18.06.2020 | Sachsen-Anhalt am Morgen Magdeburg sucht Quelle für Corona-Ausbruch

Mandy Ganske-Zapf
Bildrechte: MDR/André Plaul

Im Morgenticker: Bund und Länder einigen sich, die Corona-Regeln beizubehalten – keine Großveranstaltungen, aber Masken und Mindestabstände. Und: Magdeburg sucht weiter nach der Quelle für aktuelle Corona-Fälle.

Schulen in Magdeburg dicht (Symboldbild)
Zehn Schulen sind in Magdeburg aufgrund der aktuell gehäuften Corona-Fälle in der Stadt geschlossen. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

Das Wichtigste am Morgen

11:04 Uhr | Tschüssi!

Das war der Morgenticker von MDR SACHSEN-ANHALT für heute. Schön, dass Sie vorbei"gelesen" haben. Zum Schluss noch ein kleines Kopf-an-Kopfrennen für Sie, dass ich mir gerade mehrere Minuten am Stück fasziniert angeschaut habe. Es geht um die Einwohnerzahlen in den zehn größten Städten in Sachsen-Anhalt mit den beiden Zugpferden Magdeburg und Halle immer vorn weg, abgebildet von 1990 bis 2019. Halle hat übrigens mit Blick auf die letzten offiziell feststehenden Zahlen die Nase vorn – mit 238.762 Einwohnern gegenüber 237 565 in Magdeburg.

10:47 Uhr | Bald ein Urteil im Tauziehen von Haldensleben? (Spoiler: Mal sehen)

Neue Runde im Fall der suspendierten Haldensleber Bürgermeisterin Regina Blenkle. Das Verwaltungsgericht in Magdeburg will auf eine normale Gerichtsverhandlung verzichten. Juristisch herrscht ja ein Tauziehen zwischen dem Stadtrat in Haldensleben und der Bürgermeisterin. Stattdessen soll das Urteil nur schriftlich verkündet werden. Gerichtssprecher Christoph Zieger sagte MDR SACHSEN-ANHALT, solche schriftlichen Urteile seien nicht unüblich. Allerdings müssten beide Seiten einem solchen Vorgehen zustimmen. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT soll der Stadtrat in Haldensleben am heutigen Donnerstagabend in nicht-öffentlicher Sitzung darüber entscheiden. Blenkles Anwalt hat MDR SACHSEN-ANHALT signalisiert, dass seine Mandantin für diese Lösung offen sei, wenn auch der Stadtrat mitmache. Der Jurist erwarte dann aber, dass Blenkle zwar eine Strafe bekomme, aber als Bürgermeisterin weiterarbeiten könne. Regina Blenkle war im Mai 2017 vom Rat suspendiert worden.

10:37 Uhr | Aschersleben: Eingemottetes Bestehornpark-Modell geht auf die Reise

Heute Morgen ging in Aschersleben ein Modell auf die Reise. Das gut 10 Jahre alte Modell zeigt das IBA-Projekt Bestehornpark: den Ausbau einer innerstädtischen Fabrikbrache zu einem modernen Bildungs-Campus. Ursprünglich stand es auf dem Gelände der Landesgartenschau. Nach der Blumenschau 2010 wurde es eingemottet und stand in einem Depot. Jetzt wird das Modell des damaligen Sanierungsprojektes saniert. Bald soll es im Wernigeröder Miniaturenpark Kleiner Harz zu sehen sein. Damit ist auch Aschersleben dort vertreten.

