23.10.2020 | Sachsen-Anhalt am Morgen Krankenhäuser sehen sich gut auf weitere Intensivpatienten vorbereitet

Luca Deutschländer
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Der Freitagmorgen im Ticker zum Nachlesen: Krankenhäuser sehen sich gut auf mögliches Wachsen der Zahl der Intensivpatienten vorbereitet. Und: Auch der Burgenlandkreis ist nun offiziell Corona-Risikogebiet Sachsen-Anhalt will offenbar doch Strafen für Maskenmuffel einführen. Außerdem Thema: Militärkolonnen heute auf Bundesstraßen im Landkreis Stendal unterwegs.

Ein leeres Bett steht in der Intensivstation des Prosper Hospitals.
In Sachsen-Anhalt wurden seit Ausbruch der Pandemie 3.645 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Auf die wachsende Zahl von Intensivpatienten sieht die Krankenhausgesellschaft die Kliniken gut vorbereitet. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Das Wichtigste am Morgen:

10:57 Uhr | Schönes Wochenende!

Wie doch die Zeit vergeht: Es ist gleich schon wieder 11 Uhr – und nebenbei ja auch noch Freitag. Damit endet diese Morgenticker-Woche also schon wieder. Ich persönlich bin ganz froh, nach drei Wochen des nächtlichen Aufstehens am Stück kommende Woche im Spätdienst eingeteilt zu sein. Die gute Nachricht für Sie: Meine Kollegin Mandy Ganske-Zapf wird Sie ab Montag ebenso gut informiert (und sicher auch gut gelaunt) in die neue Woche schicken. Bis dahin wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende. Genießen Sie die Zeit, bleiben Sie gesund, machen Sie es sich schön. Bis zum nächsten Mal! Und gute Nacht von mir ;-)

10:49 Uhr | Tipps fürs Wochenende

Sie suchen noch eine Beschäftigung fürs Wochenende? Dafür haben Sie ja uns. Hier kommen ein paar Tipps für Ihr Wochenende:

  • In Lutherstadt Wittenberg beginnt heute Abend das 15. Renaissance-Musikfestival. Bis 1. November widmet sich das Festival dem kunst- und musikinteressierten Kurfürsten von Sachsen, Friedrich dem III. Dazu werden sich in Wittenberg laut Ankündigung bekannte Künstlerinnen und Künstler der Alte-Musik-Szene versammeln. Gespielt wird in der Schlosskirche, im Cranachhof und im Lutherhaus.
  • In Sangerhausen beginnen heute die "Herbst-Markttage". Sie sollen Ersatz für viele ausgefallene Feste sein. Angeboten werden Markthändler, Fahrgeschäfte, Straßenmusiker und Verpflegung. Außerdem sind die Geschäfte heute bis 20 Uhr und morgen bis 18 Uhr offen. Die Veranstaltung geht bis morgen, auf die Hygiene- und Abstandsregeln wird geachtet.
  • Im Mansfelder Land wird ab heute das Werkleitz-Festival gefeiert. Es steht unter dem Titel "Unter uns – Bildproduktion im Mansfelder Land". Geboten werden Installationen, Filmvorführen und Gespräche mit Expertinnen und Experten. Im Mittelpunkt werden Umbrüche und Perspektiven stehen, die den Ruf der Region als abgehängt und strukturschwach thematisieren.

Kurzer Blick noch aufs Wochenendwetter: Morgen selten Schauer und Sonne und Wolken im Wechsel, Sonntag viel Sonne und bis 19 Grad. Raus an die frische Luft also!

10:38 Uhr | Was heute außerdem wichtig wird

Worum geht's?
Wenn es um die Lebensqualität von Menschen geht, spielt dieses Thema immer wieder eine Rolle: die Mietpreise. In den großen Städten steigen die mitunter unerbittlich. Doch wie ist das hier in Sachsen-Anhalt? Dieser Frage ist mein Kollege Kevin Poweska nachgegangen – und hat sich dafür eine aktuelle Datenerhebung angesehen. Ergebnis: Nicht in Magdeburg oder Halle ist die Miete pro Quadratmeter am teuersten – sondern in Wernigerode.

