03.07.2020 | Der Morgenticker für Sachsen-Anhalt Tönnies-Schlachthof in Weißenfels: 1.014 Corona-Tests bislang negativ

Luca Deutschländer
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Heute im Morgenticker: Im Tönnies-Schlachthof in Weißenfels sind die ersten 1.014 Tests auf das Coronavirus negativ. Und: 14.000 Unterschriften für Erhalt der Kinderklinik in Gardelegen übergeben. Außerdem Thema bei uns: Der Bundestag hat ein Gesetz gegen Gaffer beschlossen. Wer Unfalltote filmt oder fotografiert, muss mit hohen Strafen rechnen.

Proben für Corona-Tests werden im Diagnosticum-Labor in Plauen für die weitere Untersuchung vorbereitet.
Bei dem Corona-Massentest bei Tönnies in Weißenfels gibt es bislang keine Corona-Befunde. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Das Wichtigste am Morgen:

10:59 Uhr | "Zeitspender" gesucht!

Sind Sie ein "Zeitspender"? Dann sind Sie vermutlich ein guter Mensch. Was ein "Zeitspender" ist? Die Tafeln im Land haben eine Antwort: "Zeitspender" sind die Menschen, die sich ehrenamtlich für die Tafel engagieren. Es sind Menschen wie Uwe Josupeit, der sich bei den Tafeln in Quedlinburg, Halberstadt und Wernigerode engagiert.

Wenn ich Zeit habe, gebe ich gerne etwas davon ab.

Uwe Josupeit Ehrenamtlicher bei der Tafel

Zeit spenden für die Tafel – das bedeutet nicht nur Lebensmittel packen oder ausliefern, sondern auch mit Menschen zu sprechen und ihnen so etwas Hoffnung auf den Weg zu geben. Andere „Zeitspender“ berichten, dass ihnen das viel gibt. Vielleicht ist das ja auch etwas für Sie. Die Tafeln im Land freuen sich jedenfalls.

Lebensmittel
Die Tafeln suchen "Zeitspender". Bildrechte: MDR/Roland Jäger

Mit diesen Aussichten entlasse ich Sie ins Wochenende. Es war mir eine Freude, diese Woche den Ticker für Sie zu schreiben. Jetzt wünsche ich gute Erholung und eine schöne Zeit. Montagmorgen ist hier mein Kollege André Plaul für Sie da. Machen Sie’s gut!

10:46 Uhr | Was heute außerdem wichtig wird

Test aller Mitarbeiter im Tönnies-Werk Weißenfels
Bei Tönnies in Weißenfels werden seit Dienstag alle 2.200 Mitarbeiter auf Corona getestet. Heute kommen die Testergebnisse. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Worum geht's?
Ich möchte mit Ihnen noch einmal über Tönnies und den Standort in Weißenfels sprechen. Dort läuft seit Dienstag ein groß angelegter Corona-Massentest in der Belegschaft. So hatte der Landkreis es angeordnet. Über die (erste) gute Nachricht haben wir ja schon den ganzen Morgen berichtet: Bislang sind alle 1.014 Testergebnisse negativ.

Und jetzt?
Jetzt stellt sich die Frage: Was ist mit den weiteren gut 1.000 Abstrichen. Sind auch sie negativ? Informationen dazu erwarten wir heute Nachmittag ab 15 Uhr. Der Burgenlandkreis hat zur Pressekonferenz in Naumburg eingeladen und wird dort wohl verkünden, wie es um die Ergebnisse der übrigen Corona-Tests bestellt ist.

Wo kann ich mehr darüber erfahren?
Natürlich bei uns. Auf unserer Website werden wir die Pressekonferenz ab 15 Uhr streamen. Sie können also zuschauen. Im Anschluss informieren wir Sie online ebenso wie in Hörfunk und Fernsehen.

