Die Elbe in Magdeburg mit Niedrigwasser
Niedrigwasser bedeutet Einbußen für Fähren- und Schiffbetreiber. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

Schifffahrt auf der Elbe Niedrigwasser: Hohe Einbußen bei Fähren-Betreibern

Der trockene Sommer sorgt auch noch im Herbst für niedrige Pegelstände: Fähren und Passagierschiffe entlang der Elbe waren teils außer Betrieb. Die Betreiber mussten daher Einbußen hinnehmen. Auch für die Gondeln im Wörlitzer Park war es keine gute Saison.

Die Elbe in Magdeburg mit Niedrigwasser
Niedrigwasser bedeutet Einbußen für Fähren- und Schiffbetreiber. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

Die Dürre des Sommers hat den Fähren und der Passagierschifffahrt auf der Elbe enorm zugesetzt. Wegen des niedrigen Flusspegels kam die Schifffahrt in Wittenberg fast völlig zum Erliegen. Schiffseigner Jan Harnisch kündigte aufgrund hoher Verluste an, die "MS Wittenberg" verkaufen zu wollen. Die drei Fahrgastsschiffe der Weißen Flotte in Magdeburg konnten nach der Sperrung der Elbe Anfang Juli auf den Mittellandkanal ausweichen. Inzwischen haben sie planmäßig Winterpause.

Hohe Einbußen mussten auch die Betreiber von Fähren hinnehmen. Die Elbfähren in Breitenhagen, Barby und Rosenburg waren vorübergehend außer Betrieb. Jetzt fahren sie zwar wieder, können aber nur begrenzt Ladung transportieren. Ähnlich verhält es sich in Coswig, Pretzsch, Prettin, Elster und Rogätz.

Die Trockenheit des Sommers hat auch im Herbst noch Auswirkungen: Im Landkreis Stendal setzt derzeit nur noch die Fähre Sandau über. Die Fähre Arneburg ist wegen Niedrigwassers für den Rest des Jahres außer Betrieb. Auch die Verbindung zwischen Ferchland und Grieben ist derzeit eingestellt. Außerdem ist die Fähre in Werben wegen Sanierungsarbeiten gesperrt.

Keine gute Saison für Gondeln im Wörlitzer Park

Auch der Wörlitzer Park meldet am Ende der Saison Einbußen. Wegen der Dürre sind die Kanäle im Park komplett ausgetrocknet, eine Gondelfahrt war deshalb nur auf dem See möglich. Vielen Besuchern hat das offenbar nicht gereicht: Wie die Kulturstiftung mitteilte, ging die Zahl der Gondelfahrten verglichen mit dem Vorjahr um 15 Prozent zurück.

Quelle: MDR/pat

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 14. November 2018 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. November 2018, 16:02 Uhr

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1 Kommentar

15.11.2018 22:11 Ureinwohner 1

Niedrigwasser bedeutet Einbußen für Fähren- und Schiffbetreiber. Was gehen uns Fähren- und Schiffsbtreiber an ? Bauern sind unsere Hätschelkinder alle anderen solle zusehen,wie sie Überleben. Ironie aus!

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