Und wie sind die Preise dort?
Der Quadratmeter (Kalt)Miete in der Fachwerkstadt liegt bei 6,57 Euro – gefolgt von Magdeburg mit 6,04 Euro. Verglichen mit New York (60 Euro pro Quadratmeter) ist das zwar noch recht moderat – doch die Mietpreise sind auch in Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren stetig angestiegen.

Wo kann ich mehr dazu erfahren?
Im Laufe des Tages auf unserer Website. Dort erklären wir auch, warum Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert die Spitzenposition seiner Stadt mit den Worten "Opfer des eigenen Erfolgs" beschreibt.

10:21 Uhr | Gericht kippt Paritätsgesetz in Brandenburg – Debatte auch in Sachsen-Anhalt

Über den Nachrichtenticker ist vor wenigen Minuten diese Meldung hereingeflattert: Das sogenannte Paritätsgesetz aus Brandenburg ist nichtig. Das hat das Verfassungsgericht soeben in Potsdam mitgeteilt. Das Gesetz war 2019 vom Brandenburger Landtag beschlossen worden. Es hatte vorgeschrieben, dass künftig abwechselnd gleich viele Frauen und Männer auf den Listen für den Landtag kandidieren müssen. Interessant ist das auch, weil in Sachsen-Anhalt lange über ein solches Gesetz diskutiert worden war. Erst kürzlich war ein Gutachten aber zu dem Schluss gekommen, dass ein solches Gesetz auf Landes- oder Kommunalebene nicht ohne Änderung der Verfassung auf Bundesebene in Betracht kommt.

10:15 Uhr | Kunstmuseum Moritzburg zeigt Rundgang wieder komplett

Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle ist ab morgen wieder in voller Schönheit für Besucherinnen und Besucher eröffnet. Nach fast drei Jahren seien die Räume des historischen Talamtes wieder rundum saniert in den Rundgang eingebunden, sagte Museumschef Thomas Bauer-Friedrich – komplett barrierefrei, wie sich versteht. Man biete nun einen kompletten Rundgang durch 800 Jahre Kunstgeschichte. Und doch würde sich das Museum Moritzburg gern noch weiter entfalten, wie Bauer-Friedrich sagt. Wenn entsprechende Pläne umgesetzt würden, werde man weitermachen. "Langweilig wird uns nicht", sagte der Galerie-Chef.

Tickets vor dem Besuch online kaufen

Das Kunstmuseum ist sonnabends und sonntags von 10 Uhr bis 13 Uhr und von 14 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. In der Zwischenzeit wird das Haus gereinigt. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, ihr Ticket vor dem Besuch online zu kaufen.

09:56 Uhr | Bürgerräte, um die Demokratie zu stärken

Mit Bürgerräten die Demokratie stärken – das hat jetzt Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) vorgeschlagen. Seine Idee: Per Los sollen Menschen in einen Rat berufen werden, der sich dann mit strittigen Themen befasst. Die Grünen bei uns in Sachsen-Anhalt können dieser Idee viel abgewinnen. Fraktionschefin Cornelia Lüddemann hatte erst vorige Woche im Landtag davon gesprochen, es müsse wieder mehr in die Demokratie investiert werden. Im MDR-Interview sagte sie nun, Bürgerräte seien eine sehr praktische Möglichkeit, "wo Menschen erleben können, dass meine Meinung nicht nur gefragt ist, sondern direkt in das parlamentarische Geschehen einfließt".

Im Magdeburger Stadtrat sieht man das allerdings skeptisch – warum, haben wir hier für Sie notiert.

09:42 Uhr | FCM: Nur noch mit Mund-Nasen-Schutz ins Stadion

Gestern war er unterbrochen worden, nun hat der 1. FC Magdeburg den Vorverkauf für das Heimspiel morgen gegen Wehen Wiesbaden fortgesetzt. Wie der Verein heute Morgen mitteilte, sind wieder Tickets erhältlich. Voraussetzung sei, dass während des kompletten Spiels und ab dem Betreten des Stadions ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss. Laut FCM sind wie geplant 7.500 Gäste im Stadion zugelassen.