10:27 Uhr | Neue Tanklöschfahrzeuge für drei Feuerwehren im Land

In Sachsen-Anhalt haben die ersten drei Feuerwehren neue Tanklöschfahrzeuge bekommen. Das hat das zuständige Innenministerium heute Morgen mitgeteilt. Die gut 300.000 Euro teuren Fahrzeuge wurden demnach in Ulm gebaut und jetzt an die Wehren in Barleben, Wanzleben und Halberstadt übergeben. Weitere sieben dieser Fahrzeuge sollen bis Anfang September gebaut und ausgeliefert werden.

Eckdaten: Das TLF 3.000 in Zahlen

Das Tanklöschfahrzeug TLF 3.000 bietet Platz für sechs Personen. Im Tank können bis zu 4.000 Liter Löschwasser mitgenommen werden. Gebaut wurden die Fahrzeuge nach den technischen Vorgaben des Landes Sachsen-Anhalt. Sie haben einen Einzelwert zwischen 300.000 und 330.000 Euro.

10:14 Uhr | Nach dem Klassenerhalt: Was jetzt bei HFC und FCM ansteht

Erleichterung in Magdeburg wie in Halle: Die Fußball-Klubs beider Städte spielen auch kommende Saison in der 3. Liga. Das war in den vergangenen Wochen und Monaten alles andere als gewiss. Aber: Die Trainerwechsel bei Hallescher FC und 1. FC Magdeburg zum Ende der Spielzeit haben offenbar gefruchtet. Meine Sport-Kollegen Oliver Leiste und Daniel George analysieren, wie es zur Rettung gekommen ist – und erklären auch, was jetzt passieren muss.

09:59 Uhr | Das Wochenend-Wetter für Sachsen-Anhalt

Das Wochenende rückt näher – und vielleicht wollen Sie einen Ausflug machen. Dann kommt hier die gute Nachricht: Das Wetter wird Ihnen dabei kaum im Wege stehen. Morgen sind laut Deutschem Wetterdienst bis zu 27 Grad möglich, dazu soll es heiter bis wolkig sein. Sonntag gibt’s dann mehr Wolken und ab und an auch Regen, dazu 24 bis 27 Grad. Vorsichtig bitte auf dem Brocken: Dort ist schon morgen stürmischer Wind möglich – für Sonntag rechnen die Meteorologen mit schweren Sturmböen auf dem Brocken. Bitte aufpassen!

Blick auf den Brockengipfel
So idyllisch wie auf diesem Bild wird es am Wochenende auf dem Brocken eher nicht. Bildrechte: Thomas Kersten

09:27 Uhr | Unbekannter schießt im Altmarkkreis auf mehrere Katzen

In Rohrberg im Altmarkkreis Salzwedel hat ein Unbekannter offenbar aus nächster Nähe auf Katzen geschossen. Das hat der Landkreis jetzt mitgeteilt – und im Namen des Veterinäramtes um Hinweise gebeten. Hintergrund: In den vergangenen Wochen wurden in der Schulstraße in Rohrberg mehrfach Katzen mit schweren Augenverletzungen gefunden. Ein Tier wurde eingeschläfert. Bei einer anderen Katze musste das Auge bei einer OP entnommen werden.

PS: Der Altmarkkreis hat auch ein Foto einer schwerverletzten Katze veröffentlicht, das ich an dieser Stelle aus guten Gründen nicht zeigen möchte. Seien Sie gewiss: Es sieht schlimm aus.

09:19 Uhr | Blick in die Fußball-Welt: Sané-Transfer zu Bayern ist perfekt

Zwischendrin eine Info für alle Fußball-Freunde: Der seit Monaten gehandelte Transfer von Nationalspieler Leroy Sané zu Rekordmeister FC Bayern München ist endgültig perfekt. Wie die Bayern eben mitgeteilt haben, hat Sané einen Vertrag bis 2025 unterschrieben. Die Bayern zahlen vorerst knapp 50 Millionen Euro Ablöse.

