Badkurvenversteher | Folge 20 "Schlacht um Mittelerde" in München

Nach einem wilden Kampf rettet der HFC einen Punkt bei 1860 München. Im Mittelpunkt dabei: Schiedsrichter Justus Zorn. Doch die Rot-Weißen kamen bei den vielen Fehlentscheidungen überraschend gut weg, finden die HFC-Experten von MDR SACHSEN-ANHALT.

Oliver Leiste
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von Oliver Leiste, MDR SACHSEN-ANHALT

Das Logo des Halleschen FC, daneben steht der Schriftzug Badkurvenversteher, Grafik für den Podcast von MDR SACHSEN-ANHALT 27 min
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Das HFC-Spiel bei 1860 München war ein wilder Kampf. Intensive Zweikämpfe und heftige Zusammenstöße und intens prägten die Partie. "Badkurvenversteher" Stephan Weidling spricht sogar von der Schlacht um Mittelerde. Podcast-Moderator Oliver Leiste sieht es ähnlich. Auch außerhalb des Stadions kam es zu Auseinandersetzungen, ein Polizist musste anschließend im Krankenhaus behandelt werden. Es war ein unschöner Nebenaspekt eines aufregenden Fußballnachmittags, bei der Schiedsrichter Justus Zorn unfreiwillig im Mittelpunkt stand.

Der Podcast in drei Schlagzeilen:

HFC profitiert von Schiedsrichterentscheidungen – ab Minute 1:30

Das HFC-Spiel bei den Münchner Löwen war geprägt von zahlreichen Fehlentscheidungen des Schiedsrichters. Aber eigentlich kann sich der HFC nicht beschweren, findet Stephan Weidling: "Von diesem Spiel wird Schiedsrichter Justus Zorn noch seinen Enkeln erzählen. Da lief schon einiges schief. Ganz objektiv fielen bei den drei Fehlentscheidungen aber zwei zu Gunsten des HFC aus. Die Szene mit Braydon Manu war eine Schwalbe. Und das Tor der Löwen, das wegen Abseits abgepfiffen wurde, hätte zählen müssen. Alles in allem ist der Punkt okay."

Mit Rot für Lindenhahn muss man leben – ab Minute 3:31

Nach seiner Roten Karte in München ist Toni Lindenhahn für zwei Spiele gesperrt. Doch musste man die Entscheidung nach dem Festhalten an Adriano Grimaldi wirklich so treffen? Stephan Weidling hat in der DFB-Spielordnung nachgeschaut und dort Folgendes gefunden: "Die sogenannte Doppelbestrafung wird nicht grundsätzlich abgeschafft. Allerdings hat der Schiedsrichter in einem Fall die Möglichkeit, bei einer Notbremse nur die Gelbe statt wie bisher die Rote Karte zu zeigen. Und zwar, wenn die Attacke im Strafraum stattfindet und dem Ball gilt." Letzteres war bei Toni Lindenhahn nicht der Fall, deshalb ist die Entscheidung des Schiedsrichters in Ordnung.

Qualitativ wird es schwächer – ab Minute 22:00

Gegen Großaspach muss der HFC auf den gesperrten Toni Lindenhahn verzichten. Auch Jan Washausen und Bentley Baxter Bahn fehlen wegen einer Gelbsperre. Oliver Leiste und Stephan Weidling diskutieren, wie der HFC auf diese Ausfälle reagieren kann: "Es wird qualitativ auf jeden Fall schwächer", ist sich Weidling sicher.

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Wo der Podcast zu hören ist

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Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 10. November 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. November 2018, 18:00 Uhr

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2 Kommentare

14.11.2018 15:11 sportfrei 2

Als geneigter Zuhörer, selbst anwesend im Süden Münchens, bin ich doch etwas anderer Meinung als Herr Weidling.
Macht nichts.
Entscheidend ist, dass man sich mit der Mannschaft endlich wieder identifizieren kann. Das war zuletzt in Aufstiegsjahr der Fall...

14.11.2018 11:57 revolvere 1

rote karte hin - her. Das spiel wäre auch ohne rk schwer genug geworden, mit sicherheit. (nachhinein ist man immer schlauer - ok:) warum ist ziegner nicht gleich mit viererkette aufgelaufen. schilk, mai auf rechts, linde davor, wo ist das problem? um taktische varianten zu ermöglichen, nicht nur bei rk, brauchen wir den tobias schilk.
der wird sich weiterentwickeln. um flexibel zu sein, ist das trainerteam gefragt, nicht nur die spieler.