28.08.2020 | Der Morgenticker für Sachsen-Anhalt Haseloff verteidigt Sonderrolle – Sachsen-Anhalt sieht von Bußgeld bei Maskenverweigerern ab

Mandy Ganske-Zapf
Bildrechte: MDR/André Plaul

Im Morgenticker: Entgegen dem Beschluss von Bund und den anderen 15 Bundesländern will Sachsen-Anhalt Verstöße gegen die Maskenpflicht nicht per Bußgeld ahnden. Auch ein wichtiges Thema dieses Tages: Der Abschlussbericht der Sonderermittler im Fall Oury Jalloh wird vorgestellt. Und: Zukunftssorgen im Industrie- und Gastgewerbe. Außerdem: Großaufgebot der Polizei nach Fehlalarm in Halle.

Mädchen mit Mundschutz wartet in einer Haltestelle
Viele halten sich dran, einige nicht: Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen. Doch gegen Verweigerer will Sachsen-Anhalt nicht per Bußgeld vorgehen. Bildrechte: imago images/Bernd Friedel | Grafik MDR

Vielleicht ist das Telefon und die dazugehörige Kabelage schon im Wochenende, auf jeden Fall haben wir Kollegen uns mit diesen Widrigkeiten bisher gut durch den Morgen geschlagen. Ich hoffe, das klappt auch weiterhin so. Wobei ich mich an dieser Stelle verabschiede. Ihnen wünsche ich ein gutes Wochenende und wenn Sie mögen, lesen wir uns sehr gern am Montag schon wieder! Bis dahin schauen Sie hier nach, was es sonst Neues gibt. Tschüssie!

11:04 Uhr | Trojanisches Pferd in Stendal fertig saniert (Der Knüller: Es ist 15 Meter hoch!)

Das größte Trojanische Pferd der Welt steht in Stendal und ist nach zwei Jahren endlich fertig saniert. Man kann das Trojanische Pferd begehen, dem Tier von innen also auf einer Treppe bis in den Hirnkasten hinein steigen. Dort gibt es Luken, aus denen man einen wunderbaren Blick auf Stendal hat. Das Trojanische Pferd ist 15 Meter 60 hoch, 13 Meter lang und 9, 0 Meter breit. Und es wiegt etwa 45 Tonnen. Zu finden ist es auf dem Gelände des Winckelmann-Museums an der Winckelmann-Straße, hinter dem Gebäude. Zur Wiedereröffnung des Pferdes gibt es Sonnabend ab 11 Uhr direkt zu dessen Füßen ein römisches Legionärslager.

Wer dabei sein will, sollte sich noch heute telefonisch im Winckelmann-Museum anmelden.

Trojanisches Pferd in Stendal
Ein Pferd zum Verlieben. Wer da hinauf steigt, sieht auch Stendal aus einer wunderbaren Perspektive. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

10:51Uhr | Gericht: Wahl im Kreis Stendal muss nicht wiederholt werden

Die Stendaler Kreistagswahl von 2019 muss nicht wiederholt werden. Das Verwaltungsgericht Magdeburg hat die Klage eines Stendalers dazu nun abgewiesen. Worum ging es in der Klage? Aus Sicht des Mannes waren die Bezeichnungen der Wählergruppen "Pro Altmark" und "Landwirte der Region" nicht präzise genug. Sprich: Das könnte zu Benachteilungen geführt haben, da mancher Wähler womöglich sein Kreuz bei der einen Gruppe mache, die andere aber im Sinn gehabt haben könnte. Wie der Sprecher des Verwaltungsgerichtes Magdeburg, Christoph Zieger, MDR SACHSEN-ANHALT, sagte, sieht das Gericht die Bezeichnungen jedoch als ausreichend an. Die Wählergemeinschaften gebe es schon ein paar Jahre, so das der Wähler sich darunter etwas vorstellen könne.

