24.09.2020 | Der Morgenticker für Sachsen-Anhalt Magische Lichterwelten in Halle abgesagt

Mandy Ganske-Zapf
Bildrechte: MDR/André Plaul

Im Morgenticker: Die beliebten Lichterwelten im Bergzoo Halle sollten im Oktober eröffnet werden, sind nun aber unter Verweis auf Corona abgesagt worden. Und: Auf der A2 ist bei Burg ein Wolf überfahren worden.

Lichterwelten Halle (Symbolbild) - Hinweis: Ausschließliche Verwendung für MORGENTICKER MDR SAN.
Bildrechte: MDR/Andreas Manke

Das Wichtigste am Morgen

11:09 Uhr | Kommen Sie entspannt durch den Tag!

Für heute verabschiede ich mich und bin morgen wieder für den Ticker am Start! Kommen Sie entspannt durch diesen Tag – alles Wichtige, was heute noch aufkommt, lesen Sie ab sofort hier.

10:53 Uhr | Biogasanlage sorgt in Bitterfeld für Verunsicherung bei Anwohnern

Um eine Biogasanlage in einem Ortsteil von Bitterfeld gibt es große Diskussionen. Die Anwohner befürchten durch die Biogasanlage in Bobbau erhebliche Lärm- und Geruchsbelästigungen. Heute Abend gibt es eine Bürgerberatung mit Vertretern des Kreises Anhalt-Bitterfeld sowie der Stadt Bitterfeld-Wolfen und vom Betreiber. Wie das MDR-Studio Halle erfuhr, liegen aktuell 40 Anmeldungen vor. Der Bedarf ist also groß. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Hintergrund ist, dass in Bobbau derzeit für 750.000 Euro eine Biogasanlage gebaut wird, die Ende des Jahres in Betrieb gehen soll. Aus der erzeugten Energiemenge könnten 240 Haushalte mit Strom versorgt werden.

10:32 Uhr | Mögliche Rettung des Klinikums in Havelberg weiter offen

Das Krankenhaus in Havelberg ist am Abend erneut Thema im Stendaler Kreistag. Es war Anfang des Monats geschlossen worden. Auf der Kreistagssitzung im Juli war Landrat Patrick Puhlmann (SPD) beauftragt worden, Verhandlungen mit den Beteiligten zu führen. Puhlmann bestätigte MDR SACHSEN-ANHALT nun, dass noch kein konkretes Ergebnis vorliege. Vor der Kreistagssitzung in der Bürgerparkhalle hat der Betriebsrat der Krankenhausmitarbeiter erneut Proteste angekündigt. Was den Versuch, auf den letzten Metern doch einen Erhalt zu ermöglichen, so schwierig macht, ist in unserem Report von Bernd-Volker Brahms hier auf den Punkt gebracht.

10:05 Uhr | Willingmann: Künftig Studienplätze für Amtsärzte reservieren

In den Universitäten in Sachsen-Anhalt werden möglicherweise in Zukunft Studienplätze für künftige Amtsärzte reserviert. Einen entsprechenden Vorschlag hat Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) gemacht. Es sei in der Corona-Pandemie offensichtlich geworden, dass es in den Gesundheitsämtern an Nachwuchs mangele. Er werde sich dafür einsetzen, dass an den Unis in Sachsen-Anhalt Plätze freigehalten würden. Die Studierenden müssten sich aber verpflichten, Amtsarzt zu werden.

09:48 Uhr | Bundesregierung erkennt Lukaschenko als Präsidenten nicht an

Kurzer Blick ins Ausland, nach Belarus: Präsident Alexander Lukaschenko hat sich am Mittwoch überraschend und ohne Öffentlichkeit im Amt als Präsident vereidigen lassen. Was sonst normalerweise groß angekündigt wurde und ein wichtiges Ereignis im Land darstellte, hat er diesmal im Stillen vollzogen. Seit Wochen gibt es große, anhaltende, aber sehr friedliche Proteste gegen die Präsidentenwahl vom August, die durch massive Fälschungsvorwürfe angezweifelt wird. Lukaschenko ließ seine Sicherheitskräfte immer wieder massenhaft Teilnehmer verhaften; Menschen, die aus der Haft wieder rauskamen, berichten von heftiger Gewaltanwendung und Folter. Auf die Vereidigung im Amt hinter verschlossener Tür hin hat die deutsche Bundesregierung nun bekräftigt, die Wahl Lukaschenkos nicht anzuerkennen.

