16.06.2020 | Der Morgenticker für Sachsen-Anhalt Gesundheitsämter erhoffen sich Vorteile von Corona-Warn-App

Mandy Ganske-Zapf
Bildrechte: MDR/André Plaul

Im Morgenticker: Die Corona-Warn-App ist gestartet, Experten nehmen sie datenschutzrechtlich positiv auf. Gesundheitsämter erhoffen sich viel, doch Fragen bleiben. Und: Wegen Corona sind in Magdeburg zwei weitere Schulen dicht. Außerdem: Der kleine Storch Asklepius bekommt heute auf dem Storchenhof Loburg seine Adoptiv-Storcheneltern.

Corona-Warn-App, Das Logo der Corona-Warn-App auf einem Smartphone. Mithilfe der App werden Bürger benachrichtigt, sollten Sie sich in der Nähe eines am Coronavirus Erkrankten aufgehalten haben, wenn dieser die App ebenso installiert hatte und seine Erkrankung meldet.
Bildrechte: imago images/onw-images | Grafik MDR

Das Wichtigste am Morgen

11:03 Uhr | Haben Sie einen guten Tag!

Zum Abschluss unseres Ticker-Dienstags empfehle ich Ihnen noch die sportliche Einschätzung meines Kollegen Daniel George zum Derby heute Abend zwischen FCM und HFC. "Ein Sieg wäre für beide unendlich wichtig."

Wir lesen uns morgen wieder, wenn Sie mögen. Bis dahin finden Sie alles, was heute weiter wichtig wird, ab sofort hier.

10:55 Uhr | Prozess-Auftakt zum Mord an Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke

Kurzer Blick nach Frankfurt am Main, wo heute der Prozess zum Mord an den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke beginnt. Lübcke war in der Nacht vom 1. auf den 2. Juni auf der Terrasse seiner Wohnung durch einen Kopfschuss getötet worden. Die Tat von Kassel hatte im gesamten Land Entsetzen ausgelöst. Der Prozess gegen den Angeklagten Stephan E. wird nun bundesweit für Aufsehen sorgen und aufmerksam verfolgt. Alles, was Sie zum Prozessauftakt wissen müssen, haben die Kollegen von tagesschau.de hier zusammengestellt.

10:28 Uhr | Gardelegen: Stadtrat verabschiedet Resolution zum Erhalt der Kinderstation

Ein Blick noch nach Gardelegen: Dort hat der Stadtrat am Montagabend einstimmig eine Resolution verabschiedet, mit der Erhalt der Kinderstation am Krankenhaus in Gardelegen gefordert wird. Auch wenn es mittlerweile aus dem Sozialministerium Signale gibt, die auf einen Fortbestand der Station hoffen lassen, ist die Verunsicherung über die Zukunft der Station groß.

Denn Mitte Mai war bekannt geworden, dass die Salus Altmark Holding – sie ist Betreiber des Krankenhauses – im Rahmen neuer Strategien darüber diskutiert, dass es künftig in Gardelegen keine stationäre Betreuung mehr für junge Patienten gibt. Der Stadtrat von Gardelegen hofft nun ganz offensichtlich, etwas Einfluss darauf zu nehmen, wie solche Gedankenspiele ausgehen könnten. Hier ein Überblick zu den Hintergründen der Debatte, die wir Anfang Juni aufgeschrieben haben:

Altmark-Klinikum in Gardelegen, 2009
Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

10:06 Uhr | "Offensichtlich gut gemacht" - "Vorbildlich" - "Maximale Transparenz"

Noch einmal kurz zur Corona-Warn-App (ab 10.30 Uhr wird sie offiziell vorgestellt - Livestream!). Es ist die offizielle App des Bundes und im Vorfeld hatte sich wirklich viel Skepsis breit gemacht, ob das datenschutzrechtlich eine vernünftige Angelegenheit werden kann. Die Experten-Stimmen, die der App jetzt überwiegend gute Noten bescheinigen, mehren sich bundes-, aber auch landesweit. Fragen, die offen bleiben, haben vor allem mit der Praxis zu tun, die Erkenntnisse aus der App zu nutzen: Werden die App genügend Leute haben, damit die Kontaktverfolgung funktioniert? Sind bei den Gesundheitsämtern alle technischen Voraussetzungen da, um das sinnvoll auszuwerten?

