27.11.2020 | Sachsen-Anhalt am Morgen Gardelegen ist Kommune des Jahres

MDR SACHSEN-ANHALT Autor Reporter Radio Online André Plaul
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Heute im Morgenticker: Wenn Halles Pläne für eine autofreie Innenstadt wahr werden, fürchtet das Handwerk um Einbußen. Außerdem: Gardelegen ist Kommune des Jahres. Und: Sachsen-Anhalt stimmt heute neue Corona-Regeln ab.

Ortseingangsschild von Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel
Die Altmark hat's einfach drauf! (Anmerkung der Redaktion: Der Autor ist Altmärker.) Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock

Das sind die Top-Themen am Freitagmorgen:

11:10 Uhr | Ausgetickert

Weitere Details zur Impfstrategie Sachsen-Anhalts und die angepasste Corona-Verordnung ab dem 1. Dezember packen Ihnen meine Kollegen heute im Laufe des Tages noch auf unsere Seiten.

Die Ruine Schloss Harbke
Dank WLAN brauchen Sie vor Ort keinen Reiseführer. Bildrechte: MDR/André Plaul

Ich verabschiede mich wie immer mit einem persönlichen Ausflugstipp: Wer fit mit dem Rad ist, sollte einmal die Schlossruine von Harbke besuchen, kurz vor der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Der Weg dorthin führt über einige Hügel und etliche Kilometer abgefahrene Straße. Aber der Anblick lohnt sich. Und: Da Schloss und Park zu den Gartenträumen gehören, gibt es auf dem Gelände freies WLAN.

Schönes Wochenende, bleiben Sie gesund und bis bald.
Ahoj!

10:55 Uhr | Land kauft Gefrierschränke für Impfstoff

Das Land Sachsen-Anhalt hat in Vorbereitung für die künftige Corona-Impfung spezielle Gefrierschränke bestellt, da das Serum bei bis zu minus 75 Grad Celsius gelagert werden kann. Auch Spritzen und Kanülen habe man geordert, so Gesundheitsministerin Grimm-Benne.

Die Kosten für die Impfzentren sollen von den Ländern und aus Mittel der Gesetzlichen Krankenkassen getragen werden. Der Bund bezahlt den Impfstoff, die Länder sind für Lagerung und Logistik zuständig.

10:46 Uhr | BGH-Entscheidung: Belästigte Nachbarn in Teicha erhalten Recht

Im Nachbarschaftsstreit von Teicha hat der Bundesgerichtshof gerade das Urteil gefällt. Zur Erinnerung: Es ging darum, dass sich Nachbarn vom Lärm eines benachbarten Reiterhofs belästigt fühlten, der ohne Baugenehmigung gebaut worden war.

Der BGH in Karlsruhe entschied nun, dass dort keine Pferde gehalten werden dürfen. Der Pferdestall sei entgegen der nachbarschaftlichen Rücksichtnahme gebaut worden. Die belästigten Nachbarn haben demnach einen Anspruch auf Unterlassung.

10:35 Uhr | 130.000 Sachsen-Anhalter können geimpft werden

Ab Mitte Dezember kann die Impfung von 130.000 Sachsen-Anhaltern in Angriff genommen werden. Gesundheitsministerin Grimm-Benne erklärte, der Bund habe rasche Nachlieferung des Serums signalisiert. Somit sei die Nachimpfung 21 Tage später gewährleistet und müsse nicht aus der ersten Lieferung genommen werden, so die Ministerin.

10:30 Uhr | Sachsen-Anhalts Impfzentren sollen Mitte Dezember stehen

Die Leiterin des Pandemiestabes im Gesundheitsministerium, Heidemarie Willer, erklärte gerade, dass die geplanten Impfzentren in Sachsen-Anhalt zum 15. Dezember betriebsbereit sein sollen. Geimpft werde, sobald der Impfstoff da sei. Aktuell gebe es nur kleine Margen. Für Kinder sei der Impfstoff aber nicht zugelassen, so Willer.