09:37 Uhr | Was geschah in Wiedersdorf? Ein Taxifahrer, der dabei war, berichtet

An der Stelle auch ein Lesetipp aus dem Archiv: Daniel Waclawczyk, Taxifahrer aus Halle, war am Tag des Anschlags von Halle in Wiedersdorf, um zwei seiner Wagen mit Winterrädern auszustatten. Dann traf der Attentäter auf ihn, mit vorgehaltener Waffe, und verlangte ein Fahrzeug. Das gab ihm Waclawczyk schließlich, doch begann er daraufhin, dem Fluchtwagen zu folgen und diesen – sein eigenes Taxi – zu orten.

Also warum wir so ruhig geblieben sind, keine Ahnung. Das war wahrscheinlich auch unser Glück.

Daniel Waclawczyk Taxiunternehmer aus Halle

09:35 Uhr | Anschlag von Halle: Wiedersdorf, die Betroffenen und Nachbarn, die zur Seite stehen

Der Prozess gegen den Attentäter von Halle brachte am Mittwoch viele Details ans Licht dazu, was sich im kleinen Ort Wiedersdorf genau abgespielt hat und wie sehr die Anwohner Dagmar M. und Jens Z. dort in Angst waren – und bis heute in Angst leben. Nachbarn wie Steffen Kurz stehen ihnen zur Seite:

Es ist belastend, und – wie soll man sagen – auch ein bisschen befreiend. Dass man diese Sachen jetzt endlich mal von Grundauf erfährt, was dort abgelaufen ist. Es ist erschreckend, wie kalt er vorgegangen ist gegenüber meinen Nachbarn.

Steffen Kurz, Nachbar der beiden Wiedersdorfer, die vom Attentäter von Halle angeschossen worden waren

Meine Kollegin Marie Landes hat die Ereignisse für MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE rekonstruiert und einige der Betroffenen noch einmal außerhalb des Gerichtssaals getroffen.

09:12 Uhr | Wertvolle Exponate aus dem Domschatz zu Halberstadt

Sonst im Dunklen – jetzt im Licht. Der Halberstädter Domschatz präsentiert wertvolle mittelalterliche Bücher. Das Besondere: Sie sind handgeschrieben, stammen aus der Zeit vor dem Buchdruck. Besonders prächtig ist das "Semeca Missale" aus dem 13. Jahrhundert mit kostbaren farbigen und vergoldeten Malereien und Initialen (siehe Foto) – eine mittelalterliche Handschrift des früheren Dompropstes zu Halberstadt, Johannes Zemeke (auch Semeca genannt). Zu sehen ist auch das sogenannte "Fuldaer Evangeliar" aus dem 9. Jahrhundert, das zur liturgischen Ausstattung aus der Gründungszeit des Halberstädter Bistums gehörte. Die Ausstellung von Stadtarchiv Halberstadt und Kunststiftung Sachsen-Anhalt läuft bis zum 6. Januar. Übrigens: Damit die Handschriften keinen Schaden nehmen, müssen sie regelmäßig umgeblättert werden (sonst lagern die Bestände nicht umsonst im sicheren, abgedunkelten Depot).

Historisches Buch zeigt Kreuzigungsszene - Zemeka Missale
Das historische Buch zeigt die Kreuzigungsszene in der "Semeca Missale". Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

08:59 Uhr | Wolf an der A2 bei Burg überfahren

Auf der Autobahn 2 bei Burg ist am späten Mittwochabend ein Wolf überfahren worden. Das junge Tier hatte einen Wildzaun überwunden und wollte nahe Burg/Zentrum die Autobahn überqueren. Das berichtet ein Reporter von MDR SACHSEN-ANHALT. Dabei wurde das Tier von einem Sattelzug erfasst und getötet. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon und alarmierte die Polizei. Am Fahrerhaus des Lasters entstand nur geringer Sachschaden.

Ich dachte – oh mein Gott – ein Wolf. Sofort habe ich gebremst, aber es war zu spät.

