Robert Gravert Wie Triathlon einem Stendaler aus der Depression geholfen hat

Vor vier Jahren kämpfte Robert Gravert aus Stendal gegen Depressionen. Nun ist er wieder glücklich – beruflich wie privat. Geholfen hat ihm dabei der Sport. "Dadurch", sagt er, "hat sich alles verändert".

Sport hält gesund, heißt es. Doch Sport kann auch gesund machen. Robert Gravert aus Stendal weiß das ganz genau! Noch vor wenigen Jahren vermied der 32-Jährige körperliche Bewegung nahezu komplett. Doch dann wurde Sport für ihn zur Überlebenstherapie.

Beim Schwimmen, Radfahren und Laufen fühlt sich der Hobby-Triathlet wie befreit. Vor vier Jahren war das noch anders, Gravert war unglücklich mit seinem Leben, seinem Job, seinem Äußeren, wog über einhundert Kilogramm. Er wurde depressiv, hatte Selbstmordgedanken.

Triathlet Robert Gravert aus Stendal
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Durch den Sport hat sich alles verändert bei mir. Ich bin beruflich wieder erfolgreicher geworden. Ich habe eine neue Familie.

Robert Gravert aus Stendal

Dann begann Robert Gravert zu joggen, lief Marathon. Sport wurde Teil seines Lebens. Seinen ersten Ironman absolvierte der 32-Jährige Ende Juli in Hamburg: 3,3 Kilometer Schwimmen, über 180 Kilometer Radfahren und einen Marathon laufen – das alles in weniger als zehn Stunden.

Lebensmotto auf dem Arm

Auch privat läuft es bei Gravert blendend: Mit seiner neuen Freundin ist er gerade zusammengezogen. Die beiden erwarten Nachwuchs. Er ist wieder glücklich. "Verliere nie dein Ziel aus den Augen", diesen Satz hat er auf Englisch auf seinen Arm tätowiert. Denn mit diesem Motto hat er den Weg zurück ins Leben gefunden.

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Quelle: MDR/dg

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 20. September 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. September 2019, 11:10 Uhr

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