Baumaschinen arbeiten nahe Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) auf der Baustelle des Autobahn 14-Abschnitts vom Autobahnkreuz Schwerin bis zur Anschlussstelle Ludwigslust-Süd.
So wie vor eingen Jahren bei Ludwigslust sieht es momentan auch an der B189 zwischen Colbitz und Dolle aus. (Archivbild) Bildrechte: dpa

A14-Ausbau Kahlschlag für die Autobahn

Eine gespenstische Kulisse erwartet Autofahrer derzeit auf der B189 zwischen Colbitz und Dolle. Dort wird ein Teil des Waldes abgeholzt, um Platz für den Weiterbau der Autobahn 14 zu schaffen.

Baumaschinen arbeiten nahe Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) auf der Baustelle des Autobahn 14-Abschnitts vom Autobahnkreuz Schwerin bis zur Anschlussstelle Ludwigslust-Süd.
So wie vor eingen Jahren bei Ludwigslust sieht es momentan auch an der B189 zwischen Colbitz und Dolle aus. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Für den Weiterbau der Autobahn 14 läuft derzeit eine der größten Waldrodungen der vergangenen Jahre im Norden Sachsen-Anhalts. Zwischen Colbitz und Dolle verläuft die B189 neuerdings durch ein gespenstisches Revier. Unmittelbar neben der Straße entsteht ein 47 Hektar großer Kahlschlag. Tausende Kiefern und uralte Eichen wurden bereits abgeholzt. An dieser Stelle wird die Autobahn unmittelbar neben der Bundesstraße verlaufen.

Projektleiter Steffen Kauert sagte MDR SACHSEN-ANHALT, für den Waldverlust seien umfangreiche Ersatzmaßnahmen in der Natur umgesetzt worden. Als erstes werden nun zwei Wildbrücken gebaut, die die Autobahn und auch gleich die Bundesstraße überspannen werden. Im Bereich der Großbaustelle gilt eine Ampelregelung. Der Autobahnabschnitt Colbitz-Dolle ist achteinhalb Kilometer lang. Er wird an einer neuen Rastanlage bei Dolle enden und soll bis 2020 befahrbar sein. Die Nordverlängerung der A14 wird in Sachsen-Anhalt dann 14 Kilometer lang sein.

Weitere Verzögerungen befürchtet

Bereits seit 2011 wird an der Nordverlängerung der A14 gebaut. Eines Tages soll die Autobahn von Wismar an der Ostsee bis zum Dreieck Nossen bei Dresden durchgängig befahrbar sein. Doch insbesondere auf den Teilstücken in Sachsen-Anhalt kam es aufgrund verschiedener Klagen und Umweltauflagen immer wieder zu Verzögerungen. Ein Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums hatte deshalb im Dezember vermutet, dass die Autobahn erst 2030 fertig sein könnte.

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel widersprach dieser Darstellung vehement. Der CDU-Politiker glaubt, dass die Autobahn wie aktuell geplant bis 2022 fertig ist. Für alle verbliebenen Abschnitte liefen die Vorbereitungen "auf Hochtouren", hieß es vor einigen Wochen. Zieht man den Bereich zwischen Colbitz und Dolle ab, fehlen noch gut 80 Kilometer, bis die Autobahn komplett fertig ist.

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Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 12. Januar 2018 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2018, 10:10 Uhr

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10 Kommentare

13.01.2018 16:16 max 10

Ich muß über solche Kommentare nur Lachen
oder Fahren die Leute die soetwas Schreiben nicht über Land, ach nein, sie fliegen weil sie
alle vögel bzw.schmetterlinge sind, oder Springen als Frosch umher.

13.01.2018 10:54 red fighter 9

#Magdebürger
Ich denke das hängt mit der Schneckenburg zusammen!

13.01.2018 10:10 Ernst 8

Was der Magdebürger da schreibt ist doch großer Blödsinn.Auch die neue Autobahn wird vierspurig,oder denkt er die Grünen hätten gegen eine vierspurige B189 nicht geklagt?Auch dann hätten viele Bäume gefällt werden müssen.Die A14 wird in der Altmark schon allein wegen der Wirtschaft gebraucht, aber das scheinen Sie nicht zu Wissen oder wollen es vielleicht auch nicht begreifen.