Lkw-Fahrer Pawel Popiel

Wie die Autobahnpolizei Börde in der Nacht mitteilte, kümmert sich jetzt das Wolfskompetenzzentrum um das getötete Tier.

getöteter Wolf am Straßenrand vor Autobahnschild
Ein Lkw-Fahrer war an der Stelle unterwegs, wo das Tier die Autobahntrasse überqueren wollte. Bildrechte: MDR

08:54 Uhr | "Gefühl von Magdeburg vermitteln" – der Fotograf für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt

Grafitti-Bilder, nüchterne Aufnahmen aus dem Straßenbild, Flatterbänder vor einem Wohnblock – warum das Magdeburger Bewerbungsbüro zur Kulturhauptstadt 2025 auf Bilder setzt, die sich abseits der Sehenswürdigkeiten bewegen. Der Fotograf Harald Krieg erklärt, es gehe darum, der Jury ein Gefühl für Magdeburg zu vermitteln.

08:41 Uhr | Polizei Halle verteidigt Genehmigung für umstrittene Kundgebung auf dem Marktplatz

Die Polizei in Halle weist die massive Kritik zurück, die Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) an ihr als Versammlungsbehörde geübt hatte. Ein Sprecher verwies darauf, dass nach dem Landesversammlungsrecht die Polizei entscheidet, wann eine Demonstration genehmigt wird. Wiegand hatte der Polizei schwere Vorwürfe gemacht, dahingehend, dass die Kundgebung eines bekannten Rechtsextremisten am Montag auf dem Marktplatz stattfinden konnte. Zu diesem Zeitpunkt war auch die Freiluftausstellung in Gedenken an die Opfer des Halle-Attentats vor einem Jahr eröffnet worden. Wiegand kritisierte das als "Verhöhnung der Opfer" des Halle-Anschlags.

08:22 Uhr | Zusammenstoß der Straßenbahnen in Halberstadt – Fehlersuche führt zum Fahrer

Nach dem Straßenbahnunglück in Halberstadt mit zehn leicht verletzten Fahrgästen geht die Ursachensuche weiter. Möglicherweise sei der Zusammenstoß zweier Bahnen durch einen Fehler bei der Weichenstellung verursacht worden. Das teilte die Polizei mit. Auch die Halberstädter Verkehrsbetriebe schließen einen technischen Defekt bislang aus. Aller Wahrscheinlichkeit habe der Fehler demnach bei einem der Fahrer gelegen. Zwei Bahnen waren am Dienstag frontal ineinander gefahren, an der Ecke Holzmarkt und Kühlinger Straße.

Unfall Straßenbahnkollision in Halberstadt
War es menschliches Versagen? Für Polizei und Verkehrsbetriebe deutet es im Moment darauf hin. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

08:07 Uhr | Oberleitungsstörung: Probleme auf der Strecke Magdeburg-Halle

Bei der Deutschen Bahn bringt eine Oberleitungsstörung den Zugverkehr zwischen Magdeburg und Halle durcheinander. Das meldet die Bahn. Bis in die Mittagsstunden könne es deshalb zu Beeinträchtigungen kommen. Die Störung liege bei Sachsendorf vor. Es gibt Umleitungen und Verspätungen. Auch bei Köthen gibt es Probleme, der Halt in Köthen entfalle deswegen.

Den Angaben nach betrifft das folgende Verbindungen im Fernverkehr:

  • IC-Züge Köln – Dortmund – Hannover – Magdeburg – Leipzig – Dresden
  • IC-Züge Norddeich Mole – Emden – Bremen – Hannover – Magdeburg – Leipzig – Dresden

Erst gestern hatte es auf der Strecke Probleme gegeben, am Abend aber auch die Entwarnung. Doch nun wird auch an diesem Donnerstag die Geduld der Fahrgäste auf die Probe gestellt.

07:51 Uhr | Bundeswehr vergrößert Standort in Burg

Der Bundeswehrstandort in Burg im Jerichower Land wächst. Wie die Bundeswehr mitteilte, wird in der Kreisstadt ab heute das neue Logistikregiment 1 angesiedelt. Vorgesehen seien 150 neue Dienstposten. Zum heutigen Aufstellungsappell wird unter anderem Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) erwartet. Zusammen mit dem neuen Logistikregiment sind insgesamt 2.000 Soldaten und zivile Mitarbeiter in Burg stationert. Es ist der größte Bundeswehrstandort in Sachsen-Anhalt.

