Von drüben und drüben | Folge 3 Schnäppchen? Im Osten gab's das nicht!

Beim Einkaufen gab es zwischen Ost und West große Unterschiede. Das galt für Lebensmittel, aber auch für Kleidung, Schuhe oder Ersatzteile. Während im Westen alles zu bekommen war, musste im Osten aufgepasst werden, wenn es etwas gab. Dann war oft Schlangestehen angesagt. Doreen Jonas und Mario Köhne erinnern sich in der 3. Folge ihres MDR-SACHSEN-ANHALT-Podcasts "Von drüben und drüben".

Von drüben und drüben - von MDR SACHSEN-ANHALT

Auf dem Bild sind zwei Gesichter in Großaufnahme zu sehen, die einander zugewandt sind, vor einem lilafarbenen Hintergrund. Unten im Zentrum ist die Schrift "Von Gameboy und Jungpionieren" zu lesen.
Bildrechte: MDR / Max Schörm

In der vierten Folge sprechen Doreen Jonas und Mario Köhne über Freizeitaktivitäten. Im Westen geht's um kirchliche Jugendgruppen und Gameboys. Im Osten um Kreisspartakiaden und West-Radio.

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Fr 16.10.2020 16:50Uhr 41:07 min

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Auf dem Bild sind zwei Gesichter in Großaufnahme zu sehen, die einander zugewandt sind, vor einem lilafarbenen Hintergrund. Unten im Zentrum ist die Schrift "Schnaps? Das gabs im Osten nicht" zu lesen
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In der dritten Folge widmen sich Doreen Jonas und Mario Köhne dem Schwerpunkt "Einkaufen". Wie war das mit Lebensmitteln in der DDR? Was kostete ein Brötchen im Westen? Auch dort standen die Menschen manchmal Schlange.

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Di 13.10.2020 05:00Uhr 44:29 min

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Auf dem Bild sind zwei Gesichter in Großaufnahme zu sehen, die einander zugewandt sind, vor einem lilafarbenen Hintergrund. Unten im Zentrum ist die Schrift "Fahnenappell und Gottesdienst" zu lesen
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In der zweiten Podcast-Folge gehts um Kindergarten und Schule. Und da gab es erhebliche Unterschiede zwischen Ost- und West. Eine Episode von längt verschwundenen Fächern und Zeugnisnoten.

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Di 06.10.2020 05:00Uhr 43:46 min

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Kein Shopping-Fan: ab 01:13 Minuten

Mario Köhne berichtet davon, dass es im Westen eigentlich immer alles zu kaufen gab. Doreen Jonas erzählt im Gegenzug, wie es ist, sich anstellen zu müssen, weil es mal wieder Wassermelonen gibt. Oder, weil der Händler gefütterte Winterschuhe bekommen hat. Ob sie davon geprägt wurde? "Ich bin keine Schnäppchenjägerin. Ich bin da relativ unaufgeregt", sagt sie heute. Das liegt aber auch daran, dass es Schnäppchen in der DDR einfach nicht gab. Das lag schon an den vorgegebenen Einheitspreisen. Und: "Es gab im Osten nur Jäger nach Dingen, die es nicht gab."

Dederon-Beutel, Netze und Wäschekörbe für den Einkauf: ab 14:03 Minuten

Notgedrungen war die DDR in mindestens einem Punkt der Zeit voraus: Plastiktüten gab es beim Einkauf nicht. "Wir hatten Körbe, Dederon-Beutel oder Netze", erzählt Jonas. Aber auch bei Mario Köhne im Westen wurde selten mit Plastiktüten eingekauft. Wenn ein Großeinkauf gemacht wurde, standen im Kofferraum Wäschekörbe bereit. Dort wurden die Lebensmittel verpackt und konnten so einfach ins Haus gebracht werden.

Gegenstände aus der ehemaligen DDR
Mit solch einem Dederon-Einkaufsnetz ist man früher in der DDR Einkaufen gegangen. Bildrechte: MDR

Klamotten von Älteren auftragen: ab 22:21 Minuten

Das gab es tatsächlich in beiden deutschen Staaten: Die jüngeren Geschwister oder Cousinen und Cousins mussten die Kleidungsstücke der Älteren auftragen. Aber auch da gibt es einen Unterschied zwischen den beiden Staaten. Köhne fühlte sich mit solchen Klamotten eher unwohl. Jonas dagegen freute sich riesig: "Meine Cousinen hatten immer hippe Sachen aus West-Berlin." Auch lange Hemden ihres Onkels hat sie aufgetragen. Zur Not wurde umgenäht oder gekürzt.

So ist es heute: ab 35:46 Minuten

Köhne meint, Menschen aus dem Osten schätzen es das heutige Angebot viel mehr wert. Jonas sagt: "Heute genieße ich es, wenn ich weiß: Das kann ich jetzt bekommen." Das liege aber auch daran, dass man keine großen Geldsorgen habe. Und die Folge endet – ganz im Klischee – mit einer Bananen-Geschichte.

Doreen Jonas, Reporterin bei MDR SACHSEN-ANHALT
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Über Doreen Jonas Doreen Jonas arbeitet seit 2011 für MDR SACHSEN-ANHALT. Jonas studierte Geschichte, Politik und Jüdische Studien. Außerdem absolvierte sie ein journalistisches Volontariat. Für den MDR ist sie im Bereich Hörfunk und Fernsehen überwiegend für das Studio Stendal in der Altmark tätig.

Mario Köhne
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Über Mario Köhne Mario Köhne kommt gebürtig aus dem Emsland und arbeitet seit Anfang 2017 als freier Journalist bei MDR SACHSEN-ANHALT. Er ist für den Hörfunk in der Nachrichtenredaktion und als Reporter unterwegs. Für das Studio Magdeburg berichtet er regelmäßig aus dem Landkreis Börde. Er schreibt außerdem für mdrsachsenanhalt.de. Bevor er zu MDR SACHSEN-ANHALT kam, arbeitete er als Radiojournalist im niedersächsischen Lokalfunk. Seine Lieblingsorte in Sachsen-Anhalt sind Schloss Hundisburg mit dem alten Steinbruch und das Elbufer in Magdeburg.

Quelle: MDR/jb

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | MDR SACHSEN-ANHALT | 29. September 2020 | 09:33 Uhr

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