09:03 Uhr | Halberstädter Museen öffnen wieder

Mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Museums stehen mit Mundschutz vor dem Eingang eines Museums in Halberstadt.
Das Team der Halberstädter Museen freut sich, ab morgen wieder zu öffnen. Bildrechte: André Pohl

Lange ist's her, morgen können Sie in Halberstadt wieder die städtischen Museen besuchen. Laut Stadtverwaltung haben sich das Städtische Museum und das Museum Heineanum mit Hygieneplan und viel Desinfektionsmittel auf Gäste eingestellt. Wer ins Museum will, sollte seinen Mund-Nasen-Schutz nicht vergessen.

Gute Wünsche und Gedanken für die "Zeitkapsel"

Wenn die Halberstädter Museen morgen wieder öffnen, soll auch das sogennate Zeitkapsel-Projekt so richtig anlaufen. Das war wegen Corona bislang nicht möglich. Hintergrund: Geschichtsverein und Stadtmuseum wollen eine Zeitkapsel ins Leben rufen. Die Menschen in Halberstadt sind aufgerufen, positive Gedanken und Grüße in die Zukunft zu schicken. Sie können (nach Anmeldung) in die Kapsel geworfen werden, die dann versiegelt wird. Am 8. April 2045 – einhundert Jahre nach der Zerstörung Halberstadts – soll die Zeitkapsel dan wieder geöffnet werden.

08:44 Uhr | Kohleausstieg bis 2038 soll letzte Hürde nehmen

Bundestag und Bundesrat wollen heute den schrittweisen Kohleausstieg in Deutschland bis 2038 endgültig beschließen. Dazu werden zwei Gesetzentwürfe auf der Tagesordnung stehen – zum Zeitplan und zu den Hilfen für betroffene Kohlereviere. Der Bund will rund 40 Milliarden Euro bereitstellen, knapp fünf Milliarden für Sachsen-Anhalt. Bei uns soll das Geld unter anderem für den Ausbau der Infrastruktur genutzt werden, etwa fürs Einrichten des Mobilfunkstandards 5G. Auch in Bahnprojekte soll investiert werden. Dem Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ulrich (CDU), reicht das noch nicht. Er hat bedauert, dass Sachsen-Anhalt bislang keine "Leuchtturmprojekte" unterbringen konnte. Ulrich verwies auf Brandenburg und Sachsen, die Forschungs- und Industrieprojekte durchgesetzt haben.

08:20 Uhr | Das sind die Eckpunkte für den Prozess gegen Halle-Attentäter Stephan B.

Eine Person wird von Polizisten aus einem Hubschrauber zu Polizeifahrzeugen gebracht.
Dem Halle-Attentäter Stephan B. wird ab 21. Juli der Prozess gemacht. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

In Sachsen-Anhalt beginnt in wenigen Wochen der größte und bedeutendste Gerichtsprozess der Geschichte des Landes: Ab dem 21. Juli muss sich der Halle-Attentäter Stephan B. verantworten. Verhandelt wird am Landgericht Magdeburg, formell zuständig ist das Oberlandesgericht in Naumburg. Das hat nun die wichtigsten Eckpunkte für den Mammut-Prozess veröffentlicht.

  • Im Gerichtssaal dürfen 50 Zuschauer und 44 Journalisten den Prozess verfolgen. Die Zuschauerplätze werden durch ein Losverfahren vergeben.
  • Weil das Medieninteresse groß ist – auch im Ausland – werden 44 weitere Pressevertreter den Prozess in einem Nebenraum verfolgen können. Dorthin wird der Prozess live übertragen.
  • Zuschauer, Zeugen und Nebenkläger werden beim Betreten des Gerichtsgebäudes auf Waffen oder andere gefährliche Gegenstände durchsucht.
  • Wegen der Coronavirus-Pandemie muss im Gericht Mund-Nasen-Schutz getragen und Abstand gehalten werden. Der Sitzungssaal soll täglich desinfiziert werden.

