Verfolgungsjagd Gardelegen: Mann durch Schuss aus Polizeiwaffe verletzt

Bei Gardelegen ist ein Mann von der Polizei durch den Schuss aus einer Dienstwaffe verletzt worden. Laut Polizei sind die Beamten zuvor alarmiert worden, weil der Mann mit einer Metallkette auf ein Auto eingeschlagen haben soll.

Polizei- und rettungswagen auf einem Acker , im Hintergrund Wohnhäuser.
Der Mann konnte auf einer Ackerfläche bei Hemstedt gestellt werden. Bildrechte: TNN

Bei der Verfolgung eines Mannes am Mittwoch bei Gardelegen ist dieser mit dem Schuss aus einer Polizeiwaffe schwer verletzt worden. Laut Polizei waren die Beamten zuvor durch Notrufe alarmiert worden. Der 43-Jährige habe am Nachmittag einen Unfall verursacht. Anschließend habe er mit einer Metallkette auf das andere am Unfall beteiligte Fahrzeug eingeschlagen. Die vier Insassen aus Brandenburg, darunter zwei Kinder, erlitten laut Polizei einen Schock.

Mehrere Verkehrsteilnehmer gefährdet

Anschließend sei der mutmaßliche Täter mit seinem Wagen geflohen. Wie ein Polizeisprecher in Stendal mitteilte, gefährdete er dabei weitere Verkehrsteilnehmer, insgesamt seien sechs Menschen betroffen gewesen. Er habe Autos im fließenden Verkehr gerammt und danach die Insassen beleidigt.

Schwarzes Auto mit Lackschaden.
Bei seiner Flucht hat der mutmaßliche Täter mehrere Fahrzeuge beschädigt. Bildrechte: TNN

Die Polizisten hätten ihn später in seinem Auto sitzend auf einem Acker bei Hemstedt entdeckt. Als die Beamten versuchten, den Mann aus dem verriegelten Fahrzeug herauszuholen, löste sich nach Polizeiangaben ein Schuss aus der Dienstwaffe eines Beamten. Der Mann wurde getroffen und schwer verletzt mit einem Hubschrauber in eine Klinik nach Magdeburg geflogen.

Das Motiv des mutmaßlichen Täters ist laut Polizei unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und versuchter Körperverletzung. Der Tatverdächtige komme ursprünglich aus Baden-Württemberg. Er sei der Polizei wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte bekannt.

Dem Einsatz von Schusswaffen der Polizei folgt automatisch eine zusätzliche Überprüfung der Umstände. Diese wird aber nicht durch die Dienststelle des Beamten, sondern durch die Kriminalpolizei Magdeburg durchgeführt.

Quelle: MDR/pat

Dieses Thema im Programm: MDR um 11 | 22. Oktober 2020 | 11:00 Uhr

2 Kommentare

Harri vor 5 Wochen

Solche Menschen müssen von der Gesellschaft schwer bestraft werden und der Führerschein muß für immer entzogen werden. Es ist schon schlimm genug was die Familie im Auto für Ängsten ausgesetzt war. Das ist ein ewiges Trauma. Die Aggressionen im Straßenverkehr und im Alltag müssen hart bekämpft werden und dies ohne Bewährung.

kpmdr2019 vor 5 Wochen

Nicht nur in Amerika sondern leider auch in Deutschland gibt es derartige Idioten, hoffe nur das der seinen Fuehrerschein, Fahrzeug (e) auf die naechsten 10 Jahre verliert und ausreichend e KFZ Versicherung hat um den angerichteten Schaden zu bezahlen !

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