Neuer Investor Hoffnung für Bahnhof Gardelegen

Nach Jahren des Verfalls scheint Rettung in Sicht für den maroden Bahnhof in Gardelegen. Ein Investor aus der Region interessiert sich für das denkmalgeschützte Gebäude. Mehr soll aber vorerst nicht öffentlich werden, so Bürgermeisterin Mandy Zepig.

Rückseite Bahnhof in Gardelegen
Der Eingangsbereich des Gardelegener Bahnhofs vom Bahngleis aus gesehen: Hier strömten einst tausende Menschen täglich hindurch. Bildrechte: MDR/Mathias Lenz

Für den alten Bahnhof in Gardelegen scheint es Hoffnung zu geben. Wie die Bürgermeisterin der Hansestadt Gardelegen, Mandy Zepig, MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, gibt es einen Interessenten für das leerstehende Gebäude. Dieser stehe auch in Kontakt mit dem jetzigen Eigentümer, so Zepig. Allerdings sei das noch "keine klare Angelegenheit". Aber Interesse sei da, auch bei der Stadt Gardelegen.

Das Interesse ist da, natürlich auch bei uns.

Mandy Zepig, Bürgermeisterin der Hansestadt Gardelegen

Wie es weiter hieß, stammt der neue Interessent für den Bahnhof aus der Region und hat schon Erfahrungen mit denkmalgeschützten Gebäuden. Mehr solle vorerst aber nicht öffentlich werden, so die Bürgermeisterin.

Ruine, die einmal Bahnhof war

Vorderseite Bahnhof in Gardelegen
Die Vorderseite des Gardelegener Bahnhofs mit Busbahnhof Bildrechte: MDR/Mathias Lenz
Vorderseite Bahnhof in Gardelegen
Die Vorderseite des Gardelegener Bahnhofs mit Busbahnhof Bildrechte: MDR/Mathias Lenz
Verwaister Bahnsteig in Gardelegen mit Schmierereien an Fassade
Bahnsteig Gleis 1: Hier war einst der Zugang zu Fahrkartenschalter und Kiosk. Bildrechte: MDR/Mathias Lenz
Gleis 1 und verfallener Bahnhof in Gardelegen
Blick von Gleis 2: Noch lässt sich erahnen, wie schmuck das Gebäude mal war. Bildrechte: MDR/Mathias Lenz
Bahnhof in Gardelegen mit vernagelten und kaputten Fenstern
Bahnaufsicht und Zugpersonal hatten hier ihre Räume. Bildrechte: MDR/Mathias Lenz
Verwaister Bahnsteig in Gardelegen mit Schmierereien an Fassade
Neben dem eigentlichen Gebäude waren links die sanitären Anlagen untergebracht. Bildrechte: MDR/Mathias Lenz
Zugang zum verfallenen Bahnhof in Gardelegen mit Schmierereien an Fassade
Im runden Holzanbau befand sich der Palmsaal und die Mitropa.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 14. Februar 2019 | 09:30 Uhr

Quelle: MDR/agz
Bildrechte: MDR/Mathias Lenz
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Gebäude verfällt seit Jahren

Der Bahnhof der Hansestadt steht seit Jahren leer und ist mittlerweile ein Schandfleck – die Fenster sind vernagelt, und der Putz bröckelt. Das Gebäude wurde 2013 von der Deutschen Bahn an eine Privatperson verkauft.

Diese hatte seinerzeit angekündigt, es zu sanieren. Doch davon ist keine Rede mehr. Zwar hätte es dafür von der Stadt finanzielle Unterstützung gegeben, doch laut Bauamtsleiter Engelhard Behrends fehlte dem Eigentümer das Geld für den Eigenanteil.

Hansestadt Gardelegen

Die Stadt liegt im Norden von Sachsen-Anhalt im Altmarkkreis Salzwedel. Der Fläche nach ist sie nach Berlin und Hamburg die drittgrößte Stadt Deutschlands. Zur Einheitsgemeinde Gardelegen gehören 48 Ortsteile. Insgesamt leben dort knapp 23.000 Einwohner (Stand Dezember 2017).

Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 14. Februar 2019 | 09:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Februar 2019, 14:15 Uhr

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1 Kommentar

12.02.2019 19:27 Enkersmann 1

Dass der Bahnhof wie eine Ruine aussieht, hat er aber kriminellen Menschen von vor Ort zu verdanken.

Auf den Bildern sieht man eingeworfene Fensterscheiben. Sowas machen Vandalen, deren Hobby es ist, fremdes Eigentum zu zerstören. Um es mal klar zu sagen: Scheiben einwerfen ist eine Straftat!

Das sind sogar moderne Isolierglas-Fenster gewesen, die da mutwillig kaputt gemacht worden sind. Die waren alle vorher heil. Der neue Eigentümer muss jetzt überall neue Scheiben einbauen lassen. Weil Kriminelle Rüpel alles kaputt gemacht haben. Das kostet alles Geld. Hätte man sich sparen können. Wahrscheinlich ist auch von innen noch kräftig randaliert worden.