Ministerin Grimm-Benne ergänzte, Lehrer und Erzieher gehörten mit zu den systemrelevanten Gruppen und würden später auch bevorzugt geimpft.

10:18 Uhr | Grimm-Benne: Corona-Impfung bleibt freiwillig

Noch immer läuft die Pressekonzerenz zur Impfstrategie Sachsen-Anhalts. Gesundheitsministerin Grimm-Benne betonte zum Beginn, dass die künftige Corona-Impfung auf Freiwiligkeit basiere. Niemand werde gezwungen.

Von den derzeit 5 Millionen bestellten Impfdosen für Deutschland würden 130.000 auf Sachsen-Anhalt entfallen, so die Ministerin. Ab Ende des Jahres könnten mobile Impfteams unterwegs sein, um zuerst in Kliniken und Pflegeheimen zu impfen. Die Logistik werde vom Land organisiert. Unterstützung komme auch von der Bundeswehr.

Grimm-Benne erklärte, die später entstehenden Impfzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten hätten Kapazitäten von 12 Patienten pro Stunde, die geimpft werden könnten.

10:12 Uhr | Streaming-Tipps zum Wochenende: Filme aus Sachsen-Anhalt

Couch, Kakao und Kuscheldecke – mit dieser Kombi kann am Wochenende nichts schiefgehen. Was fehlt, sind meine handverlesenen Tipps aus der Mediathek. Diesmal habe ich Ihnen Filme zusammengestellt, die bei uns in Sachsen-Anhalt gedreht wurden.

Christian (gespielt von Franz Rogowski) schenkt  Marion (gespielt von Sandra Hüller) einen Geburtstagskuchen.
Achtung, Wortwitz: Kommen Christian und Marion in die Gänge? Bildrechte: MDR/Sommerhaus Filmproduktion/Anke Neugebauer

  • Anhalt und Wittenberg: Wovon träumt ein Staplerfahrer? – Natürlich auch von Liebe und Freiheit. Die Sehnsüchte der großen Welt, gespiegelt in einem Einkaufsmarkt, zeigt "In den Gängen" (Arte Mediathek), nach einer Kurzgeschichte von Clemens Meyer. Gedreht wurde in einem Getränkegroßmarkt in Bitterfeld. Die Schlüsselszene, in der "Frischling" Christian mit der "Süßwaren-Marion" anbandelt, entstand aber in Wittenberg. Sie werden die bekannten Kekse im Regal erkennen.
  • Harz: Weiß wie Schnee, rot wie Blut und schwarz wie Ebenholz – das ist, genau, Schneewittchen. Sehen Sie das Märchen in der Vorweihnachtszeit doch mal mit anderen Augen: Die ARD-Verfilmung von 2009 entstand unter anderem im Kloster Ilsenburg. Das Bergwerk der Zwerge wurde kurzerhand in die Baumannshöhle in Rübeland versetzt.
  • Altmark: Die Tangermünder Altstadt von ihren schönsten Seiten zeigt das Drama "Die Kinder meines Bruders". Auch der Plot passt irgendwie in die Altmark: Ein junger Mann (der sich in der Hauptstadt als Macho selbst verwirklicht) keht nach dem Tod seines Bruders auf den familiären Milchhof zurück. Dort lernt er Verantwortung und die stets aktuellen Probleme in der Landwirtschaft kennen.

09:59 Uhr | Jetzt live: Sachsen-Anhalt informiert über Impfzentren

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) informiert in diesen Minuten über die geplanten Impfzentren. Es geht darum, wie der Aufbau der Anlaufstellen in Sachsen-Anhalt vorankommt. Nach den Plänen soll jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt ein solches Zentrum bekommen. Wo genau, ist bisher noch unbekannt.

09:48 Uhr | Brief-Auktion für gefundene Räder in Magdeburg

Das Fundbüro in Magdeburg macht Platz im Lager – und versteigert aktuell 20 Fundfahrräder. Alle Angebote gibt es auf der Webseite des Fundbüros. Die Räder können nicht persönlich besichtigt werden.

