25.09.2020 | Sachsen-Anhalt am Morgen Doch Erhalt Klinikum Havelberg? Kreis soll das Haus nun zurückkaufen

Mandy Ganske-Zapf
Bildrechte: MDR/André Plaul

Im Morgenticker: Für einen möglichen Erhalt des Klinikums Havelberg keimt neue Hoffnung, denn der Kreis soll das Haus zurückkaufen. Und: Niederlage für die Landesregierung vor Gericht – Millionenzahlung an Ex-IBG-Manager. Außerdem klagt der BUND gegen den Weiterbau zum Lückenschluss der B6n.

Protest vor dem Kreistag in Stendal
Ringen um das Klinikum in Havelberg: Vor dem Kreistag demonstrierten dafür am Donnerstagabend rund 80 Menschen. Bildrechte: MDR/Bernd-Volker Brahms

Das Wichtigste am Morgen

11:11 Uhr | Schönes Wochenende!

Freitag sieht draußen trüb aus, was nicht bedeutet, dass es kein schöner Resttag werden kann. Ihnen wünsche ich auf jeden Fall viel Erfolg bei allem, was Sie noch so vorhaben. Sehr gern bis Montag, wenn Sie Lust und Zeit haben. Ich freue mich schon darauf, hier eine weitere Woche lang den Morgen bestreiten zu dürfen (bis dahin lesen Sie alles, was wichtig wird, selbstverständlich hier). Aber für heute verabschiede ich mich ins Wochenende und finde das gar nicht so schlecht, dass der Wecker morgen mal ein bisschen später klingeln darf.

10:58 Uhr | Bergzoo Halle sagt auch Halloween-Nacht ab

Der Bergzoo Halle zieht Konsequenzen. Nicht nur die Magischen Lichterwelten sind unter Verweis auf die Corona-Pandemie abgesagt, sondern auch die Halloween-Nacht.

10:42 Uhr | Transportbranche zu Corona-Zeiten: Mobile Duschen für Lkw-Fahrer

Dusche und Toilletten - Innenansicht eines mobilden Sanitärcontainers
Hygiene für Lkw-Fahrer trotz Corona – mobile Duschen für Fahrer bei einem großen Spediteur in Halle. Bildrechte: Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung

Seit dem Lockdown im Frühjahr wegen der hereingebrochenen Pandemie mit dem neuartigen Coronavirus hat sich in der Logistik gezeigt: Es braucht mehr Duschen für Lkw-Fahrer, die sie an der Strecke nutzen können. So wurde etwa vor kurzem bei Finsterwalder Transport und Logistik in der Lutherstadt Eisleben ein Duschcontainer aufgestellt. Dahinter steht die Initiative #Logistikhilft, zu der unter anderem das Bundesverkehrsministerium, der Unterstützerverein für Lkw-Fahrer "DocStop" und der Bundesverbandes Güterkraftverkehr (BGL) gehören. Wie die Initiative weiter mitteilte, ist das Duschen in den Kabinen kostenlos, was an Raststätten selten der Fall ist.

Das ist eine schöne Sache, die da in Gang gekommen ist, wenn man bedenkt, dass viele Lkw-Fahrer zu Lockdown-Zeiten unterwegs viel seltener duschen konnten. So war nach dem Runterschleppen einer Ladung zumindest bei den größeren Spediteuren ja normalerweise noch eine Dusche drin. Doch viele Fahrer berichteten, zur Eindämmung des Virus ließen diese Firmen die Fahrer zeitweise nicht mehr in ihre Räume. Seither läuft die Initiative, solche Container aufzustellen.