09:28 Uhr | Protest für Erhalt der Lungenklinik in Ballenstedt

Mehrere Menschen ziehen bei einem abendlichen Protestmarsch mit Bannern durch Ballenstedt.
Sie wollen seine Verlagerung der Lungenklinik nicht hinnehmen. Bildrechte: MDR/Swen Wudtke

In Ballenstedt haben am Abend rund 700 Menschen für den Erhalt der Lungenklinik in der Stadt protestiert. Grund ist ein Gutachten des Harzklinikums, das eine Verlagerung der Lungenklinik ins Krankenhaus nach Quedlinburg empfiehlt. Ballenstedts Bürgermeister Michael Knoppik sagte, eine Verlagerung der 160 Arbeitsplätze weg aus Ballestedt wäre ein schlechtes Zeichen – zumal daran auch Aufträge für Handwerker- oder Zulieferfirmen hingen. Den Entscheidern warf Knoppik vor, wenig Fingerspitzengefühl an den Tag zu legen. Die aktuelle Corona-Lage, so legten Knoppiks Worte nahe, sei nicht der beste Zeitpunkt für eine solche Diskussion.

09:09 Uhr | Zukunft von Cinestar-Kino in Magdeburg offenbar weiter unklar

Vor einem geschlossenen Kino hängt eine leere Schautafel.
Ungewisse Zukunft: Das Cinestar in Magdeburg, aufgenommen im Frühjahr während des ersten Aufflammens der Pandemie Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Wie geht es weiter mit dem Cinestar-Kino am Pfahlberg in Magdeburg? Diese Frage lässt sich (noch) nicht beantworten. Denn nach der Übernahme durch den Konkurrenten Cinemaxx ist klar, dass das Kino am Stadtrand an einen anderen Betreiber verkauft werden muss. Das regelt eine Auflage des Bundeskartellamtes, um eine Monopolstellung zu verhindern. Eigentlich ist diese Verkaufsfrist inzwischen aber abgelaufen, schreibt heute die Magdeburger Volksstimme. Ein Sprecher des Kartellamtes sagte der Zeitung, die Frist sei nun verlängert worden. Warum, dazu gab es keine Angaben. Kinos haben es Corona-bedingt ohnehin schwer: Monatelang blieben sie dicht, auch jetzt sind Besuche im Kino nur bei Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln möglich. Das sorgt für Einbußen in der Kasse.

08:44 Uhr | Krankenhäuser gut auf Intensivpatienten vorbereitet

Die Krankenhausgesellschaft in Sachsen-Anhalt sieht die Kliniken im Land gut vorbereitet auf die steigende Zahl von Patienten, die möglicherweise intensivmedizinisch betreut werden müssen. Der Präsident der Gesellschaft, Wolfgang Schütte, sagte uns, aktuell seien landesweit etwa 1.000 Intensivbetten in Betrieb – 750 davon seien ausgelastet. Zwölf dieser Intensivbetten seien aktuell von Patienten belegt, bei denen eine Erkrankung mit Covid-19 nachgewiesen wurde, meldete gestern das Gesundheitsministerium. Fünf von ihnen würden beatmet. Wolfgang Schütte von der Krankenhausgesellschaft erklärte, die Zahl der Intensivbetten könne innerhalb kurzer Zeit um 400 erweitert werden.

Wir haben im Moment eine Situation, wo wir sehr schnell reagieren können.

Wolfgang Schütte Präsident der Krankenhausgesellschaft

Laut Gesundheitsministerium liegt die Zahl der aktuell Infizierten in Sachsen-Anhalt bei 817.

08:25 Uhr | Eine Kirche auf Reisen...

Das werden noch sehr interessante Bilder, die wir in den kommenden Monaten aus Stiege im Landkreis Harz zu sehen bekommen – jede Wette. Dort wird die komplette Kirche nämlich umgesetzt. Raus aus dem Wald, rein in den Ort. Jahrelang wurde geplant, jahrelang wurden Spenden für die großen Pläne gesammelt. In dieser Woche hat nun der Umzug begonnen.

Unsere Harzreporterin Elke Kürschner hat ein paar Bilder gebracht.

