Rassismus in Fußball-Sachsen-Anhalt "Reichskriegsfahnen waren früher"

Immer wieder gerieten Sachsen-Anhalts Fußballklubs früher durch rassistische Vorfälle in die Negativschlagzeilen. Wo steht der Fußball aktuell in einer Zeit der Zerrissenheit? Eine Bestandsaufnahme aus Sachsen-Anhalt.

von Daniel George, MDR SACHSEN-ANHALT

Hamburg, Fussball 2. Bundesliga: FC St Pauli - SV Darmstadt 98. 'Nazis Raus! aus den Stadien'-Flagge im St. Pauli Block.
"Nazis raus aus den Stadien!" – viele Fans machen sich stark gegen Rassismus. Bildrechte: IMAGO/MDR/Martin Paul

Rassismus war immer da. Ein langjähriger Fan des 1. FC Magdeburg erinnert sich: "In den 1990er Jahren hingen auch mal Reichskriegsfahnen in den Kurven. Da haben Skinheads vor und nach den Spielen jeden verkloppt, der anders aussah oder eine andere politische Einstellung hatte", sagt der Mann mittleren Alters, der namentlich nicht genannt werden will. "Damals", meint er, "gehörte Rassismus zum Fußballalltag – nicht nur bei uns."

Auch anderswo in Sachsen-Anhalt. Anderswo im Osten, der für zahlreiche Bürger dieser Tage vor allem wieder einen Eindruck hinterlässt: einen braunen. Rechtsextreme nutzen Angst. Zuletzt in Köthen. Oder in Chemnitz. An dem Aufmarsch dort waren auch Menschen aus der Fußballszene beteiligt. Gesellschaftliche Probleme sind schon immer die der Klubs. Die distanzieren sich bei Vorfällen, fühlen aber auch: Ohnmacht, denn Einzelne entziehen sich ihrem Einflussbereich. Wo steht der Fußball in dieser Zeit der Zerrissenheit?

"Idioten gibt es immer wieder"

Unter Fußballern herrscht oft ein rauer Ton. Das weiß auch Maik Franz, Sportchef beim 1. FC Magdeburg. Franz war jahrelang Bundesligaprofi und als solcher für seine eklige Art bekannt. Verbal und körperlich ging der Verteidiger an Grenzen. "Dass während des Spiels auch mal Beleidigungen fallen, ist okay – aber keine rassistischen. Das ist ein absolutes No-Go", sagt Franz. Doch 2009 gab es Vorwürfe gegen ihn: Sein Gegenspieler Aristide Bancé aus Burkina Faso bezichtigte Franz, ihn einen "dreckigen Neger" genannt zu haben. Franz stritt das ab. "Das war ein hoch emotionales Spiel. Auch verbal ging es hin und her. Er hat dann nach dem Spiel eine unangebrachte Geste gemacht und das als Begründung genommen. Das war aber völliger Schwachsinn!", sagt Franz heute. "Das Verfahren wurde dann auch bald berechtigterweise eingestellt."

Im Rückblick auf seine Laufbahn erklärt der 37-Jährige: "Ich habe mit Spielern aus so vielen verschiedenen Nationen zusammengespielt – und der Fußball hat uns alle vereint. Ich habe viele Freunde auf der ganzen Welt gewonnen. Das hat mich auch als Mensch positiv geprägt." Und: "Natürlich und zum Glück stammen viele Fußballer aus anderen Ländern, aus anderen Kulturen mit anderen Werten – das ist super so, dadurch kann man seinen Horizont erweitern und dazulernen. Wir sind doch alle gleich. Wir haben alle die gleichen Pflichten, die gleichen Rechte."

Andreas Wolf, 2016
Bildrechte: IMAGO

Das wäre ja vollkommen schizophren, die eigenen Spieler anderer Herkunft oder Hautfarbe anzufeuern, gegnerische Spieler aber zu beleidigen.