Aber dennoch: Die Experten zeigen sich vorerst zufrieden. Das hat vor allem damit zu tun, WIE die App erstellt wurde. Vornweg nämlich quelloffen. Quelloffen bedeutet, dass der Code, der der App zugrunde liegt, für die Öffentlichkeit einsehbar ist. Keine Blackbox, nichts, was hinter verschlossenen Türen bleibt. Und warum das gut ist, darüber hat mein Kollege Marcel Roth mit den Digitalexperten in Sachsen-Anhalt genauer gesprochen:

09:48 Uhr | Forderungen in Sachsen-Anhalt, AfD stärker beobachten zu lassen

Der Umgang mit der AfD in Brandenburg strahlt aus nach Sachsen-Anhalt: In Brandenburg ist die AfD seit Montag als Verdachtsfall eingestuft, woraufhin die Sozialdemokraten in Sachsen-Anhalt forderten, auch hierzulande die AfD durch den Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Allerdings: Anders als in Brandenburg gibt es in Sachsen-Anhalt die offizielle Kategorie "Verdachtsfall" nicht. Somit sind laut Innenministerium derzeit nicht die rechtlichen Voraussetzungen gegeben. Wie die "dpa" Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) weiter zitierte, trage die Behörde "aber mit ihren Informationen und Erkenntnissen fortlaufend zum Meinungsbildungsprozess im Verfassungsschutzverbund von Bund und Ländern bei".

09:29 Uhr | Brände in Halle – mehrere Verletzte

In Halle hat es in der Nacht in gleich zwei Mehrfamilienhäusern gebrannt. Die Feuerwehr war mit zahlreichen Kräften im Einsatz. Drei Bewohner wurden laut Polizei verletzt. So war am Hintereingang eines Wohnkomplexes kurz nach Mitternacht zunächst eine abgestellte Couch in Flammen aufgegangen. Ein 24-Jähriger kam mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Dann, nur kurze Zeit später, brannte es im vierten Stock eines anderen Hauses. Ein 50-Jähriger erlitt Verbrennungen. Ein Nachbar verletzte sich, als er den Mann retten wollte. Die Brandursachen sind noch unklar. Im ersten Fall geht die Polizei aber von Brandstiftung aus.

09:12 Uhr | Kleiner Storch Asklepios bekommt Adoptiveltern

Neue Storchengeschichten auf dem Hof in Loburg, hoffentlich mit Happy End! Aber von vorn: In Loburg gibt es im Moment einen kleinen Waisenstorch. Seine Storchenmutter verlor er, weil sie an einer Stromleitung verunglückt war, ihr Ei aber fiel Michael Kaatz vom Storchenhof in die Hände. Nun aber soll der kleine Storch, er heißt Asklepios, Adoptiveltern bekommen. Bis dato war Pute Erna wichtig für ihn, weil sie das Ei (nach einem Notkaiserschnitt) überhaupt erst ausgebrütet hatte. Kaatz selbst fütterte den jungen Storch dann im zwei-Stunden-Takt, nahm dafür eine Storchenattrappe, damit sich der Kleine nicht an Menschen gewöhnt. Wenn alles klappt, hat er dafür bald nette Pflege-Storcheneltern.

Baby Störche
So sah Asklepios als kleines Baby aus. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

08:57 Uhr | HEUTE: Derby-Duell HFC gegen FCM

Halle gegen Magdeburg – bei diesem Spiel ging es in den vergangenen Jahren immer vor allem auch um die Fans. Doch am Dienstagabend geht es nur um eins: den Sport. HFC und FCM kämpfen mit jeweils neuem Trainer um den Verbleib in Liga drei. Wer gewinnt, darf durchatmen. Wer verliert, rutscht weiter nach unten. Die Fans müssen diesmal wegen Corona draußen bleiben. Aber: Der MDR überträgt das Geisterspiel ab 20.30 Uhr live.