Wer mitsteigern will, muss sein Gebot bis zum 4. Dezember in einem verschlossenen Umschlag im Neuen Rathaus einreichen. Am Ende gewinnt das zuerst abgegebene höchste Gebot. Viel Erfolg!

In Magdeburgs Altstadt hängt an einem Fahrradständer nur noch ein Vorderrad im Schloss
Zeit fü ein neues Fahrrad? Dann schauen Sie doch mal online im Fundbüro Magdeburg vorbei. Bildrechte: MDR/André Plaul

09:27 Uhr | Black Friday: Schöner shoppen mit Verstand

Heute ist Black Friday, ein inoffizieller Feiertag des Handels. Weltweit wird auf Schnäppchen gelauert, Online-Shops überbieten sich mit vermeintlichen Angeboten, die Kreditkarten glühen und die Paketdienstleister stocken den Dienstplan auf.

Wenn Sie bei all dem Wahnsinn nicht mitmachen wollen, investieren Sie lieber in die regionale Wirtschaft. Der Bürgermeister meiner Heimatstadt Tangerhütte, Andreas Brohm, zum Beispiel empfiehlt die neue Altmarkkiste mit regionalen Produkten, die gerade neu herausgekommen ist.

Und sonst? Da hätten wir noch die WelterbeBox, die Otto-Schatz-Kiste, Saale-​Unstrut-Koffer, die Salzlandkiste, die Hallebox, und und und!

09:10 Uhr | Evangelische Kirche: Gottesdienste notfalls draußen im Ski-Schlüpper

Die Evangelische Kirche in Deutschland will trotz Corona-Krise in der Weihnachtszeit Gottesdienste durchführen. Der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm sagte dem MDR, die Gemeinden hätten Ostern bereits Erfahrungen gesammelt und kreative Formate entwickelt. Darauf wolle man in der Weihnachtszeit aufbauen. So könnten Gottesdienste im Freien gefeiert werden – notfalls in Ski-Unterwäsche und mit großen Sicherheitsabständen.

Wichtig ist laut Bedford-Strohm, dass Menschenleben nicht gefährdet werden. Er kündigte außerdem an, Kulturschaffende zu unterstützen. Sie könnten in den Gottesdiensten gegen Honorar Musik machen oder Weihnachtsgeschichten vorlesen.

08:59 Uhr | 3, 2, 1: Gewerbe-Gebäude unterm Hammer

In Leipzig kommen heute bei einer Auktion mehrere Immobilien aus Bitterfeld Wolfen unter den Hammer. Allerdings sind die nichts für kleine Geldbeutel. So wird der ehemalige Verwaltungssitz der MIBRAG am Kreuzeck in Bitterfeld wird für ein Mindestgebot von 135.000 Euro versteigert. Allerdings ist der Gebäudekomplex in einem desolaten Zustand: Das Dach ist nach einem Brand teilweise zerstört, Müll liegt herum, das Grundstück ist verwildert.

Außerdem kommen auch drei Gebäude in der Vierzoner Straße im im Westen von Bitterfeld unter den Hammer. Dabei handelt es sich um zwei Gewerbeobjekte sowie eine ehemalige Pension, die seit Jahren leer steht. Sie ist ebenfalls sanierungsbedürftig und für 95.000 Euro zu haben.

08:40 Uhr | 110 Kinderwünsche wollen erfüllt werden

Kindern Wünsche erfüllen, die sont unerfüllt bleiben würden. Genau dafür sorgen Wunschweihnachtsbäume, so wie sie beispielsweise im Rathauscenter Halberstadt und Allee Center Magdeburg stehen. Ein weiterer Baum steht nun im Alten Rathaus Magdeburgs. Heute werden 110 Wünsche aufgehängt, sie stammen von Kindern und Jugendlichen aus dem Frauen- und Kinderschutzhaus des Vereins "Rückenwind" und aus Einrichtungen des Trägers "Die Brücke". Auf den Wunschzetteln stehen laut Stadt Kleinigkeiten, wie Kartenspiele, Malkästen oder eine Taschenlampe. Wer einen Wunsch erfüllen möchte, gibt das Geschenk einfach unverpackt bis zum 9. Dezember im Alten Rathaus ab.

