Badkurvenversteher | Folge 47 Co-Trainer Ziebig: "Will beim HFC helfen und lernen"

Oliver Leiste
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Gemeinsam mit Florian Schnorrenberg hat Daniel Ziebig den Halleschen FC vor dem Abstieg gerettet. Bei seiner ersten Trainer-Station im Männerbereich will er nun vor allem zwei Dinge: Helfen und Lernen.

Logo des Halleschen FC 49 min
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Gut 300 Profispiele absolvierte Daniel Ziebig für Dynamo Dresden, Energie Cottbus und den Halleschen FC. Nach seinem Karriereende 2015 blieb er dem HFC als Jugendtrainer erhalten. Vor vier Wochen dann der rasante Aufstieg, als Ziebig zum Co-Trainer des Profi-Teams befördert wurde. Wie hat er die Zeit bis zum Saisonende erlebt? Und welche Pläne hat er für seine Zukunft als Trainer? Darüber spricht Daniel Ziebig im Podcast.

Folge 47 des "Badkurvenverstehers" in drei Schlagzeilen ...

Plötzlich Co-Trainer – ab Minute 2:00

Auch als Nachwuchstrainer beim HFC verfolgte Daniel Ziebig so oft es geht die Spiele des Profiteams. "Man kennt die Spieler, man kennt die Mitarbeiter und man weiß, was auf dem Spiel steht. Deswegen fiebere ich natürlich auch mit", sagt er. Nach der 1:5-Klatsche gegen Zwickau war er selbst als Unbeteiligter so gefrustet, dass er erstmal Laufen gehen musste. "Als ich nach 45 Minuten wiederkam, hatte ich schon einen Anruf des Präsidenten auf dem Telefon", berichtet Ziebig. Innerhalb weniger Stunden stieg der frühere Verteidiger zum Co-Trainer der Profis auf. Anschließend erzählt er von seinem filmreifen ersten Aufeinandertreffen mit Florian Schnorrenberg und wie beide den HFC wieder auf Kurs gebracht haben. "Vorher waren die elf Spieler auf dem Platz teilweise keine Mannschaft", sagt er.

"Ich bin das Bindeglied" – ab Minute 15:30

Die Aufgaben zwischen den Trainern beim HFC sind klar verteilt. Ziebig beschreibt ausführlich, wie Florian Schnorrenberg arbeitet. Über sich selbst sagt er: "Es ist wichtig, eine gewisse Lockerheit reinzubringen. Ich bin eher das Bindeglied und muss viel mit den Spielern sprechen – vor allem den jungen. Bei mir können sie sich auch mal auskotzen, wenn sie nicht spielen." Bei der Arbeit profitiert Ziebig natürlich von seiner Profi-Erfahrung. Trotzdem hat er erkannt, dass auch er als Co-Trainer noch viel lernen kann. Und will.  

"Wollen jedes Jahr einen Guttau, Kastenhofer oder Shcherbakovski" – ab Minute 23:00

Als Jugendtrainer hat Ziebig schon mit einigen Spielern gearbeitet, die zuletzt bei den Profis glänzten  – Julian Guttau, Niklas Kastenhofer oder Jan Shcherbakovski. "Im Nachwuchs geht es vor allem darum, Spieler zu entwickeln. Ergebnisse sind da nicht ganz so entscheidend. Das ist bei den Profis anders." Im Idealfall schaffen jedes Jahr ein oder zwei Spieler den Sprung nach oben, erklärt Ziebig.

In der kommenden Saison starten alle HFC-Leistungsteams in der höchsten möglichen Liga. Die A- und B-Jugend sogar in der Juniorenbundesliga. Ziebig schätzt die Chancen der Teams ein und erzählt, woran es aus seiner Sicht beim HFC-Nachwuchs noch hakt. 

Männer der Woche 2019/20

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Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 09. Juli 2020 | 16:30 Uhr

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