Podcast "Was bleibt" | Folge 25 Was bleibt: Die Altmark sucht Einwohner und Wittenberg neue Ideen

Wittenberg, das Rom der Lutheraner, feiert – aber mit angezogener Handbremse. Weil Besucher fehlen. Und: Der letzte macht das Licht aus. Beim Demographie-Dialog in Stendal wird nach Lösungen gegen den Leerstand gesucht.

Portrait-Bild von Uli Wittstock
Bildrechte: Uli Wittstock/Matthias Piekacz

von Uli Wittstock, MDR SACHSEN-ANHALT

Reformationsfest in Wittenberg mit durchwachsener Bilanz –ab Minute 01:20

  • 502 Jahre nach Luthers Thesenanschlag fällt die Bilanz des Reformationsfestes in Wittenberg durchwachsen aus.
  • Die Stadt ist saniert, zugleich wird der Lehrstand im Zentrum immer deutlicher.
  • Es fehlt an jungen Leuten und an Ideen zur Stadtbelebung.

Und... was bleibt?

  • Eine große Herausforderung – mehr Kooperation über Kreisgrenzen hinweg ist notwendig.
  • Und die Frage, ob die Marke "Luther" stark genug ist, um Wittenberg touristisch durch das Jahr zu tragen.

Altmark: Gehen oder bleiben? – ab Minute 12:40

  • Gehen oder bleiben – das ist in der Altmark noch immer ein Thema.
  • Wenn kein Umsteuern gelingt, dann werden manche Dörfer aussterben.
  • Der Demographie-Dialog bringt Politik, Verwaltung und Bürger zusammen. Dort werden neue Ideen diskutiert.

Und... was bleibt?

  • Viele Ideen im Kleinen – aber es gibt keinen großen Wurf.
  • Das Zusammenspiel der Beteiligten muss verbessert werden.
  • Auch Ehrenamtliche altern. Wenn junge Leute fehlen, muss nach anderen Möglichkeiten gesucht werden.

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Über den Autor Geboren ist Uli Wittstock 1962 in Lutherstadt Wittenberg, aufgewachsen in Magdeburg. Nach dem Abitur hat er einen dreijährigen Ausflug ins Herz des Proletariats unternommen: Arbeit als Stahlschmelzer im VEB Schwermaschinenbaukombinat Ernst Thälmann. Anschließend studierte er evangelische Theologie. Nach der Wende hat er sich dem Journalismus zugewendet und ist seit 1992 beim MDR-Hörfunk. 2016 erschien sein Roman "Weißes Rauschen oder die sieben Tage von Bardorf" im Mitteldeutschen Verlag Halle.

Quelle: MDR/olei

Zuletzt aktualisiert: 01. November 2019, 17:42 Uhr

1 Kommentar

Nurta vor 2 Wochen

Wie wäre es mit einer Veranstaltung für die Öffentlichkeit, wo von den Städten oder Ländern Projekte der nächsten Jahre vorgestellt werde und sich die Leute offen äußern könnten.
Was man mündlich oder schriftlich tun könnte. Als Umfrage oder Informations Veranstaltung, die in regelmäßigen Abständen (vielleicht jährlich) wiederholt wird.
Alleine das Interesse der Bürger kann vieles bewirken wenn man sie anhört und berücksichtigt.

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