Von drüben und drüben | Folge 1 Von Grenzsoldaten und frittiertem Essen

In der ersten Folge des neuen MDR SACHSEN-ANHALT-Podcasts "Von drüben und drüben" treffen sich Doreen Jonas und Mario Köhne am Bahnhof in Oebisfelde. Heute ist es ein Durchgangsbahnhof. Als Jonas aufgewachsen ist, war für Ostdeutsche hier in der Regel Endstation. Es sei denn, sie durften in die Bundesrepublik einreisen. Oebisfelde war ein Grenzbahnhof.

Von drüben und drüben - von MDR SACHSEN-ANHALT

Auf dem Bild sind zwei Gesichter in Großaufnahme zu sehen, die einander zugewandt sind, vor einem lilafarbenen Hintergrund. Unten im Zentrum ist die Schrift "Zum Abschluss ins Emsland" zu lesen.
Bildrechte: MDR / Max Schörm

Von drüben und drüben | Folge 8 Zum Abschluss ins Emsland

Zum Abschluss ins Emsland

Für die letzte Folge ihres Ost-West-Podcasts sind Doreen Jonas und Mario Köhne in Köhnes Heimatstadt Lingen gefahren. Geschichten über die Stadt, die Nähe zu den Niederlanden, Uniformen oder auch den Wehrdienst.

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Di 17.11.2020 06:30Uhr 38:10 min

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Auf dem Bild sind zwei Gesichter in Großaufnahme zu sehen, die einander zugewandt sind, vor einem lilafarbenen Hintergrund. Unten im Zentrum ist die Schrift "Beim Jägerschnitzel bleibt die Teilung" zu lesen.
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In der 7. Folge beschäftigen sich Doreen Jonas und Mario Köhne mit dem Essen in Ost und West. Der Klassiker der Verwechslung ist wohl noch immer das Jägerschnitzel, aber es gibt doch noch einiges an Unterschieden mehr.

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Di 10.11.2020 06:00Uhr 41:44 min

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Auf dem Bild sind zwei Gesichter in Großaufnahme zu sehen, die einander zugewandt sind, vor einem lilafarbenen Hintergrund. Unten im Zentrum ist die Schrift "Tankstellengeruch und Ferkeltaxe" zu lesen.
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In der 6.Folge "Von drüben und drüben" sprechen Doreen Jonas und Mario Köhne über Gerüche, medizinische Versorgung und Mobilität. Sie entdecken dabei viele Gemeinsamkeiten aber auch wieder einige Unterschiede.

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Mo 02.11.2020 08:00Uhr 43:55 min

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Leben in Sichtweite der Mauer: ab 02:59 Minuten

"Ich glaube, dass dieser Bahnhof etwas Besonderes ist. Ein Bahnhof bedeutet ja immer ein Stückchen Freiheit. Aber dieser Bahnhof ist noch mehr Begrenzung für mich", erinnert sich Jonas an ihre Jugend in der Kleinstadt direkt an der Grenze. Für sie ging es vom Bahnhof nur in eine Richtung: nach Osten. Aus ihrer Sicht war Oebisfelde sehr für sich, die Stadt lag im Sperrgebiet.

Dabei handelte es sich um den fünf Kilometer breiten Abschnitt auf dem gesamten Gebiet der DDR vor der innerdeutschen Grenze. Hinein durften nur Menschen, die dort wohnten oder arbeitete, ansonsten nur enge Angehöre mit einem Passierschein. Den allerdings bekam längst nicht jeder. In Lingen war die Grenze zwar da, allerdings nicht spürbar. Einschränkungen, so Köhne, gab es dort nicht.

Das Bild zeigt eine Infotafel zur Grenzsperranlage in Oebisfelde vor einem Gebüsch.
Heute erinnert eine Infotafel an die ehemalige Grenzsperranlage in Oebisfelde. Bildrechte: MMDR / Mario Köhne

Frittiertes Essen in den Niederlanden: ab 10:29 Minuten

Mario Köhnes Erfahrungen mit der nahen Grenze zu den Niederlanden sind andere: Als er Kind war, gab es zwar noch Kontrollen – harmlos, aber durchaus mit Spannung verbunden. Später aber war die Grenze offen. Wie viele Deutsche ist auch Köhnes Familie oft in die Niederlande gefahren, um einzukaufen. Kaffee ist dort günstiger, Benzin war es. Und: Die Niederlande sind bekannt für ihr kalorienreiches und frittiertes – durchaus leckeres - Essen.

Uniformen überall: ab 25:45 Minuten

Ihre Heimatstadt Oebisfelde hat Doreen Jonas auch als Stadt der Uniformen in Erinnerung behalten. Neben den Grenztruppen war die Transportpolizei immer präsent, genauso wie die Mitarbeiter von Pass und Zoll. Um zu verhindern, dass Menschen die DDR bei Oebisfelde die innerdeutsche Grenze überqueren, waren die Kontrollen im Grenzgebiet entsprechend streng. Jonas erinnert sich an eine Radtour mit ihrem Freund, bei der sie "ein Dutzend mal" überprüft wurde. Wenn sie ihren Ausweis nicht dabei gehabt hätte, wäre sie vermutlich mitgenommen worden. Ganz anders bei Mario Köhne: Er kann sich dagegen an keine Polizeikontrolle in seiner Kindheit und Jugend erinnern. Dass man schon ab 14 immer den Ausweis dabei haben muss, für ihn in der Bundesrepublik war das überhaupt kein Thema. 

Doreen Jonas, Reporterin bei MDR SACHSEN-ANHALT
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Über Doreen Jonas Doreen Jonas arbeitet seit 2011 für MDR SACHSEN-ANHALT. Jonas studierte Geschichte, Politik und Jüdische Studien. Außerdem absolvierte sie ein journalistisches Volontariat. Für den MDR ist sie im Bereich Hörfunk und Fernsehen überwiegend für das Studio Stendal in der Altmark tätig.

Mario Köhne
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Über Mario Köhne Mario Köhne kommt gebürtig aus dem Emsland und arbeitet seit Anfang 2017 als freier Journalist bei MDR SACHSEN-ANHALT. Er ist für den Hörfunk in der Nachrichtenredaktion und als Reporter unterwegs. Für das Studio Magdeburg berichtet er regelmäßig aus dem Landkreis Börde. Er schreibt außerdem für mdrsachsenanhalt.de. Bevor er zu MDR SACHSEN-ANHALT kam, arbeitete er als Radiojournalist im niedersächsischen Lokalfunk. Seine Lieblingsorte in Sachsen-Anhalt sind Schloss Hundisburg mit dem alten Steinbruch und das Elbufer in Magdeburg.

Quelle: MDR/jb

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | MDR SACHSEN-ANHALT | 29. September 2020 | 09:33 Uhr

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