10:28 Uhr | Der Fall Oury Jalloh: Abschlussbericht der Sonderermittler

Der Fall wirft bis heute viele Fragen auf: Wie konnte Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle verbrennen? Seit Anfang des Jahres haben zwei Sonderermittler noch einmal so viele Seiten wie möglich an diesem Fall angeschaut, überall dort, wo sie Zugang zu Dokumenten und Zeugen erhalten konnten. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT sehen die beiden Gutachter "zum jetzigen Zeitpunkt" keine offenen Ermittlungsansätze zur weiteren Verfolgung eines Mordes oder Mordversuchs. Das Dokument liegt MDR SACHSEN-ANHALT vor.

Die Einstellung des Verfahrens im Jahr 2017 sei basierend auf dem damaligen Ermittlungsstand "sehr gut nachvollziehbar", zugleich sei es – bei künftigen neuen belastbaren Ansätzen für ein Verbrechen – möglich, das Verfahren auch wieder aufzunehmen, da Mord nicht verjähre.

Der Bericht soll heute Vormittag im Rechtsausschuss vorgestellt werden, danach treten die Vertreter vor die Presse.

10:06 Uhr | Sonderweg bei Masken-Bußgeld stößt auf Kritik bei Koalitionspartnern

In Sachsen-Anhalt kommt Kritik von SPD und Grünen am Sonderweg, den Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) für das Land bei der Frage eingeschlagen hat, dass Bußgeld bei Verstößen gegen die Maskenpflicht nicht verhängt werden soll. Katja Pähle, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, schrieb auf Twitter, im Kampf gegen die Pandemie sei regionale Differenzierung richtig. Es gebe aber auch Themen, bei denen bundesweiter Gleichklang nötig sei. "Mein Eindruck: Beim Bußgeld sorgt ein Alleingang für Verunsicherung." Auch Grünen-Landeschefin Susan Sziborra-Seidlitz sieht darin ein "komplett falsches Signal". In einer Pressemitteilung teilte sie mit, sie frage sich, wann Ministerpräsident Haseloff zuletzt mit der Straßenbahn gefahren sei. Natürlich trage die Mehrheit eine Maske, längst aber nicht alle.

Es ist aber nicht klug, wenn jemand in Hamburg berechtigterweise Strafe zahlen muss, weil er keine Maske trägt, während wir in Sachsen-Anhalt einfach wegsehen.

Susan Sziborra-Seidlitz, Grünen-Landesvorsitzende

Bund und Länder hatten sich am Donnerstag darauf geeinigt, dass bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ein Mindest-Bußgeld von 50 Euro gezahlt werden muss. Sachsen-Anhalt macht als einziges Bundesland dabei aber nicht mit. Haseloff verteidigte seine Position dazu.

09:58 Uhr | Ein Fresschen in luftigen Höhen: Harzer Höhenvieh hilft der Brockenanemone

Mehrere Rinder auf einer Weide am Brocken.
Rinder beim Weiden. Bildrechte: Nationalpark Harz

Auf dem Brocken weidet aktuell so genanntes Rotes Harzer Höhenvieh, und zwar direkt auf der Kuppe des Berges. Die besonderen Rinder gehören zum Brockenbauern Thielecke und sollen zur Biotop-Pflege da oben ihr Fresschen machen. Sie fressen die Flächen nämlich auf eine Art und Weise ab, dass die Wuchsbedingungen seltener Pflanzenarten verbessert wird. Das erklärt der Nationalpark Harz in einer Mitteilung. Demnach entstehen so gewisse Sonderstandorte, auf denen sich Brockenanemonen, aber auch das Alpen- und das Brockenhabichtskraut besonders gut entwickeln können. Klingt nach einer äußerst schonenden Methode!