Im Alten Rathaus in Magdeburg steht ein geschmückter Weihnachtsbaum.
Kleine Herzenswünsche warten in Magdeburg auf spendable Schenker. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel

08:29 Uhr | Geldautomat in Naumburg gesprengt

In Naumburg haben Unbekannte in der Nacht versucht einen Geldautomaten zu sprengen. Zum enstandenen Schaden und dem möglichen gestohlenen Geld konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Zeugen hätten in den frühen Morgenstunden zwei Täter beobachtet, die mit einem Auto geflüchtet sein sollen.

08:14 Uhr | Ein ausgezeichnetes Restaurant mehr in Sachsen-Anhalt

Es ist ein kleiner Trost in diesen Tagen, da Restaurants weiter geschlossen haben. Die Kritiker des Gault&Millau haben in diesem Jahr wieder die besten Gasthäuser Deutschlands ausgezeichnet. Neu in der 2021er-Ausgebe, die am Montag veröffentlicht wird, ist das "Speiseberg" in Halle. Die Restaurants von Sternekoch Robin Pietsch aus Wernigerode, "Zeitwerk" und "Pietsch", wurden mit 16 beziehungsweise 15 Punkten bewertet.

Tipp: Ab Sonntag ist Robin Pietsch bei MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE im Einsatz: Auf seiner vierteiligen Adventstour ist er regionalen Geschichten und Gerichten auf der Spur.

07:57 Uhr | Magdeburger Dom verschwunden

Es sind etwa 300 Meter Luftlinie zwischen unserer Webcam auf dem MDR-Landesfunkhaus und dem Magdeburger Dom. Aktuell ist der Nebel in der Landeshauptstadt aber so dicht, dass der Blick ins Leere geht. Falls Sie noch unterwegs sind, seien Sie vorsichtig!

Übrigens: In Halle und auf dem Brocken gibt es freie Sicht. Klicken Sie gern einmal unsere Webcams durch!

Webcam vom MDR Funkhaus zum Magdeburger Dom - der im Nebel verschwunden ist
Normalerweise ist der Dom mittig im Bild zu sehen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

07:45 Uhr | Bahn geht bei Reservierungen auf Abstand

Bei der Deutschen Bahn gelten ab heute neue Regeln bei Sitzplatzreservierungen. Wie das Unternehmen mitteilte, werden für Alleinreisende grundsätzlich nur noch Fensterplätze zur Reservierung angeboten. Nur ein Teil der Gangplätze bleibt für Paare oder Familien zusammenhängend reservierbar.

Reisende können Fernzüge grundsätzlich aber weiter spontan und ohne Reservierung nutzen. Zugbegleiter sollen darauf achten, dass die Fahrgäste gut verteilt in den Wagen sitzen. Die Bahn selbst schätzt, dass ihre IC- und ICE-Züge aktuell nur zu 20 bis 25 Prozent ausgelastet sind. Für Weihnachten rechnet das Unternehmen allerdings mit mehr Andrang.

Auf ihrer Webseite beantwortet die Deutsche Bahn viele Detailfragen zur neuen Reservierungs-Regelung.

