In Bildern Diese Themen haben die Sachsen-Anhalter besonders interessiert

Der Naumburger Dom, fotografiert vom Turm einer anderen Kirche
Juli 2018 – Naumburger Dom wird Unesco-Weltkulturerbe
Im dritten Anlauf ist es endlich geschafft: Der Naumburger Dom "St. Peter und Paul" darf sich Weltkulturerbe der Unesco nennen. Das Welterbekomitee nimmt die Naumburger Bewerbung bei einer Sitzung in Bahrain an – es ist nach 2015 und 2017 der dritte Versuch. Nach zwei gescheiterten Bewerbungen ist die Freude in Naumburg nun aber groß. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff betont, die Aufnahme des Doms als Weltkulturerbe untermauere Sachsen-Anhalts Status als das Welterbeland.
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer
Der Naumburger Dom, fotografiert vom Turm einer anderen Kirche
Juli 2018 – Naumburger Dom wird Unesco-Weltkulturerbe
Im dritten Anlauf ist es endlich geschafft: Der Naumburger Dom "St. Peter und Paul" darf sich Weltkulturerbe der Unesco nennen. Das Welterbekomitee nimmt die Naumburger Bewerbung bei einer Sitzung in Bahrain an – es ist nach 2015 und 2017 der dritte Versuch. Nach zwei gescheiterten Bewerbungen ist die Freude in Naumburg nun aber groß. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff betont, die Aufnahme des Doms als Weltkulturerbe untermauere Sachsen-Anhalts Status als das Welterbeland.
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer
Polizisten stehen am Elbufer
August 2018 – Entschärfung einer Fliegerbombe legt Teile von Magdeburg lahm
Sie ist 250 Kilogramm schwer und ein Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg: In Magdeburg wird in den frühen Morgenstunden des 18. August eine Fliegerbombe gefunden – und zwar unter Wasser. Der Blindgänger liegt in der Elbe und wird wohl nur wegen des Niedrigwassers entdeckt. Gegen 17 Uhr ist alles vorbei und die Bombe entschärft. Tausende Menschen können zurück in ihre Wohnungen. Alles gut gegangen.
Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich
Kerzen stehen am Karlsplatz in Köthen, wo ein 22-Jähriger in der Nacht zum 9. September 2018 ums Leben gekommen ist.
September 2018 – Mann stirbt in Köthen nach Auseinandersetzung mit Afghanen
Der Tod eines Deutschkubaners in Chemnitz und die danach folgenden Demonstrationen sind noch nicht lange her, als die Bachstadt Köthen in die bundesweiten Schlagzeilen gerät. Ein junger Köthener verstirbt nach einer Auseinandersetzung mit zwei Afghanen – und zwar an einem Herzinfarkt. Die Aufregung ist groß. Es dauert nur wenige Stunden, bis die ersten Demonstrationen rechter und zum Teil rechtsextremer Gruppen angemeldet sind. Auch der Gegenprotest lässt nicht lange auf sich warten. Köthen steht mehrere Tage lang im medialen Dauerfeuer. Im Oktober schließlich sind die Ermittlungen abgeschlossen: Gegen die beiden Afghanen wird Anklage wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung mit Todesfolge erhoben.
Bildrechte: MDR/Martin Paul
Feine Sahne Fischfilet
Oktober 2018 – Bauhaus Dessau verbietet Konzert mit "Feine Sahne Fischfilet"
Der Plan war ausgearbeitet: Am 6. November sollte die Punkband "Feine Sahne Fischfilet" im Bauhaus in Dessau auftreten. Kamerateams sollten das Konzert filmen, später sollte es in der Reihe zdf@bauhaus im Fernsehen ausgestrahlt werden. Mitte Oktober aber macht die Stiftung Bauhaus diesem Plan einen Strich durch die Rechnung: Sie verbietet das Konzert, verweist auf ihr Hausrecht. Grund für die Absage ist laut Stiftung, dass rechte Gruppen kurz nach Ankündigung des Konzerts zu Demonstrationen mobilisiert hätten. Es dauert nur wenige Stunden, bis eine bundesweite Diskussion über die Freiheit von Kunst und Medien entbrannt ist. Die Landesregierung muss sich vorwerfen lassen, politischen Druck auf die Bauhaus-Stiftung ausgeübt zu haben – weist das aber zurück. Anfang November spielen "Feine Sahne Fischfilet" trotzdem in Dessau – nur nicht im Bauhaus, sondern in einer alten Brauerei. 600 Menschen kommen.
Bildrechte: imago/STAR-MEDIA
Ein Plakat hängt an dem besetzten Haus "HaSi", der Hafenstraße 7
November 2018 – "HaSi"-Räumung in Halle gescheitert
"HaSi" – das steht für Hafenstraße 7 und ist in Halle längst zum geflügelten Wort geworden. Zwölf Jahre stand das Gebäude leer, ehe 2016 Aktivisten des Vereins "Capuze" einzogen und ein soziokulturelles Zentrum eröffneten. Die Hallesche Wohnungsgesellschaft als Eigentümerin des Hauses duldete das, aber nur bis Januar 2018. Weil die Aktivisten danach aber nicht ausgezogen, soll die "HaSi" im November geräumt werden. Das scheitert aber überraschend, weil die Polizei der Gerichtsvollzieherin wegen eines Formfehlers die Unterstützung entzieht. 700 Polizisten waren umsonst angereist. Mitte Dezember schließlich verlassen die letzten Aktivisten freiwillig die "HaSi" – ihr Projekt wollen sie jetzt im Norden der Saalestadt fortsetzen.
Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich
HEX-Zug im Güterbahnhof Halle
Dezember 2018 – Tschüss, Hex!
Mit dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn am 9. Dezember ändert sich auch auf Sachsen-Anhalts Schienen einiges. Die auffälligste Veränderung: Der HEX, das steht für Harz-Elbe-Express, verschwindet. 13 Jahre lang prägten die blau-gelben Züge den Eisenbahnverkehr in Sachsen-Anhalt, nun ist Schluss. Bei einer Ausschreibung der Nahverkehrsstrecken im Nordharz hat der Dienstleister Abellio den Zuschlag für das Streckennetz bekommen. MDR SACHSEN-ANHALT nimmt das zum Anlass für einen "Abschiedsbrief" an den HEX – und erntet viel Zustimmung für die Dankesworte zum Jahresende. In diesem Sinne also noch einmal: Tschüss, HEX!

Quelle: MDR/ld
Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn
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