09:29 Uhr | Eltern von totem Polizeischüler erheben schwere Vorwürfe gegen die Ermittler

Es ist ein Fall, den man so leicht nicht vergisst: Vor zweieinhalb Jahren stirbt in Halle ein Polizeischüler beim Sturz von einem Dach. Die Ermittlungen sind mittlerweile eingestellt, doch wirklich geklärt sind die Todesumstände des 24-Jährigen bis heute nicht. Die Eltern konnten sich nie damit abfinden, zumal sie finden: Es gibt zu viele Ungereimtheiten. Auf eigene Faust versuchen sie mittlerweile, vieles aufzuarbeiten und Ansätze für eine Klärung zu finden. Nun soll ein Video helfen, neue Zeugen zu finden. Wobei im Herbst auch noch ein Untersuchungsausschuss im Landtag seine Arbeit aufnehmen soll, um sich damit zu beschäftigen, ob es Polizeipannen gab.

09:18 Uhr | Neue Turnhalle des Gropius-Gymnasiums in Dessau wird eingegraben

Geht es nach der Dessau-Roßlauer Stadtverwaltung, wird die neue Turnhalle des Walter-Gropius-Gymnasiums in die Erde eingelassen. Die Halle soll knapp fünf Meter tief in den Boden gesetzt werden – und zwar, weil sie die gegenüber liegende Gropius-Siedlung nicht beeinträchtigen soll, wie es aus dem Rathaus heißt. Günstig wird das nicht: 835.000 Euro kostet so ein Tieferlegen der Halle, was die Gesamtkosten dann auf etwa 6,6 Millionen Euro bringt. Der Bauausschuss hat am Donnerstagabend schon zugestimmt, der Stadtrat muss noch folgen. Wobei der Bauausschuss mit seinem Votum schon die Weichen gestellt hat. Anfang 2022 könnte der Bau starten.

Ein sandbestreuter Schulhof gibt den Blick auf die Außenansicht
Die Sporthalle, wie sie jetzt ist. Bildrechte: MDR/Dagmar Röse

08:54 Uhr | Wie läuft die Arbeit in der Pandemie? Ein Gesundheitsamt gibt Einblick

Viele Gesundheitsämter haben Personalmangel, was gerade dann ein Problem wird, wenn viele Kontakte von Inifizierten mit Sars-CoV-2 zurückverfolgt und informiert werden müssen. In einigen Ämtern fehlen auch die notwendigen Mediziner. Wir hatten darüber kürzlich schon einmal berichtet. Es zeigt sich, dass die Pandemie gerade in diesen Ämtern allumfassend zu managen ist, und zwar in alle Richtungen. Wie das läuft, darüber gibt es auch harte, oft schnell gefällte (Vor-)Urteile. MDR SACHSEN-ANHALT lässt Thomas Barz aus dem Corona-Krisenstab im Gesundheitsamt Jerichower Land auf entsprechend gängige Kommentare im Internet antworten.

08:39 Uhr | Beetzendorf ruft!

Sieht doch sehr hübsch aus, da in Beetzendorf! Aber einen Pfarrer findet die Gemeinde irgendwie nicht. Jetzt ist die Pfarstelle zum dritten Mal ausgeschrieben, heißt es von der Kirchenverwaltung, die in Salzwedel sitzt. Die ländlich geprägte Altmark liege nicht jedem Pfarrer und passe nicht für jede Familiensituation, sagt Salzwedels Superintendent Matthias Heinrich. Dabei wachsen die Aufgaben in dem Pfarrbezirk. Es gibt also viel zu tun: Ab Januar kommen zu den 14 Kirchorten sieben dazu. Der Beetzendorfer Pfarrer ist dann für knapp 1.400 Menschen in der Gemeinde verantwortlich und muss dafür mehrere hundert Kilometer im Monat unterwegs sein.

Die Marienkirche in der Altmarkgemeinde Beetzendorf spiegelt sich im Mühlenteich.
Bildrechte: Frank Palmdorf

08:12 Uhr | Fehlalarm sorgt für Aufsehen in Halles Innenstadt

Großaufgebot der Polizei heute Morgen in der Martinstraße in Halle. Schwer bewaffnete Polizisten hatten sich vor der dort ansässigen Bank in Position gebracht – das wirkte ernst. Doch stellte sich am Ende heraus, dass ein Fehlarlarm für das Ausrücken der Einsatzkräfte gesorgt hatte. Das sagte uns die Polizei in Halle. Passiert war: nichts. So eine Aufregung am Freitagmorgen!