Das sind die bislang bekannten Prozesstermine

  • Dienstag, den 21. Juli 2020, ab 10.00 Uhr
  • Mittwoch, den 22. Juli 2020, ab 10.00 Uhr
  • Dienstag, den 28. Juli 2020, ab 10.00 Uhr
  • Mittwoch, den 29. Juli 2020, ab 10.00 Uhr
  • Montag, den 3. August 2020, ab 9.30 Uhr
  • Dienstag, den 25. August 2020, ab 10.00 Uhr
  • Mittwoch, den 26. August 2020, ab 9.30 Uhr
  • Dienstag, den 1. September 2020, ab 9.30 Uhr
  • Mittwoch, den 2. September 2020, ab 9.30 Uhr
  • Dienstag, den 8. September 2020, ab 9.30 Uhr
  • Mittwoch, den 9. September 2020, ab 9.30 Uhr
  • Dienstag, den 15. September 2020, ab 9.30 Uhr
  • Mittwoch, den 16. September 2020, ab 9.30 Uhr
  • Dienstag, den 22. September 2020, ab 9.30 Uhr
  • Mittwoch, den 23. September 2020, ab 9.30 Uhr
  • Mittwoch, den 30. September 2020, ab 9.30 Uhr
  • Dienstag, den 13. Oktober 2020, ab 9.30 Uhr
  • Mittwoch, den 14. Oktober 2020, ab 9.30 Uhr

08:03 Uhr | Neues Werk in Bitterfeld-Wolfen: Daimler beteiligt sich an Farasis

Der chinesische Batteriehersteller Farasis will ein Werk in Bitterfeld-Wolfen bauen. So weit, so bekannt. Der Autobauer Daimler will dort als Großkunde einsteigen – auch das hatte sich schon vorigen Sommer abgezeichnet. Nun eine neue Entwicklung: Daimler wird sich auch am Unternehmen Farasis beteiligen. Das hat der Autobauer in der Nacht mitgeteilt. Daimler will demnach einen Betrag in Millionenhöhe investieren und sich so die künftige Versorgung mit Batteriezellen für Autos sichern. In dem Farasis-Werk in Bitterfeld sollen später einmal bis zu 2.000 Menschen arbeiten.

07:46 Uhr | Frauen in Dessau verdienen mehr als Männer – woran liegt das?

In Dessau verdienen Frauen im Schnitt und pro Monat 290 Euro mehr als Männer. Das zeigen Daten, die das Online-Magazin "Katapult" jetzt ausgewertet hat. Die Bauhausstadt steht demnach weit vorn im Ranking mehrerer (ost)deutscher Städte, in denen Frauen mehr als Männer verdienen. So weit, so gut. Es tun sich aber einige Fragen auf: Was genau wurde für die Grafik verglichen? Wurden gleiche Tätigkeit und gleiche Qualifikation verglichen? Und liegt der Befund nicht vielleicht auch daran, dass Menschen im Osten ohnehin weniger verdienen als ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen?

Fragen über Fragen, die die Grafik uns an dieser Stelle leider nicht beantwortet. Der Befund ist dennoch spannend, finde ich. Wir werden noch mal darauf schauen.

07:33 Uhr | Geldwäsche? Zeugen sollen über Lotto-Toto sprechen

Lotto-Symbol am Stammsitz der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt in Magdeburg,
Lotto-Toto Sachsen-Anhalt stand zuletzt häufig wegen möglicher Ungereimtheiten in der Kritik. Bildrechte: dpa

Vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Landtags sind heute mehrere Zeugen geladen. Sie sollen zu möglichen Ungereimtheiten bei Lotto-Toto Sachsen-Anhalt Auskunft geben. So geht es um Vorgänge in einer inzwischen geschlossenen Lotto-Annahmestelle in Zerbst, in dem enorm hohe Oddset-Umsätze und Gewitte aufgelaufen waren. Auch in weiteren Lotto-Geschäften in der Nähe war besonders viel bei der Sportwette gesetzt und gewonnen worden. Der Ausschuss geht deshalb dem Schwerpunkt Geldwäsche nach.