07:38 Uhr | Einigung bei Tarifverhandlungen mit der Deutschen Post

Bei der Post boomt wegen der Corona-Pandemie das Geschäft. Davon profitieren nun auch die Mitarbeiter. Denn nach den Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Post und der Dienstleistungsgewerkschaft verdi und Warnstreiks gibt es eine Einigung: Bundesweit erhalten die rund 140.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post fünf Prozent mehr Gehalt. Dafür soll es einen neuen Tarifvertrag geben, der eine Erhöhung in zwei Stufen bis 2022 vorsieht. Betriebsbedingte Kündigungen im Konzern schließt dieser aus.

07:10 Uhr | Lichterwelten im Bergzoo Halle abgesagt

Dagegen eine schlechte Nachricht aus dem Bergzoo Halle: Die beliebten magischen Lichterwelten wird es im Winter nicht geben - wegen Corona. Sprecher Tim Bernheim sagte MDR SACHSEN-ANHALT, der Zoo sehe sich in der Verantwortung ein "sichereres Besuchserlebnis" zu gewährleisten. Besucher sollten "keine Sorgen haben, dass ein überfüllter Zoo ein hohes Infektionsrisiko darstellten könnte". Zumal die derzeitigen Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie das ohnehin nicht zulassen würden, wie Bernheim weiter sagte.

06:59 Uhr | Nachwuchs: Niedliche Schweine im Tierpark Dessau

Erstmals hat der Tierpark Dessau Nachwuchs bei den Wollschweinen. Wie der Tierpark mitteilt, sind es acht kleine gestreifte Ferkel. Die einjährige "Netti" habe sie überraschend Anfang des Monats zur Welt gebracht. Hier sind die drei Jungs und fünf Mädchen bei gutem Wetter zusammen mit Mama "Netti" auf der Außenanlage zu sehen.

Nachwuchs bei den Mangalitzaschweinen
Erstmal sonnen – die Mangalitzaschweine – auch Wollschweine genannt – wissen, was sie brauchen. Bildrechte: Tierpark Dessau

06:37 Uhr | Droht Abellio das Aus? Das "Handelsblatt" über den harten Preiskampf auf den Strecken (Spoiler: Für den Bahnbetreiber könnte es sehr eng werden)

Dem Privatbahnbetreiber Abellio droht wegen millionenschwerer Verluste in Deutschland möglicherweise das Aus. Das schreibt das "Handelsblatt". Der Zeitung zufolge bürgt zwar noch bis Jahresende der Mutterkonzern für Abellio, also die niederländische Staatsbahn. Ob sie weiter an der defizitären Tochter festhalte, sei aber ungewiss. Abellio betreibt fast die Hälfte des Schienennetzes in Sachsen-Anhalt. Wie ein Sprecher MDR SACHSEN-ANHALT bestätigte, sind die Kosten durch Tarifabschlüsse, mehr Personal und Baustellen-Folgen jedoch stärker gestiegen als kalkuliert. Nun werde mit dem Land nachverhandelt sowie intern nach Lösungen gesucht. Spekulationen über eine drohende Pleite wies Abellio gegenüber dem "Handelsblatt" zurück.

06:28 Uhr | Prozess zum Anschlag von Halle: Der "vergessene" Tatort Wiedersdorf

Die Folgen des Anschlages, mit denen beide nun leben müssen, sind dieselben, mit denen auch die Betroffenen aus der Synagoge, des Kiez-Döners, und der Magdeburger Straße zu kämpfen haben: Schlafstörungen und Ängste. Sie verlassen ungern ihre Häuser oder Wohnungen. Bei den Wiedersdorfern kommen körperliche Beschwerden durch die Schussverletzungen hinzu.

aus der Gerichtsreportage von Roland Jäger

Wiedersdorf, der dritte Tatort beim Anschlag von Halle, und die zwei Menschen, die auf der Flucht des Attentäters von Halle angeschossen wurden, fanden kaum Beachtung. Was das mit den Betroffenen gemacht hat und wie schwierig es schon am Tag der Geschehnisse selbst war, hat MDR SACHSEN-ANHALT-Reporter Roland Jäger im Gerichtssaal notiert:

06:16 Uhr | Maskenkontrolle ab Oktober in Bus und Bahn

In Bussen und Bahnen wird die Maskenpflicht ab Oktober stärker kontrolliert. Bund, Länder, Kommunen und die Bundespolizei haben sich darauf geeinigt, dass es an bestimmten Tagen Schwerpunktkontrollen geben soll. Geplant seien regionale aber auch bundesweite Aktionstage. Gemeinsam mit der Polizei würden die Verkehrsunternehmen und Ordnungsämter an diesen Tagen die Fahrgäste kontrollieren – je nach Landesrecht auch auf Bahnhöfen und an Haltestellen. Im vergangenen Monat hatten sich die Länder auf ein Mindestbußgeld von 50 Euro für Maskenverweigerer verständigt. Sachsen-Anhalt ist das einzige Bundesland, in dem es kein Bußgeld gibt.

06:03 Uhr | Kritik an 200-Millionen-Euro-Kosten für City-Tunnel Magdeburg

Aus der Magdeburger Lokalpolitik kommt Kritk an den zu erwartenden Kostensteigerungen beim Bau des City-Tunnel in Magdeburg. Olaf Meister, Fraktionsvorsitzender von Die Grünen/future!, teilte mit:  "Nach all den Kostensteigerungen der vergangenen Jahre wäre es zu schön gewesen, wenn nicht noch einmal Mehrkosten auf die Landeshauptstadt zugekommen wären." Wie es in der Mitteilung weiter heißt, hätte die Fraktion sich stets gegen den Tunnel positioniert, teils über Jahre aber zumindest "auf Kostenkontrolle gepocht". Seine Fraktionskollegin Madeleine Linke schrieb auf Twitter, viel Geld werde "in ein Projekt versenkt (...), dass auf 80 Jahre Verkehrsinfrastruktur zementiert, die ich nicht unterstützen möchte".

Auch der Bund der Steuerzahler in Sachsen-Anhalt übte Kritik an den angekündigten Kostensteigerungen, spricht in einer Mitteilung von einem "erneuten Kostenschock". Bereits im Schwarzbuch 2018 habe man das Bauprojekt scharf kritisiert. Der Tunnel kostet mittlerweile 198 Millionen Euro, wobei die Stadt Magdeburg einen Eigenanteil von 80 Millionen Euro zu stemmen hat. Der Stadtrat in Magdeburg muss dazu im November noch eine Entscheidung treffen.

05:48 Uhr | Durchsuchungen wegen möglicher eingeschleuster Arbeitskräfte: Zehn Hauptbeschuldigte

Nachdem am Mittwoch bundesweite Durchsuchungen in Wohnungen und Geschäftsräumen im Kontext der Fleischindustrie für Aufsehen gesorgt hatten, steht fest: Es gibt zehn Hauptbeschuldigte und Dutzende Menschen, die durch Schein-EU-Bürgerschaft aus dem Osten Europas eingeschleust worden sein sollen. Besonders im Fokus der Ermittlungen stehen zwei Firmen, eine polnische und eine deutsche Zweigstelle einer polnischen Firma, die diese Menschen untergebracht und zur Arbeit an die Fleischindustrie vermittelt haben sollen. Der "Spiegel" schreibt, aus Ermittlerkreisen sei zu erfahren gewesen, dass von Weißenfels Leiharbeiter unter anderem auch an das örtliche Tönnies-Werk vermittelt worden sein sollen. Ein Tönnies-Sprecher bestätigte dem "Spiegel" dazu: "Das von Ihnen genannte Unternehmen ist ein kleiner Dienstleister von uns am Standort Weißenfels." Sollten die Behörden Informationen zu bestimmten Geschäftspartnern brauchen, werde man ihnen "den notwendigen Einblick gewähren".

Insgesamt durchsuchte die Bundespolizei gestern etwa 70 Wohn- und Geschäftsräume in fünf Bundesländern.

Unterdessen kündigte Tönnies an, bis zum Jahresende rund 6.000 Werkvertrags-Mitarbeiter einstellen zu wollen. Wie die Unternehmensleitung mitteilte, werden damit alle Beschäftigten aus den Bereichen Schlachtung und Zerlegung von den bisherigen Dienstleistern übernommen. Das gilt nach Angaben von Firmenchef Tönnies auch für den Standort Weißenfels. Schon ab Oktober sollen demnach rund 1.800 Angestellte direkt in die Unternehmensgruppe wechseln. Die Bundesregierung will Werkverträge in der Fleischindustrie ab Januar verbieten. Ende des Jahres soll das Gesetz beschlossen werden.