07:53 Uhr | Corona: Auslastung von Laboren in Mitteldeutschland bei unter 65 Prozent

Reiserückkehrer testen – oder nicht? Diese Diskussion ist letztlich auch davon getrieben, wie die Testkapazitäten in Deutschland aussehen. In einigen Bundesländern seien die Labore teilweise zu über 100 Prozent ausgelastet, nämlich in den nordeutschen Bundesländern und in Baden-Württemberg. Das wurde im Zuge der letzten Tage bekannt. Doch in Mitteldeutschland liegt die Sache ein wenig anders: Die hiesigen Labore seien durch Corona-Tests noch nicht an ihre Grenzen gekommen. Der Verband "Akkreditierte Labore in der Medizin" sagt dem MDR, in allen drei Ländern liege die Auslastung der Labore bei unter 65 Prozent. Der Berufsverband Deutscher Laborärzte sieht als Grund unter anderem weniger Reise-Rückkehrer. Vorsitzender Bobrowski sagte, zudem dauerten die Schulferien zum Teil noch an. Hier ein Überblick zur Gesamtsituation:

07:47 Uhr | Yeah! Wlan-Hotspots in Bitterfeld-Wolfen und Aschersleben

Gute Nachrichten in Sachen Digitalisierung: Die Stadt Bitterfeld-Wolfen kann ab heute mit freiem Wlan aufwarten. Oberbürgermeister Armin Schenk (CDU) wird am frühen Nachmittag die ersten Hotspots offiziell freigeben. Insgesamt wurden etwa 100.000 Euro investiert. Nach weiteren Infos der Stadt gehen zunächst sechs Stationen in Betrieb, acht weitere werden folgen. Das Wlan-Angebot ist für alle kostenlos.

Und auch in Aschersleben soll es mitten in der Stadt einen Wlan-Hotspot geben. Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) nimmt das Wlan für den Aschersleber Park in Betrieb.

07:22 Uhr | Erste Straßenbahn fährt in Magdeburg durch Tunnel-Baustelle

Die Tunnel-Baustelle in Magdeburg frisst seit Jahren ein Loch ins Verkehrsnetz für Magdeburg. Doch seit gestern ist das Straßenbahnnetz immerhin wieder gekittet. Denn: Die Bahnen konnten wieder über die neuen Gleise rollen und erstmals seit drei Jahren war der Hauptbahnhof wieder direkt zu erreichen. Gefreut hat das auch den ersten Straßenbahnfahrer, der die Ehre hatte, diese Route zu nehmen.

07:03 Uhr | Abschlussbericht der Sonderermittler zum Fall Jalloh wird heute vorgestellt

Zwei Sonderermittler waren mit dem Fall Jalloh noch einmal neu befasst: Jerzy Montag und Manfred Nötzel. Muss der Fall neu aufgerollt werden? Gibt es neue Erkenntnisse? Schon bevor der Abschlussbericht offiziell veröffentlicht ist, macht sich Ernüchterung breit. Zumindest Linken-Politikerin Henriette Quade glaubt nicht, dass der Bericht Aufschluss geben werde, "worüber er Aufschluss geben soll", wie sie sagte. Nach einem Bericht des "Spiegel", der vorab aus dem Papier zitiert, gibt es keine offenen Ansatzpunkte, um wegen Mordes oder Mordversuchs zu ermitteln. Zugleich sei die Festnahme rechtswidrig gewesen.

Diesen Freitag wird der Abschlussbericht vorgestellt. Die beiden Juristen, Montag und Nötzel, sollten im Auftrag des Landtages in Sachsen-Anhalt den Fall und die jahrelangen Ermittlungen bewerten. MDR SACHSEN-ANHALT fasst die wichtigsten Fragen zu dem Bericht zusammen.