Florian Schnorrenberg - Trainer Hallescher FC 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR aktuell 19:30 Uhr Mo 15.06.2020 19:30Uhr 01:11 min

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Video

08:44 Uhr | Urteil im Prozess um Fluthilfemittel-Betrug erwartet

Am Landgericht Halle wird heute im Betrugsprozess gegen den ehemaligen CDU-Landtagsabgeordneten Arnd Czapek das Urteil verkündet. Der Zeitzer soll für ein Haus Fluthilfemittel erschlichen haben. In erster Instanz war er am Amtsgericht Halle zu 8 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Dann legten sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft Rechtsmittel gegen das Urteil ein. Seit September läuft der Prozess.

Czapek fühlt sich unschuldig. Das Elster-Hochwasser 2013 habe das Gebäude schwer beschädigt. Die in Frage stehenden insgesamt 300.000 Euro für die Sanierung seien zurecht geflossen, hat er noch einmal in seinem letzten Wort betont. Seine Anwälte hatten wieder Freispruch gefordert. Der Staatsanwalt sieht das ganz anders, das Haus sei schon vor der Flut nicht bewohnbar gewesen. Im Schlussvortrag hat sie erneut ein Jahr und vier Monate Gefängnis beantragt.

08:26 Uhr | Landesregierung in Dessau – Beratungen weiterer Lockerungen erwartet

Es ist ein paar Wochen her, da stellte die Landesregierung einen Fahrplan für die Lockerungen im Land vor. Wie die nächsten Schritte dabei genau aussehen sollen, das wollen die Minister gemeinsam mit Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) offenbar heute beraten. Wie ein Sprecher der Staatskanzlei MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, soll das am Rande der auswärtigen Kabinettssitzung in Dessau-Roßlau Thema sein.

Es geht um Vorschläge für die neue Verordnung, die es ab Anfang Juli geben soll. Nach Recherchen von MDR SACHSEN-ANHALT hat Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) bereits konkrete Vorstellungen. Sein Sprecher sagte MDR SACHSEN-ANHALT, Willingmann schlage vor, dass die Abstandsregel in Reisebussen möglichst schnell aufgehoben werde. Das solle den Bustourismus fördern. Außerdem gehe es darum, in Restaurants wieder Buffets anbieten zu können.

08:15 Uhr | Schloss Wörlitz – so sieht es aus!

Zwei Jahrzehnte lang arbeiteten Handwerksfirmen aus Sachsen-Anhalt sowie Planungsbüros und Restauratorinnen und Restauratoren aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Berlin daran, das Schloss Wörlitz zu erneuern. Insgesamt 14,2 Millionen Euro des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt wurden dafür investiert. Jetzt ist es fertig!

07:56 Uhr | So nah gegen die Fernsucht

Übrigens: Zum Urlaub in Sachsen-Anhalt gibt es ja wirklich viele Ideen. Fabian Frenzel und Sören Thümler haben sich kürzlich einmal von Nord nach Süd wie auch von West nach Ost durchs Land geurlaubt. Die Bilder, die sie mitgebracht haben:

Urlaub zu Hause Wo es sich in Sachsen-Anhalt gut urlauben lässt

Der Sommerurlaub 2020 wird für viele anders als vielleicht ursprünglich geplant. In der Corona-Krise wird Urlaub vor der eigenen Haustür wieder zur guten Alternative. MDR SACHSEN-ANHALT stellt einige Urlaubsorte vor.

