22.09.2020 | Sachsen-Anhalt am Morgen Karnevalspräsidenten im Kreis Wittenberg beraten zum Vorgehen unter Corona-Bedingungen

Mandy Ganske-Zapf
Bildrechte: MDR/André Plaul

Im Morgenticker: Viele Karnevalsvereine fragen sich, wie es mit der fünften Jahreszeit wird. Im Kreis Wittenberg stecken die Präsidenten jetzt die Köpfe zusammen. Und: Osterburg vergibt Coronahilfen für Vereine, in Köthen finden kleine Igeljungen Zuflucht vor Herbst- und Wintereinbruch. Außerdem: Homeoffice nervt? Immerhin könnte es bald von der Steuer absetzbar sein.

Frische Pfannkuchen auf einem Teller.
Karneval zu Corona-Zeiten: Bei den Vereinen steht die Frage im Raum, wie sie den Karneval für dieses Jahr retten können. Bildrechte: Collage/MDR/Robert Kühne

Das Wichtigste am Morgen

11:12 Uhr | Auf Wiedersehen und bis morgen!

Wer früher anfängt, wird früher fertig, heißt es so schön. Für alle, die ihren Frühdienst – so wie ich – gerade beenden, wünsche ich einen schönen freien Rest-Dienstag. Allen anderen gutes Durchhalten bei immerhin wunderbarer Herbstsonne. Ich freue mich, hier morgen wieder für Sie da zu sein. Wenn Sie mögen, schauen Sie gern rein. Für heute heißt es "Bye". Alles, was es sonst noch an Neuigkeiten zu erfahren gibt, finden Sie ab sofort hier.

10:55 Uhr | Wenig bekanntes Kapitel: Zwangsumgesiedelt im eigenen Land – Zeitzeugen berichten

Es betraf viele Menschen, doch ist es heute kaum bekannt: Wegen der Grenzziehung zur BRD, ließ die DDR viele Menschen aus den Dörfern in Grenznähe umsiedeln. Menschen, die zu diesem Zweck auch als "Schwerverbrecher" diffamiert wurden. Dabei hielten die DDR-Oberen sie schlicht nicht für linientreu genug. Tausenden Familien in der DDR ist das zwischen 1952 und 1961 so ergangen. Der Abtransport, er kam urplötzlich. Die Zwangumsiedelung führte sie in eine andere Ecke der DDR. Eine Tortur, eine Entwurzelung. Heute können vor allem Nachkommen dieser Familien und andere Zeitzeugen darüber sprechen. Sie kommen in diesem neuen MDR-Film zu Wort.