Andreas Wolf, Fanbeauftragter des Halleschen FC

Zu der diffizilen Debatte um Rassismus im Fußball gehört unter anderem die Frage: Wann hört der Spaß auf? Das musste zuletzt auch die deutsche Nationalmannschaft beantworten. Sie soll in den vergangenen Monaten zweigeteilt gewesen sein. Auf der einen Seite die deutschen Spieler, auf der anderen die mit Migrationshintergrund. Für die Unterscheidung soll es zwei Begriffe gegeben haben: "Kartoffeln" und "Kanacken". Rassistische Beleidigungen? Das waren nur lockere Sprüche, sagen die Auswahlspieler jetzt. Wo Spaß aufhört und Rassismus anfängt, ist bis zu einem gewissen Grad subjektiv. Maik Franz meint: "Die Grenzen liegen da auch immer ein Stück weit im Auge des Betrachters. Da kommt es unter anderem auch darauf an, wo du herkommst. Manche sehen bestimmte Wörter als Schimpfwort, andere wiederum empfinden das gleiche Wort als nicht ganz so schlimm."

Beim Halleschen FC rufen sie Braydon Manu – ein 21-Jähriger aus Itzehoe, dessen Familie aus Ghana stammt – oft "Bobo". Diesen Spitznamen hat ihm sein damaliger Mitspieler Hilal El-Helwe – ein 23-Jähriger aus Hannover, dessen Familie aus dem Libanon stammt – verpasst. "Das ist nicht rassistisch gemeint", sagte Manu kürzlich der Mitteldeutschen Zeitung. Aus aktuellem Anlass, denn Tags zuvor hatten ihn vereinzelte Zuschauer beim Drittligaspiel in Jena als "schwarze Sau" beleidigt. Ausgerechnet bei Carl Zeiss Jena, wo sich die aktive Fanszene in den vergangenen Jahren deutlich gegen Rassismus positionierte.

Manu sagte zu den rassistischen Rufen: "So etwas ist zwar nicht schön, aber ich muss wohl damit leben. Idioten gibt es immer wieder." Und: "Solch ein Ausruf ist doch auch ein Zeichen von Frust und gleichzeitig dafür, dass ich wohl vieles richtig gemacht habe." Sportlicher Erfolg führte demnach in diesem Fall zu rassistischen Beleidigungen. Manu ist bereits seit der vergangenen Saison Publikumsliebling beim HFC. Das sieht auch der Verein als stärkstes Zeichen für Toleranz: "Ein deutlicheres, authentischeres Signal gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit gibt es nicht", erklärt der Klub.

Andreas Wolf sieht das ählich. Dass sein Verein früher Probleme mit Rassismus und Antisemitismus hatte, weiß der Fanbeauftragte des HFC. Es gebe allerdings auch zahlreiche Positivbeispiele aus der Vergangenheit: Die Kongolesen Francky Sembolo, der den HFC einst zum Klassenerhalt schoss, oder Patrick Mouaya, der jahrelang Liebling der Fans war und inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, zum Beispiel. "Dadurch, dass sie bei uns gespielt haben, hat bei vielen ein Umdenken eingesetzt", sagt Wolf. "Das wäre ja auch vollkommen schizophren, die eigenen Spieler anderer Herkunft oder Hautfarbe anzufeuern, gegnerische Spieler aber zu beleidigen."

Patrick Mouaya und Toni Lindenhahn mit Pokal
Patrick Mouaya (l.), hier neben HFC-Urgestein Toni Lindenhahn, lebt auch nach seiner Fußballerkarriere noch in Halle. Bildrechte: IMAGO

"Wir wurden als rassistischer Verein abgestempelt"

Trotzdem geriet der HFC früher in die Negativschlagzeilen: 2006 wurde Adebowale Ogunbure vom FC Sachsen Leipzig bei einer Oberligapartie in Halle wüst beschimpft. HFC-Fans sollen ihn "Drecksnigger" und "Bimbo" genannt und Affenlaute nachgeahmt haben, berichtete der Spiegel damals unter der Überschrift "Hilflos in Halle". Ogunbure reagierte mit einer Provokation, reckte den Arm zum Hitlergruß, legte zwei Finger unter der Nase quer und formte so einen Hitlerbart. "Wir wurden damals als rassistischer Verein abgestempelt", erinnert sich Wolf. "Dabei waren es einzelne Wirrköpfe."

2017 schallte der Ruf "Juden Jena" während des Heimspiels gegen Carl Zeiss Jena deutlich vernehmbar aus der HFC-Fankurve. "Diese Rufe wurden durch Zuschauer, die daneben standen, aber sofort im Keim erstickt", sagt Wolf. Die Fans hätten ihnen verbal unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass solche Rufe im Erdgas Sportpark unerwünscht sind.

