Sebastian Mai (26, Halle)
Sebastian Mai hat sich im Testspiel gegen Aue verletzt. Sein Ausfall trübt die Trainingslagerbilanz. Bildrechte: imago/Picture Point

Trainingslager-Bilanz Sebastian Mai fehlt als Typ beim HFC

In der Türkei hat sich der Hallesche FC auf die Rückrunde vorbereitet. Die Mannschaft ist noch enger zusammengerückt, aber mit Sebastian Mai fehlt vorerst ein wichtiger Teil. Trotzdem gab es viel zu lachen, hat MDR-SACHSEN-ANHALT-Reporterin Stefanie Blochwitz beobachtet.

Sebastian Mai (26, Halle)
Sebastian Mai hat sich im Testspiel gegen Aue verletzt. Sein Ausfall trübt die Trainingslagerbilanz. Bildrechte: imago/Picture Point

Was war dein Eindruck vom Trainingslager des Halleschen FC?

Sehr positiv. Am Anfang der Woche waren die Bedingungen in Belek sehr gut. Die Sonne schien, aber es war ein bisschen kalt. Die Mannschaft hat dreimal täglich trainiert. Es ging sehr früh los. Da war wirklich nichts mit Urlaub angesagt, sondern straffes Trainingsprogramm. 6:45 Uhr wurde gelaufen, dann folgten die Einheiten auf dem Platz. Man hat der Mannschaft angemerkt, dass es wirklich anstrengend ist.

Vom Drumherum war mein Eindruck sehr positiv. Es waren viele Fans mitgereist, die sehr nah an die Mannschaft kamen. Insgesamt wirkt das Team sehr positiv und geschlossen.

Wo lagen die Schwerpunkte im Training?

Schwerpunkt war aus meiner Sicht die mannschaftliche Geschlossenheit. Das war auch der Grund, warum der Trainer diese morgendliche Laufeinheit gemacht hat.

In den Einheiten auf dem Platz lag der Fokus auf dem Spiel mit dem Ball. So dass ein bisschen an Taktik geschraubt wird, an Spielformen. Der Grund: Die Gegner, die jetzt kommen, kennen die Spielweise vom HFC. Sie sollen überrascht werden. Torsten Ziegner ist ja auch bekannt dafür, dass er gerne Neues ausprobiert. Das hat er auf dem Platz auch getan.

Weil der Test gegen Braunschweig ausgefallen ist, hat der HFC nur gegen Aue gespielt. Welchen Wert hat dieser Test?

Es war ein Spiel, um wieder in das Jahr reinzukommen. Nach dem Hallenturnier war es das erste Testspiel gegen einen Zweitligisten. Ich weiß, dass Torsten Ziegner sehr ungern verliert – in allen Bereichen des Lebens. Er hat auch nach jeder Einheit eine kleine Challenge mit dem Trainerteam veranstaltet. Diese Niederlage hat ihn gewurmt, das hat man gemerkt. Aber sie wurde natürlich überschattet von der Verletzung Sebastian Mais.

Ziegner hat ausprobieren lassen und komplett gewechselt in der zweiten Halbzeit. Es war ein Spiel, um mal wieder gespielt zu haben und nicht immer nur zu trainieren. Ich würde dieser 0:1-Niederlage nicht zu viel beimessen. Ich glaube, dass die Testspiele gegen Ingolstadt und Chemnitz aussagekräftiger sein werden.

Wer sind die Gewinner des Trainingslagers?

Gewinner ist für mich die gesamte Mannschaft. Sie wirkte sehr geschlossen. Die beiden Neuzugänge wurden sehr gut aufgenommen. Die waren wirklich ein Teil der Mannschaft. Man merkte auch, die haben Fragen gestellt und sich gut etabliert. Natürlich wurden sie auch dazu verdonnert, Bälle zu holen oder Dinge aufzubauen. Aber insgesamt hat die Mannschaft noch mal einen Schritt nach vorne gemacht im Trainingslager.

Und wer sind die Verlierer?

Verlierer ist auf jeden Fall Sebastian Mai durch seine Verletzung. Er ist einfach ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft, deshalb ist die Verletzung sehr bitter. Er steht jetzt drei Monate nicht zur Verfügung. Er ist nicht nur im Spiel wichtig, um Tore zu erzielen oder in der Abwehr zu stehen – je nachdem, wo er spielt. Sondern – und das war auch im Trainingslager deutlich zu sehen – er ist ein mentaler Anführer beim HFC.

Er übernimmt das Wort, er war auch extrem wichtig für die neuen Spieler. Die haben ihm viele Fragen gestellt. Insgesamt ist er das Sprachrohr der Mannschaft. Das fehlt gerade und das war zum Ende des Trainingslagers deutlich zu erkennen.

Was war dein persönliches Highlight im Trainingslager?

Mein Highlight war das Testspiel von Mitarbeitern und Verantwortlichen des HFC gegen die Fans. Das war sehr lustig. Auch, weil Torsten Ziegner eben sehr ungern verliert und sehr ambitioniert war. Er wollte auf gar keinen Fall verlieren. Es war lustig zu sehen, wie sich auch die Fans total reingehauen haben. Der Rasen war sehr rutschig. Und es wurde viel gelacht. Insgesamt war die Stimmung sehr positiv bei diesem Trainingslager.

Der lustigste Moment war aber der, als ein Fan den Ball aus einem Meter Torentfernung weit drüber gehauen hat. Torsten Ziegner hat das dann kommentiert mit: „Ihr dürft nie wieder etwas sagen, wenn Fetsch nicht trifft.“ Da mussten alle sehr lachen.

Die Fragen stellte Oliver Leiste.

Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 12. Januar 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2019, 12:21 Uhr

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1 Kommentar

14.01.2019 13:47 revolvere 1

nicht zu viel machen, mein lieber igel. wir schaffen das auch so, wir haben einen guten kader. sportlich flex-ibel bleiben ist besser, wie geld versenken. das brauchen wir womöglich woanders.
wenn ich aber das dumme geschwätz aus dem erzgebirge höre: die rückrunde wird knüppelhart, habe ich schon wieder genug.