10:35 Uhr | Sachsen-Anhalter auf Rügen von eigenem Wohnmobil überrollt

Ein Magdeburger ist bei einem Unfall von seinem eigenen Wohnmobil überrollt und tödlich verletzt worden. Der 57-Jährige hatte das Fahrzeug am Donnerstagabend an der Einfahrtschranke zu einem Campingplatz bei Göhren auf der Insel Rügen gestoppt und war ausgestiegen. Wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte, hatte er aber wohl vergessen, die Handbremse anzuziehen. Das Wohnmobil rollte rückwärts, da das Gelände abschüssig war. Als der Fahrer zurücklaufen wollte, um die Handbremse noch zu ziehen, rutschte er aus und wurde vom eigenen Fahrzeug überrollt. Der Verunglückte kam per Rettungshubschrauber mit lebensbedrohlichen Verletzungen in eine Klinik, wo er wenig später starb. Der Mann war mit seiner Frau unterwegs gewesen. Sie blieb unverletzt. Die Ermittlungen dauerten noch an.

Zuvor hatte es einen weiteres Verkehrsunglück auf der Insel gegeben, unabhängig von diesem. Eine Zweijährige aus Halle war angefahren worden.

10:30 Uhr | Gewinnerplakat für den 23. Sachsen-Anhalt-Tag steht fest

Das größte Volksfest unseres Bundeslandes kehrt zurück in die Hansestadt Stendal. Die Stadt in der Altmark wird den 23. Sachsen-Anhalt-Tag ausrichten. Bis der steigt, muss aber noch ein bisschen Wasser die Elbe hinunterfließen, denn Sachsen-Anhalt-Tag ist wieder im Jahr 2022. Kleiner Knüller für Stendal dabei: Es wird die erste Stadt sein, die dieses Fest ein zweites Mal organisiert. Die Vorbereitungen seien bereits im vollen Gange, heißt es von der Stadt.

Das Gewinnerplakat zum 23. Sachsen-Anhalt-Tag steht jetzt aber immerhin schon fest. Aus 77 Einreichungen in dem Plakat-Wettbewerb gab es zunächst eine Top-Drei-Auswahl, bevor der Sieger gekürz wurde. Doch am Ende kann es nur einen geben – tadaa:

Eine Ilustration. Im Vordergrund steht eine hohe Burg. Untern stehen vereinzelt Leute. Es handelt sich um das Sieger Foto des Plakattwettbewerbs für den Sachsen-Anhalt Tag 2022.
Bildrechte: Karen Schwarze, pidea Werbeagentur GmbH

10:04 Uhr | Schlag gegen Schwarzarbeit in der Zustellerbranche

In Sachsen-Anhalt ist dem Zoll ein Schlag gegen Schwarzarbeit in der Zustellerbranche gelungen. Nach Angaben des Hauptzollamts in Magdeburg gab es eine groß angelegte Kontrolle bei Kurier-, Express- und Paketdienstleistern. Die Prüfungen seien in 38 Betrieben, in 42 Fällen fanden die Zöllner Unregelmäßigkeiten. Unter anderem ging es bei den Kontrollen um die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns, sozialversicherungsrechtlicher Pflichten und die illegale Beschäftigung von Ausländern. Die Kontrolle fand bereits am 17. September statt und war Teil einer bundesweiten Aktion.

So seien insgesamt in 250 Fällen Geschäftsunterlagen von Unternehmen überprüft worden. Wie das Zollamt weiter mitteilte, wurden dazu bislang 16 Strafverfahren wegen Betrugs, illegalen Aufenthalts ohne Aufenthaltstitel und Urkundenfälschung eingeleitet. Fälle von Beschäftigung ohne Arbeitsgenehmigung und Nichtmitführen von Ausweispapieren führen zu Ordnungswidrigkeitenverfahren.

Ein Paketzusteller mit zwei Sendungen
Bildrechte: dpa

09:45 Uhr | MLP-Studentenreport: Magdeburg beim Wohnen noch günstig

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch vielfach auf Studierende aus. Viele haben in der Gastronomie mindestens zeitweise ihren Nebenjob verloren, andere hatten mit einem Online-Semester plötzlich eine völlig neue Struktur und mitunter einige Leistungen nicht erbringen können. Und: Wohnungen haben sich für viele verteuert. Dass die Preise auf dem Wohnungsmarkt anziehen, zeigt der "MLP Studentenwohnreport 2020". Darin werden die Preise für das Wohnen in verschiedenen Studentenstädten betrachtet. Zugrunde liegt eine Musterwohnung, die vom theoretischen Zuschnitt immer gleich ist. Demnach ist Magdeburg aber mit 245 Euro noch sehr günstig und mit stagnierenden Mietpreisen, während in anderen Städten Steigerungen zu verzeichnen sind. München ist mit 724 Euro am teuersten.

