Podcast "Was bleibt" | Folge 36 Was bleibt: Morddrohung gegen Diaby, Klinik-Krise und Rassismus beim Karneval

Die erneute Drohung gegen Karamba Diaby sorgte bundesweit für Aufsehen. Der Podcast thematisiert den Fall und klärt, was das mit dem Betroffenen macht. Außerdem geht es um Krankenhäuser in der Krise und um einen Rassismus-Vorfall auf einer Karneval-Veranstaltung.

MDR-Redakteur Julien Bremer
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

von Julien Bremer, MDR SACHSEN-ANHALT

Karamba Diaby, Eine Demonstration und Luftschlangen 61 min
Bildrechte: MDR/Karamba Diaby, Andreas Müller, colourbox

Morddrohungen gegen Karamba Diaby und Katharina Zacharias – ab Minute 01:02

  • Der Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby (SPD) hat eine Morddrohung erhalten, die offensichtlich von Rechtsextremen stammt. Er will sich davon aber nicht einschüchtern lassen.
  • Auch Kommunalpolitikerin Katharina Zacharias (SPD) wurde in dieser Woche bedroht. Sie vermutet einen Zusammenhang zu ihrem klaren Statement gegen Rassismus.
  • Besonders Kommunalpolitiker leiden zunehmend unter Gewalt- und Morddrohungen.

Und... was bleibt?

  • Viele Sorgen und eine gekippte Stimmung.
  • Die Erkenntnis, dass alle Demokraten unmissverständlich aufstehen müssen und sagen müssen, dass Grenzen überschritten wurden.

Probleme bei Sachsen-Anhalts-Kliniken – ab Minute 19:53

  • Fünf von 47 Kliniken in Sachsen-Anhalt sollen in finanzielle Schieflage geraten sein.
  • Ein Grund dafür sind fehlende Investitionen aus der Politik.
  • Eine Zusammenlegung von Bereichen kann für die Patienten auch durchaus Vorteile bringen.

Und... was bleibt?

  • Ein Problem, das noch lange nicht gelöst ist.

Rassismus beim Karneval in Süplingen – ab Minute 42:41

  • Nach einer als rassistisch einzustufenden Büttenrede auf einer Karnevalsveranstaltung ist der Redner mittlerweile aus dem Verein getreten. Auch der Vereinsvorsitzende hat seinen Rücktritt angeboten, wurde aber vom Verein im Amt bestätigt.
  • Die Kontrollmechanismen im Vorfeld der Prunksitzung haben versagt.
  • Der Verein hat sich entschuldigt und für die nächste Veranstaltung eine Überraschung angekündigt.

Und... was bleibt?

  • Die Sorge, dass dieser Einzelfall hängen bleibt und pauschal auf die ganze Karnevalslandschaft abstrahlt.

Wo der Podcast zu hören ist

Podcasts FCM und HFC
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MDR-Redakteur Julien Bremer
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Über den Autor Julien Bremer ist seit Oktober 2018 bei MDR SACHSEN-ANHALT und ist die Schnittstelle zwischen Hörfunk- und Online-Redaktion. Er kommt ursprünglich aus der Altmark. Nach seinem Journalistik-Studium in Magdeburg verschlug es ihn für verschiedene Jobs nach Berlin. Irgendwann hatte er aber genug vom hippen Berlin und er fing als freier Mitarbeiter bei "MDR SPUTNIK" und "MDR Sport im Osten" an, bevor er wieder nach Magdeburg zurückkehrte. Er ist fest davon überzeugt, dass es für jeden Menschen da draußen auch den richtigen Podcast gibt und will dafür sorgen, dass zukünftig möglichst viele davon von MDR SACHSEN-ANHALT kommen!

Quelle: MDR/jb

Zuletzt aktualisiert: 24. Januar 2020, 14:55 Uhr

5 Kommentare

Stefan Der vor 4 Wochen

Nein, so meinte ich das nicht und das wissen Sie auch.
Lesen Sie bitte meinen Kommentar nochmal durch. Und ich habe keine Probleme mit anderen Meinungen, auch wenn diese mittels Satire dargestellt werden. Aber ich habe ein Problem mit dem dummdreisten unintelligent Herauspöbelns von platten Vorurteilen und Rassismus. Nichts anderes war die Büttenrede.
Aber wie schon von mir geschrieben lieber Beobachter. Jeder hat seinen eigenen Humor... ;-P

Benutzer vor 4 Wochen

Der Sangesbeitrag des Chores im WDR dagegen erfüllt in allen Hinsichten (wenn man ein bisschen Humor hat) die Definition von Satire. "

nö da muss ich ihnen widersprechen. Es erfüllt auf keien Fall Satire. Wenn man Omas als Umweltsau usw betitelt. Gut für viele Linke schon die dann aber aufschreien wenn es gegen Flüchtlinge geht.

Stefan Der vor 4 Wochen

Nein, Herr Benutzer, da muss ich Ihnen leider widersprechen.
Erstmal di Definition: "Satire ist eine Kunstform, mit der Personen, Ereignisse oder Zustände kritisiert, verspottet oder angeprangert werden. Typische Stilmittel der Satire sind die Übertreibung als Überhöhung oder die Untertreibung als bewusste Bagatellisierung bis ins Lächerliche oder Absurde." Quelle: Wikipedia.

Die Büttenrede war weder lustig noch hat sie in irgendeiner Weise die Definition von Satire erfüllt. Sie war im Gegenteil eine Rede, die auch Lutz B. in Dresden vor seinen Jüngern hätte halten können.
Der Sangesbeitrag des Chores im WDR dagegen erfüllt in allen Hinsichten (wenn man ein bisschen Humor hat) die Definition von Satire. Aber Humorlose "besorgte Rassisten" lachen eben lieber über platte Sprüche und sehen ihre 90jährige Oma verunglimpft, die mit dem Lied gar nicht gemeint war. Die meisten Omas sind heute um die 60 und fahren gerne Auto. ;-)

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