07:14 Uhr | Salzwedel: Kommunen brauchen Rettungsschirm

Die Stadt Salzwedel hat sich für einen kommunalen Rettungsschirm von Bund und Land ausgesprochen. Bürgermeisterin Sabine Blümel und der Stadtrat haben jetzt eine Resolution veröffentlicht, in der sie unter anderem finanzielle Soforthilfe verlangen. Demnach sollte auch die Haushaltskonsolidierung ausgesetzt werden – um Kommunen in der Corona-Krise vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren. Der Stadt Salzwedel fehlen nach eigenen Angaben in diesem Jahr rund zwei Millionen Euro Steuereinnahmen.

06:59 Uhr | Amateurfußball: Das müssen Vereine beachten

Der Schutz der Gesundheit steht über allem. Die behördlichen Verfügungen sind immer vorrangig zu beachten. An ihnen muss sich jeder Verein streng orientieren. Es muss sichergestellt sein, dass Trainings- und Spielbetrieb behördlich gestattet ist.

aus den Empfehlungen des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt darf seit gestern wieder Amateurfußball unter Wettkampfbedingungen gespielt werden. Für die Fußballclubs im Land bedeutet das: Sie müssen sich auf Fußball unter erschwerten (Hygiene-)Bedingungen einstellen. Dazu hat der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) jetzt Empfehlungen herausgegeben, besprochen gestern Abend bei einer Videoschalte des Vorstands. Ein wichtiger Punkt: Jeder Verein muss ein Hygienekonzept erstellen und umsetzen, außerdem muss ein Hygienebeauftragter ernannt werden. Hat das Gesundheitsamt dieses Konzept abgenickt, kann laut FSA schon dieses Wochenende wieder Fußball unter Wettkampfbedingungen gespielt werden.

Übrigens: Die neue Saison soll am Wochenende vom 14. bis 16. August beginnen. Dem muss final aber erst noch zugestimmt werden.

06:46 Uhr | Bundesrat: Staßfurterin neue Richtern am Bundesverfassungsgericht?

Wird eine gebürtige Sachsen-Anhalterin neue Richterin am Bundesverfassungsgericht? Darüber stimmt am Vormittag der Bundesrat ab. Die SPD hat für das Amt die Juristin Ines Härtel vorgeschlagen, die in Staßfurt geboren ist. Härtel lehrt bislang an der Uni in Frankfurt Oder. Sie ist auf Datenschutzrecht und Digitalrecht spezialisiert.

06:34 Uhr | Mann aus Dessau wegen Mordes vor Gericht

Ein Mann aus Dessau steht ab heute wegen Mordes vor dem Landgericht in Hannover. Dem 23-Jährigen wird vorgeworfen, eine junge Dessauerin in ihrer Wohnung erstochen zu haben. Täter und Opfer hatten eine Zeit lang gemeinsam in Dessau gearbeitet, dann kam von Seiten des Angeklagten Liebe ins Spiel: Doch die Frau wollte keine Beziehung. Der 35 Jahre alte Angeklagte stellte ihr daraufhin nach, soll ihre Profile in sozialen Netzwerken manipuliert – und sie im Januar dieses Jahres in ihrer Wohnung in Hannover erstochen haben. Nach dem Verbrechen stellte er sich bei der Polizei in Dessau. Er sitzt in Untersuchungshaft.

06:17 Uhr | TOOH-Chef Rosinski vom Aufsichtsrat abberufen

Stefan Rosinski, 2009
Stefan Rosinski Bildrechte: imago/DRAMA-Berlin.de

Der Geschäftsführer halleschen Theater, Oper und Orchester GmbH (TOOH), Stefan Rosinski, ist mit sofortiger Wirkung abberufen worden. Das hat die Stadtverwaltung nach einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates gestern mitgeteilt. Gründe für die Abberufung wurden nicht genannt. Rosinski war bereits Ende Juni freigestellt worden. Jetzt ist er also auch endgültig nicht mehr Geschäftsführer der TOOH. Neue Geschäftsführerin ist demnach die Wirtschaftsprüferin Uta von den Broek. Sie unterschrieb einen Vertrag bis Ende Juni 2025.