"Die Entwicklung ist bei uns positiv", sagt Wolf. In jüngster Vergangenheit habe es keine Vorfälle mit rassistischem Hintergrund gegeben. "Es gibt schon noch ein paar Patienten, wenn auch nur wenige", gibt Wolf zu. "Aber die stehen nicht mehr in der ersten Reihe, vor denen haben wir Ruhe."

Spieler unterschiedlicher Hautfarben, Herkunft und Religion sind eine Selbstverständlichkeit, der Umgang miteinander ist von gegenseitigem Respekt und Teamgeist geprägt.

Erklärung des Halleschen FC

Auch HFC-Trainer Torsten Ziegner hat eine Vergangenheit mit dem Thema. Während seiner Spielerkarriere wurde er 2008 für fünf Spiele gesperrt. Ziegner hatte seinen nigerianischen Gegenspieler Kingsley Onuegbu als "schwarze Sau" bezeichnet. "Es tut mir leid, dass mir diese Unbeherrschtheit passiert ist", erklärte Ziegner damals in einer Mitteilung seines Vereins, dem FC Carl Zeiss Jena. "Ich möchte nochmals versichern, dass es überhaupt nicht meiner Natur entspricht, fremdenfeinlich oder gar rassistisch zu sein."

Trotzdem gab es 2015 einen erneuten Zwischenfall. Der Babelsberger Spieler Enes Uzun warf dem damaligen Zwickauer Trainer Torsten Ziegner vor, ihn einen "Scheiß Türken" gennant zu haben. Laut Uzun habe ihm Ziegner nach dem Spiel gesagt: "Wir sind hier zu Hause." Ziegner wies die Vorwürfe zurück. Das Verfahren wurde damals gegen eine Geldzahlung an eine Flüchtlingsmannschaft des SV Babelsberg 03 vorläufig eingestellt.

Wie steht Torsten Ziegner zu Rassismus im Fußball? Wie konnten ihm damals die Sicherungen durchbrennen? Waren das wirklich Einzelfälle? Einen Gesprächstermin lehnt der HFC – wie im Fall von Braydon Manu – ab. Man wolle kein Öl ins Feuer gießen und die Vorfälle von früher mit Statements aufwerten oder dramatisieren, heißt es. Schon gar nicht – wie im Fall des Trainers – ohne neuerlichen Zwischenfall. Doch so bleiben Fragen offen.

"HOGESA" und "Thor Steinar" verboten

Wie politisch sind Fußballvereine? Wie und wie oft sollten sie sich positionieren? Alle Profiklubs arbeiten in Projekten zum Beispiel mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) gegen Rassismus und Diskriminierung. Die meisten reagieren dann mit öffentlichen Statements, wenn es Vorfälle gibt. Die Anzahl der Vereine die politische Überzeugungen ständig nach außen tragen, ist überschaubar – zum Beispiel der SV Babelsberg 03, der FC St. Pauli oder Eintracht Frankfurt, dann hört es fast schon auf.

"Der Hallesche FC versteht sich als Botschafter für Vielfalt und Toleranz. Sowohl im Nachwuchsbereich als auch in der Profimannschaft wird Integration aktiv vorgelebt, werden verschiedene Kulturen zusammengeführt, Vorurteile im täglichen Miteinander abgebaut", lässt der HFC verlauten. "Spieler unterschiedlicher Hautfarben, Herkunft und Religion sind eine Selbstverständlichkeit, der Umgang miteinander ist von gegenseitigem Respekt und Teamgeist geprägt."

Norman Seidler, FCM
Bildrechte: IMAGO

Rassismus ist und bleibt ein gesellschaftliches Problem, das nicht durch einen Fußballverein gelöst werden kann. Aber der 1. FC Magdeburg sieht sich als einer von vielen Vereinen dazu verpflichtet, Rassismus im Sinne seiner Fans und Vereinswerte entgegenzutreten.

Norman Seidler, Pressesprecher des 1. FC Magdeburg

Beim 1. FC Magdeburg hört sich das ähnlich an. Norman Seidler, der Pressesprecher des Klubs, sagt: "Der FCM besitzt in Sachsen-Anhalt und im Umland eine große Strahlkraft. Der Verein verpflichtet sich deshalb, seine Rolle der sozialen Verantwortung zu tragen. Eine Ausgrenzung oder Diskriminierung von Menschen beziehungsweise Fans findet hier keinen Platz." Das sei allein schon satzungsgemäß festgelegt. Dort heißt es: "Der FCM ist frei von politischen und konfessionellen Bindungen. Die soziale Integration ausländischer Mitbürger soll gefördert werden."