09:22 Uhr | Heiße Phase: SC Magdeburg bereitet sich auf Bundesliga-Start vor

Ein Blick auf die Handballer: Der SC Magdeburg läuft sich noch heiß, bevor es im Oktober mit der Bundesliga losgeht. Im Testspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV hat der SCM gewonnen. Das Ziel:

Jetzt geht es darum, in den Rhythmus zu kommen. Wir sind Wettkämpfer und dazu braucht es den Wettkampf.

Trainer Bennet Wiegert

08:58 Uhr | Bauarbeiten auf der B71: Ortsdurchfahrt Salzwedel noch bis Ende Oktober eingeschränkt

Auf der B71 durch Salzwedel brauchen Autofahrer weiterhin Geduld. Wie der Altmarkkreis Salzwedel mitteilt, geht die Bauzeit am zweiten Abschnitt zur Erneuerung der Bundesstraße bis Ende Oktober in die Verlängerung. Der Grund seien ungeplante Maßnahmen, die zusätzlich notwendig werden. Daher gibt es weiterhin Sperrungen, darunter die südliche Zu- und Ausfahrt des Kreisverkehrs ab Höhe Aral-Tankstelle sowie die westliche Zufahrt zur Kreuzung Ernst-Thälmann-Straße/Schillerstraße aus Richtung Innenstadt. Umleitungen sind ausgeschildert.
Der LKW-Durchgangsverkehr wird während der Gesamtbaumaßnahme weiträumig umgeleitet.

08:32 Uhr | Verkehrsunfall auf Rügen: Zweijährige aus Halle schwer verletzt

Schlimme Nachricht von Rügen: Auf der Insel ist ein zweijähriges Mädchen aus Halle bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war das Kind aus einer Gruppe heraus auf eine Bundesstraße gelaufen. Eine Autofahrerin konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Das Mädchen geriet mit den Beinen unter das Fahrzeug.

08:18 Uhr | Corona: Zunahme an Neuinfektionen beschleunigt sich wieder

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 rückt wieder mehr ins Blickfeld, da sie sich bundesweit etwas beschleunigt hat. In Sachsen-Anhalt wurden zuletzt 25 neue Fälle registriert. Wie genau das Virus in den verschiedenen Altersgruppen auftritt, hat sich mein Kollege Manuel Mohr im aktuellen Corona-Daten-Update angeschaut. Da fällt auf: Häufig sind es nach wie vor Jüngere, die betroffen sind. Daher kommt es im Moment zu weniger schweren Verläufen.

07:59 Uhr | Wie neues Saatgut für den Wald aus Zapfen kommt

Woher kommt Saatgut, mit dem die Bäume in den Wäldern nachgepflanzt werden können? In Annaburg gibt es eine historische Anlage, in der aus Zapfen Saatgut gewonnen wird – eine so genannte Darre. Angesichts vieler Waldbestände, die gerade aufgrund von Trockenheit und Schädlingsbefall verloren gehen, ist das ein Ort, der besonders gefragt sein dürfte. Nur wenige Kilo Kiefernzapfen haben es da schon in sich:

Acht Kilogramm, sieht wenig aus, aber das sind fast eine Million Saatkörner.

Heike Borcherdt, Leiterin der Darre

MDR SACHSEN-ANHALT-Reporter Martin Krause hat sich das alles dort genauer angeschaut.