Der Osten, entdecke, wo du lebst: "Aktion Ungeziefer" Das sind die Protagonisten

Weißhaariger Mann hält ein Buch über Schmölau in die Kamera.
Hans-Siegfried Schulz musste am 29. Mai 1952 mit Eltern und Geschwistern sein Heimatdorf Schmölau in der Altmark verlassen. Seine Familie wurde nach Rackwitz bei Leipzig zwangsausgesiedelt. Er war damals 17 Jahre alt. Bildrechte: Sven Stephan
Weißhaariger Mann hält ein Buch über Schmölau in die Kamera.
Hans-Siegfried Schulz musste am 29. Mai 1952 mit Eltern und Geschwistern sein Heimatdorf Schmölau in der Altmark verlassen. Seine Familie wurde nach Rackwitz bei Leipzig zwangsausgesiedelt. Er war damals 17 Jahre alt. Bildrechte: Sven Stephan
Zwei ältere Frauen auf einer Bank in einem kleinen Ort.
Anneliese Fleischer (li.) und Marlies Wagenknecht in Cheine in der Altmark. Anneliese Fleischer war 14 Jahre alt, als ihre Familie am 28. Mai 1952 von hier vertrieben wurde. Auch die Eltern von Marlies Wagenknecht mussten das Dorf verlassen. Sie selbst wurde erst vier Jahre später im Kreis Delitzsch geboren. Beide sagen bis heute, dass Cheine ihre Heimat sei. Bildrechte: Christian Uhlisch
Drei Personen sitzen auf einer Terrasse an einem Holztisch.
Marlies Wagenknecht, Anneliese Fleischer und Hans-Siegfried Schulz in Krensitz bei Delitzsch. In diese Region wurden ihre Familien im Mai 1952 zwangsausgesiedelt. Sie als Nachkommen leben heute noch hier. Bildrechte: Sven Stephan
Weißhaariger Mann mit Brille auf einer Brücke im Grünen.
Hartmut Bock ist Heimatforscher. Er hat in seinem Heimatort Jübar jahrzehntelang als Geschichtslehrer gearbeitet. Gemeinsam mit Schülern hat er vor 18 Jahren Zeitzeugen zu den Zwangsaussiedlungen befragt. Er will, dass dieser Teil der Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Bildrechte: Sven Stephan
Vier erwachsene Männer sitzen mit einem Laptop in einem Schulraum.
Hartmut Bock (Mitte) mit seinen ehemaligen Schülern Manuel Härting (li.) und Michael Neumann (re.) in der Schule von Jübar. Sie alle haben vor 18 Jahren für ein Geschichtsprojekt Zeitzeugen zur "Aktion Ungeziefer" befragt. Bildrechte: Sven Stephan
Porträt eines weißhaarigen Mannes in grauem Oberteil
Lutz Winkelmanns Großeltern mussten 1952 ihren Hof in Barnebeck bei Salzwedel verlassen. Sie haben nie erfahren, warum ausgerechnet sie ausgesiedelt wurden. Ihr Enkel hat jahrelang darum gekämpft, den enteigneten Besitz wiederzubekommen. Er sagt heute: "Vertreibung ist das Schlimmste, was man einem Menschen antun kann." Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Weißhaariger Mann vor einem Fachwerkhaus.
Helmuth Hörig auf seinem Grundstück in Bömenzien in der Altmark. Seine Familie wurde 1952 von hier ins heutige Thüringen ausgesiedelt. Inzwischen gehören Haus und Grund wieder ihm. Bildrechte: Christian Uhlisch
Schriftstück mit Ortsangaben und zugeordneten Zahlen sowie einer handschriftlichen Notiz.
"Otto, diese Zahlen hat mir eben Genosse König durchgegeben. Das wäre das Ergebnis der Kommissionsarbeit zur Beseitigung des Ungeziefers." Diese Aktennotiz des thüringischen Innenministers Willy Gebhardt aus dem Jahr 1952 gab der Zwangsaussiedlungsaktion später ihren unrühmlichen Namen. Aufgeführt sind die Zahlen der Menschen, die aus den Landkreisen im thüringischen Grenzgebiet ausgesiedelt werden sollten. Bildrechte: Privatarchiv Hartmut Bock
Alle (8) Bilder anzeigen
Drei Personen sitzen auf einer Terrasse an einem Holztisch.
Bildrechte: Sven Stephan

Der Osten, entdecke, wo du lebst: "Aktion Ungeziefer" Das sind die Protagonisten

Das sind die Protagonisten

Bildergalerie

10:40 Uhr | Karnevalspräsidenten im Kreis Wittenberg beraten zum Vorgehen unter Corona-Bedingungen

Der Karneval war Anfang diesen Jahres im Landkreis Heinsberg im kleineren Ort Gangelt (Nordrhein-Westfalen) Auslöser für eine große Zahl an Corona-Infektionen. Der Ort war als so genannter Hotspot bundesweit in aller Munde. Nun steht bald der November und mit ihm erneut die fünfte Jahreszeit ins Haus. Doch wie umgehen mit Karneval unter den Bedingungen der Corona-Pandemie? Das fragen sich viele hierzulande. In Elster im Landkreis Wittenberg treffen sich heute die Karnevalspräsidenten des Kreises, um genau darüber zu beraten. Versammlungsleiter Uwe Gäbelein sagte MDR SACHSEN-ANHALT, das Ziel sei, gemeinsam Pläne und Forderungen zusammenzustellen, mit denen man sich an Landkreis und Landesverband wenden könne. Nur so kämen die Karnevalsvereine zu der Handlungssicherheit, die sie bräuchten.

10:18 Uhr | Studie: Bundesländer haben Schutz vor jüdischen Einrichtungen erhöht

Nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle vor fast einem Jahr haben die meisten Bundesländer einer neuen Studie zufolge die Sicherheit vor jüdischen Einrichtungen in Deutschland erhöht. Sie hätten zudem Gelder bereitgestellt, damit etwa Zäune oder schusssichere Türen finanziert werden könnten. Die Studie kommt vom Mediendienst Integration, einer Informations-Plattform zu Migration, Integration, Asyl und Diskriminierung. Zur Stunde erklären die Experten Details zu der bundesweiten Untersuchung über den Schutz von jüdischen Einrichtungen nach dem Anschlag in Halle - darunter der Vizepräsident des Bundeskriminalamts Jürgen Peter. Er leitete von 2014 bis 2020 die Abteilung Polizeilicher Staatsschutz.