Ein Reservierungsbeleg der Deutschen Bahn für einen Fernzug zwischen Halle und Magdeburg
Sie meinen, zwischen Magdeburg und Halle brauche man keine Sitzplatzreservierung? – Dann sind Sie noch nie zu Stoßzeiten im Berufs- und Wochenendverkehr unterwegs gewesen! Bildrechte: MDR/André Plaul

07:29 Uhr | Halberstädter Domstollen ist reif für den Verkauf

Vier Wochen sind endlich rum: Der traditionelle Halberstädter Domstollen ist fertig gereigt. Alle 2.500 Stollen haben die Zeit im Keller unterm Halberstädter Dom gut überstanden. Die gleichbleibend temperierte Domluft soll dem Gebäch ein besonderes Aroma verleihen. Die Stollen wurden jetzt herausgeholt und für den Verkauf verpackt. Vom Verkaufserlös wird ein Euro pro Stollen für ein Domfenster gespendet.

Mitarbeiter holen den Halberstädter Domstollen aus dem Keller
Für Feinschmecker der wertvollere Domschatz: der Halberstädter Domstollen. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

07:14 Uhr | Teicha: Bundesgerichtshof entscheidet über Nachbarschaftsstreit

Ein Nachbarschaftsstreit in Teicha im Saalekreis wird heute vom Bundesgerichtshof bewertet. Der Fall beschäftigt seit Jahren die Gerichte und seit Oktober auch den BGH.

Bei dem Streit geht um einen Pferdestall, genau an der Grenze zwischen zwei Grundstücken. Zwölf Meter davon entfernt steht ein Wohnhaus. Den Stall hatte die Inhaberin des Pferdehofes ohne Baugenehmigung errichtet. Der Auslauf für die Pferde ist dabei genau in Richtung des Wohnhauses. Die Bewohner haben daher gegen den Stall geklagt und bekamen zunächst Recht. Doch das Oberlandesgericht in Naumburg hob das Urteil auf und drang auf die Einhaltung des Lärm-Grenzwertes. Gegen dieses Urteil zogen die Hausbewohner schließlich vor den BGH.

06:58 Uhr | Sachsen-Anhalt-Zeitmaschine: Heute vor ...

Zwei Frauen vor einem Computerbildschirm
Heute vor 20 Jahren: Diese Schülerinnen in Wittenberg erkundeten das Internet. Bleibt zu hoffen, dass die Technik mittlerweile modernisiert worden ist. Bildrechte: dpa

  • 15 Jahren: Der Magdeburger Elbauenpark feiert einen Besucherrekord mit 400.000 Gästen im laufenden Jahr – dem 1.200. Stadtjubiläum Magdeburgs. Der Eintritt kostet damals 2,50 Euro, inklusive Jahrtausendturm. Heute sind es 8,00 Euro. Seit Ende 2013 ist der Eintritt in der Wintersaison aber frei.
  • 20 Jahren: Die Hunderwasserschule des Luthergymnasiums in Wittenberg wird über Nacht eine der modernsten Schulen Europas. Zwei Computerkabinette und insgesamt über 60 PCs gehen ans Netz. Jeder Klassenraum besitzt einen Internetzugang. Die Rechner im Wert von 200.000 D-Mark sowie die Software sind Spenden von internationalen Konzernen.
  • 25 Jahren: Großbrand im Zerbster Zentrum: Der Fröbel-Kindergarten in Rephuns Garten wird durch ein Feuer völlig zerstört. Niemand wird verletzt. Der Schaden am denkmalgeschützten Gebäude wird mit einer halben Million D-Mark beziffert. Die Ermittler vermuten Brandstiftung, können den Fall aber nie aufklären. Spätere Pläne zum Wiederaufbau werden, obwohl sogar aus den Partnerstädten Spenden eingehen, verworfen.

06:44 Uhr | Kultur rechnet frühestens ab März mit wiedergeöffneten Bühnen

Die freie Theaterszene in Sachsen-Anhalt geht offenbar von einer längeren Zwangspause aus. Wie Vorstandsmitglieder des Landeszentrums freie Theater MDR SACHSEN-ANHALT sagten, rechnen viele Theaterschaffende damit, dass die Bühnen frühestens im März wieder öffnen. Es sei zu vermuten, dass die Corona-Zahlen im Januar noch einmal ansteigen.