Mehrer Modellhäuser in einem Lagerraum
Von Aschersleben geht es bald in den Miniaturenpark Wernigerode. Bildrechte: MDR/Tom Gräbe

10:19 Uhr | Magdeburg mit größerem Ausbruch, geringe Zahl neuer Fälle im Rest des Landes

Der Corona-Ausbruch in Magdeburg beschäftigt uns auch heute Morgen sehr, dort waren zuletzt 27 neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. In anderen Städten und Landkreisen gibt es dagegen einzelne neue Fälle, die durch einen positiven Sars-CoV-2-Test bestätigt werden. Ein kurzer Blick auf die Zahlen im Land (Quelle: Sozialministerium, Stand: Mittwoch): In Halle wurden zuletzt zwei neue Fälle und jeweils ein neuer Fall im Landkreis Wittenberg sowie im Saalekreis festgestellt. Landesweit liegt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen nach Angaben des Sozialministeriums nun bei 1803 Fällen. 271 Personen seien im Krankenhaus behandelt worden, hieß es. Schätzungen zufolge sind 1650 Personen wieder genesen. 57 Menschen sind bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Land gestorben.

09:52 Uhr | Stadt Stendal will Schadensersatz von Wahlfälscher Gebhardt

Der Stendaler Wahlskandal hat über Jahre Nachwirkungen. Neues Kapitel: Die Stadt Stendal verklagt den früheren CDU-Gemeinderat Holger Gebhardt auf Schadensersatz. Gebhardt war wegen der Wahlfälschung zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Auch den ehemaligen CDU-Kreischef Wolfgang Kühnel will die Stadt finanziell belangen. Der Prozess soll nun im August beginnen.

Die Stadt fordert knapp 50.000 Euro und begründet das mit den Kosten, die durch die Wiederholung der Kommunalwahl 2014 entstanden waren. Diese war notwendig geworden, da Briefwahlstimmen gefälscht wurden. Gebhardt gilt als Hauptverantwortlicher und wurde dafür verurteilt. Im August wird sein Insolvenzverwalter auf der Anklagebank im Stendaler Gericht Platz nehmen. Auch Kühnel steht unter Verdacht in die Briefwahlaffäre involviert zu sein.

09:36 Uhr | Studierende wollen in den Online-Streik

Seit Dienstag gibt es Überbrückungshilfen für Studierende vom Bund, doch Kritik wurde schon laut, dass die in Aussicht gestellten 500 Euro für drei Monate nicht ausreichen würden. Dass die Situation vieler Studierender aufgrund der Corona-Krise prekär ist, das sagen auch die Studierendenräte der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg. Sie teilen mit, dass sie heute ein kleines Zeichen setzen wollen, darunter für eine Erhöhung des aufgelegten Nothilfefonds vom Bund sowie die Anerkennung eines Solidarsemesters. Als Teil des "Bündnis Solidarsemester" wollen sie am Samstag auch in Berlin demonstrieren.

An den Hochschulen in Sachsen-Anhalt läuft aktuell ein Semester rein im Online-Modus. Präsenzveranstaltungen, dies auch nur in kleinen Gruppen, sind die Ausnahme. In der Online-Lehre bestehe auch oft nicht Chancengleichheit.

09:17 Uhr | Blick nach Gütersloh: Tönnies hat sich zum Hotspot entwickelt

Im Landkreis Gütersloh weiten sich die festgestellten Corona-Fälle aus: In Nordrhein-Westfalen müssen rund 7.000 Menschen in Quarantäne. Auch alle Schulen und Kitas wurden geschlossen. Grund ist der große Corona-Ausbruch beim Fleischbetrieb Tönnies. Dort wurden bislang mehr als 650 Mitarbeiter positiv getestet. Die Arbeit in Deutschlands größtem Schlachtbetrieb wurde eingestellt. Dadurch fehlen nach Angaben des Gütersloher Landrats 20 Prozent der Fleischprodukte auf dem deutschen Markt. Tönnies betreibt auch den größten Schlachthof in Sachsen-Anhalt, in Weißenfels. Dort gab es im Mai einen großen vorsorglichen Massentest – seinerzeit ohne positives Ergebnis.

