Badkurvenversteher | Folge 38 "HFC hat sich ein Stück weit blamiert"

Nach der Niederlage gegen Würzburg gehen die MDR-Experten mit den HFC-Spielern hart ins Gericht. Vor allem die Einstellung wird kritisiert. Doch es gibt eine Chance zur Wiedergutmachung.

von Oliver Leiste, MDR SACHSEN-ANHALT

Bei der 1:3-Niederlage gegen Würzburg präsentierte sich der HFC schläfrig und unkonzentriert. Die MDR-SACHSEN-ANHALT-Experten Stephan Weidling und Oliver Leiste suchen nach Ursachen für den schwachen Auftritt. Zudem blicken sie zurück auf das Benefizspiel gegen Lok Leipzig und erinnern an Edelfan Margot Langner, die vergangene Woche verstorben ist. Im Vorblick geht es um das Spiel gegen Preußen Münster. Zum Schluss bringt Leiste noch einen alten Bekannten beim HFC ins Gespräch.

Das Spiel in drei Schlagzeilen:

"Es lag an der Einstellung" (ab Minute 1:00)

Im HFC-Spiel gegen Würzburg blieben viele Wünsche offen. Stephan Weidling analysiert es wie folgt: "Schlecht spielen und dann mal verdient verlieren, passiert immer mal im Fußball. Die Umstellung von 4-4-2 auf 3-5-2 würde ich als nicht glücklich bezeichnen, aber auch nicht als ausschlaggebend. Ich bin der Meinung, wenn du wirklich geistig voll da gewesen wärst, Frische und Mut gezeigt hättest, konsequentes Passspiel dazu, dann kannst du mit jeder Formation da hinten Würzburg in die Knie zwingen. Das ist nicht passiert. Taktische und personelle Wechsel waren sicher ein Puzzleteil, aber am Ende lag es vor allem an der Einstellung, dass sich der HFC ein Stück weit blamiert hat."

Vorsicht mit 'keine Lust' (ab Minute 3:15)

Hatten die HFC-Spieler also keine Lust? So weit würde Weidling nicht gehen und versucht den Unterschied zwischen 'keine Lust' und fehlender Einstellung im Spiel zu erklären: "Bei 'keine Lust' bin ich immer vorsichtig. Klar ist es schwer, wenn der ganz große Druck weg ist, die letzten Prozent Motivation raus zu kitzeln. Das muss ein Spieler sicherlich können. Ich will ihnen nicht unterstellen, dass sie keine Lust hatten. Aber sie haben relativ schnell gemerkt, das Würzburg griffig und gierig ist. Die schielen immer noch etwas auf Platz vier. Dann hat sich der HFC relativ schnell ergeben und staunend zugeschaut, was Würzburg fabriziert. Und selbst viel zu wenig offensive Akzente gesetzt, weil im Aufbauspiel viel zu viele Fehler waren."

Hauptsache viele Tore (ab Minute 13:00)

Der HFC täte gut daran, in Münster noch mal was zu zeigen. Da sind sich die Experten einig. Weidling ergänzt: "Sonst geht die Saison mit einem sehr negativen Beigeschmack zu Ende. Die ganze Runde war schon nicht so gut. Nun war diese kleine Kurve nach oben da. Es wäre schade, wenn das jetzt so negativ austrudelt. Auch für Rico Schmitt wäre das schlecht, denn dann würde sich ein Bild verfestigen, dass es überhaupt nicht passte."

Leiste erinnert anschließend an ein rasantes HFC-Spiel in Münster, bei dem der HFC mit Furuholm, Bertram und Gogia 3:2 gewann. Und bittet um Wiederholung: "Ich wünsche mir ein Spektakel. Hauptsache viele Tore, ein schöner Tag und dass der HFC zum Saisonende noch mal zeigt, dass er Bock hat."

Ein Kranz auf Margot Langners Platz

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Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 14. April 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. April 2018, 14:05 Uhr

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2 Kommentare

17.04.2018 10:02 Joachim 2

Nein nicht der HFC hat sich blamiert sondern Rico Ratlos seine schleuder Truppe!!!Es spielen ja nur noch seine Lieblinge und einige Alibi Spieler( Lindenhah, Manu ua).Wenn der nicht den Club schädigen kann sowie die Fans u. den Vorstand verarschen ist das nicht sein Ding,H auptsache er steht im Mittelpunkt.

16.04.2018 22:20 revolvere 1

also wenn ihr etwas von mir hören wollt !? ich bin zwar kein wasch-echter hallenser, aber auch ich sage: nur der toni !!! ... auf gehts !!! richtung 2018/19.