Stichwort: TOOH Unter dem Dach der TOOH sind in Halle mehrere Bühnen und die Staatskapelle vereinigt. Den Zusammenschluss gibt es seit 2009.

05:59 Uhr | Tönnies in Weißenfels: Erste 1.014 Corona-Tests sind negativ

LKW stehen auf dem Gelände des Fleischkonzerns Tönnies in Weißenfels. In einem provisorischen Testzentrum wird jetzt die Belegschaft des Fleischkonzerns Tönnies getestet
Der Tönnies-Schlachthof in Weißenfels ist mit rund 2.200 Arbeitsplätzen größter Arbeitgeber der Stadt im Burgenlandkreis. Bildrechte: dpa

Gute Nachrichten aus dem Tönnies-Schlachthof in Weißenfels im Burgenlandkreis: Die ersten 1.014 Tests von Mitarbeitern auf das Coronavirus sind negativ. Das hat der Landkreis am Abend mitgeteilt. Für heute Nachmittag ist eine Pressekonferenz mit weiteren Ergebnissen des Massentests geplant. Insgesamt wurden seit Dienstag laut Landkreis rund 1.900 Abstriche genommen, noch liegen nicht alle Ergebnisse vor.

Corona-Massentest angeordnet

Nach dem Corona-Ausbruch am Tönnies-Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück in NRW hatte der Burgenlandkreis am Dienstag dieser Woche einen neuen Corona-Massentest für den Tönnies-Standort in Weißenfels angeordnet. Seitdem werden die rund 2.200 Beschäftigten, unter anderem mit Hilfe der Bundeswehr, auf das Virus getestet.

Hintergrund: Experten gehen davon aus, dass die Bedingungen im Schlachthof die Verbreitung des Virus begünstigen – unter anderem, weil die Mitarbeiter beim Schlachten von Schweinen dicht beieinander arbeiten. Dazu kommen die Lebensbedingungen der oftmals osteuropäischen Arbeiter, die in Sammelunterkünften untergebracht sind.

Bei Tönnies in Weißenfels hatte es schon vor einigen Wochen einen Corona-Test gegeben, damals allerdings freiwillig. Seinerzeit waren alle genommenen Abstriche negativ.

05:48 Uhr | Gesetz gegen Gaffer: Filmen und Fotografieren am Unfallort ist künftig eine Straftat

Symbolbild von einem Gaffer bei einem Feuerwehr
Gaffen wird künftig mit Geldbußen oder Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren bestraft. (Symbolbild) Bildrechte: imago images/vmd-images

Wir schauen nach Berlin: Dort hat der Bundestag in der Nacht beschlossen, dass das Fotografieren oder Filmen von Unfalltoten in Zukunft eine Straftat ist. Gaffer können demnach mit Geldbußen oder einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren belangt werden. Das gilt auch für das heimliche Fotografieren unter den Rock oder in den Ausschnitt.

05:35 Uhr | Noch etwas frisch, später bis 24 Grad

Wer in kurzer Hose und mit kurzen Ärmeln unterwegs ist, fröstelt heute Morgen gegebenenfalls noch ein wenig. Ich spreche da aus Erfahrung. Ich weiß aber auch: Das wird noch besser. In Sachsen-Anhalt bekommen wir heute Sonne und Wolken im Wechsel, ab und zu sind auch Schauer dabei. Die Höchstwerte dazu: 19 bis 24 Grad.

Und das sind die aktuellen Temperaturen:

05:22 Uhr | 14.000 Unterschriften für Kinderklinik Gardelegen – Neue Hoffnung?