Der Vorsitzende des Landeszentrums, Liebetruth, sprach von einer Katastrophe, da das Weihnachtsgeschäft eine Haupteinnahmequelle für viele freie Akteure und Stadttheater sei. Er erwarte, dass die Politik die Ausfälle kompensiert. Wie der CDU-Abgeordnete Rehberg mitteilte, hat der Bundestags-Haushaltsausschuss den Kultur-Etat für das kommende Jahr um rund 170 Millionen aufgestockt.

06:31 Uhr | Sachsen-Anhalts Pläne für Impfzentren werden vorgestellt

Landesgesundheitsministerin Petra Grimm-Benne stellt heute Details zu den Impfzentren vor. Am Vormittag will die SPD-Politikerin darlegen, wie der Aufbau der Anlaufstellen für Corona-Impfungen vorankommt. Geplant ist, bis Ende Dezember in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt ein solches Zentrum einzurichten. Wo genau, ist bisher noch unbekannt. Nach Medienberichten sollen die Kommunen selbst nach einem geeigneten Gebäude suchen. Unklar ist auch noch die Rolle der mobilen Impfteams. Sie sind nötig, um etwa Bewohner in Altenheimen zu impfen.

06:16 Uhr | Halberstädter Gemälde nach TV-Show abgekauft

Ein Halberstadt-Gemälde des Landschaftsmalers Walter Gemm ist an die Stadt übergeben worden. Sie hatte es mithilfe von Spenden für 1.000 Euro von einem Kunsthändler gekauft. Entdeckt worden war das Gemälde aus dem Jahr 1930 zuvor in der ZDF-Verkaufsshow "Bares für Rares". Das muss man sich mal vorstellen: Ein Paar aus Hanau hatte das Erbstück im Keller liegen. Hier der Link zur Sendung.

ZDF: Bares für Rares - Gemm Gemälde von Halberstadt
Die Händlerkarte ergab einen Schätzwert von 800 bis 1.000 Euro. Bildrechte: ZDF

Das Bild zeigt den Halberstädter Holzmarkt mit Rathaus, Kirche und vielen Fachwerkhäusern, die es heute nicht mehr gibt. Das Gemälde soll nun restauriert werden. Die Kosten betragen laut Stadt etwa 2.500 Euro, wofür erneut Spenden gesammelt werden. Später soll das Werk im städtischen Museum ausgestellt werden.

Christian Vechtel (rechts) übergibt das in der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ entdeckte Gemm-Gemälde an Dr. Antje Gornig, Daniel Szarata (2.v.li.) und Dr. Volker Bürger, der an das Auktionshaus Münster einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro für den Erwerb des Gemäldes überreichte.
Das Gemm-Gemälde ist zurück in Halberstadt – und soll bald ins städtische Museum. Bildrechte: Stadt Halberstadt/Pressestelle/Ute Huch

06:00 Uhr | Halles Handwerksbetriebe sehen autofreie City kritisch

Handwerksbetriebe in Halle befürchten bei einer weitestgehend autofreien Innenstadt wirtschaftliche Einbußen. Das teilte die Handwerkskammer mit. Wenn Parkflächen wegfielen, könne es dazu führen, dass weniger Menschen aus dem Umland ins Stadtzentrum kämen. Laut Handwerkskammer haben im vorgesehenen Innenstadtbereich 118 Handwerksbetriebe ihren Sitz – vom Bäcker bis zum Optiker.

Der Stadtrat Halles hatte vor zwei Tagen beschlossen, dass die Altstadt von Halle künftig weitestgehend autofrei sein soll. Das soll die Umwelt entlasten und den Menschen mehr Lebensqualität bieten. Denkbar ist auch, dass Parkflächen im Stadtzentrum wegfallen. Die konkrete Planung beginnt aber erst noch.