Wassergraben auf einer Wiese
Erholung in der Altmark: Entlang des Grünen Bandes in Sachsen-Anhalt – der ehemaligen innerdeutschen Grenze – lässt es sich zwischen historischem Erinnerungsort und Paradies der Artenvielfalt wandern. Bildrechte: Sören Thümler
Wassergraben auf einer Wiese
Erholung in der Altmark: Entlang des Grünen Bandes in Sachsen-Anhalt – der ehemaligen innerdeutschen Grenze – lässt es sich zwischen historischem Erinnerungsort und Paradies der Artenvielfalt wandern. Bildrechte: Sören Thümler
Ein See mit Strand
Für Sommerurlaubs-Feeling darf für viele das Baden nicht fehlen – möglich zum Beispiel im Waldbad Wischer bei Stendal. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel
Strandspielplatz
Für die Unterhaltung der Kleinen ist im Strandbad Wischer auch gesorgt. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel
Hinweisschilder zu Tretbooten und FKK vor einem blauen Holzhäusschen
Wer mehr als baden will: Unter anderem ist am See Tretbootfahren, Stand-Up-Paddeln und Volleyball möglich. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel
Wohnwagen auf einem Campingplatz
Übernachten lässt es sich auf dem Campingplatz in unmittelbarer Nähe zum Badesee. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel
Das Hörmobil unterwegs im Drömling.
Das Schloss Kunrau im Altmarkkreis Salzwedel ist heute Ausgangspunkt für Wanderungen, Radtouren und Erlebnistouren in und um den Naturpark Drömling. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel
Blick auf eine Landschaft mit der Silhouette mit einer Windmühle
Urlaub am Wasser, ringsum eine Natur wie gemalt: Wo sich Elbe und Elbe-Havel-Kanal ein letztes Mal treffen, liegt Parey im Jerichower Land. Erholungs-Schmuckstück des Ortes ist das Erlebnisdorf. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel
Blick auf eine schwimmende Insel im Erlebnispark Parey
Wer im Erlebnisdorf übernachtet, kann das nicht nur am, sondern auch auf dem Wasser. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel
Björn Thomas und Sören Thümler während eines Interviews
Björn Thomas (links) hat aus einem zugewucherten See im Jerichower Land ein mediteranes Urlaubsresort gemacht. Hier im Interview mit Radio-Reporter Sören Thümler. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel
Ein Mietwagen steht vor einer Ferienanlage
Auf dem Erlebnishof gibt es Gastronomie und Hotellerie. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel
Ein Ruderboot liegt am Badestrand
Das Strandsolbad Staßfurt ist ein Kleinod und feierte im vergangenen Jahr 90. Geburtstag. Der See mit Badeinsel und seinen luftigen Liegewiesen und hohen Bäumen liegt idyllisch in einer Senke unweit der Staßfurter Innenstadt im Salzlandkreis. Bildrechte: MDR/Sören Thümler
Ein Holzsteg führt auf einen stillen See
Gehört zu den Urlaubstipps im Landkreis Wittenberg: der Bergwitzsee. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel
Schwimmende Häuser auf einem See
Ein Highlight sind dort die schwimmenden Ferienhäuser. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel
Ein junge wird von einem Mann am Strand interviewt.
Auf dem dazugehörigen Campingplatz trifft MDR SACHSEN-ANHALT-Reporter Sören Thümler auf einen jungen Urlauber, mit dem er interessante Gespräche führt. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel
Urlaubsregion Sachsen-Anhalt
Und weiter zum nächsten See - der Goitzsche, dessen Aussichtsturm vor 20 Jahren zur Weltausstellung "Expo" errichtet wurde. Bildrechte: MDR/Sören Thümler
Urlaubsregion Sachsen-Anhalt
Fährüberfahrt bei Rogätz Bildrechte: MDR/Sören Thümler
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07:41 Uhr | Reisebranche macht sich Sorgen

In Straßenumfragen (nicht repräsentativ, ja, aber dennoch interessant für ein Stimmungsbild) sagen so einige Leute im Moment, dass ein Auslandsurlaub in diesem Jahr nicht geplant ist. Wegen Corona. Ich kann das verstehen. Denke ich an die vielen Reisebüros und andere Touristiker, verstehe ich aber auch die Sorgen, die sie haben. So wie bei Lars Pennewitz, der ein Reisebüro in Haldensleben hat. Er sagt: "Die Reisen, die aktuell gebucht werden, in wirklich minimaler Stückzahl sind für 2021 oder maximal für Ende diesen Jahres." Die Kollegen von MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE haben ihn besucht.

07:22 Uhr | Kontaktverfolgung: Gesundheitsämter sehen Warnapp als wichtige Ergänzung

Viele Gesundheitsämter in Sachsen-Anhalt versprechen sich von der neuen Corona-Warn-App Vorteile für ihre Arbeit. Aus dem Gesundheitsamt des Landkreises Harz heißt es, durch die Corona-App ließen sich auch Kontakte erkennen, die den Beteiligten sonst nicht bewusst gewesen wären oder die man mangels Kenntnis der Personen nicht nachverfolgen könne, beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr. Außerdem sei eine vollständigere Erfassung der Kontaktpersonen zu erwarten. Nachteil der App sei, dass die Daten nicht direkt zum Gesundheitsamt gelangten. Außerdem werde keine genaue Zeit des die Warnung auslösenden Kontaktes erfasst (was Datenschutzgründe hat). Das führe dazu, dass man nur spekulieren könne, um welche Situation es sich genau gehandelt habe.

