Themenwoche Warum wir über Rassismus im Amateurfußball reden müssen

Ein Vorfall in der Kreisliga Burgenland sorgte zuletzt für Diskussionen – und warf Fragen auf: Ist Rassismus auf Sachsen-Anhalts Fußballplätzen abseits der großen Stadien tatsächlich Alltag? Und: Wie werden Flüchtlinge überhaupt in Fußballmannschaften integriert?

Daniel George
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

von Daniel George, MDR SACHSEN-ANHALT

Fußball liegt in Tor
Gehört Rassismus im Amateurfußball tatsächlich zum Alltag? Bildrechte: imago images / Zink

Bulgarische Fans, die Hitler grüßen und Affen imitieren. Türkische Nationalspieler, die beim Torjubel salutieren und sich mit einem politisch scharf verurteilten Militäreinsatz solidarisieren. Rassismus, Nationalismus, Unmenschlichkeit – der Fußball hat gerade ein gewaltiges Problem: Er wird immer mehr zum Spielball der Politik, seine Austragungsorte zu Schauplätzen extremer Meinungen.

Nicht nur bei Länderspielen, nicht nur in den höchsten nationalen Ligen, auch im Amateurfußball, auch in Sachsen-Anhalt ist das so. Eine Debatte um einen Flüchtling aus Gambia, einem Kreisliga-Kicker aus dem Burgenland, der bewusst gefoult haben soll, sorgte zuletzt deutschlandweit für Schlagzeilen. Gegen ihn entsponn sich eine Hetzjagd. Der Fall wurde zum Politikum – und warf Fragen auf.

Gehört Rassismus auf Sachsen-Anhalts Fußballplätzen abseits der großen Stadien tatsächlich zum Alltag? Wie gehen Spieler, Schiedsrichter, Vereine und Verbände mit derartigen Vorfällen um? Wie werden Flüchtlinge überhaupt in Fußballmannschaften integriert? Welche Herausforderungen gibt es dabei? Und wie können diese bewältigt werden?

MDR SACHSEN-ANHALT will Antworten auf diese Fragen finden. Denn fest steht: Wir müssen darüber reden – und zwar mit denen, die ganz dicht dran sind. Im Rahmen der Themenwoche "Rassismus im Amateurfußball" schildern Protagonisten, die Wochenende für Wochenende auf den Plätzen der unteren Ligen unterwegs sind, ihre Erfahrungen. Experten kommen zu Wort. Und anhand von Beispielen wird verdeutlicht, welche Rolle die Integration von Flüchtlingen bei Sachsen-Anhalts Amateurklubs spielt.

Daniel George
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Über den Autor Daniel George wurde 1992 in Magdeburg geboren. Nach dem Studium Journalistik und Medienmanagement zog es ihn erst nach Dessau und später nach Halle. Dort arbeitete er für die Mitteldeutsche Zeitung.

Vom Internet und den neuen Möglichkeiten darin ist er fasziniert. Deshalb zog es ihn im April 2017 zurück in seine Heimatstadt, in der er seitdem in der Online-Redaktion von MDR SACHSEN-ANHALT arbeitet – als Sport-, Social-Media- und Politik-Redakteur, immer auf der Suche nach guten Geschichten, immer im Austausch mit unseren Nutzern.

Quelle: MDR/dg

Zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2019, 16:07 Uhr

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