Neues vom Krügel-Platz | Folge 15 "FCM stellt sich phasenweise tot"

Fünf Spiele, kein Sieg – das ist die Bilanz des FCM in Liga 2. Die MDR-Experten Oliver Leiste und Guido Hensch suchen nach Gründen für die Misere. Auch der Torwartwechsel, die veränderte Stimmung im Stadion und ein fast sicherer Sieg sind Themen.

von Oliver Leiste, MDR SACHSEN-ANHALT

Das Logo des 1. FC Magdeburg, daneben steht der Schriftzug Neues vom Krügel-Platz, Grafik für den Podcast von MDR SACHSEN-ANHALT 32 min
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MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Di 18.09.2018 15:00Uhr 32:05 min

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War der Wechsel im FCM-Tor die richtige Entscheidung? Und warum hat sich die Stimmung im Magdeburger Stadion verändert. Das sind nur zwei der Themen in der aktuellen Ausgabe von "Neues vom Krügel-Platz". Vorrangig sprechen die MDR-SACHSEN-ANHALT-Experten Oliver Leiste und Guido Hensch natürlich über die FCM-Partie gegen Arminia Bielefeld und die Sturmflaute bei den Blau-Weißen.

Der Podcast in drei Thesen:

"Eine Mischung aus Pokalspiel und Hundekampf" – ab Minute 0:45

"Für mich war es eine Mischung aus Pokalspiel und Hundekampf", sagt Guido Hensch und erklärt: "Oft hatte ich so Phasen in dem Spiel, wo ich dachte: 'Menschenskinder, jetzt stellt sich der FCM tot, damit die Bielefelder nicht mehr so viel machen'.

"Die Bielefelder wirkten deutlich ballsicherer", analysiert Hensch. "Der FCM hat sich mehr auf seine Defensive beschränkt – ähnlich wie schon gegen Aue. Nach vorne ging irgendwie gar nichts. So dass ich schon nach einer knappen Stunde dachte, wenn es heute einen Punkt gibt, wäre das ganz ok. Insgesamt fand ich, dass es ein gerechtes Unentschieden war. Auch wenn man vielleicht enttäuscht war, weil man wieder ohne den Dreier nach Hause gegangen ist."

"Es fehlt nicht nur an Glück" – ab Minute 6:45

Stürmer Christian Beck sagte nach der Partie, es habe dem FCM nur an Glück gefehlt. Mitnichten, glaubt Guido Hensch: "Es mangelt ein bisschen an Selbstbewusstsein, an Mut, in Situationen auch mal ein bisschen anders reinzugehen. Ich glaube, der erste Gedanke bei der Mannschaft ist eben, die Null muss stehen. Das sieht man eben auch bis zur Offensive. Da rückt oft das Mittelfeld nicht richtig nach. Deshalb werden auch die Stürmer nur selten eingesetzt.

Ich glaube, es ist nicht das Quäntchen Glück was fehlt. Sondern es ist nur relativ wenig an Torchancen da. Eine hundertprozentige Verwertung hat keine Mannschaft der Welt. Deshalb muss man einfach öfter versuchen, in diese Situationen zu kommen, dann wird logischerweise auch öfter ein Tor fallen." Anschließend überlegen Leiste und Hensch, wie das gelingen könnte.

"Der FCM muss gegen zwei Mannschaften gewinnen" – ab Minute 27:00

Vor dem Spiel gegen Paderborn hat Guido Hensch einen Herzenswunsch: "Ich möchte zwei Spiele gewinnen – das sind die Partien gegen Paderborn und gegen Dynamo Dresden. In der Offensive hat Paderborn natürlich einiges zu bieten. Aber Bielefeld hatte bisher auch einiges zu bieten. Die FCM-Abwehr wird einiges zu tun bekommen. Da bin ich mir absolut sicher. Die Frage wird sein, wie mutig hält der FCM dagegen. Geht er wieder rein und sagt, 'auswärts ein Punkt, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen?' Oder sagt er, 'wir überraschen die vielleicht auch mal, in dem wir in der einen oder anderen Situation mal was ganz Mutiges machen?'

Ein Faktor spricht am Sonntag jedenfalls klar für den 1. FC Magdeburg: Ex-HFC-Kapitän Klaus Gjasula.

Wo der Podcast zu hören ist

Ein Mikrofon in Nahaufnahme. Im Vordergrund sind die Logos von MDR SACHSEN-ANHALT, der ARD Audiothek und von iTunes zu sehen.
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Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 17. September 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. September 2018, 15:12 Uhr

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