08:51 Uhr | Prozess gegen zwei Aktivisten der Identitären Bewegung

In Halle stehen ab heute zwei Aktivisten der als rechtsextrem geltenden Identitären Bewegung vor Gericht. Ihnen wird ein Angriff auf zwei Zivilpolizisten vorgeworfen. Der Fall, der hier verhandelt wird, liegt etwas länger zurück: Im Herbst 2017 sollen sie bewaffnet und maskiert auf die beiden Polizisten losgegangen sein. Die Anklage geht davon aus, dass die Beamten sich nur durch das Ziehen ihrer Waffen aus der bedrohlichen Lage befreien konnten. Der Vorfall ereignete sich auf dem Gelände des halleschen Uni-Campus am Steintor. In einem Nachbarhaus hatte die Identitäre Bewegung damals ihr Quartier.

08:32 Uhr | Mit Ansiedlung eines Drohnen-Testcenters: Cochstedt hofft auf Zuzug

In Cochstedt also geht es jetzt richtig los, da entsteht ein Testzentrum für Drohnen. Zehn Millionen Euro sollen in den kommenden zwei Jahren investiert werden. Das habe ich Ihnen heute Morgen hier geschrieben. Und: Cochstedt als Ort erhofft sich davon einen Aufschwung. Einige neue Arbeitsplätze und vielleicht auch ein paar neue Einwohner – das sind Wünsche, die bei Ortsbürgermeister Wolfgang Weißbarth aufkommen. Weißbarth sagte MDR SACHSEN-ANHALT: "Wir haben jede Menge leer stehender Häuser." Und er lade dazu ein, mit Interessenten gemeinsam nach guten Objekten zu schauen, sollte ein Wunsch nach Umzug entstehen. Cochstedt hat aktuell etwa 1.000 Einwohner.

08:08 Uhr | Newsletter zum Coronavirus: Bildungsforscherin untersucht das Lernen daheim

Was ich immer wieder ans Herz legen kann, ist unser täglicher Newsletter zur Situation mit dem Coronavirus. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ja, man wünscht sich, der Virus wäre endlich weg und würde unseren Alltag nicht einschränken, Kulturinstitutionen gefährden, Eltern, die mit ihren Kindern zuhause sind, nicht in so schwierige Situationen bringen und so weiter und so fort. Aber es hilft nichts. Der MDR-Newsletter beleuchtet die Fragen, die sich verbunden mit der Pandemie jeden Tag stellen. Denn trotz der Lockerungen ist klar: Normal ist im Moment nix. Mein Kollege Marcel Roth hat den Newsletter gestern geschrieben. Darin blickt er genauer auf die Situation in den Familien und wie sie mit ihren Kindern als Ersatzlehrer und Betreuer gleichzeitig zurechtkommen. Er hat sich da auch mit Bildungsforscherin Raphaela Porsch ausgetauscht.

Es bleiben bei vielen Eltern Ängste, was den Lernstand der Kinder betrifft oder auch Fragen, wie die Betreuung in den Sommerferien realisiert werden kann oder wie es nach den Sommerferien weitergeht.

Bildungsforscherin Raphaela Porsch

07:46 Uhr | Weiße Flecken: Mobilfunk soll endlich in Schwung kommen

Schnelles Mobilfunknetz wird immer noch in so einigen Landesteilen sehnsüchtig erwartet. Staatssekretär Thomas Wünsch gibt nun das Ziel aus, die Sachsen-Anhalter bis spätestens 2025 überall mit einem Zugang zum schnellen Mobilfunknetz zu versorgen. Wünsch sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es gebe momentan rund 160 Problemzonen im Land. Sprich: In diesen Regionen existiere gar keine Mobilfunkabdeckung.

Um diese Löcher zu stopfen, bietet es sich laut Wünsch an, möglichst viele öffentliche Gebäude mit Dachantennen auszustatten. Das sei um ein Vielfaches günstiger als der Neubau von Funkmasten. 190 Landesimmobilien in ganz Sachsen-Anhalt würden dafür infrage kommen. Auch mobile Container sollen helfen. 2,7 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung.