07:40 Uhr | Feuer in Mehrfamilienhaus in Halle – sechs Bewohner leicht verletzt

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Halle sind sechs Bewohner leicht verletzt worden. Sie kamen zur Behandlung in ein Krankenhaus, wie eine Polizeisprecher am Freitagmorgen sagte. Aus zunächst ungeklärter Ursache war am Hauseingang abgestellter Unrat in Flammen aufgegangen. Das Feuer war am Donnerstagabend ausgebrochen und hatte auch die Überdachung des Eingangs erfasst. Dichter Qualm breitete sich aus und beschädigte zwei Wohnungen im Erdgeschoss. Die Bewohner des Hauses retteten sich ins Freie. Die beiden Wohnungen waren laut Polizei zunächst unbewohnbar.

07:25 Uhr | Nach IGB-Skandal: Land muss Millionensumme an Ex-Manager zahlen

In der gerichtlichen Auseinandersetzung um den früheren IBG-Manager Dinnies Johannes von der Osten ist es zu einer Entscheidung gekommen. Das berichten dpa und "Mitteldeutsche Zeitung". Demnach ist an den früheren Manager eine Millionensumme zu zahlen. Die IBG ist eine landeseigene Beteiligungsgesellschaft. Die Entscheidung hat das Oberlandesgericht in Naumburg in zweiter Instanz getroffen. Wie das Finanzministerium laut der Medienberichte erklärte, werde das Land die Entscheidung akzeptieren.

Die Details sind demnach so, dass das Gericht dem früheren IBG-Manager von der Osten 5,3 Millionen Euro plus Zinsen zugesprochen hat. Von der Osten hatte geklagt, weil das Land einen Vertrag mit seinen Firmen 2013 fristlos gekündigt hatte. Die Landesregierung wiederum hatte den Schritt damals damit begründet, dass von der Osten sich auch privat an einer Firma beteiligt hatte, die über die von ihm geführte IBG gefördert wurde. Der Fall führte zum IBG-Skandal und war auch Gegenstand eines Untersuchungsausschusses im Landtag.

Der Rechtsstreit, der daraus erwuchs, hatte sich über Jahre gezogen. Nun folgten die Gerichte nicht der Argumentation des Landes, sondern der von der Ostens.

Geld und IBG-Logo auf einer Karte 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wie arbeitet die IBG Beteiligungsgesellschaft, die Fördergesellschaft des Landes Sachsen-Anhalt eigentlich? In diesem kurzen Film wird es erklärt.

00:29 min

https://www.mdr.de/investigativ/rueckblick/exakt/die-story/video174926.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

07:12 Uhr | Stephaniekirche in Aschersleben musste notgesichert werden

Die Stephanikirche in Aschersleben ist ein Sorgenkind. Im oberen Turmbereich hat sich der Sandstein grau-schwarz gefärbt. Das zeigt, wie notwendig die Sanierung ist. Damit sich keine Steine lösen, wird der Turm nun notgesichert. Das Baugerüst ragt 45 Meter hoch – bis zur Traufe – wie ein riesiges Skelett an mächtigen Mauern empor. Hoch geht es mit einem Aufzug – außen am Gerüst entlang. Tom Gräbe über die aufwendigen Bauarbeiten:

07:04 Uhr | Marodes Stadion in Köthen

Das Stadion an der Rüsternbreite in Köthen ist der wichtigste Sportplatz der Stadt. Dort läuft der Schulsport, aber auch der Verein "Germania Köthen" nutzt den Platz. Das Stadion aber ist marode und es braucht vier Millionen Euro, um alles in Ordnung zu bringen. Die Anlage ist teils abgesackt und entsprechend zeigen sich Risse.

06:51 Uhr | Junge Union spricht sich für Haseloff als CDU-Spitzenkandidaten aus

Ich finde, er macht einen guten Job. Deswegen bin ich persönlich der Meinung und auch die Junge Union ist der Meinung, dass es richtig ist, dass er sich entschlossen hat, wieder als Spitzenkandidat der CDU antreten zu wollen.

