Podcast "Was bleibt" | Folge 19 Was bleibt: CDU und AfD kooperierten und Meisterpflicht fürs Handwerk

Bundesweite Schlagzeilen und Erklärungsversuche: In Eilsleben haben CDU und AfD eine gemeinsame Fraktion gebildet – die politische Realität ist also eine andere, als es die CDU-Parteiführung wahrhaben will. Außerdem im Podcast: Im Handwerk gibt es seit vielen Jahren die Forderung, die Meisterpflicht wieder einzuführen. Das ist nun auch passiert. Dennoch sind Sachsen-Anhalts Handwerker mit dem Ergebnis unzufrieden.

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Bildrechte: Uli Wittstock/Matthias Piekacz

von Uli Wittschtock, MDR SACHSEN-ANHALT

Flirt oder Fauxpas – Warum CDU-Parlamentarier mit der AfD kooperierten (ab 01:15 Minuten)

  • In Eilsleben hat die CDU einen AfD-Vertreter in die eigene Fraktion aufgenommen
  • Dabei gibt es einen Abgrenzungsbeschluss der CDU-Parteiführung
  • Allerdings sind die Mitglieder der CDU-Fraktion gar keine Mitglieder der CDU. Was auch in anderen Parteien üblich ist und immer wieder zu Problemen führt
  • Die Mitgliederschwäche der Parteien führt vor Ort zu unerwarteten politischen Folgen.

Und... was bleibt?

  • In Kommunalparlamenten wird auf sehr niedriger Ebene Politik für die Menschen gemacht.
  • Politische Regeln, die eine Partei erlässt (z.B keine Zusammenarbeit mit einer bestimmten Partei), sind auf kommunaler Ebene manchmal schwer umzusetzen.

Meisterpflicht fürs Handwerk –Politik steuert um (ab 19:00 Minuten)

  • In einigen Branchen wurde die Meisterpflicht abgeschafft, nun rudert man zurück.
  • Nur Meister dürfen in Handwerk ausbilden und da zeichnet sich in Sachsen-Anhalt ein dramatischer Rückgang ab.
  • Wirtschaftlich geht es dem Handwerk hervorragend, dennoch zeichnet sich ein weiterer Rückgang von Handwerksbetrieben ab.

Und... was bleibt?

  • Es bleibt die Frage, was die Kunden wollen: Qualität oder günstige Preise?!

Wo der Podcast zu hören ist

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Über den Autor Geboren ist Uli Wittstock 1962 in Lutherstadt Wittenberg, aufgewachsen in Magdeburg. Nach dem Abitur hat er einen dreijährigen Ausflug ins Herz des Proletariats unternommen: Arbeit als Stahlschmelzer im VEB Schwermaschinenbaukombinat Ernst Thälmann. Anschließend studierte er evangelische Theologie. Nach der Wende hat er sich dem Journalismus zugewendet und ist seit 1992 beim MDR-Hörfunk. 2016 erschien sein Roman "Weißes Rauschen oder die sieben Tage von Bardorf" im Mitteldeutschen Verlag Halle.

Quelle: MDR/kb

Zuletzt aktualisiert: 06. September 2019, 15:55 Uhr

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