Neues vom Krügel-Platz | Folge 45 Nach Fast-Abstieg des FCM: Das große Kallnik-Interview

Nach dem Beinah-Abstieg des FCM stellt sich Geschäftsführer Mario Kallnik der Kritik. Im Podcast spricht er über eigene Fehler, die Corona-Pause und die Zukunftsplanungen beim 1. FC Magdeburg.

Mario Kallnik vor dem FCM-Logo 98 min
Bildrechte: MDR/Imago, Montage

Der 1. FC Magdeburg hat die Spielzeit 2019/20 auf Platz 14 beendet. Neben zwei Trainern verlor auch Sportdirektor Maik Franz seinen Posten. Nach so einer Saison gibt es einiges zu besprechen. Geschäftsführer Mario Kallnik stellt sich den Fragen und auch der Kritik aus dem Umfeld. Fast 100 Minuten spricht er mit Daniel George und Guido Hensch über die zurückliegende Spielzeit und die anstehenden Aufgaben. 

Folge 45 von "Neues vom Krügel-Platz" in sechs Schalgzeilen:

Unerwartete Abstiegssorgen – ab Minute 3:00

Als Zweitliga-Absteiger startete der FCM mit großen Hoffnungen in die Saison. Doch statt oben anzugreifen, rutschte die Mannschaft Stück für Stück nach unten ab. "Im Dezember hatte ich das erste Mal Abstiegsangst", sagt Mario Kallnik. "Und der zweite Knackpunkt war sicherlich das Rostockspiel. Denn da waren Leistung und Körpersprache der Mannschaft so, dass wir uns Gedanken machen mussten, ob wir es am Ende tatsächlich schaffen können."

Anschließend erklärt der Geschäftsführer, was die Gründe für seine Sorgen waren und wie er die Arbeit der Trainer Stefan Krämer und Claus-Dieter Wollitz einschätzt. Dabei gesteht er auch eigene Fehler ein.

"Bereue Trennung von Härtel nicht, aber …"  – ab Minute 30:00

Innerhalb von zwei Jahren hatte der FCM fünf verschiedene Cheftrainer. Viele Fans fragen sich noch immer, ob es nicht im November 2018 besser gewesen wäre, mit Aufstiegstrainer Jens Härtel weiterzuarbeiten. Auch Mario Kallnik hat sich diese Frage gestellt. "Es ist nicht so, dass ich die Trennung bereue." Doch er versucht zu analysieren, was den FCM unter Härtel stark gemacht hat – und wie der Weg zurück zum Erfolg aussehen könnte. 

Fußball in der Coronazeit: "Wer jetzt absteigt, ist doppelt getroffen" – ab Minute 40:00

Die Coronazeit trifft alle Vereine finanziell hart, auch den FCM. Mario Kallnik erklärt, wie er die Pandemiezeit und den Streit mit dem DFB erlebt hat und wie er den Club für die Zukunft aufgestellt sieht. Umso größer ist seine Erleichterung, dass der FCM den drohenden Abstieg vermieden hat. "Denn wer jetzt absteigt, ist doppelt getroffen", so Kallnik. 

Bei manchen Abgängen ist das letzte Wort noch nicht gesprochen – ab Minute 55:00

Am Montag hat der FCM acht Spieler verabschiedet. Die Gespräche mit Timo Perthel, Patrick Möschl und Tarek Chahed laufen noch. Aber auch bei einigen anderen ist das letzte Wort offenbar noch nicht gesprochen, lässt Kallnik durchblicken. Dabei denkt er offenbar nicht nur an Thore Jacobsen, dessen Leih-Vertrag ausgelaufen ist. 

Weigl bekommt eine faire Chance – ab 1:01:00

Mit Julian Weigl und Tom Schlitter rücken zwei Nachwuchskräfte zu den FCM-Profis auf. In der Vorbereitung sollen sie die Chance bekommen, sich zu zeigen. Ansonsten gestalteten sich die Kaderplanungen wegen der Unsicherheit durch Corona bislang schwierig. Aber auch weil bis vor wenigen Tagen noch nicht feststand, in welcher Liga der FCM nächste Saison spielt. Und zu guter Letzt, weil nicht feststeht, wer den FCM in der kommenden Spielzeit trainiert. Doch da soll zeitnah eine Entscheidung fallen, kündigt Kallnik an. Später erklärt er, wie sich der Spielermarkt aus seiner Sicht nach Corona ändern wird und was das für die kommende Transferphase bedeutet.

Zeichen bei Franz stehen auf Abschied – ab 1:07:30

Im Saisonendspurt musste Sportchef Maik Franz weichen, Kallnik übernahm seine Funktion. Seitdem war die Zukunft von Franz beim FCM offen. Kallnik lobt dessen Arbeit und sagt:" Auch wenn das viele nicht sehen, Maik hinterlässt eine große Lücke." Die Zeichen stehen also auf Abschied.

Männer der Woche 2019/2020

Wo der Podcast zu hören ist

Podcasts FCM und HFC
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Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 07. Juli 2020 | 19:00 Uhr

3 Kommentare

altmarkboy vor 4 Wochen

Betreff Neuzugänge: Mal sehen, was die Reste-Rampe noch so hergibt. Alle die kommen, werden dann wieder auf den FCM schwören und sagen wie toll der Verein, seine Fans und die Stadt doch ist. Kotz & würg. Der Fussball ist eh verlogen, nur warum versucht der FCM immer noch, neuen Spielern solche Aussagen abzupressen ?

altmarkboy vor 4 Wochen

Man hört es heraus, so ein bisschen fehlt dem Mario der Armut. Er selbst sagt, wir könnten 2 JAHRE ins Risiko gehen. Ja verdammt ,warum tun wir es denn nicht ? Worauf wartet er ? Will er über die nächsten 3-5 Jahre das Geld kontrolliert verbrennen ? Braunschweig hat gezeigt, dass die Strategie des "All-In " gefruchtet hat. Traut euch doch mal was zu ! Wie schnell es runtergehen kann, hat man ja nun leidvoll fast erfahren müssen. Dann wären wir der reichste Club in der Regionalliga gewesen. Schönen Dank auch.

altmarkboy vor 4 Wochen

Sorry " fehlt dem Mario der Mut "

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