Anne Kreye, Vorsitzende Junge Union Sachsen-Anhalt

Für Anna Kreye ist es eine gute Entscheidung, dass Ministerpräsident Reiner Haseloff anstrebt, wieder als CDU-Spitzenkandidat anzutreten. Sie ist Vorsitzende der Jungen Union in Sachsen-Anhalt und positioniert sich damit klar pro Haseloff, auch wenn er mit 66 Jahren relativ weit weg ist von ihrer Generation. Die Entscheidung für seine Kandidatur muss noch auf einem Parteitag beschlossen werden. Die Kollegen von MDR SACHSE-ANHALT haben sich auch noch bei anderen jungen Leuten umgehört:

06:31 Uhr | Klage gegen Weiterbau der B6n – wegen fehlender Krötentunnel

Das mit der B6n und dem Lückenschluss zur A9 schien schon eine ausgemachte Sache. Doch nun hat sich der Bund für Umwelt und Naturschutz in Sachsen-Anhalt entschieden, gegen die aktuellen Baupläne zum Weiterbau der B6n zu klagen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht MDR SACHSEN-ANHALT bestätigt. Das Verkehrsministerium teilte mit, dass sich die Bauarbeiten dadurch aber nicht verzögern. Trotzdem macht es die Sache kompliziert. Denn ursprünglich waren die Baupläne bereits überarbeitet worden, weil an der Strecke Kröten und Frösche leben.

Wie die "Volksstimme" schreibt, sollen die notwendigen Vorkehrungen für die Kröten von Bauplanern zunächst ordnungsgemäß getroffen, dann aber seitens des Landesverwaltungsamtes als Genehmigungsbehörde wieder entfernt worden sein. Der BUND wolle demnach dafür sorgen, dass die ursprünglichen Pläne zur Anwendung kommen. Elf Kilometer fehlen noch zum Lückenschluss, mit oder ohne Feuchgebiete für die Kröten (worum sich das Problem dreht). Nach Angaben des Verkehrsminsteriums werden bis zur Fertigstellung der B6n noch mindestens vier Jahre vergehen.

06:04 Uhr | Entscheidung im Kreistag: Kreis soll Klinikum Havelberg zurückkaufen

Das ist eine interessante Wende: Am Donnerstagabend hat sich der Kreistag in Stendal dafür ausgesprochen, dass der Rückkauf des Klinikums Havelberg in die Wege geleitet werden soll. Dafür erhielt Landrat Patrick Puhlmann (SPD) den Auftrag der Abgeordneten - ohne Gegenstimme. Ein Reporter von MDR SACHSEN-ANHALT berichtet, es sei zuvor hitzig diskutiert worden. Doch der Auftrag ist damit klar: Der Kreis soll die Geschicke des Klinikums nun aktiv in die eigene Hand nehmen, um als Eigentümer des Hauses nach einem neuen Betreiber suchen zu können. Vor dem Kreistag demonstrierten am Abend rund 80 Menschen für die Wiedereröffnung.

Der bisherige Inhaber, der KMG-Konzern, hatte das Krankenhaus in Havelberg Anfang September aus Kostengründen geschlossen und bereits damit begonnen, ein Seniorenheim einzurichten. Dabei liefen die Verhandlungen mit dem Kreis noch, ob sich gegebenenfalls ein anderer Betreiber finden lasse, der das Haus als Klinikum für die Region weiterführen wolle. Das machte die Gemengelage zuletzt unheimlich kompliziert. Nun muss man sehen, wie es weitergeht.

Ein Klinikgebäude – es handelt sich um die Außenansicht des Krankenhauses in Havelberg
Das Klinikum in Havelberg – wieder alles offen? Bildrechte: MDR/Bernd-Volker Brahms

06:01 Uhr | Land muss Millionensumme an früheren Manager der IBG zahlen

Erst einmal nur kurz, später lesen Sie mehr: Sachsen-Anhalt muss Millionensummen an einen früheren Manager der landeseigenen Beteiligungsgesellschaft IBG zahlen. Das Land habe entschieden, nach einem entsprechenden Urteil des Oberlandesgerichts Naumburg keine weitere Instanz anzurufen, sagte Finanzministeriumssprecher Wolfgang Borchert auf Nachfrage der dpa. Damit muss das Land 5,3 Millionen Euro plus Zinsen nachzahlen. Zuerst hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" an diesem Freitag darüber berichtet.

