Jugend- und Erwachsenenbildung Das ganze Jahr Programm: Filmcamp Arendsee plant für die Zukunft

Bisher war das Filmcamp Arendsee vor allem für seine Workshops für Jugendliche bekannt. In diesem Jahr gab es erstmals auch ein Angebot für Erwachsene. Doch das soll erst der Anfang sein – für die Zukunft haben die Macher des Camps noch viele Pläne, die schon bald umgesetzt werden sollen.

Eine Filmklappe und ein Kamera-Bildschirm.
Mit mehr Workshop- und Weiterbildungsangeboten rüstet sich das Filmcamp Arendsee für die Zukunft. Bildrechte: MDR/Alexander Klos

Es war eine Premiere für alle Beteiligten des Filmcamps Arendsee Anfang Januar: Werden sonst Kinder und Jugendliche zum Thema Filmproduktion geschult, durften nun auch erstmals Erwachsene ein wenig Filmluft schnuppern. Und das Angebot wurde angenommen: Alle Workshop-Plätze waren ausgebucht.

Erstmals Filmcamp für Erwachsene

Ein Bildschirm, auf dem eine sitzende Frau zu sehen ist.
Vor der Kamera agierten vorrangig Schauspielerinnen. Bildrechte: MDR/Alexander Klos

Vom 3. bis 6. Januar nahmen 20 Frauen und Männer an dem ersten Filmcamp für Erwachsene teil. Das richtete sich an alle Interessierten zwischen 30 und 99 Jahren. Die Teilnehmer waren aus ganz Deutschland und sogar aus der Schweiz angereist.

Während das Schauspiel vor der Kamera und das Schreiben des Drehbuches rein weiblich besetzt wurde, haben sich die Männer vor allem für die Technik interessiert. Was sie alle eint: ihr Interesse rund um das Thema Film.

Kein Unterschied zwischen alt und jung

Für Norman Schenk, den Workshop-Leiter und Mitinitiator des Filmcamps Arendsee, macht es dabei keinen Unterschied, ob er mit Kindern oder Erwachsenen arbeitet. Er sagt, es seien immer dieselben Charaktere und Eigenschaften sowie dieselben Schwierigkeiten und Qualitäten bei den Workshops.

Campleiter Norman Schenk gibt letzte Anweisungen an die Schauspieler.
Initiator und Leiter des Filmcamps, Norman Schenk. Bildrechte: MDR/Alexander Klos

Ich finde es super spannend mit den jungen Leuten. Die sind extrem neugierig. Ich finde es aber auch sehr spannend mit den Erwachsenen, denn sie haben eine riesige Lebensgeschichte.

Norman Schenk, Leiter des Filmcamps Arendsee

Trotz der neuen Erfahrungen richtet sich der Blick der Organisatoren jetzt aber langsam schon wieder in Richtung Sommer, wenn das traditionelle Jugendfilmcamp stattfindet. 700 junge Leute treffen sich dann in Arendsee, um von erfahrenen Filmemachern das Handwerk der Regie, des Drehbuchschreibens, der Schauspielerei, Animation und anderen Filmgewerken zu lernen.

Nutzung über das ganze Jahr

Teilnehmer des Film-Workshops bereiten am Set einen Dreh vor.
Auch im kommenden Jahr soll es das Filmcamp für Erwachsene geben. Bildrechte: MDR/Alexander Klos

Auch für die kommenden Jahre hat sich das Team um Norman Schenk viel vorgenommen. Vor Ort soll eine Filmakademie für den cineastischen Nachwuchs entstehen, an dem ganzjährig Workshops und Kurse durchgeführt werden können. Im vergangenen Jahr wurde dafür ein Erbbaupachtvertrag mit der Stadt für das 6.000 Quadratmeter große Gelände unterschrieben.

Um einer ganzjährigen Filmakademie näher zu kommen, gibt es jetzt auch die sogenannten "Education-Programme", wo Jugendlichen auch außerhalb des Camps Medienkompetenz vermittelt werden soll. Dazu gehört auch, dass ganze Klassenfahrten und Projektwochen organisiert werden. Dafür kooperiert das Camp mit regionalen Schulen und auch Behindertenzentren, um Menschen mit Handicap einzubeziehen. Außerdem wollen Norman Schenk und sein Team die Angebote JugendfilmSTARTER für die 12- bis 15-Jährigen und das JugendfilmCLASSIC für 16- bis 26-Jährige kontinuierlich ausbauen.

Anmeldungen bereits für das nächste Jahr

Das Filmcamp für Erwachsene ist ebenfalls ein weiterer Baustein hin zur Ganzjährigkeit des Projektes und soll im kommenden Jahr weitergeführt werden. Nach Aussage von Norman Schenk gäbe es bereits jetzt erste Anmeldungen für den Workshop. Darüber hinaus sollen für Erwachsene noch andere Weiterbildungen konzipiert werden, die sich an Unternehmen richten und einen Mix aus Teambildung und Kompetenzerwerb zum Ziel haben.

Bei allen Zielen, die sich das Filmcamp gesetzt hat, ist es Norman Schenk jedoch wichtig, nichts zu überstürzen, sondern "behutsam unsere Vorhaben umzusetzen." Und dabei immer eine Stärkung der Region im Blick zu behalten.

Quelle: MDR/fl

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 08. Januar 2020 | 19:00 Uhr

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