Gotteshaus wird umgesetzt Umzug von Stabkirche in Stiege hat begonnen

Blick auf die Stabkirche in Stiege
Jahrelang wurde geplant, in dieser Woche nun hat der Umzug der Stabkirche in Stiege begonnen. Das 1905 erbaute denkmalgeschützte Gotteshaus war in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel von Einbrechern und Vandalen. Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Blick auf die Stabkirche in Stiege
Jahrelang wurde geplant, in dieser Woche nun hat der Umzug der Stabkirche in Stiege begonnen. Das 1905 erbaute denkmalgeschützte Gotteshaus war in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel von Einbrechern und Vandalen. Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Männer tragen eine Bank aus einer Kirche.
Mit der Versetzung der Kirche nach Stiege soll das Kleinod gerettet werden. In dieser Woche begannen Helferinnen und Helfer damit, die beweglichen Elemente aus der Kirche herauszuholen – allen voran die Kirchenbänke. Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Männer stehen rund um mehrere Kirchenbänke verteilt, die im Freien stehen.
Sie werden jetzt erst einmal zwischengelagert. Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Mehrere Kirchenbänke stehen im Freien.
Der Umzug einer kompletten Kirche kostet viel Geld. Möglich gemacht wird er durch viele private Spenden, Geld vom Bund und von Stiftungen. Ihnen allen danke man sehr, sagte Vivien Pförtner vom Verein "Stabkirche Stiege" MDR SACHSEN-ANHALT. Dass der Umzug nun beginnen könne, sei eine große Freude für die Mitglieder des Verens. Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Männer tragen eine Kirchenbank auf einen Laster.
Wenn alles klappt wie geplant, soll die Stabkirche Ende August 2021 an ihrem neuen Ort stehen und wieder für Besucherinnen und Besucher öffnen.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 22.10.2020 | 13:40 Uhr

Quelle: MDR/ld
Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
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08:11 Uhr | Gebäude von jüdischer Gemeinde in Halle mit Graffiti beschmiert

In Halle haben Unbekannte in der vergangenen Nacht ein Gebäude der jüdischen Gemeinde mit Graffiti beschmiert. Laut Polizei waren die Schriftzüge nicht leserlich. Man könne deshalb noch keine Angaben über mögliche Hintergründe machen. Es werde wegen Sachbeschädigung ermittelt. Erst am Dienstag dieser Woche hatten Polizeibeamte Schmierereien an einem jüdischen Denkmal in der Saalestadt entdeckt. An diesen Ermittlungen ist auch der Staatsschutz beteiligt.

07:53 Uhr | Deutlich weniger Einbrüche – wegen Corona?

nachgestellte Szene: Einbrecher in der Nacht
In Sachsen-Anhalt wurden in den vergangenen Monaten deutlich weniger Einbrüche als üblich registriert. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Schöning

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Einfamilienhäuser zuletzt deutlich gesunken. Das teilte das Landeskriminalamt mit – ohne konkrete Zahlen zu nennen. Die Statistik für 2020 werde erst im kommenden Jahr erstellt, hieß es. Möglicher Grund für den Rückgang sei die Coronavirus-Pandemie. Wegen ihr seien die Menschen häufiger zu Hause gewesen, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes. Einen weiteren Grund für den Rückgang der Zahlen sehen die Kriminalisten in ihrer Präventionsarbeit. In Sachsen-Anhalt ist ein "Präventionsmobil" regelmäßig unterwegs, um Menschen unter anderem über Einbruchsschutz zu informieren.

07:36 Uhr | Trotz Corona: Weihnachtsmarkt in Magdeburg wie geplant

Corona hin oder her – in Magdeburg soll der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr wie geplant über die Bühne gehen. Das hat der Chef der Weihnachtsmarkt GmbH, Paul-Gerhard Stieger, jetzt bekräftigt. Stieger sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Stadt habe zusätzliches Geld für den Markt bereitgestellt. Unter anderem soll die Fläche des Marktes in diesem Jahr vergrößert werden – damit Abstände eingehalten werden können. Auch in Quedlinburg, Wernigerode und Halberstadt sollen die Weihnachtsmärkte wie geplant gefeiert werden. Halle will kommende Woche noch einmal darüber beraten.

07:17 Uhr | EU-Agrarreform: Umweltministerin Dalbert enttäuscht

Die Beschlüsse der EU-Agrarminister zu einer gemeinsamen Agrarreform? "Enttäuschend", findet Sachsen-Anhalts Umweltministerin Claudia Dalbert von den Grünen. Dalbert sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es brauche einen Systemwechsel. Fördergeld für die gemeinsame Agrarpolitik dürfe nicht mehr primär nach der Größe der bewirtschafteten Flächen ausgezahlt werden, verlangte sie. Stattdessen müsse sich die Auszahlung von Fördergeld stärker an der Frage orientieren, ob Umwelt- und Klimaschutz umgesetzt würden. Dalbert sagte, zwei Drittel der EU-Zahlungen an Landwirte hingen von der Größe der bewirtschafteten Fläche ab, weniger vom ökologischen Wirtschaften.

