Podcast "Was bleibt" | Folge 38 Was bleibt: Was die Thüringen-Wahl für die Politik in Sachsen-Anhalt bedeutet

Die umstrittene Ministerpräsidenten-Wahl in Thüringen strahlte auch über die Landesgrenzen. Was das für die Politik in Sachsen-Anhalt bedeutet, klärt der Podcast. Außerdem geht es um das "Judensau"-Relief von Wittenberg und um mehr Fairness für Bauern.

MDR-Redakteur Julien Bremer
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

von Julien Bremer, MDR SACHSEN-ANHALT

Folgen der Thüringen-Wahl für Sachsen-Anhalt – ab Minute 01:15

  • Parteien müssen Lösungen finden für komplizierte Mehrheitsbeschaffungen.
  • Nach dem Eklat in Thüringen sollte man in Sachsen-Anhalt vor einem ähnlichen Fall gewarnt sein.
  • Weite Teile der CDU haben inhaltlich größere Schnittmengen mit Teilen der AfD als zum Beispiel mit den Grünen.

Und... was bleibt?

  • Eine stärker gewordene AfD, die zum ersten Mal Einfluss auf die Exekutive ausüben konnte.
  • Eine geschwächte CDU und eine geschwächte FDP.

Antisemitisches Schmährelief darf weiter in Wittenberg hängen – ab Minute 22:06

  • Das Schmährelief darf weiter hängen bleiben, weil es kommentiert und in den Kontext eingebettet wird und nicht nur für sich steht.
  • Die Stadt und die Kirche gehen mit der Thematik offen um.
  • Der Zentralrat der Juden sieht die Thematik daher relativ entspannt. Der Kläger hingegen will die Plastik um jeden Preis entfernen lassen.

Und... was bleibt?

  • Eine hochemotionale Debatte mit guten Argumenten auf beiden Seiten.

Probleme der Landwirte mit Discountern – ab Minute 41:37

  • Landwirte klagen über den billigen Verkauf von Lebensmittel in Supermärkten.
  • Sie stehen am Ende der Handelskette und haben kaum Möglichkeiten, die Dinge zu beeinflussen.
  • Landwirte sollen sich zu größeren Verbänden zusammenschließen können, um ihre Verhandlungsposition zu stärken.

Und... was bleibt?

  • Schlechte Entlohung der Bauern
  • Die Möglichkeit der Verbraucher, bewusster zu konsumieren und somit im Sinne der Landwirte zu handeln.

Wo der Podcast zu hören ist

Podcasts FCM und HFC
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
MDR-Redakteur Julien Bremer
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Über den Autor Julien Bremer ist seit Oktober 2018 bei MDR SACHSEN-ANHALT und ist die Schnittstelle zwischen Hörfunk- und Online-Redaktion. Er kommt ursprünglich aus der Altmark. Nach seinem Journalistik-Studium in Magdeburg verschlug es ihn für verschiedene Jobs nach Berlin. Irgendwann hatte er aber genug vom hippen Berlin und er fing als freier Mitarbeiter bei "MDR SPUTNIK" und "MDR Sport im Osten" an, bevor er wieder nach Magdeburg zurückkehrte. Er ist fest davon überzeugt, dass es für jeden Menschen da draußen auch den richtigen Podcast gibt und will dafür sorgen, dass zukünftig möglichst viele davon von MDR SACHSEN-ANHALT kommen!

Quelle: MDR/jb

Zuletzt aktualisiert: 07. Februar 2020, 14:55 Uhr

4 Kommentare

W.Merseburger vor 2 Wochen

Das Dilemma in Thüringen bezüglich einer funktionierenden Regierung wird nun nach der Ankündigung von Gauland, die AfD sollte nun Rammelow als MP wählen, noch größer. Die sogenannten Altparteien sind nun in der AfD Falle. Um eine Regierung zu bilden, müssten sich CDU und/oder FDP in Richtung Rammelow bewegen. Auch das wäre ein Tabubruch für beide Parteien. Vielleicht sollte man diese politische Wende erst nach Neuwahlen ernsthaft in Betracht ziehen.
Wenn wir nun auch noch das Problem der Wittenberger Plastik nach Karlsruhe geben, dann schlage ich vor, alle Darstellungen von Kaiser Wilhelm II gleich mit zu verbieten. Dieser Kaiser hat Deutschland, das heißt den einfachen Bürgern, extrem viel Leid und Elend vor 102 Jahren gebracht.

August vor 2 Wochen

Vor 40 Jahren waren die Wahlzettel kleiner und die Auswahl lautet ja oder Nein. Bei der Wahlbeteiligung heutzutage profitieren Parteien denen diese Auswahl noch zuviel ist . Die Unwissenheit führt uns wieder zu Führenden von Gottes Gnaden zudem das Volk aufschaut.

Erni01 vor 2 Wochen

Wenn die politischen Verhältnisse in Thüringen doch so verfahren sind, warum dann keine Neuwahlen? Könnte doch zu klareren Verhältnissen führen. Z. B. 5% für die SPD, Grün und FDP ganz raus

Mehr aus Sachsen-Anhalt