Gießkanne
Im Altmarkkreis Salzwedel muss Wasser gespart werden. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Sinkendes Grundwasser und niedrige Pegelstände Altmarkreis Salzwedel fordert: "Spart Wasser!"

Besser den Geschirrspüler nutzen, statt von Hand spülen. Regenwasser einfangen und damit den Garten wässern. Das sind nur zwei der Hinweise, die im Altmarkkreis Salzwedel an die Bürger gerichtet werden – wegen der Dürre.

Gießkanne
Im Altmarkkreis Salzwedel muss Wasser gespart werden. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Kilometerweit sind im Altmarkkreis Flüsse und Bäche wie Ohre, Untermilde, Biese oder Beeke ausgetrocknet. Selbst im Arendsee liegt der Wasserstand um 70 Zentimeter unter normal.

Wie Stephan Gerth vom Unterhaltungsverband Milde-Biese MDR SACHSEN-ANHALT sagt, ist der Grundwasserstand schon seit der Trockenheit des Vorjahres um 1,50 Meter gesunken. Das sei oberflächtlich nicht zu sehen, aber Ausdruck für die angespannte Situation. Deshalb appelliert der Altmarkkreis Salzwedel jetzt an seine Bürger, sparsam mit Wasser umzugehen.

"Jeder kann seinen Teil Beitragen"

In dem Appell heißt es: "Flüsse und Bäche werden vom Grundwasser gespeist und in Gebieten, in denen der Grundwasserstand niedrig ist, versickert Flusswasser in Richtung Grundwasser. Somit ist es unabdingbar, dass mit der endlichen Ressource Wasser achtsam umgegangen werden muss." Jeder Einzelne könne daher seinen Teil beitragen, um die Ressource Wasser bewusst und nachhaltig zu gebrauchen.

Tipps zum Wasser sparen

  • Überprüfen Sie tropfende Wasserhähne und undichte Toilettenspülungen.
  • Lassen Sie das Wasser beim Zähneputzen oder Duschen nicht unnötig laufen.
  • Die Nutzung des Geschirrspüler ist meist sparsamer, als das Geschirr von Hand zu spülen.
  • Die Herstellung von Lebensmitteln und anderen Produkten verbraucht enorm viel Wasser. Kaufen und verbrauchen Sie nur, was Sie auch wirklich benötigen.
  • Überprüfen Sie auch Ihren Brunnenwasserverbrauch.
  • Weitere Möglichkeiten sind: die Sammlung und Nutzung von Niederschlagswasser sowie die Nutzung von Wasser, das nicht als Trinkwasser deklrariert wurde. Beides kann zum Beispiel für die Bewässerung des Gartens verwendet werden.

Anwohner sollen Bäume gießen

Auch andere Gemeinden und Kreise haben in den vergangenen Wochen auf die Trockenheit und Dürre reagiert. Die Stadtverwaltung Weißenfels hatte beispielsweise dazu aufgerufen, dass die Anwohner die Bäume in der Stadt gießen sollten.

Die Stadt Halle hatte ebenfalls an die Einwohner appelliert, den Bäumen zu helfen. Die Stadtwerke boten dafür extra Bewässerungssäcke zum Kauf an. Damit werden die Baumwurzeln über mehrere Stunden schonend befeuchtet, weil das Wasser tröpfchenweise durch kleine Löcher im unteren Bereich der Säcke an den Boden abgegeben wird.

In einigen Gebieten war es zwischenzeitlich sogar verboten, Wasser aus Oberflächengewässern zu entnehmen.

Ein Eimer mit Aufschrift bitte gießen an einem neugepflanzten Baum am Rhein an den Poller Auen
Die Stadtverwaltung Weißenfels hatte dazu aufgerufen, dass die Anwohner die Bäume in der Stadt gießen sollten (Symbolbild). Bildrechte: imago/Ralph Peters

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Quelle: MDR/ff

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 23. August 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. August 2019, 13:06 Uhr

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