09:43 Uhr | Digitalisierung in der Schule – Tullner: "Es gibt noch viel zu tun"

Die Lehrerinnen und Lehrer sollen möglichst bald ihr eigenes Notebook für die Schule bekommen. Darauf verständigten sich Kanzlerin Merkel und die Kultusminister der Länder noch am Abend bei einem Treffen zur aktuellen Schulpolitik in Berlin. Das Geld dafür in Höhe von 500 Millionen Euro will der Bund vorstrecken. Er will sich auch an den Kosten für Ausbildung und Finanzierung der Mitarbeiter beteiligen, die sich um die Computertechnik kümmern - denn häufig obliegt die IT-Administration einem Lehrer oder einer Lehrerin, die vieles in diesem Bereich nebenher stemmen.

Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU) zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen. Dem MDR sagte er, beim Digitalpakt sei es bisher eher um die technischen Voraussetzungen an Schulen gegangen, wie den Breitbandausbau. Nun sei man beim Thema Endgeräte einen großen Schritt vorangekommen. Trotzdem räumte er im Nachgang der Berliner Gespräche ein: "Es gibt noch viel zu tun."

09:37 Uhr | Immaterielles Kulturerbe: Friedshofskultur in Deutschland aufgenommen

Bereits im März wurde die Friedhofskultur in Deutschland in die UNESCO-Liste für immaterielle Kulturgüter aufgenommen. Doch was alles zur Friedhofskultur zählt, ist in der Praxis oft vielschichtiger als gedacht. Abseits vom klassischen Friedhof gibt es viele Formen des Bestattens. Eine davon ist auch ein Friedgarten und MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE hat sich das genauer angeschaut:

09:31 Uhr | Homeoffice bald steuerlich absetzbar? (Spoiler: Sieht ganz gut aus für diesen Vorstoß)

Arbeit im Homeoffice soll von der Steuer abgesetzt werden können. Das hat das Bundesfinanzministerium mitgeteilt. Eine Sprecherin sagte, Bund und Länder müssten sich noch auf genaue Regelungen einigen. Hessen und Bayern hatten am Wochenende eine Initiative gestartet. Beide Länder schlagen vor, dass für jeden vollen Tag im Homeoffice fünf Euro als Werbungskosten angesetzt werden können – maximal aber 600 Euro im Jahr.

09:14 Uhr | Altmarkkreis Salzwedel bereitet sich auf mögliche Schweinepestfälle vor

Einige Fälle der Schweinepest sind in Deutschland registriert worden - und die Sorge wächst, dass sie von Wildschweinen in Bestände der Schweinehaltung überspringen könnte. Denn es handelt sich um eine gefährliche Krankheit. Infizierte Tiere leiden an hohem Fieber, Apathie und Blutungen aus Nasen oder Ohren. Die Haut verfärbt sich blau. Außerdem zeigen erkrankte Tiere mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft. Sie verenden binnen weniger Tage. Einen Impfstoff gibt es noch nicht.

Auf Kreisebene werden die politisch Verantwortlichen da immer hellhöriger. Der Altmarkkreis Salzwedel zum Beispiel bereitet sich auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest vor. Das teilte die Kreisverwaltung mit. Mithelfen könnten auch die Bürger.

  • Was ist zu tun: Wer dieser Tage im Wald spazieren geht, sollte auch auf Tierkadaver achten. Falls Spaziergänger ein totes Wildschwein entdecken, sollten sie es unbedingt mit den dazugehörigen Koordinaten dem zuständigen Veterinäramt melden. Das könnte über die App "Tierfund-Kataster" geschehen aber auch per Telefon oder E-Mail.
  • Warum ist das wichtig: Die Kreisverwaltung Salzwedel will dadurch frühzeitig über mögliche Fälle der Afrikanischen Schweinepest informiert sein.

Laut Agrarministerium ist Sachsen-Anhalt gut auf eine mögliche Ausbreitung vorbereitet. Bislang gibt es hierzulande keine gemeldeten Fälle.