Für die Kinderklinik in Gardelegen gibt es neue Hoffnung. Sozial- und Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) hat jetzt signalisiert, dass auch weiterhin Kinder in der Klinik versorgt werden könnten. Man sei offen für ein Konzept, sagte die Ministerin MDR SACHSEN-ANHALT. Wichtig seien eine neue Leitung der Klinik und ein Ende der roten Zahlen. Bürgermeisterin Mandy Schumacher (SPD) sagte, man suche schon einen neuen Chefarzt. Die Rathauschefin hatte gestern 14.000 Unterschriften für den Erhalt der Kinderklinik an das Sozialministerium übergeben.

05:14 Uhr | Treue auch in der Krise: Hallescher Bergzoo dankt Besuchern

Die Corona-Krise ist für uns alle nicht leicht. Auch die Zoos und Tierparks in Sachsen-Anhalt waren viele Wochen geschlossen, um die Pandemie einzudämmen. Der hallesche Bergzoo freut sich, dass die Besucherinnen und Besucher ihm trotzdem die Treue gehalten haben. Zoochef Dennis Müller hat uns gesagt, der Zoo habe die ersten Monate mit einem "blauen Auge" überstanden.

Zoodirektor Dennis Müller verteilt nach Bekanntgabe des Guinnes World Records für das älteste Faultier der Welt an Paula ein paar Leckereien.
Bildrechte: dpa

Wir kämpfen noch ein bisschen, sind auf die Hallenser und unsere Besucher aber sehr stolz, weil wir eine unglaubliche Solidarität erfahren haben, die sich in sehr, sehr hohen Spenden niedergeschlagen hat.

Dennis Müller Direktor des Bergzoos Halle

Voriges Jahr hatten rund 540.000 Meschen den Bergzoo besucht – Rekord.

05:03 Uhr | Alles Wichtige aus und für Sachsen-Anhalt

Einen schönen Freitagmorgen! Und ein freundliches Hallo an Sie. Mein Name ist Luca Deutschländer und ich versorge Sie heute wieder mit den wichtigsten Meldungen aus und für Sachsen-Anhalt. Los geht's im Morgenticker mit Fußball: In der Bundesliga kämpft Traditionsverein Werder Bremen in diesen Wochen gegen den Abstieg. Beim 0:0 am Abend im Relegationsspiel gegen den Zweitliga-Dritten Heidenheim haben die Bremer ihre Position zumindest nicht verschlechtert. Immerhin.

Kommen Sie gut in den Freitag!

Die wichtigsten Meldungen aus Deutschland und der Welt

  • In den USA steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter deutlich. Die Johns-Hopkins-Universität meldete mehr als 50.000 neue Fälle innerhalb eines Tages. Besonders betroffen sind der Süden und der Westen.
  • Der Bundestag hat ein weitreichendes Verbot für Tabakreklame in Deutschland beschlossen. Im Kino dürfen entsprechende Werbespots ab dem Jahreswechsel nur noch vor Filmen ab 18 Jahren laufen. Ab 2022 ist Werbung auf Plakaten oder an Haltestellen untersagt.
  • England lockert die Einreise-Vorschriften. Das teilte die britische Regierung in der Nacht mit. Ab dem 10. Juli müssen demnach Reisende aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien nicht mehr für zwei Wochen in Isolation. In anderen Teilen des Vereinigten Königreichs soll allerdings weiterhin die Quarantäne-Vorschrift gelten, darunter in Schottland, Wales und Nordirland. Großbritannien ist das am stärksten von der Pandemie betroffene Land in Europa.

Über Themen aus dem Morgenticker berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR um 11 | 11:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19:00 Uhr

2 Kommentare

Anhaltiner vor 6 Wochen

Tönnies in Weißenfels: Erste 1.014 Corona-Tests sind negativ. So ein Pech aber auch es muss sich doch irgendetwas finden lassen. Wie soll man denn sonst seine Macht spielen lassen ?

Anhaltiner vor 6 Wochen

Frauen in Dessau verdienen mehr als Männer – woran liegt das?
Wie war das jetzt eigentlich mit der Gleichberechtigung gemeint ? Welche Aktivistin setzt sich jetzt für die Männer ein?

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