Per Stadionordnung sind rassistische, fremdenfeindliche oder rechts-/linksradikale Propagandamittel sowie politische oder religiöse Gegenstände aller Art verboten. Der Zweitligist aus Magdeburg war einer der ersten Vereine, der HOGESA-Inhalte verboten hat. "Hooligans gegen Salafisten" (HOGESA) ist eine bundesweit agierende, vorwiegend aus der Hooligan-Szene stammende Aktionsgruppe, die sich nach eigenen Angaben gegen den Salafismus in Deutschland wendet. Auch Kleidung oder Körperschmuck der Marke "Thor Steinar", die als Erkennungsmerkmal der rechtsextremen Szene gilt, ist im Stadion verboten.

Die "Blue White Street Elite" (BWSE), eine rechte Hooligangruppe aus dem Umfeld des 1. FC Magdeburg, hat seit mehreren Jahren ein Stadionverbot. Mitglieder der BWSE waren 2011 an der Gründung des FC Ostelbien Dornburg beteiligt. 15 Spieler des Klubs wurden als rechtsextrem eingestuft – erklärte das Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt 2015. Im selben Jahr wurde der Verein aus dem Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) ausgeschlossen. Die Spieler, allen voran der verurteilte Rechtsextremist Dennis Wesemann, verteilten sich auf anderen Vereine, zahlreiche schlossen sich Eintracht Gladau an.

Was Erwin Bugar, der Präsident des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt (FSA), zum Ausschluss des FC Ostelbien Dornburg und Rassismus in Fußball-Sachsen-Anhalt sagt, lesen Sie hier:

Erwin Bugar, Präsident des Landesfußballverbandes Sachsen-Anhalt
Erwin Bugar ist Präsident des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt (FSA). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

"Ein schwarzer Junge im Osten"

Auch beim 1. FC Magdeburg gab es dunkle Stunden. In den 1990er Jahren kam es vermehrt zu Vorkommnissen mit rassistischem Hintergrund. Dies änderte sich, als 1999 der nigerianische Spieler Adolphus Ofodile zum FCM wechselte und mit seinen Leistungen überzeugte. "Da haben sich die Menschen geöffnet, es fand ein Umdenken in der Fanszene statt", sagt Pressesprecher Seidler. Er meint: "Heute treten Verein und Fanszene geschlossen dem Rassismus entgegen. Das ist das Ergebnis der aktiven Fanarbeit des Vereins, der Fanbetreuung und des Fanprojektes Magdeburg. Der ständige Dialog zahlt sich aus." Der Klub beteiligt sich an Projekten gegen Rassismus und Diskriminierung, setzt sich ein für Toleranz. Wie auch beim HFC kicken beim FCM zahlreiche Spieler mit Migrationshintergrund sowohl in der ersten Mannschaft, als auch in den Nachwuchsteams.

Zugang Manfred Osei Kwadwo, der in Ghana geboren wurde und als Fünfjähriger nach Deutschland kam, sagte kurz nach seinem Wechsel zum FCM in der BILD-Zeitung: "Als mein Berater mit dem FCM-Angebot kam, war ich am Zweifeln. Freunde haben gewarnt: ein schwarzer Junge im Osten." Hat sich dieses Vorurteil inzwischen erledigt? Was hat Kwadwo für Erfahrungen mit Rassismus gemacht? Der FCM lehnt einen Gesprächstermin mit dem Spieler zu diesem Thema ab.

So positiv die Entwicklung auch beim 1. FC Magdeburg ist: In der MDCC-Arena gab es in den vergangenen Jahren einen Problembereich – den Block zwölf. Dort versammeln sich bei den Heimspielen ein paar Dutzend Magdeburger Alt-Hools und solche des BFC Dynamo. Sie pflegen eine alte Freundschaft – und fielen in der Vergangenheit des Öfteren durch Rassismus auf. Das DFB-Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt im August 2016 war ein Schauplatz der Gewalt: Die Frankfurter Fans beklagten diskriminierende Schlachtrufe dieser Gruppierung. Sie riefen im Gegenzug "Nazischweine" und feuerten Pyrotechnik in Block zwölf. Die Magdeburger Ultras auf der anderen Seite des Stadions fühlten sich provoziert. Fast wäre es zu einem Platzsturm gekommen.