05:58 Uhr | Bissl Zuzug aus westdeutschen Bundesländern

Es ist nicht wahnsinnig viel, aber es fällt auf: Im Jahr 2017 sind nach diesen Zahlen rund 4.000 Menschen aus westdeutschen Bundesländern in den "Osten" gezogen, also nach Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg, Thüringen oder Mecklenburg-Vorpommern. Ein Grund: Rückkehrer. So machen sich diese also langsam in den Zahlen bemerkbar. Hier ein Hintergrund der Kollegen von MDR AKTUELL dazu.

05:37 Uhr | Nur noch 12 bis 17 Grad Celsius

Schwupp! Heute rutschen wir also aus dem 20-Grad-Bereich raus. Die Höchstwerte sollen laut MDR-Wetterstudio nur noch zwischen 12 und 17 Grad Celsius liegen. Dabei kommt der Tag meist dicht bewölkt daher und es soll ordentlich regnen. Immerhin, ein paar Wolkenlücken und trockene Abschnitte soll es schon noch geben. Na, wir werden sehen.

05:13 Uhr | Modernes Prüfzentrum für Hochvoltbatterien in Sandersdorf-Brehna

Im Süden des Landes, in Sandersdorf-Brehna, prüft die FEV Motorentechnik seit mehr als zehn Jahren herkömmliche Antriebe namhafter Autobauer auf ihre Zuverlässigkeit, also Verbrenner. Nun hat das Unternehmen darauf reagiert, dass Batterien für E-Autos gebraucht werden. Nach Unternehmensangaben ist jetzt eines der weltweit größten und modernsten Batterieentwicklungszentren enstanden. In 54 Klimakammern sollen komplette Hochvoltbatterien für Autos und Nutzfahrzeuge geprüft werden.

Solche Batterien sind der Schlüssel in E-Autos, auch wenn noch viel geforscht werden muss. Bedenkt man, dass sich Tesla in Brandenburg ansiedeln will, scheint auch ein solches Prüfzentrum hier in Sachsen-Anhalt absolut auf der Höhe der Zeit. Zugleich sind für die Zukunft der Elektromobilität vor allem noch die großen Fragen offen, wie Rohstoffe langfristig umwelt- und sozialverträglich abgebaut und eingesetzt werden können, denke man an das problematische Kobalt. Dafür läuft die Suche nach Alternativen.

Unterdessen hat FEV in Sandersdorf-Brehna einen hohen zweistelligen Millionenbetrag investiert, um das Areal an der Bundesstraße 183 auszubauen, darunter mit Fördergeldern vom Land. Das neue Zentrum bringt den Angaben nach 100 neue Arbeitsplätze.

05:02 Uhr | Guten Morgen!

Es wird früher dunkel, es ist Herbst und erst diese Woche ist mir wieder ein Igel begegnet. Eines Abends tippelte er seelenruhig über die Straße. Ich hielt mit dem Auto, als wäre es ein Igel-Fußgängerübergang und er schaute nicht einmal in Richtung der Scheinwerfer, sondern ließ sich einfach den Weg beleuchten. Bitte, gern geschehen ;-) Und damit herzlich willkommen zum Morgenticker von MDR SACHSEN-ANHALT am Freitag. Mein Name ist Mandy Ganske-Zapf und bis 11 Uhr schauen wir gemeinsam auf die wichtigsten Nachrichten von heute Morgen, aber auch von gestern Abend.

Wenn Sie Feedback für uns haben, immer gern her damit! Lassen Sie uns gerne einen Kommentar unter diesem Ticker da oder schreiben Sie uns bei Twitter oder Facebook. #tickeriki

Über Themen aus dem Morgenticker berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
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