07:33 Uhr | Justizministerin Keding weiter unter Druck

Die Fraktion "Die Linke" im Landtag übt erneut scharfe Kritik an Justizministerin Anne-Marie Keding (CDU) – wegen des Fluchtversuchs, den der Attentäter von Halle in der JVA unternehmen konnte. Die rechtspolitische Sprecherin der Linken, Eva von Angern, fordert, den Vorfall "konsequent" aufzuarbeiten, ebenso personelle Konsequenzen. In einer Mitteilung erhebt sie Vorwürfe: "Ministerin Keding und Staatssekretär Böning versuchen, ihre Verantwortung auszusitzen. Ministerpräsident Haseloff schaut unbeteiligt zu." Wie die "Volksstimme" heute berichtet, hat ein Gespräch zwischen Keding, Böning und den Rechtspolitikern im Landtag vom Mittwoch für diese mehr neue Fragen aufgeworfen, als geklärt.

Etwa zur Frage, ob die JVA eigenmächtig Lockerungen bei den Haftbedingungen vorgenommen hat. Das Ministerium hatte das bei einer Pressekonferenz jüngst so dargestellt. Doch für die mit dem Fall befassten Politiker wie Silke Schindler von der SPD ist das nach vorgenommener Akteneinsicht nicht überzeugend. Zudem sei nun eine brisante Email aufgetaucht, in der Missstände in der JVA beklagt werden: "Eine Referatsleiterin bekam die brisante E-Mail, leitete sie aber nicht in die höhere Ebene weiter", schreibt die "Volksstimme".

Schon vergangene Woche hatte die Linke in Sachsen-Anhalt Kedings Rücktritt gefordert. Nun ist eine "Aktuelle Debatte" für den Landtag beantragt, der tagt kommenden Dienstag.

07:12 Uhr | Cochstedt wird Testzentrum für Drohnen

Das war gestern eine schöne Meldung für den ehemaligen Flughafen in Cochstedt (Salzlandkeis). Lange schien er ja keine große Zukunft mehr zu haben. Jetzt aber ist der Startschuss gefallen für die Umsetzung der Pläne des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die den Flughafen zu einem Testzentrum für unbemanntes Fliegen umbauen wollen. Die Drohnen sollen hier zertifiziert werden. DLR-Luftfahrtvorstand Rolf Henke sagte MDR SACHSEN-ANHALT, sechs Millionen Euro würden schon in diesem Jahr ausgegeben. Unter anderem müssten das Leitsystem erneuert und die Technik für das Satellitensystem "Galileo" aufgebaut werden. Jean Daniel Sülberg, der den Standort leiten wird, erklärte MDR SACHSEN-ANHALT, derzeit gehe es um Personal, Infrastruktur und auch um wissenschaftliche Kompetenz im Land für den Aufbau des Standorts. Im kommenden Jahr sollen weitere vier Millionen Euro fließen.

06:58 Uhr | Plastik war mal cool (ab den 1970ern) – heute ist es Belastung

Ein Forschungsschiff ist zur Zeit auf der Elbe unterwegs. Das Ziel: Die Forscher der Dresdner Hochschule für Technik und Wirtschaft testen, wie stark die Elbe von Mikroplastik belastet ist. Als nächstes geht es nach Aken und Magdeburg.

06:41 Uhr | Es lebe das Autokino!

In der Corona-Krise bleibt das Autokino weiter beliebt, und zwar auch im Süden des Landes: Dessau hat eins (kleines Update nach einem Leserhinweis: Dessau läuft nicht so gut und will wieder aufhören), Ferropolis hatte auch eins und nun kommt heute Wittenberg dazu: Für vier Tage wird die große Leinwand in Wittenberg aufgebaut und diese vier Tage Autokino finden genau dort statt, wo während der Reformationsfeiern 2017 in der Lutherstadt der große Besucherparkplatz eingerichtet war: An der Kuhlache. Da haben ganze 150 Autos Platz, was echt viel klingt. Und das Wittenberger Autokino mit dem Titel "4 Tage im Juni" startet mit "Das perfekte Geheimnis" – Einlass ist halb 9.