09:10 Uhr | HFC vorm ersten Heimspiel: Dürfen nur 3.200 Zuschauer zulassen

Für das erste Saison-Heimspiel des Halleschen FC am Samstag gegen den FC Ingolstadt erhoffte sich der Verein die Erlaubnis, 4.500 Zuschauer zuzulassen. Doch das Gesundheitsministerium wolle nur 3.200 anstatt der vom HFC vorgesehenen Zahl an Zuschauern im Erdgas-Sportpark zulassen. Das gehe aus einer Vorabinformation hervor, die der Verein vom Ministerium erhalten habe. Der Stehplatzbereich mit seinen 1.300 Plätzen darf demnach nicht geöffnet werden. Der Club reagiert überrascht und schrieb, man nehme das "verwundert zur Kenntnis".

08:56 Uhr | Der Halle-Prozess im Überblick

An diesem Dienstag beginnt bereits der 14. Prozesstag im Verfahren gegen den Attentäter von Halle, der vergangenen Oktober in Halle zwei Menschen erschoss. Die Anklage lautet daher auf zweifachen Mord und 68-fachen Mordversuch. Alles, was im Gericht bisher wichtig war, wie die Prozesstage verlaufen sind und was Zeugen gesagt haben, Betroffene, weitere Nebenkläger, finden Sie hier im Überblick:

08:35 Uhr | Osterburg vergibt Corona-Hilfen für Vereine – Anträge bis 31. Oktober

Dieses Jahr ist aufgrund der Pandemie mit dem neuartigen Coronavirus für viele von Rückschlägen geprägt, insbesondere bei den Einnahmen. Davon bleiben mitunter auch Vereine nicht verschont. Die Stadt Osterburg hat dafür jetzt einen Hilfsfonds aufgelegt. Demnach können Vereine, die wegen der Coronakrise in Not geraten sind, einen entsprechenden Antrag einreichen. Insgesamt 15.400 Euro stehen laut Stadt zur Verfügung.

Die Vereine, heißt es, müssen ihrem Antrag einen Finanzplan beifügen. Außerdem muss begründet werden, wofür das Geld genau gebraucht wird. Die Hilfsgelder sollen laut Hansestadt vor allem Zahlungsverpflichtungen abfedern, die durch Einnahmeausfälle für die Vereine sonst nicht zu stemmen wären. Über die Vergabe der Hilfen entscheidet die Stadtverwaltung. Die Antragsfrist: 31. Oktober.

08:17 Uhr | Ehrenamtler halten Straßenbahn in Ehren

In Naumburg fährt eine historische Straßenbahn. Es ist vor allem Ehrenamtlern zu verdanken, dass es sie noch gibt. Die "Nahverkehrsfreunde Naumburg-Jena e.V." kümmern sich um die – wie sie liebevoll genannt wird – "Wilde Zicke". Einen kleinen Einblick gibt es bei uns auf Instagram:

08:02 Uhr | Geplante Spitzenkandidatur von Haseloff zur Landtagswahl 2021 – Frostige Reaktionen in der Koalition

Die angekündigte Spitzenkandidatur zur Landtagswahl 2021 von CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff stößt bei den Partnern in der schwarz-rot-grünen Koalition auf wenig Begeisterung. Grünen-Chef Sebastian Striegel sieht darin eine bloße Fortsetzung des bisherigen Kurses. Es sei fraglich, ob das erfolgversprechend sei. Die SPD reagierte nicht viel begeisterter und schrieb über den Landesaccount auf Twitter, die CDU stehe für Stillstand in der Staatskanzlei. Die Sozialdemokraten streben 2021 ein rot-rot-grünes Bündnis an.

07:43 Uhr | CDU: Haseloff will Spitzenkandidat für Landtagswahl 2021werden

Amtsinhaber Reiner Haseloff will für die CDU erneut in den Landtagswahlkampf ziehen. Das teilte der CDU-Landesvorstand mit. Die Wahl ist im Juni 2021. Dabei stand der Wind vor Monaten noch auf einen Wechsel und der aktuelle Innenminister Holger Stahlknecht hatte Ambitionen auf die Spitzenkandidatur ganz klar geäußert – und strebte an, bei starkem Abschneiden zur Wahl Haseloff damit als Ministerpräsidenten abzulösen. Doch seit Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich einiges geändert. Stahlknecht unterliefen politische Fehler, Haseloff machte in der Krise eine gute Figur. Eine ausführliche Analyse lesen Sie hier:

Die CDU muss die Wahl des Spitzendkandidaten noch auf einen Landesparteitag im November in Dessau offiziell vornehmen. Doch die Zeichen stehen alles andere als auf Konkurrenz für Haseloff. Scheint also eine Formalie zu werden.

