnachten locken Sonderangebote – und sorgen für volle Einkaufswägen. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Es passiert so oft. Eigentlich sollte es nur schnell Milch und Butter aus dem Discounter sein, doch dann gab es da noch die vielen Sonderangebote und der Einkaufswagen ist voller als geplant. Das könnte an den klugen Marketingstrategien der Geschäfte liegen. Damit beschäftigt sich Marko Sarstedt, Professor für Marketing an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Genauer gesagt mit Konsumentenverhalten.

Ein Mann (Marko Sarstedt) lächelt in die Kamera.
Bildrechte: MDR/Martin Pluntke

Es gibt viele Dinge, die uns beeinflussen. Zum Beispiel das Licht, Gerüche, Musik – und sie funktionieren wie ein Orchester zusammen.

Marko Sarstedt, Marketingexperte und Konsumverhaltenforscher

Damit wir uns als Konsumenten nicht so sehr davon beeinflussen lassen und klügere Einkaufsentscheidungen treffen, hat Marko Sarstedt für MDR SACHSEN-ANHALT Tipps zusammengestellt und erklärt:

Tipp Nr. 1: Nicht am letzten Samstag vor Weihnachten einkaufen

"Dieser Tipp ist selbsterklärend: Am Samstag vor Weihnachten in die Stadt fahren, um entspannt einzukaufen. Das kann nichts werden. Deshalb das lieber sein lassen."

Tipp Nr. 2: Mit Freunden einkaufen

"Das diszipliniert, weil man das Gefühl hat, man muss den Einkauf vor sich selbst rechtfertigen. Wenn das der Fall ist, dann kauft man generell vernünftiger ein.

Tipp Nr. 3: Vergleichen, vergleichen, vergleichen

"Zunächst in Online-Angeboten stöbern, um zu vergleichen, was es so gibt. Aber durchaus auch den lokalen Einzelhandel stärken, denn davon lebt man auch und auch der Einzelhandel."

Der Supermarkt – ein perfekt durchdachter Ort

Eine Frau steht vor einem Supermarktregal voller Lebensmittel und hält die Hand an den Kopf.
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Bildrechte: Colourbox.de

Wie genau wir beim Einkaufen beeinflusst werden, beschreibt Sarstedt an einem Beispiel: dem Supermarkt. Hier würden zum Beispiel in unterschiedlichen Abteilungen unterschiedliche Lichtintensitäten und -farben verwendet. Gleichzeitig werde auch mit Gerüchen gearbeitet. Die Bäckerei gleich am Eingang versprüht frischen Backwarenduft. Auch die Laufwege seien perfekt angeordnet, sodass der Kunde einen möglichst langen Weg durch den Supermarkt antritt und im Hintergrund laufe entspannte Musik, sodass der gesamte Einkauf flüssiger wahrgenommen werde. All das im Zusammenspiel beeinflusse uns als Kunden, sodass wir mehr Zeit im Supermarkt verbringen und somit mehr kaufen.

Quelle: MDR/pat

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 17. Dezember 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Dezember 2019, 09:45 Uhr

2 Kommentare

Peter Riesler vor 14 Wochen

Soso, also "Stressfreier Einkaufen – drei Tipps".

Nun muss mir der Autor mal erklären, wie er auf den Komparativ "stressfreier" kommt. Sollte ja leicht möglich sein, denn er ist ja bei der schreibenden Zunft.

Und wie sieht dann der Superlativ aus?

Ich versuche es mal:

stressfrei - stressfreier - am stressfreiesten.

Oder abgeleitet:

atomwaffenfrei - atomwaffenfreier - am atomwaffenfreiesten.

Oder etwa:

tot - toter - am totesten.

Man kann keinen ansich schon bestehenden Superlativ steigern.

Ich wünsche einen maximalen, maximaleren, am maximalsten Start ins neue Jahr!

Steffen 1978 vor 14 Wochen

Wann kaufen die Menschen stressfrei ein die im Schichtsystem und an den Wochenenden arbeiten und hier vielen Faulen ein schönes Leben ermöglichen

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