Magdeburg: Der Angeklagte (M) wird im Landgericht von Justitzbeamten in den Verhandlungssaal geführt. Dort begann der Prozess gegen den 26-Jährigen wegen sexuellen Missbrauchs.
Der 26-Jährige hatte vor Gericht die Vorwürfe zugegeben. Bildrechte: dpa

Westeregeln im Salzlandkreis Kita-Erzieher gibt sexuellen Missbrauch zu

Vor dem Landgericht Magdeburg hat ein wegen sexuellen Missbrauchs angeklagter Kindergarten-Erzieher alle Vorwürfe zugegeben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, sich im vergangenen Jahr in einer Kita in Westeregeln im Salzlandkreis an zwei Mädchen vergangen zu haben.

Magdeburg: Der Angeklagte (M) wird im Landgericht von Justitzbeamten in den Verhandlungssaal geführt. Dort begann der Prozess gegen den 26-Jährigen wegen sexuellen Missbrauchs.
Der 26-Jährige hatte vor Gericht die Vorwürfe zugegeben. Bildrechte: dpa

Ein wegen sexuellen Missbrauchs angeklagter Erzieher hat vor dem Landgericht Magdeburg alle Vorwürfe gestanden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, sich im vergangenen Jahr in einer Kita in Westeregeln im Salzlandkreis an zwei 5-jährigen Mädchen vergangen zu haben.

Gerichtssprecher Christian Löffler vom Landgericht Madeburg
Gerichtssprecher Christian Löffler vom Landgericht Madeburg Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Gerichtssprecher Christian Löffler sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Atmosphäre im Gerichtssaal sei beim Prozessbeginn am Freitag sehr angespannt gewesen. Der Raum war demnach randvoll mit Zuschauern und Medienvertretern. Als die Anklage verlesen wurde, habe betroffenes Schweigen geherrscht. "Der Angeklagte selbst schien auch emotional sehr angespannt und auch er stand den Tränen nahe", sagte Löffler weiter.

Missbrauch auch gefilmt

Der Angeklagte erklärte demnach vor Gericht: "Es waren Momente, in denen das Denken nicht so funktioniert hat wie sonst". Er habe auch mit dem Handy gefilmt, so der 26-Jährige. Zu seinen Beweggründen gab er an, alles habe sich "wie ein Blitz angefühlt, der in den Körper einschlägt".

Durch das Geständnis müssen die beiden Mädchen nicht vor Gericht aussagen. Diese zusätzliche Belastung bleibe den Kindern erspart, so Löffler. Das Geständnis wirkt außerdem strafmildernd. Dennoch muss der 26-Jährige Löffler zufolge mit einer "sehr hohen Freiheitsstrafe rechnen" – zwischen zwei und fünfzehn Jahren. Dem Mann werden insgesamt sieben schwere Straftaten vorgeworfen. Ein Urteil wird frühestens im März erwartet.

Quelle: MDR/kl

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 22. Februar 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2019, 12:17 Uhr