Alles rund um die Durchsuchungen lesen Sie hier noch einmal in der Zusammenfassung.

05:19 Uhr | Wolken, 19 bis 23 Grad Celsius

Das Wetter wird unbeständiger. Wie das MDR-Wetterstudio angibt, wird es heute wechselnd bewölkt. Zeitweise soll aber auch die Sonne hervorschauen. Gebietsweise ziehen Schauer durch. Die Höchstwerte: nur noch zwischen 19 und 23 Grad Celsius.

05:14 Uhr | Abschied von Michael Gwisdek

Eine Nachricht machte gestern viele Menschen traurig: Der Schauspieler Michael Gwisdek ist gestorben. Nach "kurzer schwerer Krankheit", wie seine Agentur dazu mitgeteilt hatte. Der gebürtige Berliner erklärte in Interviews oft, wie andere große Schauspieler Eindruck auf ihn gemacht haben, als er jung war, sei es Alain Delon oder James Dean. Etwa so: "Meine Mutter ist mit mir Gesundbrunnen ins Kino gegangen, wir haben alle drei James-Dean-Filme gesehen. Dann kam ich raus, habe mir erst mal den Kragen hochgemacht (...) und war auf einmal kompliziert. Ja, so will ich sein – so fing die ganze Scheiße an." Gwisdek ist 78 Jahre alt geworden. Viele verabschiedeten sich mit warmen Worten, etwa Regine Sylvester, die mit ihm befreundet war. In der "Berliner Zeitung" schrieb die Journalistin.

Micha hat immer viel gearbeitet – Theater, Film, Fernsehen. Sein Gesicht ist unter den Falten junggeblieben, wie bei einem Cowboy, der immer noch was vorhat.

Regine Sylvester in der "Berliner Zeitung" über Michael Gwisdek

05:02 Uhr | Willkommen ...

... zum Morgenticker von MDR SACHSEN-ANHALT. Mein Name ist Mandy Ganske-Zapf und hier geht es bis 11 Uhr mit den Nachrichten dieses Morgens los. Direkt eine gute Nachricht: Es ist Donnerstag, die Woche fast geschafft! Ich hoffe, Sie sind bisher ohne viel Stress durchgekommen. Sonst kann ich empfehlen, ein wenig meditatives Spinnenwebenweben anzuschauen. Und falls alles zu viel wird, macht die Spinne es vor: Eins nach dem andern.

Wenn Sie Feedback für uns haben, immer gern her damit! Lassen Sie uns gerne einen Kommentar unter diesem Ticker da oder schreiben Sie uns bei Twitter oder Facebook. #tickeriki

Über Themen aus dem Morgenticker berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR um 11 | 11:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19:00 Uhr

2 Kommentare

Uwe B vor 4 Wochen

"Maskenkontrolle ab Oktober in Bus und Bahn"
Da bin ich ja gespannt, ob sich da wirklich etwas tut, oder ob sich das weiter darauf beschränkt, dass "El Presidente" Haseloff erklärt, dass es in Sachsen-Anhalt keine Verstöße gibt. Es ist aber auch eine Unverschämtheit, dass der Virus nicht nach dem Willen unseres Hinterhofdiktators fragt.

Grosser Klaus vor 4 Wochen

Offensichtlich rechnet es sich finanziell für die Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH und für die zuständige Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH, dass auf den Strecken der Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH immer wieder Züge ausfallen.
Von der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH werden nicht alle vertraglichen Möglichkeiten gegen die Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH ausgeschöpft, um sofort wieder zu einem stabilen Betriebsablauf zu gelangen.
Die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH dagegen als Besteller der Leistung hat für nicht erbrachte Leistungen der Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH nicht bezahlen müssen. Finanziell gesehen profitiert sie von der Situation. Wir Fahrgäste haben den Schaden, die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH spart Geld. Das kann nicht richtig sein.
Die Situation wird sich auch langfristig nicht ändern, da die Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH nicht mit Strafzahlungen oder gar einer Abmahnung rechnen muss.

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