Kurz erklärt: Was die EU-Agrarminister beschlossen haben

In der diesen Mittwoch beschlossenen Agrarreform steht unter anderem, dass Länder die Auszahlung von Direktzahlungen der EU an die Teilnahme von Landwirten an Umweltprogramme knüpfen. Idee dahinter: Betriebe sollen zusätzliches Geld bekommen, wenn sie über grundlegende Klima- und Umweltauflagen hinausgehen. Grundsätzlich sollen künftig 20 Prozent der Direktzahlungen für sogenannte Öko-Regelungen genutzt werden.

06:56 Uhr | Gegen Gewalt und Diskriminierung: Fußballverband richtet Aufnahmestelle ein

Sachsen-Anhalts Fußballverband hat eine zentrale Aufnahmestelle für Gewalt und Diskriminierung und für den Kinder- und Jugendschutz eingerichtet. Wie der Verband mitteilte, war es zuletzt immer wieder zu Vorfällen von Gewalt und Diskriminierung auf den Fußballplätzen gekommen. Von einigen habe man nur über Umwege erfahren. Die neu eingerichtete Aufnahmestelle soll Beratung und Schulungen bieten – außerdem die Möglichkeit, Verdachtsfälle zu melden. Fußball müsse allen zugänglich gemacht werden und ein faires und sicheres Umfeld schaffen.

Gestern ist im Fußball-Landespokal übrigens das Achtelfinale ausgelost worden. Die Paarungen haben wir hier für Sie.

06:34 Uhr | Nun offenbar doch Strafen für Maskenverweigerer

Eine Maske liegt auf gepflastertem Boden.
In Sachsen-Anhalt sollen nun doch Bußgelder für Maskenverweigerer möglich sein. Bildrechte: MDR/Michael Frömmert

Sachsen-Anhalt ist bei den Corona-Einschränkungen bislang einen Sonderweg gegangen. Ein Bußgeld für Maskenverweigerer, gängig in jedem anderen Bundesland? Hielt die Haseloff-Regierung für nicht nötig. Die Menschen hier hielten sich besser als anderswo an die Regeln, begründete er zuletzt. Über diese Aussage kann man sicherlich streiten – doch vielleicht wird das gar nicht mehr nötig sein. Wie die Volksstimme heute schreibt, sollen Städte und Landkreise in Sachsen-Anhalt ab nächster Woche Mittwoch eigenhändig entscheiden dürfen, ob sie Verwarn- oder Bußgelder verhängen. Man wolle einen "Instrumentenkoffer vorhalten und zugleich die große Unterschiedlichkeit im Land berücksichtigen", sagte Haseloff der Volksstimme. Beschlossen werden soll diese Möglichkeit nächsten Dienstag auf der Sitzung der Landesregierung.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Städte und Kreise unterschiedlich damit umgehen dürften: Während Halle etwa ein Bußgeld für Maskenmuffel verhängen will, lehnt Magdeburg das bislang ab.

06:20 Uhr | Achtung, Wildwechsel!

Der Herbst ist da und ich persönlich hatte ganz verdrängt, dass in der Nacht zu Sonntag die Uhren auf Winterzeit gestellt werden (Infos dazu hier). Was das bedeutet, ist ja klar: Es ist morgens länger hell und nachmittags früher dunkel. Somit steigt auch die Gefahr von Wildunfällen. "Da muss man aufpassen", betonte Dessaus Kreisjägermeister Michael Mitsching – vor allem in wald- und wildreichen Bezirken wie zum Beispiel Anhalt und Wittenberg. Allein dort gibt es im Jahr etwa 2.500 Wildunfälle – Unfallursache Nummer 1.

05:57 Uhr | Burgenlandkreis ist Corona-Risikogebiet – Rosenmontagszug in Halle abgesagt

Das war abzusehen: In Sachsen-Anhalt gibt es nun zwei Landkreise, die offiziell sogenanntes Corona-Risikogebiet sind. Das bedeutet, dass der Wert der Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner höher als 50 ist (7-Tage-Inzidenz) – das ist seit gestern Nachmittag auch im Burgenlandkreis der Fall. Dort hatte die 7-Tage-Inzidenz gestern schon knapp unter 50 gelegen, nun sind es 52,6. Und der Landkreis hatte ja ohnehin schon vorgesorgt und bereits vorgestern strengere Regeln erlassen, um die Pandemie einzudämmen. Das betrifft unter anderem private Feiern, die nur noch mit 15 statt mit 25 Personen gefeiert werden dürfen.