06:56 Uhr | Blaue Stunde im Bergzoo Halle

Wenn Sie einen schönen Ausklang für den Abend suchen, vielleicht passt die "Magie der blauen Stunde" im Bergzoo Halle. Diese ist heute auf jeden Fall noch mal zu erleben, morgen dann zum letzten Mal für diesen Sommer. Wie es vom Bergzoo heißt, hat Direktor Dennis Müller die ursprünglich bereits zum Ferienschluss endende Aktion extra bis zum Wochenende verlängert. Es sei eine kleine Entschädigung für den Ausfall des beliebten Laternfestwochenendes.

Blick auf einen beleuchteten Park bei Nacht. Im Vordergrund Bäume. Im Hintergrund ein angeleuchteter Turm.
Wenn der Bergzoo leuchtet. Bildrechte: Bergzoo Halle

06:28 Uhr | Ehemaliges Krankenhaus und Kaufhaus in Halle unter dem Hammer

Interesse, ein Kaufhaus zu kaufen? Oder ein ehemaliges Krankenhaus? Dann dürfte die Mitteldeutsche Immobilien Herbstauktion in Leipzig interessant sein: Das ehemalige Krankenhaus in Roßlau kommt dort nämlich unter den Hammer. Mindestgebot 220.000 Euro. Auch ein benachbartes Bettenhaus mit Pförtnergebäude. Ein markantes Kaufhaus der Jahrhundertwende in der halleschen Innenstadt soll ebenfalls einen neuen Besitzer finden. Das denkmalgeschützte Haus in der Großen Ulrichstraße direkt gegenüber der Kulturinsel, hat eine wechselvolle Geschichte. Das ehemalige Kaufhaus Leonhardt & Schlesinger, 1896 erbaut, fällt vor allem durch seine Erker und Halbsäulen auf und hat eine Bleiglaskuppel. Das Mindestgebot hier: schlappe 2,2 Millionen Euro.

06:05 Uhr | IHK: Es fehlen Aufträge aus dem In- und Ausland

Wir blicken an diesen Freitagmorgen auch direkt auf eine Meldung aus der Wirtschaft. Denn, das Bild, das die Industrie- und Handelskammer (IHK) Magdeburg zeichnet, klingt unangenehm: Die Firmen in Sachsen-Anhalts schauen wegen der Corona-Krise skeptisch in die Zukunft. Wie die IHK weiter mitteilte, rechnet knapp die Hälfte der Unternehmen damit, dass sich die Geschäfte in den kommenden Monaten ungünstig entwickeln. Ausgehend vom Konjunkturbericht für das zweite Quartal ließe sich sagen: Es fehlen Aufträge aus dem In- , wie auch aus dem Ausland. Im Gastgewerbe sei die Geschäftslage so schlecht wie seit 20 Jahren nicht mehr. Bei 95 Prozent der Unternehmen dieser Branche gingen die Umsätze zurück. Auftragsrückgänge melde auch jede zweite Firma in der Industrie. Damit belastet die Pandemie weiter das wirtschaftliche Leben.

06:01 Uhr | Sensation in Siersleben: So erlebte die wiedereröffnete Grundschule den ersten Schultag

Gestern war Schulstart – und eigentlich überall war die Frage entscheidend, wie die Schulen mit Hygiene und Maskenpflicht umgehen, wegen Sars-CoV-2. Nur in Siersleben in Mansfeld-Südharz nicht: Dass die Schule überhaupt öffnete, war erst einmal DIE Sensation. Denn ein Gericht hatte erst am letzten Ferientag entschieden, dass sie offen bleiben kann, obwohl die Schließung schon längst besiegelt sein sollte. Der Grund: Ein juristischer Formfehler. Und während das Ganze bei Gericht anhängig war, wurden die Lehrer bereits umgesetzt. Eltern sprangen ein und besorgten Pensionäre. So lief der Start holprig.

05:36 Uhr | Auslosung DFB-Pokal: Termin steht – 1. FC Magdeburg trifft auf Darmstadt

Die erste Runde des DFB-Pokals war ja ausgelost worden, nun sind die Spiele terminiert: Der 1. FCM trifft auf SV Darmstadt 98 – das Spiel wird am 13. September ausgetragen. Anpfiff ist 18.30 Uhr.

