MDCC-Arena
In der MDCC-Arena muss neuer Rasen verlegt werden. (Archivfoto) Bildrechte: imago/Steffen Kuttner

Rollrasen oder Hybridrasen FCM spielt auf kaputtem Rasen – Lösungen gesucht

Der Rasen in der MDCC-Arena ist abgenutzt. Bei den vergangenen beiden Heimspielen des 1. FC Magdeburg ähnelte die Spielfläche eher einem Acker. Immer wieder flogen während des Spiels Rasenteile durch die Gegend. Deshalb wird nun nach Lösungen gesucht. Am Freitag trifft sich dazu erstmals eine Arbeitsgruppe. MDR-Sportredakteur Guido Hensch hat eine Empfehlung.

Guido Hensch
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von Guido Hensch, MDR SACHSEN-ANHALT

MDCC-Arena
In der MDCC-Arena muss neuer Rasen verlegt werden. (Archivfoto) Bildrechte: imago/Steffen Kuttner

Ein wichtiger Teil eines jeden Fußballstadions bleibt die Spielfläche. 2016 war im Stadion des 1. FC Magdeburg erstmals nach zehn Jahren ein frischer Rollrasen verlegt worden. Gehalten hat er aber nicht. Und so wurde im Sommer durch tiefes Ausfräsen und Neuaussaat versucht zu retten, was nicht zu retten ist. Das Ganze haperte aber schon am fehlerhaften Unterbau. Fakt ist: Es muss gehandelt werden, spätestens im nächsten Frühjahr. Am Freitag trifft sich deshalb erstmals eine Arbeitsgruppe, um eine Lösung zu finden.

Für die Gruppe stellt sich die Frage: Soll ein weiterer Rollrasenversuch gestartet werden? Oder soll es künftig Hybridrasen werden? Der wäre aber deutlich teurer. Während die Kosten für Rollrasen bei 80.000 bis 100.000 Euro liegen, kostet eine Hybridvariante mit 15 Prozent Kunstfaserteppichanteil etwa das Fünffache: also bis zu 500.000 Euro.

Profifußball setzt zunehmend auf Hybridrasen

Dortmund und Wolfsburg haben damit gute Erfahrungen gemacht. Auch international setzt sich die Mischvariante immer mehr durch. So war bei der Fußball-WM in Russland die Hälfte der Stadien mit Hybridrasen ausgestattet.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Der Platz bleibt immer eben, es fliegen keine Grasbrocken mehr und Wasser wird deutlich besser abgeleitet. All das sollte dem neu entdeckten Kurzpass-Spiel des 1. FC Magdeburg eigentlich entgegen kommen.

Investition, die sich lohnen würde

Die Entscheidung fällt letztlich aber wohl der Geldbeutel. Die Stadt als Eigentümer und Betreiber durch die MVGM investiert ja bereits rund elf Millionen Euro in den Tribünenumbau. Auch der FCM kann seinen Wunsch äußern, sollte sich dann aber auch finanziell beteiligen. Da sollte doch von allen Beteiligten eine halbe Million für das Wichtigste eines Stadions drin sein. Zumal Hybridrasen eine Investition in die Zukunft wäre.

So ein Gemisch ist deutlich haltbarer als reiner Naturrasen und rechnet sich daher auf Zeit. Hollands Top-Klub Ajax Amsterdam muss beispielsweise derzeit seinen Rasen in der Johan-Cruyff-Arena bis zu fünf Mal pro Jahr wechseln. Dann lieber einmal und dafür richtig.

Quelle: MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 14. Dezember 2018 | 09:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Dezember 2018, 12:54 Uhr

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9 Kommentare

15.12.2018 21:13 WERNER 9

Eigentlich interessiert das niemanden aber für den mdr ist es eine wichtige Nachricht .. ein Schelm der jetzt an eins Andere Kommentardiskussion denkt
ROTWEISSE GRÜSSE
PS für Bauern reicht doch ein Acker

15.12.2018 20:10 MAGNETO 8

Ich dachte immer, der jetzige Rasen ist perfekt für Christian Beck.
Sollte ich mich da getäuscht haben?

15.12.2018 13:33 Aufpasser der Richtige 7

Mag sein @3 das dies die Gründe sind aber Fakt ist auch das dieser fertig Rasen nie die Gelegenheit hatte zu Wurzeln. Und der neu verlegte wird auch keine Ruhe bekommen, geschweige anwachsen mit dazu trägt auch die Lichteinstrahlung im Stadion bei. Den wer sich erinnert das alte Grube Stadion stand etwas anders . Also sollte man doch die Variante Hybrid wählen.