Der FCM belegte die ermittelten Tätern mit Stadionverboten. Die Fanklubs distanzierten sich in einer gemeinsamen Erklärung von Rassismus, Diskriminierung und Gewalt. Mittlerweile hat sich die Situation in Block zwölf anscheinend beruhigt. Eine Schutzwand vor dem Gästeblock erschwert direkte Provokationen, einen Pufferblock dazwischen gibt es ohnehin.

Chaoten im Innenraum, 2016
Tumulte in Block zwölf während des DFB-Pokalspiels gegen Eintracht Frankfurt 2016 Bildrechte: IMAGO

"Der 1. FC Magdeburg geht konsequent gegen Rassismus vor. Als einer von vielen Fußballvereinen sehen wir uns dazu verpflichtet, dem Rassismus im Sinne unserer Fans und Vereinswerte entgegenzutreten", sagt Norman Seidler. Der Pressesprecher meint aber auch: "Das ist und bleibt ein gesellschaftliches Problem, das nicht durch einen Fußballverein gelöst werden kann." Die Vereine können sich aktiv gegen Rassismus einsetzen, ihr Wirkungskreis jedoch bleibt begrenzt – Einzelnen können sie kaum Herr werden.

Rassismus ist immer noch da. Aber die Reichskriegsfahnen und Skinheads sind aus den Kurven verschwunden. Stattdessen wehen dort politische Botschaften in Richtung DFB oder "Nazis raus"-Plakate. Der langjährige Fan des 1. FC Magdeburg, der zu Beginn zurückgeblickt hat, meint: "Die Reichskriegsfahnen waren früher. Diese Probleme haben wir nicht mehr, die Fanszenen positionieren sich. Es gibt eine regulierende Masse in den Stadien, die Rassismus und Diskriminierung entgegenwirkt."

Daniel George
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Über den Autor Daniel George wurde 1992 in Magdeburg geboren. Nach dem Studium Journalistik und Medienmanagement zog es ihn erst nach Dessau und später nach Halle. Dort arbeitete er für die Mitteldeutsche Zeitung als Sportredakteur und berichtete hauptsächlich über die besten Fußballklubs Sachsen-Anhalts: den 1. FC Magdeburg und den Halleschen FC.

Vom Internet und den neuen Möglichkeiten darin ist er fasziniert. Deshalb zog es ihn im April 2017 zurück in seine Heimatstadt, in der er seitdem in der Online-Redaktion von MDR SACHSEN-ANHALT arbeitet – als Sport- und Social-Media-Redakteur, immer auf der Suche nach guten Geschichten, immer im Austausch mit unseren Nutzern.

Quelle: MDR/dg

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 19. September 2018 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. September 2018, 16:33 Uhr

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18 Kommentare

21.09.2018 10:22 Paule 18

Herr Franz hat Freunde in der ganzen Welt. Da ist doch eine gewisse Skepsis nicht ganz unangebracht. So einen unfairen Spieler gab und gibt es alle Jahrzehnte nur einmal.

20.09.2018 21:25 Hurkaner163 17

@10, Wüste, "Thor Steinar-Klamotten verboten??? Es ist unglaublich, was man sich als Bürger dieses 'demokratischen Landes' gefallen lassen muss."

Blödsinn! Ein Fußballspiel ist doch keine Veranstaltung des Staats. Fußball-Klubs sind privatrechtliche Sport-Veranstalter. Die haben Hausrecht in ihrem Stadion und während der Spiele. Als Hausherr darf man schon selber entscheiden, wen man reinlässt - und wen nicht.

Sie würden sicherlich auch nicht jeden Extremisten in Ihr Wohnzimmer lassen. Wenn die Vereine mit Trägern von Thor Steinar-Klamotten schlechte Erfahrungen gemacht haben, dann ist es ihr gutes Recht, diese Leute vom Stadion-Besuch auszuschließen. Es ist ihr gutes Recht. Normalerweise müssten die Vereine das noch nicht einmal begründen. Sie haben das Hausrecht.

Wem das nicht gefällt, der kann ja gerne andere Klamotten anziehen. Trotzdem muss man sich benehmen. Gewalt, Rassismus und Straftaten haben im Fußball nichts zu suchen. Außerdem ist sowas vollkommen unsportlich.

20.09.2018 08:55 Sr.Raul 16

"... .Das ist ein absolutes NoGo.", aber sicher doch, SK Franz. 2007: Weidenfeller vs. Asamoah!

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