Neben dem Burgenlandkreis ist auch das Jerichower Land mit einer 7-Tage-Inzidenz von 64,7 offiziell Corona-Risikogebiet, in Sachsen-Anhalt gefolgt von Halle mit einer Inzidenz von 44. In der Saalestadt gilt seit gestern unter anderem in der Altstadt eine Maskenpflicht im Freien.

So reagieren Hallenser auf die Maskenpflicht in der Fußgängerzone

Eine Frau mit Mund-Nasen-Schutz in Halles Innenstadt.
"Ich habe von der Maskenpflicht erst von einer anderen Passantin erfahren. Ich kriege zwar schlecht Luft unter der Maske, halte es aber generell für richtig." Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE
Eine Frau mit Mund-Nasen-Schutz in Halles Innenstadt.
"Ich habe von der Maskenpflicht erst von einer anderen Passantin erfahren. Ich kriege zwar schlecht Luft unter der Maske, halte es aber generell für richtig." Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE
Ein Mann in Halle auf dem Bahnhofsvorplatz.
"Ich finde die Maskenpflicht richtig. Wenn man bedenkt, wie aktuell die Zahlen sind und wie die Corona-Kurve nach oben schnellt, finde ich auch das Bußgeld gerechtfertigt. Ich meine, das beeinflusst ja das gesamte öffentliche Leben und im Endeffekt auch die Wirtschaft. Es gibt ja schon genug Apelle und scheinbar wollen die Leute das leider nicht lernen. Es gibt auch nach wie vor Leute, die sagen, man kann durch die Maske nicht atmen, was einfach nicht stimmt. Ich bin gerade auch fünf Stunden mit Maske Zug gefahren und ich lebe noch." Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE
Eine Frau auf einer Straße in Halle.
"Ich denke, das sind angemessene Maßnahmen. Ich finde es für mich ok und angesichts dessen, dass die Alternative ein Lockdown wäre, denke ich, ist es eine gute vorbeugende Maßnahme. Ich denke auch, dass es Maßnahmen geben muss, um eine gewisse Einhaltung zu erwirken. Ob das eine Geldstrafe sein muss, weiß ich nicht, aber ich glaube, dass es sonst schwierig wird, das durchzusetzen." Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE
Eine Mann mit Mund-Nasen-Schutz in Halle auf dem Bahnhofsvorplatz.
"Es geht nicht um das eigene Wohl, sondern um das der anderen Leute. Und wenn sich alle daran halten, dann kriegt man das gut in den Griff. Und das ist wirklich kein Akt, die Masken aufzuziehen. Das Bußgeld ist in dem Fall ähnlich wie beim Schwarzfahren, es ist auch eine simple Regel, die jeder einhalten kann und damit die Leute das auch wirklich lernen, muss es auch eine Strafgebühr geben." Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE
Eine Mann mit Mund-Nasen-Schutz in Halle vor einem Auto.
"Wenn es sein muss? Warum denn nicht? Wenn es allen nützt. Es müssen sich nur alle dran halten. Ich finde es auch richtig, dass das Ordnungsamt rumläuft und guckt, weil es gibt immer welche, die keine Maske tragen und das finde ich nicht richtig." Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE
Eine Frau mit Mund-Nasen-Schutz in Halle vor einem Auto.
"Es ist nicht unbedingt schön. Man sieht nicht, wenn jemand spricht, auch die Brille läuft an. Ich finde es etwas übertrieben. Man macht nur noch das Nötigste in der Stadt." Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE
Ein Paar mit Mund-Nasen-Schutz in Halle vauf dem Marktplatz.
"Wir finden das gut, weil wir ja auch nicht infiziert werden möchten und es auch keinem zumuten wollen. Bis die Pandemie vorbei ist, ist es in Ordnung." Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE
Eine Frau in Halle vor einer Unterführung.
"Ich bin von der Maskenpflicht befreit, weil ich ein ärztliches Attest habe. Aber ich versuche als Alternative Abstand zu halten. Die Maskenpflicht finde ich aber gut." Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE
Alle (8) Bilder anzeigen

Insgesamt haben sich seit Ausbruch der Pandemie 3.645 Menschen in Sachsen-Anhalt nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Allein gestern waren knapp 150 Fälle hinzugekommen.

