Schulweg Burg
Vor der Grundschule in Burg-Süd hat die Polizei am Montag groß kontrolliert. Bildrechte: MDR/Alexander Polte

Erster Schultag Sicherer Schulweg für Sachsen-Anhalts Erstklässler

Sachsen-Anhalts Erstklässler hatten am Montag ihren ersten Schultag. Um für sichere Schulwege zu sorgen, kontrollierte die Polizei verstärkt die Geschwindigkeit der Autofahrer und ob die Kinder, die mit dem Auto gebracht wurden, angeschnallt waren.

Schulweg Burg
Vor der Grundschule in Burg-Süd hat die Polizei am Montag groß kontrolliert. Bildrechte: MDR/Alexander Polte

Am Montag war der erste Schultag für Sachsen-Anhalts Erstklässler. Zum ersten Mal mussten sie offiziell ihren Weg zu Schule bewältigen. Viele Kinder wurden mit dem Auto gefahren. Einige kamen auch zu Fuß mit ihren Eltern zur Schule, die den sicheren Weg zur Schule noch kontrollierten.

Doch nicht nur Eltern sind um die sicheren Schulwege ihre Kinder bemüht. Auch die Polizei will die Schulwege mit geeigneten Maßnahmen sichern.

Sicherheit hängt von vielen Faktoren ab

Denn wie sicher der Schulweg ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Zum Beispiel, ob sich Autofahrer an die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit halten. Das wurde am Morgen an mehreren Orten von der Polizei kontrolliert, unter anderem vor der Grundschule in Burg-Süd im Jerichower Land. Dort blitzten und laserten die Beamten. Gleichzeitig kontrollierten sie aber auch, ob die Kinder in den Autos angeschnallt waren.

Bei den Eltern kamen die Verkehrskontrollen ganz gut an. Eine Mutter sagte im Gespräch mit MDR SACHSEN-ANHALT, ihr Zweitklässler müsse auf dem Schulweg an mindestens zwei bis drei Stellen die Straße überqueren. Dort seien Autofahrer nicht vorsichtig genug. Es bräuchte ihrer Ansicht nach einen Zebrastreifen oder eine Ampel.

Eine andere Mutter bezeichnete die Verkehrslage um die Schule morgens und mittags als extrem. Da würde sie wirklich bangen, dass die Kinder nicht überfahren werden. Einige Autofahrer würden die Straße "langbrettern, wie die Idioten".

Schulleiterin begrüßt Kontrolle

Rund 50 Erstklässler gehen in die Grundschule in Burg-Süd. Über die Kontrollaktion freute sich auch Schulleiterin Bärbel Birnbaum. Sie sagte MDR SACHSEN-ANHALT: "Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder sicher zur Schule kommen. Wir haben viele Kinder, die einen sehr weiten Schulweg haben. Deshalb finde ich es sehr wichtig, dass hier kontrolliert wird."

Die Schule selbst habe ein Schulwegssicherungskonzept, sagte die Schulleiterin weiter. Dieses sei gemeinsam mit der Stadt Burg erstellt worden. "Ich finde, dass unsere Stadtväter da gut reagiert haben und das gut entwickelt haben gemeinsam mit uns." Auch Innenminister Holger Stahlknecht machte sich vor Ort ein Bild.

Es geht ja darum, Geschwindigkeiten einzuhalten und gerade diese jungen Menschen besonders zu beachten, die ja noch nicht so erfahren sind im Straßenverkehr.

Holger Stahlknecht, Innenminister von Sachsen-Anhalt
Innenminister Holger Stahlknecht (CDU,Sachsen Anhalt) mit einer Polizeibeamtin am Messgerät - Teilnahme an der Operation Speedmarathon in der Jerichower Straße, Höhe Tessenowstraße in Fahrtrichtung Innenstadt Magdeburg - Geschwindigkeitskontrolle zur Verkehrsüberwachung wird die Geschwindigkeit des Kfz-Verkehrs in Magdeburg
Laut Innenminister Stahlknecht soll es auch künftig Schulweg-Kontrollen geben. (Archivbild) Bildrechte: imago images / Christian Schroedter

An der einen oder anderen Stelle hätten sie außerdem gesehen, dass manche Eltern auch innerhalb des Fahrzeugs etwas nachlässig mit Sicherungsmaßnahmen umgehen. "Da sitzen die Kinder dann unangeschnallt im Auto. Da sind sie jetzt durch die Polizei freundlich drauf hingewiesen worden." Außerdem sagte Stahlknecht, dass es auch in Zukunft weitere Kontrollen geben wird.

Für Schulanfänger im Straßenverkehr sensibilisieren

Die Polizei zog vor Ort insgesamt eine positive Bilanz. Der Großteil der Autofahrer hielte sich den Beamten zufolge an die Höchstgeschwindigkeit und verhielt sich vorbildlich. Als kleines Dankeschön verteilten die Grundschulkinder dafür an die Autofahrer kleine Geschenke.

Neben verstärkten Polizeikontrollen im Land, wurden in der Nähe von vielen Schulen auch Banner mit der Aufschrift "Achtung Schulbeginn" angebracht. In Halle gab es zum Schulbeginn wieder die Aktion "Gelbe Füße", bei der neongelbe Fußabdrücke auf den Fahrbahnen und Gehwegen zu den Grundschulen aufgebracht wurden. Diese sollen die Verkehrsteilnehmer laut Polizei zusätzlich auf den Schulbeginn aufmerksam machen und für die Schulanfänger im Straßenverkehr sensibilisieren.

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MDR/cw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 19. August 2019 | 10:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. August 2019, 14:36 Uhr

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