Podcast "Was bleibt" | Folge 5 Was bleibt: Wahl-Spezial zur Kommunalwahl 2019

Im Podcast "Was bleibt" von MDR SACHSEN-ANHALT geht es diese Woche ausschließlich um die Kommunalwahl im Land. Julien Bremer analysiert gemeinsam mit Uli Wittstock und Luca Deutschländer die Ergebnisse.

MDR-Redakteur Julien Bremer
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

von Julien Bremer, MDR SACHSEN-ANHALT

Logo von "Was bleibt" 56 min
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In dieser Woche widmen wir uns ausschließlich der Kommunalwahl und gehen in die Analyse der großen Parteien in Sachsen-Anhalt:

Die CDU gewinnt die Wahl und muss trotzdem gewarnt sein

  • Im Norden das Problem mit der Wahlfälschungs-Affäre.
  • Im Süden fühlen sich die Leute abgehängt und werden von der CDU nicht mehr erreicht.
  • Debatte um Rezo-Video im Vorfeld der Wahl war verheerend für die Partei.
  • Kommunalwahl als letzter Warnschuss vor der nächsten Landtagswahl.

AfD etabliert sich in der ostdeutschen Parteienlandschaft

  • Partei ist Gewinner der Wahl und jetzt fest in der Kommunalpolitik Sachsen-Anhalts verankert.
  • Das könnte Repolitisierung der Kommunalpolitik zur Folge haben.
  • Aus "normalen Themen" könnten große politische Diskussionen entstehen.
  • Auswirkungen in Kommunalpolitik sind schnell sichtbar – wird sich zeigen, was AfD für die Bürger leistet.

Grüne feiern bestes Ergebnis – liegen aber deutlich unter dem Bundestrend

  • Wahlklientel der Grünen in Sachsen-Anhalt nicht so ausgeprägt vorhanden.
  • Die Grünen sind eine Partei der Stadt und weniger fürs Land.
  • Grüne sind besonders in den Städten und im Harz stark.
  • Das Organisieren von Mehrheiten bei so vielen etwa gleich starken Parteien wird eine große Herausforderung.

Absturz der SPD setzt sich auch in Sachsen-Anhalt fort

  • Die klassische Arbeiterkultur gibt es nicht mehr, deshalb gibt es Probleme bei der SPD.
  • SPD verliert Stimmen in alle Richtungen.
  • Es fehlen Führungsfiguren, die Mitglieder und Wähler begeistern und überzeugen.

Die Linke findet immer weniger Beachtung

  • Linke hat unter der AfD zu leiden, weil Protestwähler weniger links wählen.
  • Standbein der starken Kommunalpolitik droht wegzubrechen.
  • Es fehlen starke Köpfe, die vorangehen.

Und... was bleibt?

  • Die Menschen reden wieder über Politik und setzen sich vermehrt damit auseinander.
  • Geschickte Taktiker und kluge Köpfe sind gefragt, die bei der Verteilung in den Parlamenten Mehrheiten für ihre Ideen organisieren können.

Wo der Podcast zu hören ist

Podcasts FCM und HFC
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MDR-Redakteur Julien Bremer
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Über den Autor Julien Bremer ist seit Oktober 2018 bei MDR SACHSEN-ANHALT und ist die Schnittstelle zwischen Hörfunk- und Online-Redaktion. Er kommt ursprünglich aus der Altmark. Nach seinem Journalistik-Studium in Magdeburg verschlug es ihn für verschiedene Jobs nach Berlin. Irgendwann hatte er aber genug vom hippen Berlin und er fing als freier Mitarbeiter bei "MDR SPUTNIK" und "MDR Sport im Osten" an, bevor er wieder nach Magdeburg zurückkehrte. Er ist fest davon überzeugt, dass es für jeden Menschen da draußen auch den richtigen Podcast gibt und will dafür sorgen, dass zukünftig möglichst viele davon von MDR SACHSEN-ANHALT kommen!

Quelle: MDR/jb

Zuletzt aktualisiert: 29. Mai 2019, 19:31 Uhr

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2 Kommentare

30.05.2019 12:05 Gert 2

#1 da muß man Ihnen voll zustimmen. Leider hat man hier fast 30 Jahre lang geschlafen. Man kann wohl schreiben, daß erst durch das letzte Bundestagswahlergebnis 2017 die alten Parteien gemerkt haben, daß es noch ein ein anderes Deutschland gibt. Ein Deutschland außerhalb der Grenzen der alten BRD vor dem 03. Oktober 1990. Ja eine in Hamburg geborene Uckermärkerin und ein alter Pastor aus Rostock waren eben nicht das Allheilmittel.

30.05.2019 10:03 W. Merseburger 1

Ich kann mich vielen Aussagen, die oben getroffen wurden, nur anschließen. Die Aussage, dass Führungsfiguren, starke Köpfe und gute Köpfe fehlen ist richtig. Erst wenn es wieder politisch glaubhafte Führungskräfte gibt, die auch noch beruflich in der Realität stehen, also nicht Schulsaal, Hörsaal, Plenarsaal, wird es wieder aufwärts gehen. Um mit R. Haseloff zu sprechen: Wir brauchen den Ingenieur und nicht den Orchideenwissenschaftler!