Eine bedauerliche (wenn auch erwartbare) Nachricht gibt es inzwischen aus Halle: Der Rosenmontagsumzug in der Stadt wird kommendes Jahr ausfallen. Das gilt auch für den Saalekreis. Ingo Küßner, Chef des Karnevalsvereins, sagte, die Entscheidung habe man schweren Herzens, aber einstimmig getroffen. Es sei unmöglich, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Auch der Auftakt der Session am 11.11. wird deshalb nicht gefeiert. Vorige Woche hatte bereits Köthen seinen Umzug zu Rosenmontag abgesagt.

Eine Gruppe junger Männer in roten Spielmannszuguniformen. In der Mitte steht eine Person im Gorillakostüm und hälte einen Käfig in der Hand, in dem ebenfalls eine Person sitzt.
Bilder wie dieses wird es zum Rosenmontag 2021 aus Halle nicht geben. Bildrechte: MDR/Fabian Brenner

05:45 Uhr | Militärkolonnen heute im Landkreis Stendal unterwegs

Auf den Bundesstraßen 188 und 189 im Landkreis Stendal wird es heute voll: Dort sollen von morgens bis nachmittags 150 Militärfahrzeuge die Straßen queren. Grund ist die Bundeswehrübung "Heidesturm" auf den Truppenübungsplätzen Klietz und Altmark. Der Landkreis Stendal teilte mit, bei den "Marschbewegungen im öffentlichen Raum" seien bis zu 600 Soldatinnen und Soldaten unterwegs. Sie wollen von Klietz aus bei Storkau die Elbe queren und dann weiter in Richtung Colbitz-Letzlinger-Heide ziehen. Dort, auf dem Truppenübungsplatz Altmark, soll das Manöver weitergehen. Also: Bitte nicht erschrecken!

05:39 Uhr | Dicke Wolken, Regen und so gut wie keine Sonne

Gestern hat der Oktober uns noch mal schön verwöhnt – aber nur kurz. Sie werden gleich wissen, wovon ich rede. Über Nacht ist ein Regengebiet über Teile von Sachsen-Anhalt gezogen. Und wenn es heute nicht regnet, dann dominieren dichte Wolken unseren Himmel. Sonne gibt es kaum, die Höchstwerte liegen bei 14 bis 18 Grad.

Und hier kommen die aktuellen Temperaturen bei uns im Land:

05:28 Uhr | Pferd im Jerichower Land nicht von Wolf getötet

Totes Pferd liegt auf einer Wiese.
Das tote Pferd war im September gefunden worden. (Archivfoto) Bildrechte: privat

Hat ein Wolf ein Pferd auf einer Weide bei Möckern getötet? Diese Befürchtung hatte Ende September im Jerichower Land die Runde gemacht. Nun ist klar: Nein, der Wolf hat besagtes Pferd nicht getötet. Nach Angaben des Landesamtes für Umweltschutz litt das Tier unter "krankhaften Abmagerungen in Kombination mit einer Beeinträchtigung des Herz-Kreislauf-Systems und der Atemfunktion". Das sei tödlich gewesen.

Die am Pferd gefundenen Rissspuren sind nach Einschätzung von Pathologen erst nach dem Tod des Tieres durch den Wolf verursacht worden.

05:14 Uhr | Die aktuelle Corona-Lage: Keine neuen Regeln für Magdeburg, bundesweit 11.242 Neuinfektionen

Im März haben wir alle gedacht an Ostern ist wieder alles gut. Dann haben wir an Pfingsten gemerkt, dass noch nicht alles gut war. Und jetzt wissen wir, an Weihnachten ist auch noch nicht alles gut.