07:25 Uhr | Japanische Firma will in Leuna Millionen investieren

Der Chemie-Standort Leuna wächst weiter. Die Tochter einer japanischen Firma will dort künftig Kunststoff-Granulat für Medizintechnik herstellen und in alle Welt liefern. Dafür soll in Leuna ein dreistelliger Millionenbetrag investiert werden. Der Chemiestandort umfasst rund 100 Firmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten.

07:12 Uhr | Sie rätseln immer noch, was heute Morgen am Himmel so geleuchtet hat?

Vermutlich war es der Mars? Oder Ihnen ist die Venus in den Blick geraten? Auf jeden Fall sind die Sterne im Moment sehr gut am Morgen- und am Nachthimmel zu erkennen. Und sogar die ISS, wobei die Raumstation vor allem am Abend ihren Auftritt hat. An dieser Septemberaufnahme des Himmels in der Region Halle können Sie sich ein wenig orientieren, welche Sterne und Planeten wo aufscheinen.

Der Sternenhimmel im Osten über Halle am 17. September 2020
Mars, links davon Uranus und rechts darüber Neptun. So sah der Nachthimmel am 17.09.2020 um 21:00 Uhr in der Region Halle aus. Bildrechte: Stellarium

Für die ISS am besten abends auf dem Balkon einrichten und Tee bereit stellen. Die besten Uhrzeiten sind im Überblick bei den Kollegen von MDR WISSEN.

06:59 Uhr | Masken, Besucherbegrenzungen, Hygieneauflagen – "FAKT IST!" zu Corona-Maßnahmen und den Kontroversen darum

Wenn es um die Eindämmung des Coronavirus geht, sind sich Bund und Länder nicht mehr so einig wie das noch vor ein paar Monaten der Fall war. Gerade Sachsen-Anhalt lockert stärker als das andere Bundesländer tun und begründet das mit den geringeren Infektionszahlen. Um die geeigneten Maßnahmen und das Ringen um die besten Wege für den Umgang mit dem Virus drehte sich am Montagabend die MDR-Sendung "FAKT IST!" aus Magdeburg. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte, die eine Wahrheit könne es nicht geben. In Deutschland seien die Coronazahlen unterschiedlich, dementsprechend unterschiedlich seien auch die Wege bei der Bekämpfung.

Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot von der Donau-Universität in Krems in Österreich warnte davor, Kritiker der Corona-Beschränkungen an den Rand zu drängen. Die anfängliche Geschlossenheit bei der Beurteilung der Maßnahmen bröckele immer mehr. Die ganze Sendung finden Sie HIER.

Viele Kontroversen gibt es ja immer wieder um die Maskenpflicht. Mythen und Missverständnisse auch. MDR SACHSEN-ANHALT räumt hier mit einigen davon auf:

06:40 Uhr | In Köthen kommt ein Igel selten allein

Kleine Igeljungen sitzen vor ihren Futternäpfen in einer Aufzuchtstation
Zum Aufpäppeln in Köthen: Igelnachwuchs! Bildrechte: MDR/Jana Müller

Das wird Ihren Morgen versüßen: In der Igel-Auffangsstation von Antje Sterl in Köthen sind momentan sechs kleine Igel. Den Igel-Nachwuchs hat sie schon von 40 auf 115 Gramm Gewicht hochgepäppelt und wird sie über den Winter weiter pflegen. Außerdem hat Antje Sterl seit Jahresbeginn Igel "Paulchen" aufgenommen, der ist blind und würde in der freien Natur nicht überleben.

Für die kleinen Igel ist Paulchen wie ein Papa und hat sein Nest geteilt. Allerdings muss Paulchen langsam die Augen zuklappen, denn die Winterschlafzeit beginnt; schon jetzt döst er vor sich hin und wird bald nicht mehr wach zu kriegen sein.

Die Kleinen dagegen müssen weiter fressen, um den Winter zu überleben.

Ein Igel sitzt ruhig da
Der blinde Igel Paulchen findet in Köthen einen sicheren Ort. Bildrechte: MDR/Jana Müller

06:18 Uhr | Überfall in Salzwedel – Polizei sucht Zeugen

Überfall gestern in Salzwedel: Zwei Maskierte sollen in der Hansestadt einen Supermarkt überfallen haben. Laut Polizei rissen sie eine Kasse aus der Verankerung. Danach seien sie mit einem silbergrauen Keinwagen verschwunden. Bei der Fahndung nach den Tätern wurden auch ein Hubschrauber und ein Fährtensuchhund eingesetzt. Doch bisher führte das nicht zu den Tätern. Die Polizei sucht Zeugen.