Uwe Baumgart, Sprecher des Landkreises Börde, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, jede zusätzliche Möglichkeit der Kontaktverfolgung sei hilfreich für die Arbeit. Allerdings brauche man für das Handling Personal, das im Umgang und der Auswertung der App versiert arbeiten könne. Jede zusätzliche Kommunikationslinie bringe aber auch zusätzliche Aufwände mit sich. Am Ende bleibe abzuwarten oder besser zu hoffen, wieviel Nutzer die App laden werden. Baumgart erwartet nicht, dass die App die Arbeit der Gesundheitsämter in der Phase der Einführung erleichtert. Telefonische und persönliche Nachverfolgung bleibe weiterhin das verlässlichste Werkzeug.

07:09 Uhr | Schulschließungen in Magdeburg – Reaktionen unserer Nutzer

Wir bleiben noch kurz beim Thema Schule: Dass in Magdeburg acht Schulen geschlossen wurden, während in der Stadt die Zahl der Neuinfektionen – für die hiesigen Verhältnisse – sprunghaft angestiegen sind, ist ein viel diskutiertes Thema bei unseren Nutzern. Auf Facebook gibt es an die 200 Kommentare zu unserem Post.

Iris Meinecke blickt schon auf die Urlaubssaison:

Hauptsache 11000 Leute dürfen in den Urlaub fliegen....( zum test ob die Hygiene Vorschriften eingehalten werden am Urlaubs Ort) hier in den Schulen kann man das ja nicht testen. Schließen ist einfacher und geht schneller.

Teilweise wird die Debatte auch ganz grundsätzlich, so schreibt Nutzerin Monika:

Schaut euch mal um wieviel keine Masken beim Einkauf und in öffentlichen Verkehrsmittel aufhaben das sagt doch schon alles und die machen genau das Gegenteil von dem was zur Zeit geboten ist erlebe ich jeden Tag aufs Neue problem im alltag wieder akut.

Dass die Schulschließungen auch wieder Eltern vor die Ratlosigkeit stellt, wo sie ihre Kinder betreuen lassen können, während die Arbeit ruft, problematisiert Rene Grün: "Läuft. Um 13.00 Uhr Bescheid bekommen, das die Schule morgen zu hat. Beide Berufstätige. Mal auf die schnelle eine Lösung finden. Grosses kino."

06:58 Uhr | Gericht: Aufweichung Mindestabstand in der Schule rechtens

Schüler in Sachsen-Anhalt dürfen auch ohne den geltenden corona-bedingten Mindestabstand unterrichtet werden. Das hat das Oberverwaltungsgericht in Magdeburg MDR SACHSEN-ANHALT mitgeteilt. In seiner Entscheidung wies das Gericht den Antrag eines Grundschullehrers ab, der gegen die Aufweichung des Abstandsgebotes geklagt hatte. Den Richtern zufolge verletzen die geltenden Regeln nicht die staatliche Pflicht zum Schutz der Gesundheit von Lehrern und Schülern.

Gerade die Schulen bereiten aktuell in Magdeburg sorgen. Wegen zweier bestätigter Sars-CoV-2-Infektionen wurden acht Einrichtungen vorsorglich geschlossen.

06:37 Uhr | Braunbärdame im Tierpark am Hexentanzplatz gestorben

Traurige Nachricht aus dem "Tierpark Hexentanzplatz" im Harz: Dort ist eine bald 34 Jahre alte Braunbärdame gestorben. Wie es hieß, hatte die Bärin altersbedingt stark abgebaut. Tierärzte hätten es in der vergangenen Woche von seinen Qualen erlöst, teilte die Tierparkverwaltung in Thale mit. Mascha, so der Name der Bärin, wurde 1986 im Bergzoo Halle geboren und lebte zuletzt im in dem Tierpark am Hexentanzplatz (das ist gegenüber der beliebten Rosstrappe). Übrigens: Der Tierpark beherbergt derzeit mehr als 60 Tierarten, die im Harz heimisch sind oder waren.

