Bienen wedeln mit ihren Fluegeln frische Luft in den Bienenstock.
In Klötze und Umgebung mussten zuletzt 22 Bienenvölker getötet werden. Bildrechte: imago/Frank Sorge

Dutzende Völker in Gefahr Klötze: Sperrbezirk nach Faulbrut-Ausbruch bei Bienen erweitert

Mehr als 20 Bienenvölker mussten zuletzt in Klötze und Umgebung getötet werden. Schuld daran ist die "Amerikanische Faulbrut". Um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern, wurde nun der Sperrbezirk erweitert.

Bienen wedeln mit ihren Fluegeln frische Luft in den Bienenstock.
In Klötze und Umgebung mussten zuletzt 22 Bienenvölker getötet werden. Bildrechte: imago/Frank Sorge

Die "Amerikanische Faulbrut" befällt im Bereich Klötze immer mehr Bienenvölker. Der Altmarkkreis Salzwedel hat deshalb den Sperrbezirk erweitert. Jetzt gilt ein Radius von zehn Kilometern rund um Klötze. Zuvor waren es drei Kilometer. Für Menschen ist die Bienenkrankheit ungefährlich.

22 Völker getötet

Imker im Sperrbezirk – nach Schätzungen des Altmarkkreises sind es etwa 40 – dürfen an ihren Völkern keine Veränderungen vornehmen, keine Völker oder Waben entfernen zum Beispiel. Außerdem müssen sie ihre Bienen klinisch untersuchen lassen. Bislang ist bei 22 von 138 Bienenvölkern die Faulbrut nachgewiesen worden. Die betroffenen Völker mussten getötet werden.

60 andere Völker im Sperrbezirk gelten als "ansteckungsverdächtig", so der Altmarkkreis. Bedeutet: "Alle Wabenvorräte müssen gereinigt oder desinfiziert werden. Wachs muss eingeschmolzen oder verbrannt werden", erklärte die Bienensachverständige beim Landesveterinäramt, Petra Martin, schon vor einigen Wochen. Amtstierärztin Susanne Lehner mahnt Hobby-Imker deswegen, sich bei der Tierseuchenkasse registrieren zu lassen. Sie müssten sonst im Ernstfall alle Kosten selbst tragen.

Imker nutzen Monitoring

Normalerweise liegt die Zahl der Fälle im Land zwischen keinem und sieben pro Jahr, erklärte Petra Martin im November. Für die Infektion gebe es mehrere Ursachen, etwa den Kauf von ungeprüften neuen Völkern. Damit die Seuche frühzeitig erkannt wird, gibt es seit einigen Jahren in Sachsen-Anhalt ein Monitoring, so Martin. Und immer mehr Imker machen mit. Habe die Zahl der eingereichten Proben 2012 noch bei 152 gelegen, seien es Anfang November bereits 1.076 gewesen.

Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 15. Januar 2019 | 10:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2019, 18:01 Uhr

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