06:01 Uhr | Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt begrüßt Vorstoß zu erweiterten Fieberambulanzen

Wie umgehen mit möglichen Corona-Symptomen in Herbst und Winter? Die Kassenärztliche Vereinigung in Sachsen-Anhalt begrüßt dazu den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für bundesweite Fieberambulanzen. KVSA-Chef Burkhard John sagte MDR SACHSEN-ANHALT, im Herbst würden sowohl Patienten mit einem normalen Infekt, mit einer echten Grippe oder auch mit Covid-19 in die Arztpraxen kommen. Um sie zu differenzieren, müsse viel getestet werden. Hier könnten die Fieberambulanzen die Arztpraxen entlasten, weil die das möglicherweise nicht schafften.

05:54 Uhr | Prozess gegen Attentäter von Halle geht weiter

Der Prozess gegen den Attentäter von Halle geht an diesem Dienstag weiter. Im Fokus steht die Flucht des Mannes, nachdem er versucht hatte, gewaltsam in die Synagoge im Paulusviertel von Halle einzudringen. Dort war er an der Holztür gescheitert, erschoss dann aber auf der Straße eine 40 Jahre alte Frau, außerdem einen 20-Jährigen in einem nahegelegenen Dönerladen. Als er von diesen Tatorten weiter flüchtete, erreichte er später den Ort Wiedersdorf im Saalekreis, wo er zwei Menschen anschoss.

Der Attentäter hatte am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht, in der Synagoge in Halle ein Blutbad anzurichten. An diesem Prozesstag nun sollen weitere Polizisten und Augenzeugen aus Halle zur Flucht aussagen, wie ein Gerichtssprecher sagte. Das Bündnis "Solidarität mit den Betroffenen – keine Bühne dem Täter" will ab 8 Uhr vor dem Landgericht in Magdeburg zu einer Mahnwache zusammenkommen. Das Verfahren ist in Naumburg anhängig, wird aber aus Platzgründen in Magdeburg abgehalten.

05:39 Uhr | Trocken, sonnig, bis 29 Grad Celsius

Ok, Wetter läuft! Heute soll wieder den ganzen Tag die Sonne scheinen, sagt das MDR-Wetterstudio. Wobei es in den Morgenstunden stellenweise noch dunstig oder neblig-trüb sein könne. Höchstwerte: zwischen 25 bis 29 Grad Celsius.

05:13 Uhr | Raubgräber vor Gericht – es drohen bis zu drei Jahre Haft

Bronzetasse
Bedeutend: Die fraglichen Funde. Bildrechte: Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd

Ein ungewöhnlicher Prozess beschäftigt ab heute das Amtsgericht in Merseburg. Ein damals 37-Jähriger soll 2018 einen alten Bronzeschatz illegal ausgegraben und versucht haben, diesen auf Ebay zu verkaufen. Er ist wegen Unterschlagung angeklagt. Denn per Gesetz gehen Artefakte bei Entdeckung in Landesbesitz über und im Raum steht die Frage, ob er die Gegenstände im Saalekreis per Metalldetektor gefunden und aus der Erde geholt hat. (Warum Archäologen das als massiven Eingriff in den Fundort sehen, erklären sie hier.)

Der Mann hatte damals ausgesagt, die Gegenstände in Bayern ausgegraben zu haben – wo der Handel straflos ist. Es handelt sich um eine rund 3100 Jahre alte Bronzetasse, in der drei bronzene Anhänger sowie 94 kleine Beschläge und Gürtelschnallen aus Bronze lagen. Die Polizei hatte den Schatz bei einer Wohnungsdurchsuchung in Querfurt (Saalekreis) sichergestellt. Den Fall klärt nun das Gericht.

05:02 Uhr | Guten Morgen!

Nun ist es offiziell: Herbst! Willkommen! Und los geht es mit dem Morgenticker von MDR SACHSEN-ANHALT. Mein Name ist Mandy Ganske-Zapf und im Ticker gibt es bis 11 Uhr einen Überblick über die Nachrichten des Morgens, aber auch zu allem, was seit dem Abend noch wichtig geworden ist.

Und wie immer gern Feedback an uns: Lassen Sie uns zum Beispiel einen Kommentar unter diesem Ticker da oder schreiben Sie uns bei Twitter oder Facebook. #tickeriki

Über Themen aus dem Morgenticker berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR um 11 | 11:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19:00 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus Sachsen-Anhalt