06:25 Uhr | Kritik: Zu wenig Kontrollen in der Fleischindustrie

In der Debatte um das Beschäftigungsmodell mit billigen Arbeitskräften in der Fleischindustrie hat Grünen-Politikerin Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) Klarheit und Transparenz gefordert. In der MDR-Sendung "FAKT IST!" aus Magdeburg sagte Künast: "Das System muss umzingelt werden mit Kontrollen." Es müsse klar nach Arbeits- und Gesundheitsschutzregeln definiert werden. Künast schlug vor, dass der Zoll zukünftig wieder verstärkt prüfen solle, ob die Basisregeln in den Betrieben eingehalten würden. Zudem müsse Klarheit darüber herrschen, wie viel Quadratmeter pro Arbeitnehmer eine angemessene Wohnunterkunft haben sollte.

Mehr Kontrollen von außerhalb sieht dagegen Uwe Ledwig von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten skeptisch. Die beste Kontrolle seien Betriebsräte, welche rund um die Uhr schauen könnten, wie die Arbeitsbedingungen sind. Der Politik warf er Versagen vor: "Das System wurde von Unrecht perfektioniert, von organisierter Ahnungslosigkeit."

Moderatorin Anja Heyde sitzt im Studio mit drei weiteren Gästen. 58 min
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Fakt ist! Mo 15.06.2020 22:10Uhr 58:14 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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06:01 Uhr | Nach langem Warten: Corona-Warn-App startet mit Lob von Digitalexperten

"Vieles doch noch richtig gemacht", schreibt Netzexperte Markus Beckedahl vom Blog "Netzpolitik.org". Lob auch vom Chaos-Computer-Club, vom Deutschen Anwaltverein und auch die Organisation "Reporter ohne Grenzen" zeigt sich froh über das Ergebnis der erarbeiteten Corona-Warn-App – die jetzt in den Appstores bei Google und Apple zum Download bereit steht. Auch aus Sachsen-Anhalt kommen unterstützende Töne für die App. So teilte Marco Langhof vom IT-Verband in Sachsen-Anhalt mit:

Die App ist ein Hilfsmittel, das bei der Eindämmung von Covid-19 unterstützen kann. Der Einsatz der App ist sinnvoll, um Infektionsketten nachzuvollziehen und die Ausbreitung zu verhindern. Natürlich hängt es davon ab, wie viele Menschen die App nutzen werden. Je mehr sich daran beteiligen, desto besser.

Damit unterstützen führende, sonst sehr kritische Digitalexperten die App. Der Grund: Die sei sehr datenfreundlich entwickelt worden und greife nicht mehr an Daten ab als nötig, so der Tenor. Die App soll Menschen nachträglich informieren, sollten sie sich in der Nähe einer später positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Person aufgehalten haben. So lassen sich Kontakte ausfindig machen und das soll dazu beitragen, mögliche Corona-Ausbrüche schnell unter Kontrolle zu bringen. Die Installation ist freiwillig.

05:55 Uhr | Attentäter von Halle: Prozessbeginn 21. Juli steht

Der Termin stand bereits im Raum. Nun ist es offiziell: Der Prozess gegen den Attentäter von Halle beginnt am 21. Juli. Die Anklage des Generalbundesanwalts ist zur Hauptverhandlung zugelassen worden. 40 Nebenkläger sollen auftreten. Die Verhandlung soll unter hohen Sicherheitsvorkehrungen in den Räumen des Landgerichts Magdeburg sein. Die braucht es auch, wenn man bedenkt, dass der Angeklagte vor kurzem noch einen Fluchtversuch aus der JVA in Halle unternommen hat. Einen gescheiterten, weil er nur über den Innenzaun der Haftanstalt gelangen konnte. Das hatte das Justizministerium in Sachsen-Anhalt unter Druck gesetzt.

