Neues vom Krügel-Platz | Folge 25 FCM will von Oenning lernen

Die Beurlaubung von Jens Härtel macht Guido Hensch noch immer traurig. Vor allem eine Sache hat der FCM-Experte von MDR SACHSEN-ANHALT vermisst. Nachfolger Michael Oenning hinterließ jedoch einen guten ersten Eindruck.

von Oliver Leiste, MDR SACHSEN-ANHALT

Das Logo des 1. FC Magdeburg, daneben steht der Schriftzug Neues vom Krügel-Platz, Grafik für den Podcast von MDR SACHSEN-ANHALT 25 min
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Neues vom Krügel-Platz | Folge 25 FCM will von Oenning lernen

FCM will von Oenning lernen

Die Beurlaubung von Jens Härtel macht FCM-Experte Guido Hensch noch immer traurig. Vor allem eine Sache hat er vermisst. Nachfolger Michael Oenning hinterließ jedoch einen guten ersten Eindruck.

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Mi 14.11.2018 19:00Uhr 25:20 min

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Weil es die Entwicklungen erfordern, müssen die FCM-Experten von MDR SACHSEN-ANHALT, Oliver Leiste und Guido Hensch bereits zum zweiten Mal in dieser Woche die aktuelen Entwicklungen beim 1. FC Magdeburg besprechen. Hensch ist traurig und enttäuscht, dass Jens Härtel als Trainer beurlaubt wurde. Das hat er auch Geschäftsführer Mario Kallnik mitgeteilt. Neben der Aufarbeitung der letzten Tage geht es aber natürlich auch um den neuen FCM-Trainer Michael Oenning.

Der Podcast in drei Schlagzeilen:

Loyalität ist auch ein Wert – ab Minute 2:40

Auf einer Pressekonferenz erklärte Mario Kallnik die Beweggründe für die Beurlaubung von Härtel. Dabei ging es auch sehr viel um die Werte des 1. FC Magdeburg. Einen Wert hat Guido Hensch dabei jedoch vermisst: "Ich finde Loyalität ist auch ein sehr schöner Wert. Das kam mir dann ein bisschen kurz. Auch wenn Kallnik sagt, dass die anderen Mannschaften da unten drin schon viel eher reagiert haben. Und dass er auch in der vergangenen Woche noch mal mit Härtel gesprochen hat, um einiges zu verändern. Man hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, ich habe trotzdem noch Schwierigkeiten, mich damit anzufreunden."

Um den Abschied betrogen – ab Minute 8:00

Nach einem schwierigen Beginn ist Magdeburg warm geworden mit dem Trainer Härtel. Deshalb war es für Guido Hensch wichtig, sich persönlich beim Trainer für seine Arbeit zu bedanken. Diese Chance hatten nicht alle, bedauert Hensch: "Es gibt viele, die sagen, das passte irgendwie. Als wir Jens Härtel kennengelernt haben, war er anfangs etwas unnahbar und schwierig. Die Mannschaft hatte auch anfangs ihre Probleme. So nach und nach haben alle gemerkt, wie er tickt. Als wir ihn hier im Podcast hatten, hat er einen Witz erzählt. Wer hätte das gedacht. Er ist etwas gewachsen in den letzten Jahren. Das größte Problem ist, glaube ich: Viele fühlen sich um die Chance betrogen, Jens Härtel würdig zu verabschieden."

Es könnte funktionieren – ab Minute 11:00

Bei manchen Trainerkandidaten dachte Guido Hensch nur "hoffentlich nicht". Bei Oenning ist er etwas optimistischer: "Ich finde die Begründung von Maik Franz, warum die Entscheidung für Oenning gefallen ist, relativ plausibel. Er kennt den DFB, hat im Nachwuchs gearbeitet, kennt die zweite Liga, kennt die erste Liga, war im Ausland unterwegs, hat mit Ab- und Aufstiegskampf zu tun gehabt. Der hat schon viele Aspekte kennengelernt. Vielleicht möchten die FCM-Verantwortlichen auch von ihm lernen. Denn die zweite Liga ist ja für alle hier in Magdeburg Neuland. Mit Maik Franz hatte Oenning schon mal zu tun und das war am Ende vielleicht das Entscheidende, dass man gesagt hat, es könnte funktionieren."

Wo der Podcast zu hören ist

Ein Mikrofon in Nahaufnahme. Im Vordergrund sind die Logos von MDR SACHSEN-ANHALT, der ARD Audiothek und von iTunes zu sehen.
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Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 14. November 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. November 2018, 19:03 Uhr

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4 Kommentare

15.11.2018 18:24 Gohlis 4

Die Sturheit der Fraktion, die lieber in die 3. oder 4.Liga absteigt als den Trainer zu wechseln, wird durch Guido Hensch bestens symbolisiert. Wir sind hier beim LEISTUNGSsport, da wird wohl LEISTUNGSmessung nicht unmoralisch sein. War übrigens auch Jens Härtels Credo. 9 aus 13, Punkteschnitt 0,69. Nur WEIL es Jens Härtel ist, wurde so lange gezögert. Und "um den Abschied betrogen"? Wie soll denn sowas funktionieren, ohne gleich den Nachfolger zu demontieren? Ein ganz schwacher Auftritt, Herr Hensch.

15.11.2018 17:21 HDL 3

Auf den Punkt geschrieben,Guido Hensch bringt es zum Ausdruck was wir, alle kritisieren,es ist der schlimme gefühllose,würdelose Abgang. Das kann keiner kleinreden, so etwas ist das Schlimmste was man mit solch einem,für mich ,IDOL,machen kann. Wünsche nochmals den beiden IDOLEN viel Glück und ein DANKE für die schönen 4 Jahre. Wünsche auch dem neuen Trainer viel Glück ,wir müssen ja nach vorne schauen und trotzdem den Zusammenhalt wieder hinbekommen. Also Kopf frei,Klassenerhalt! Der neue Trainer bleibt im Focus und Härtel im Herzen. FCM!!!

15.11.2018 16:51 Berta Hoppe 2

Dieser Podcast spricht mir auf J. Härtel bezogen aus der Seele, auch ich habe dieses Gefühl von Wut und Trauer. Die Art und Weise wie unser ehemaliger Trainer weggeschickt wurde macht fassungslos und da bin ich nicht allein. Er hat eine Bilanz aufzuweisen, die in der jüngeren FCM-Geschichte einmalig ist. Ich glaube, diese Wut bleibt noch länger präsent, denn einen respekt- und würdevollen Abschied hat J. Härtel verdient. "FCM-Bosse", ihr habt Euch keinen Gefallen getan.