Werbeplakat für ein Autokino
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

06:25 Uhr | Wie Mittelständler in der Corona-Krise kämpfen

Es ist schwer, in Zeiten der Pandemie als Mittelständler zu bestehen. Die Kollegen von MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE waren bei ASW in Naumburg. Sie sind im Maschinenbau tätig als Automobilzulieferer. Die Aufträge aktuell tendieren gegen null, sagt Geschäftsführer Thomas Veit. Und: "Wir sind durch die Dieseldiskussion schon länger in Schwierigkeiten, Aufträge zu generieren. Durch Corona ist das alles verstärkt und es wird in der zweiten Jahreshälfte noch schwieriger werden."

06:06 Uhr | Der FCM-Podcast – oder der FCM: Eine Mannschaft vom Reißbrett?

"Das könnte alles funktionieren, warum es das nicht tut, ist ein großes Geheimnis" – sagt Daniel George, unser Fußballexperte nach dem Derby von FCM und HFC vom Dienstagabend. Gemeinsam mit Oliver Leiste geht es im aktuellen Podcast um die Mannschaft, wie sie gegen den HFC, aber auch zuvor gegen Köln gespielt und wie sie den Trainerwechsel mitgemacht hat. Analyse zum Frühstück oder für den Fahrtweg:

PS: Der HFC-Podcast "Badkurvenversteher" folgt heute auf dem Fuße und wird dann zum frühen Abend hin hier zu finden sein.

06:03 Uhr | Landgericht: Anklage wegen versuchten Mordes an einem Polizisten

Am Landgericht in Magdeburg beginnt heute ein Prozess gegen einen 33-Jährigen, weil er einen Polizisten attackiert hat. Die Anklage geht von versuchtem Mord aus. Hintergrund ist, dass er im November vergangenen Jahres in Benzingerode im Harz in einen Baumarkt eingebrochen sein und dann einen Fluchtversuch unternommen haben soll. Den Angaben des Gerichts zufolge wird dem Mann vorgeworfen, dabei mehrere Polizeiautos gerammt zu haben. Dann soll ein Beamter einen Signalschuss abgegeben haben, als er weiter flüchten wollte. Als er sich dann auf den Boden legte und ein Polizist Handschellen anlegen wollte, soll der Mann versucht haben, nach einer geladenen Pistole in seiner eigenen Jacke zu greifen. Den Polizisten soll er zudem körperlich angegriffen und mit einem Kampfsportgriff gewürgt haben. Erst vier Beamten sei es gelungen, ihn zu überwältigen.

06:01 Uhr | Magdeburg und Schönebeck: Besuchsverbote in Kliniken wieder ausgeweitet

Der Ausbruch mit Sars-CoV-2 in Magdeburg strahlt offenbar auch auf Schönebeck im Salzlandkreis aus. Dort war eine Patientin aus Magdeburg positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zwei Kliniken in Schönebeck nehmen nun keine neuen Patienten mehr auf. Außerdem wurde ein Besuchsverbot verhängt. Nun sollen alle Patienten und Mitarbeiter getestet werden. Die Magdeburgerin war in beiden Kliniken behandelt worden.

Auch in Magdeburg haben Kliniken ihre Besucherregelungen wieder verschärft. Die Uniklinik hat das erst kürzlich aufgehobene Besuchsverbot erneut verhängt. Das Städtische Klinikum Olvenstedt hat mögliche Besuche auf wenige Ausnahmen beschränkt. Dort war am Donnerstag ein Patient, soweit bekannt wurde eine Frau, in der Notaufnahme verstorben. Ein Test auf Sars-CoV-2 im Nachhinein fiel positiv aus.