05:43 Uhr | Einzelne Schauer, Sonne, Wolken

Regenprognosen gibt es durchaus: Das MDR-Wetterstudio teilt am Morgen mit, zumindest einzelne, mitunter kräftige Schauer oder Gewitter könnten sich im Tagesverlauf entwickeln. Insgesamt scheint es aber ein freundlicher Tag zu werden. Nach Frühnebelauflösung kommt die Sonne zur Geltung, im Wechsel mit einigen Wolken. Die Höchstwerte liegen zwischen 22 Grad im Burgenlandkreis und 27 Grad im Kreis Stendal.

05:17 Uhr | Wegen Corona: Zwei weitere Schulen dicht in Magdeburg

Die Situation in Magdeburg an den Schulen ist weiter kompliziert: Die Stadt hat sich inzwischen entschlossen, noch zwei Schulen zu schließen. Nun sind für die nächsten 14 Tage also acht Schulen dicht. Der Grund: Nach dem Auftreten des neuartigen Coronavirus bei einem Kind und dessen Mutter sei die Infektionskette im Moment nicht nachvollziehbar. So will die Stadt den aktuellen Ausbruch unter Kontrolle bekommen. Tatsächlich sind allein innerhalb der vergangenen sieben Tage insgesamt 46 neue Infektionen in Magdeburg bestätigt worden – während die Zahl über Wochen bei um die 100 Fälle stagniert hatte. Alles zu den weiteren Schulschließungen haben meine Kollegen hier zusammengetragen:

05:03 Uhr | Herzlich willkommen!

Heute vor 60 Jahren war Filmpremiere von "Psycho" in den US-Kinos – Hitchcock ist immer klasse. Ich schaue seine Filme total gern. Er vermutlich tat das auch selbst. Jedenfalls sagte er ein paar Jahre später in einem legendären Interview über seinen Film "Psycho":

Er war, was das Spiel mit dem Publikum betrifft, für mich die aufregendste Erfahrung. In Psycho habe ich das Publikum geführt, als ob ich auf einer Orgel gespielt hätte.

Alfred Hitchcock

Sie merken schon, dass ich heute Morgen ein bisschen das Kino feiere. Denn, was mich echt freut, ist, dass einige Programmkinos in Sachsen-Anhalt mit Förderungen bedacht wurden. Das ist toll! Und nun geht es auf in diesen Dienstag: Mein Name ist Mandy Ganske-Zapf und ich begrüße Sie zum Morgenticker von MDR SACHSEN-ANHALT – bis 11 Uhr mit allem, was seit gestern passiert ist und heute wichtig wird. Sie haben Feedback? Dann schreiben Sie gern einen Kommentar unter diesem Ticker oder schreiben uns bei Twitter oder Facebook. #tickeriki

Über Themen aus dem Morgenticker berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR um 11 | 11:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19:00 Uhr

4 Kommentare

Grosser Klaus vor 19 Wochen

Es wäre sehr hilfreich, wenn die einzelnen Bundesländer zeitnah einen umfassenden Lagebericht zu den Ereignissen, Entscheidungen und Fakten der letzten Monate veröffentlichten würde. Also nicht nur Zahlen und Verordnungen, sondern mal eine gründliche Aufarbeitung, was, wann zu welchen Entscheidungen geführt hat. Etwas wo man auch nachvollziehen kann, warum es ist wie es ist. Ähnlich wie das RKI ja auch regelmäßig einen recht ausführlichen Situationsbericht herausgibt.

Grosser Klaus vor 19 Wochen

Kindergartenkind im Kreis Sonneberg mit Coronavirus infiziert

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schedulevor 1 Stunde

Entscheidend ist immer noch:
1. Wieviele Erkrankte gibt es?
2. Wie schwer ist die Erkrankung, wie sind die Krankheitsverläufe?
3. Wieviele Neuinfizierte, wieviele Genesene gibt es?
4. Wie hoch ist die Dunkelziffer von Neuinfizierten und von Genesenen?
5. Wie sind die Infektionswege bzw. die Infektionsketten?

Torsten W vor 19 Wochen

Datenschutzrechtliche Bedenken werden ja immer in Verbindung mit dem Smartphone zugeschrieben aber fast alle lassen außer Acht, dass alleine die Ausgabe einer Bank Card u.ä. den Bürger Gläsern macht...

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