Lutz Trümper Oberbürgermeister von Magdeburg

Die Worte von Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) würden sicher viele von uns unterschreiben. Und obwohl "an Weihnachten auch noch nicht alles gut ist", werden die Corona-Regeln in der Landeshauptstadt vorerst nicht verschärft – obwohl die Stadt gestern bei der sogenannten 7-Tage-Inzidenz den Schwellenwert 35 überschritten hat. In Magdeburg haben sich laut Stadtverwaltung in den vergangenen sieben Tagen 36 von 100.000 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

  • Trümper sagte, er wolle nach Absprache mit Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) auf die neue Landesverordnung warten. Sie soll kommenden Dienstag beschlossen werden. Er halte nichts davon, "alle zwei Tage" für jeden Kreis neue Regeln zu formulieren, erklärte das Stadtoberhaupt. Trümper sprach sich außerdem gegen pauschale Maßnahmen wie beim bundesweiten Teil-Shutdown im Frühjahr aus.
  • Die Menschen in Sachsen-Anhalt fühlen sich von den Corona-Maßnahmen nur leicht oder gar nicht eingeschränkt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage eines Berliner Marktforschungsinstitutes. Demnach sagen rund 65 Prozent der Befragten, sie fühlten weniger stark oder gar nicht belastet. Schlecht bewertet wird das Corona-Management im Bildungssystem. Die Studie war im September von der Linksfraktion im Landtag in Auftrag gegeben worden. Befragt wurden rund 1.000 Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter.


  • Bundesweit sind in den vergangenen 24 Stunden 11.242 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das zeigen Zahlen des Robert Koch-Institutes heute Morgen. Die Zahl der Neuninfektionen ist verglichen mit gestern leicht gesunken. Sie hatte bei 11.287 gelegen.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung bundesweit 60 Impfzentren. Spahn habe die Landesregierungen aufgefordert, bis Mitte November konkrete Adressen für solche Zentren zu nennen. Der Minister hält es demnach für möglich, dass in Deutschland bis Ende des Jahres ein Impfstoff zugelassen wird. Die Mainzer Firma Biontech stehe kurz vor einer Zulassung.
  • Urlaub in Dänemark adé: Urlauber aus Deutschland dürfen ab sofort nicht ohne "triftigen Einreisegrund" nach Dänemark fahren. Das hat die Regierung mitgeteilt. Ausnahmen soll es für die Menschen in Schleswig-Holstein geben.

RKI-Präsident Wieler: Neue Infektionen in allen Altersgruppen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt – auch, weil deutlich mehr getestet wird als noch im Frühjahr. Der Präsident des Robert Koch-Institutes, Lothar Wieler, hat aber klargestellt, dass die Zahl der Neuinfektionen nicht nur deshalb steigt. Wieler sagte, vor elf, zwölf Wochen seien unter ein Prozent der Getesteten positiv gewesen. "Wir testen seitdem relativ gleich hohe Zahlen pro Woche." Inzwischen liege der Wert der positiv Getesteten aber bei mehr als drei Prozent, so Wieler. Die Infektionszahlen stiegen in sämtlichen Altersgruppen.

05:03 Uhr | Ihr Nachrichten-Update am Freitag

Freitag! Einen schönen guten Morgen an diesem 23. Oktober 2020. Ich hoffe, Sie sind gut aus dem Bett gekommen und lassen sich den ersten Kaffee des Tages schmecken (ich bin bei Nummer 2 angekommen). Luca Deutschländer ist mein Name und im Morgenticker von MDR SACHSEN-ANHALT versorge ich Sie bis 11 Uhr mit den Meldungen, die Sie heute in Sachsen-Anhalt kennen sollten. Bereit? Na dann: Auf geht's!

Über Themen aus dem Morgenticker berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR um 11 | 11:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19:00 Uhr

1 Kommentar

Grosser Klaus vor 5 Wochen

Man muss andere Meinungen aushalten können, ohne gleich mit gefühlsmäßigen Mutmaßungen niedergeschrien zu werden. Und als Verweigerer, Verschwörungstheoretiker in die Ecke der wirklichen Verfassungsfeinde in eine Ecke gestellt zu werden.
Ein Hoch auf die letzten 30 Jahre, indem bisher solcher Diskurs auch kontrovers möglich war. Die Älteren erinnern sich!
Kritisches liberales hinterfragen gegen Duckmäusertum, vorauseilenden Gehorsam & Denunziantentum, mit der zugehörigen Hygiene und den minimalen Regeln die ein Leben außerhalb der vier Wände und der Arbeit lebenswert erhalten. Damit Social Distancing bei der Bevölkerung nicht überschaubare psychische Störung hervorruft die am Ende einen größeren Schaden der allgemeinen Gesundheit hervorrufen.

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