Logo des Meinungsforschungsinstituts Civey
Civey ist ein Meinungsforschungs-Startup aus Berlin - spezialisiert auf repräsentative Online-Umfragen. Bildrechte: Civey GmbH

Fragen und Antworten So funktionieren Umfragen mit Civey

Civey ist ein Meinungsforschungsinstitut mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen erstellt repräsentative Umfragen im Internet und arbeitet deswegen mit Medienpartnern zusammen – unter anderem auch mit MDR SACHSEN-ANHALT. Ziel des Unternehmens sei "allen Menschen Zugang zu repräsentativer Meinungsforschung zu geben".

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Civey ist ein Meinungsforschungs-Startup aus Berlin - spezialisiert auf repräsentative Online-Umfragen. Bildrechte: Civey GmbH

Was ist Civey?

Das Meinungsforschungsinstitut Civey ist ein Unternehmen mit Sitz in Berlin. Civey wurde 2015 gegründet und erstellt repräsentative Umfragen im Internet. Aus diesem Grund arbeitet Civey mit Medienpartnern zusammen – darunter Spiegel Online, Welt, die Funke Mediengruppe, die Sächsische Zeitung, die Mediengruppe Thüringen, Phoenix, der Bayerische Rundfunk – und seit Juni auch mit MDR SACHSEN-ANHALT. Die Umfragen sind aber auch auf der Homepage von Civey einsehbar.


Was ist das Ziel von Civey?

Nach eigenen Angaben ist Ziel des Unternehmens "allen Menschen, Zugang zu repräsentativer Meinungsforschung zu geben". Um ein wirklichkeitsgetreues Bild der Meinungen zu ermitteln, werden laut Civey die Stimmen in der Umfragenauswertung so gewichtet, wie sie deutschlandweit in der Bevölkerung vorkommen. Außerdem können Nutzer in Echtzeit verfolgen, was Menschen über bestimmte Themen denken. Civey-Mitgründerin Janina Mütze begründete das Ziel: "Der Anreiz bei uns ist, dass du zum allerersten Mal in Echtzeit beziehungsweise die live berechneten repräsentativen Ergebnisse siehst. Wir agieren dabei wirklich mit Transparenz und sagen: Wir bekommen sehr viele Daten von euch Nutzern, aber im Gegenzug bekommt ihr auch etwas zurück."


Wie funktioniert die Methode?

Viele etablierte Meinungsforschungsinstitute wie Infratest dimap, Kantar Emnid, Forsa, Forschungsgruppe Wahlen etc. stützen ihre Erhebungen auf Telefonumfragen. Civey hat sich zum Ziel gesetzt, repräsentative Ergebnisse durch Online-Befragungen zu erreichen. Die Umfragen werden deutschlandweit auf mehr als 25.000 Webseiten monatlich (Stand November 2018) ausgespielt. Dadurch sollen die unterschiedlichsten Zielgruppen erreicht werden. Da, wie auch am Telefon, nicht alle Menschen online erreicht werden können, werden Verzerrungen der Ergebnisse ausgeglichen und Manipulationen verhindert. Die Methode wird durch die Hochschule Rhein-Waal erforscht und wissenschaftlich begleitet.

Nur die Stimmen von registrierten Nutzern, die genügend demografische Daten (sogenannte Stammdaten) angegeben haben kommen für die Stichprobe in Frage. Laut Civey müssen diese Stammdaten zu 80 Prozent vollständig sein und dürfen keine Widersprüche enthalten.


Woher weiß ich, ob eine Umfrage repräsentativ ist?

Um repräsentative Ergebnisse zu erhalten, benötigt man in der ausgewählten Stichprobe die gleiche Verteilung wie in der Gesamtheit – auf die Bevölkerung bezogen heißt das beispielsweise: Alter und Geschlecht müssen in der Stichprobe die gleichen Verhältnisse aufweisen, wie in der Bevölkerung. Um das zu gewährleisten, muss man in ausreichender Zahl unterschiedliche Menschen befragen. Mit den Farben rot, orange und grün zeigt Civey in den Umfragen an, wie aussagekräftig die Ergebnisse bereits sind. Rot bedeutet zum Beispiel, dass die statistischen Fehler noch über zehn Prozent liegen, bei grün liegen sie unter fünf Prozent. Das Unternehmen zeigt außerdem an, wie viele Menschen an der Umfrage teilgenommen haben, wie viele in der statistischen Berechnung berücksichtigt wurden und legt die Rohdaten offen.

Nach Aussage des Unternehmens erreicht Civey bei etwa 1.200 bis 3.000 Teilnehmer einen statistischen Fehler von drei Prozent. Diese Quote meint die maximale Abweichung der Ergebnisse der Stichprobe von den realen Werten in der Grundgesamtheit gemeint.


Wie kann man an einer Umfrage teilnehmen?

Entdeckt man in einem Artikel eine Umfrage, die einen interessiert, kann man seine Stimme abgeben. Nutzer müssen vorher Alter, das Geschlecht, die Postleitzahl angeben und der Datenverarbeitung zuzustimmen. Nutzer können sich aber auch bei Civey direkt anmelden und dort an verschiedenen Umfragen teilnehmen.


Was passiert mit meinen Daten?

Bei der Registrierung werden sogenannte Stammdaten wie Alter, Geschlecht. Familienstand und Postleitzahl abgefragt. Laut Civey werden diese Daten anonym, ohne Klarnamen erhoben. Nutzer- und Abstimmungsdaten werden verschlüsselt auf deutschen Servern gespeichert. Vor der Registrierung werden keine Daten von Civey gespeichert.

Damit eine anonyme Stimmabgabe möglich ist, werden Angaben wie die E-Mail-Adresse getrennt von den Stammdaten gespeichert. Laut Civey ist damit "eine Verbindung zwischen Nutzer und Abstimmung nicht möglich und selbst für Civey-Mitarbeiter nicht rekonstruierbar."

Civey gibt weiter an, mit externen Partnern zusammenzuarbeiten – unter anderem, um Zielgruppen für Werbetreibende zu erstellen. Dazu muss der Nutzer seine Zustimmung geben – meist zu Beginn der Registrierung als Zustimmung zur Datenverarbeitung. Partner erhalten aber keine identifizierenden Informationen oder Informationen zu politischen und religiösen Einstellungen. Civey hat angekündigt, in einigen Wochen angemeldeten Nutzern im Account die Möglichkeit zu geben, den Verwendungszweck der Daten zu personalisieren.

Über den Civey-Account kann man eine Kopie der gespeicherten personenbezogenen Daten herunterladen. Alle Details zum Datenschutz kann man auch hier nachlesen.

Quelle: MDR/mp

Zuletzt aktualisiert: 11. Juni 2019, 14:03 Uhr

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