05:41 Uhr | Gardelegen ist Kommune des Jahres

Die Hansestadt Gardelegen bekommt die Auszeichnung ,"Kommune des Jahres 2020" vom Ostdeutschen Sparkassenverband. Damit werden das schnelle Handeln und die Kreativität der Stadt nach Ausbruch der Corona-Pandemie gewürdigt. Hier gibt es das Nominierungs-Video. Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher sagte MDR SACHSEN-ANHALT, sie sei sehr stolz über die Auszeichnung.

Unter dem Motto "Wir für uns" hat Gardelegen in der Krise viele Dinge auf den Weg gebracht: Sofort nach den ersten Corona-Fällen im Altmarkkreis Salzwedel wurden ein Krisenstab gegründet und ein Einkaufsservice für ältere Menschen organisiert. Alle wichtigen Informationen werden zudem auf der Internetseite der Stadt gebündelt. Mit verschiedenen Aktionen wurden Geschäftsleute, Gastronomen und Vereine unterstützt.

Blick in die Fußgängerzone in der Hansestadt Gardelegen
Gardelegen ist nach Fläche die drittgrößte Stadt Deutschlands. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock

05:28 Uhr | Das Wetter: Wie gestern, nur noch weniger Sonne

Es könnte schlimmer sein. Der Freitag startet dicht bewölkt. Laut MDR-Wetterstudio wird gelegentlich etwas Regen fallen. Am Nachmittag sind vereinzelte Auflockerungen mit Sonne möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen 6 und 9 Grad. Hier die aktuellen Werte:

05:23 Uhr | ARD-DeutschlandTrend: Mehrheit will Kontakte zu Weihnachten

Wegen der Corona-Pandemie wollen drei Viertel der Deutschen über Weihnachten Kontakte zur Familie einschränken. Das geht aus dem neuen Deutschlandtrend von infratest dimap hervor. Dabei gaben 73 Prozent der Befragten an, dass sie Verwandtschaftsbesuche über die Feiertage reduzieren wollen, davon 17 Prozent sogar sehr stark.

Aber 23 Prozent der Befragten wollen nicht auf Besuche verzichten. Der Umfrage zufolge gibt es deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. So erklärten im Westen fast 80 Prozent, dass sie Kontakte zu Weihnachten einschränken werden. Im Osten sind es rund 60 Prozent.

05:09 Uhr | Ein Fuc*** Ortsschild

Ortsschild von Pißdorf bei Köthen
Ich möchte niemanden auf Ideen bringen, aber: Andere Länder haben auch schöne Orte. Bildrechte: MDR/André Plaul

Mit dieser Meldung kriege ich Sie wach: Das Dorf Fucking in Oberösterreich ist – klar, wegen seines Namens – weltberühmt. Doch genau das ist das Problem des 100-Seelen-Ortes. Denn immer wieder sind hier in der Vergangenheit die Ortsschilder durch Spaßvögel gemopst worden.

Ab Januar ist damit Schluss. Der Gemeinderat hat entschlossen, Fucking umzubenennen – in Fugging. Gut, an der Aussprache ändert sich damit fast nichts.

05:00 Uhr | Moin, Internet!

Das ist aber prima, dass Sie wieder reinschauen! Sie werden es nicht bereuen. Das verspricht Ihnen auch heute Morgen André Plaul – das bin ich. Und bis 11 Uhr sammele ich wieder alle wichtigen Neuigkeiten aus Sachsen-Anhalt für Sie zusammen, garniert mit ein paar weitererzählenswerten Geschichten.

Genug der Vorrede. Ab die Maus und guten Morgen!

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns über Ihre Meinung, lassen Sie uns gerne einen Kommentar da oder schreiben Sie uns bei Twitter oder Facebook. #tickeriki

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1 Kommentar

August vor 7 Wochen

Hatten wir nicht gerade die Woche der Nachhaltigkeit hier zeigt sich wie weit unser Umweltbewustsein geht. Wen intressiert da Feinstaub CO2 Emmision keiner will den ersten Schritt zu einer sauberen Umwelt machen wie gut das es das Böse Coronavirus gibt.

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