05:32 Uhr | Haseloff verteidigt Sonderrolle – Sachsen-Anhalt sieht von Bußgeld bei Maskenverweigerern ab

Es deutete sich bereits seit Tagen an: Sachsen-Anhalt will bei neuen Auflagen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus zumindest ein Stück weit von der Linie von Bund und Ländern abweichen. Großveranstaltungen sollen ab September schrittweise mit einer größeren Gästezahl ermöglicht werden. Im Gespräch waren hier bereits Zahlen von bald bis zu 2.500 möglichen Besuchern in Stadien oder Konzerthallen. Soweit will man im Bund-Länder-Beschluss jedenfalls nicht gehen. Außerdem soll die Zahl bei Privatfeiern auf 50 möglichen Gästen liegen. Sofern fachkundig organisiert, kann die Zahl ab Sonnabend sogar bei bis zu 500 liegen.

Womit Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) die Vertreter der anderen Bundesländern zudem überrascht haben dürfte: Bei einem Bußgeld für Maskenverweigerer macht das Land nicht mit. Sonst einigte man sich auf mindestens 50 Euro bei Verstößen. Haseloff verteidigte die Entscheidung am Donnerstag in den Tagesthemen:

Reiner Haseloff
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wir haben seit Monaten klare Regularien, was den Mund-Nasen-Schutz anbelangt, und haben damit gute Erfahrungen gemacht, sonst hätten wir auch nicht diese niedrigen Infektionszahlen. Jetzt zu sagen, dass bei dieser niedrigen Infektionsquote eine Verschärfung der Regeln notwendig ist, das würde Akzeptanz kosten.

Ministerpräsident Reiner Haseloff

05:15 Uhr | Bissl Regen kann schon noch sein

Auch heute kann es stellenweise noch Wasser von oben geben. Aus dem MDR-Wetterstudio heißt es, dass es insgesamt aber einen Wechsel aus Wolken und längeren heiteren Abschnitten geben wird – mit Höchstwerten von 21 bis 25 Grad Celsius.

05:07 Uhr | Aufstehen!

Na, liegen Sie vielleicht noch im Bett und klicken sich durch einige morgendliche Nachrichten? Dann hier die gute Nachricht: Heute ist Freitag! Für viele steht das Wochenende an. Mein Name ist Mandy Ganske-Zapf und ich darf sie an diesem vorwochenendlichen Tag bis 11 Uhr mit den Nachrichten des Tages begleiten. Dabei blicken wir auch auf alles Wichtige, da seit gestern Abend passiert ist. Und nun: Wecker ausschalten, Schlummermodus verlassen und auf geht es :-)

Wenn Sie Feedback für uns haben, immer gern her damit! Lassen Sie uns gerne einen Kommentar unter diesem Ticker da oder schreiben Sie uns bei Twitter oder Facebook. #tickeriki

Über Themen aus dem Morgenticker berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR um 11 | 11:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19:00 Uhr

2 Kommentare

nie wieder cdu vor 13 Wochen

Merkel: "Das Virus ist eine demokratische Zumutung"
Nein Frau Bundeskanzlerin, sie sind eine Zumutung, dass RKI ist eine Zumutung.
Ist keiner willens oder in der Lage, die Zahlen richtig zu deuten.
Ca. 245 Personen die intensiv med. betreut werden und das bei getesteten ca. 900-Tausend in der Woche. Ihre Maßnahmen sind schon lange nicht mehr verhältnismäßig, ganz zu schweigen von Gerichtsurteilen. Jeder Polizist, jede Polizistin muss die Verhältnismäßigkeit prüfen. Das unterlassen dieser Prüfung wird von allen öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten und der Presse nicht hinterfragt.

Anni22 vor 13 Wochen

Jo, vielleicht denkt Herr Haseloff auch nur an die armen Kontrolleure. 50 Euro sind für viele viel Geld und das kann dann schnell eskalieren.

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