Badkurvenversteher | Folge 46 Geduld als neue Stärke beim HFC

Oliver Leiste
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Nach dem Sieg gegen Jena steht der HFC kurz vor dem Klassenerhalt. Die jüngste Bilanz ist die eines Top-Teams. Doch was sind die Gründe für die wiedergewonnene Stärke? Und welchen Anteil hat Florian Schnorrenberg daran? Das besprechen die Experten Oliver Leiste und Stephan Weidling im Podcast.

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Der Sieg gegen Jena war für den HFC ein wichtiger Schritt aus dem Tabellenkeller. Beim 5:3 lieferten sich beide Mannschaften ein irres Wettschießen. Das Spektakel "war geil zum Anschauen", sagt Stephan Weidling. Wundert sich aber auch, wie leicht beide Mannschaften Tore zugelassen haben. Im Podcast analysiert er gemeinsam mit Oliver Leiste die jüngsten Entwicklungen beim HFC.

Folge 46 des "Badkurvenverstehers" in drei Schlagzeilen:

"Jetzt hat der HFC Comeback-Qualitäten" – ab Minute 2:00

Monatelang fiel der HFC nach Rückständen auseinander. Unter Florian Schnorrenberg ist das anders. Gegen Meppen und Jena gelang nach zwischenzeitlichem Rückstand noch der Sieg. Doch ist das tatsächlich der Effekt, den der Trainerwechsel gebracht hat? "Ich glaube, das ist hier schon der Fall", sagt Stephan Weidling. "Denn diese Comeback-Qualitäten hat der HFC unter Atalan vermissen lassen. Schnorrenberg hat es geschafft, der Mannschaft eine neue Ruhe zu vermitteln. Sie akzeptiert jetzt, dass es Dellen im Spiel gibt und bleibt geduldig." In der Folge besprechen die Experten, welche Faktoren noch dazu geführt haben, dass sich der HFC aus dem Tabellenkeller befreien konnte.

Neuzugänge sind nur Ergänzungsspieler – ab Minute 5:45

Gegen 1680 München sah Anthony Syhre in der HFC-Innenverteidigung bei beiden Gegentreffern schlecht aus. "Trotzdem würde ich ihn nicht als Sündenbock für die Niederlage hinstellen", sagt Weidling. Doch blickt man über die komplette Rückrunde, wird deutlich, dass sich die drei Wintertransfers  – neben Syhre waren es Janek Sternberg und Marcel Hilßner – nur sehr bedingt als Verstärkungen für den HFC entpuppten. Womöglich, überlegen die Experten, hätte man dem bestehenden Kader im Winter mehr vertrauen sollen.

HFC gegen Carl Zeiss Jena 4 min
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"Solche Standards habe ich selten gesehen" – ab Minute 31:00

Seitdem Florian Schnorrenberg HFC-Trainer ist, sind die Rot-Weißen plötzlich Standardspezialisten geworden. Gegen Mannheim, Meppen und 1860 war der HFC so erfolgreich, gegen Jena fielen gleich zwei Tore nach Ecke. "Ich glaube das hängt viel mit Julian Guttau zusammen", sagt Stephan Weidling. "Weil das Standards mit einer Schärfe und Präzision sind, die ich selten gesehen habe. Teilweise sind die Situationen, wie gegen 1860, genau einstudiert." Doch woher kommt die neue Stärke? "Womöglich haben die Geheimtrainings im Stadion etwas damit zu tun", überlegt Weidling.

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Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 25. Juni 2020 | 19:00 Uhr

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