05:48 Uhr | Magdeburg sucht Quelle für Corona-Ausbruch

Gerade eben war die Rede davon, dass Bund und Länder sich auch darauf geeinigt haben, nach den Sommerferien wieder einen Regelbetrieb an Schulen zu ermöglichen. Wie realistisch das in der Praxis ist, muss sich zeigen. In Magdeburg ist es jetzt schon schwierig, alle Schulen offen zu halten. Seit Wochenbeginn hat die Stadt zehn Schulen geschlossen, außerdem einige Jugendeinrichtungen und Spielplätze. Am Mittwoch verzeichnete die Stadt an einem Tag mehr als 20 neu registrierte Fälle mit dem neuartigen Coronavirus. Dazu muss man sehen: Magdeburg war im Mai wochenlang vollkommen ohne neue Fälle.

Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) vermutet die Quelle bei einem Gläubigentreffen der evangelischen Pfingstgemeinde. "Irgendwo hier in Magdeburg oder Schönebeck", sagte er MDR SACHSEN-ANHALT. Eine Rolle, so wird bereits länger vermutet, könnte der Kontakt zu einem Pfarrer aus Berlin spielen, der in mehreren Gemeinden unterwegs war. Ähnliches wird auch in Berlin beschrieben.

Was die zwei zuletzt geschlossenen Schulen in Magdeburg angeht, so gab es dort zum Einen einen inifizierten Lehrer, zum Anderen zwei infizierte Schülerinnen. Letztlich ist noch unklar, wie die aufgekommenen Fälle in der Stadt zusammenhängen und ob sie das tun. Von einer Infektionswelle wollen die Verantwortlichen bisher nicht sprechen. In der Fieberambulanz der Stadt wurden seit letzter Woche mehr als 860 Tests vorgenommen.

05:33 Uhr | Bund und Länder finden Corona-Linie

Erstmals seit Wochen machen Bund und Länder wieder eine gemeinsame Linie bei der Corona-Eindämmung deutlich. Ganz klar festgehalten werden soll an

  • dem Mindestabstand von 1,50 Meter
  • dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, wenn dieser Abstand nicht eingehalten werden kann
  • Großveranstaltungen bleiben noch bis mindestens Ende Oktober verboten

Schulen sollen nach den Sommerferien in den Regelbetrieb zurückkehren. Bedingung sei aber, dass das Infektionsgeschehen das zulasse. Den Überblick finden Sie hier in einer kurzen Zusammenfassung der Kollegen von MDR AKTUELL.

05:27 Uhr | Warm, aber ungemütlich

An diesem Donnerstag kann es wieder ungemütlicher werden. Wolken begleiten uns durch den Tag, sagt das MDR-Wetterstudio für diesen Donnerstag, zeitweise soll es auflockern. Die Altmark darf sich über etwas mehr Sonne freuen als die anderen Landesteile. Vom Burgenlandkreis sollen Schauer und tagsüber auch kräftige Gewitter aufziehen. Das kann lokale Unwetter mit Gewitterböen, Hagel und Starkregen mit sich bringen. Die Temperaturen:

05:02 Uhr | Hallo zusammen!

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber der Anblick dieser Mohnblumen im Moment überall ist schon echt schön. Und damit herzlich willkommen zum Morgenticker von MDR SACHSEN-ANHALT! Mein Name ist Mandy Ganske-Zapf und ich darf Sie bis 11 Uhr mit dem Ticker in den Tag begleiten.

Wenn Sie Feedback für uns haben, dann wie gewohnt an dieser Stelle unser Appell: Schreiben Sie uns :-) Lassen Sie uns gerne einen Kommentar unter diesem Ticker da oder schreiben Sie uns bei Twitter oder Facebook. #tickeriki

Über Themen aus dem Morgenticker berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR um 11 | 11:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19:00 Uhr

2 Kommentare

Au-Thor vor 7 Wochen

Guten Morgen,
zum Thema Beliebtheit des Autokino. In Dessau wird der Betrieb des Autokinos laut Betreiber wegen mangelnder Besucherzahlen zum 28.6. eingestellt. (Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 16.6.2020, Lokalteil Anhalt Kurier)

MDR-Team vor 7 Wochen

Vielen Dank für den Hinweis, das ist mir tatsächlich entgangen. Ich habe ein Update eingefügt. Liebe Grüße, Mandy Ganske-Zapf

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